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///Wie funktioniert unsere Verdauung?

Über Ernährung wird viel gesprochen und in immer neuen Foodtrends wird erklärt, warum dieser nun ganz besonders gesund sein soll. Über die Verdauung hingegen wird meist nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Dabei ist sie essentiell für einen gesunden Körper, Leistungsstärke und Wohlbefinden.

Natürlich ist die Verdauung nicht alleinig ausschlaggebend, um gesund zu sein, sie macht aber viel aus. Das merken wir spätestens dann, wenn uns der Sonntagsbraten ewig im Magen zu liegen scheint, der Bauch vor lauter Luft grummelt, drückt und zwickt oder wir gefühlt Stunden damit zubringen, auf der Toilette Erleichterung zu finden.

All das sind Anzeichen, dass die Verdauung – und sei es auch nur für einen kurzen Moment – ins Ungleichgewicht geraten ist.

Wir möchten Ihnen im Folgenden erklären, was Verdauung bedeutet, welche Organe an diesem komplexen Vorgang beteiligt sind und warum es einen großen Einfluss hat, was wir essen, wann und wie.

Warum essen wir eigentlich?

Weil wir hungrig sind – das ist zumindest der Grund, der uns sofort in den Kopf kommt, wenn wir über die Frage nachdenken, warum wir essen.

Verkehrt ist das nicht, aber in erster Linie müssen wir essen, weil wir auf diesem Weg die Nährstoffe aufnehmen, die der Körper benötigt, um gesund und fit zu bleiben und seinen jeweiligen Funktionen nachzukommen.

Dazu benötigt er nämlich neben Energie auch einige pflanzliche Sekundärstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Mit der Nahrung wird das Immunsystem gestärkt und die Darmgesundheit positiv beeinflusst – aber natürlich nur, wenn Sie auf die richtigen Nahrungsmittel zurückgreifen.

Wir essen aber auch, um Emotionen zu fördern. Denn Nahrung weckt häufig Erinnerungen – beispielsweise der Sonntagsbraten von Oma – oder kann in stressigen und frustrierten Momenten Abhilfe schaffen – Schokolade bei Liebeskummer und Kekse, wenn der Schreibtisch wieder droht überzuquellen.

Aufnahme von wichtigen Nährstoffen

Durch das Essen nehmen wir Nährstoffe zu uns, die der Organismus braucht, um reibungslos zu funktionieren. Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Sekundärstoffe, Eiweiße, Kohlenhydrate, Ballaststoffe.

Leider nehmen wir mit industriell gefertigter Nahrung auch eine große Anzahl an Stoffen auf, die der Körper eigentlich nicht oder nicht in diesen Mengen benötigt. Neben Fetten sind das Zucker, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.

Einige der benötigten Nährstoffe kann der Körper auch gar nicht alleine bilden. Diese nennen sich essenzielle Nahrungsbestandteile und sind beispielsweise Fettsäuren, Aminosäuren und bestimmte Vitamine.

 

Wie wichtig ist es eigentlich, was wir essen?

Egal, welchen Foodtrend man auch verfolgt – Essen hat eine erhebliche Wirkung auf unseren Körper. Um dem Organismus alle Stoffe zuzuführen, die er für einen reibungslosen Ablauf benötigt. Zu diesen Stoffen gehören

  • Nährstoffe
    Das sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.

    Aus den aufgenommenen Kohlenhydraten bezieht der Körper seine Energie, Eiweiße dienen dem Aufbau neuer Körperzellen und Fette sind für beide Positionen notwendig. Sie bilden vor allem eine gute Energiereserve und landen deshalb – zum Bedauern vieler – gerne in den Körperzellen, die damit eine Depot-Funktion übernehmen.
  • Ergänzungsstoffe
    Hierzu zählen Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe, Wasser

Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, deren Mangel oder Fehlen häufig zu weitreichenden Folgeerkrankungen führen kann – beispielsweise Skorbut. Allerdings kommen solche Mangelerscheinungen in den industrialisierten Ländern eher selten bis gar nicht vor.

Mineralstoffe sind meist nur in kleinen Dosen notwendig, daher werden sie auch als Spurenelemente bezeichnet. In Deutschland werden Mängel häufig im Iod entdeckt, weil die Böden sehr arm an diesem Mineralstoff sind.

Ballaststoffe sollten ausreichend aufgenommen werden. Sie sind zwar kein direkter Lieferant für etwas, beeinträchtigen aber die Verdauung. Denn sie sind nicht verdaulich, speichern viel Wasser und quellen auf. Das macht den Stuhl lockerer und vergrößert das Volumen.

Um die Nährstoffe in den Organismus zu transportieren, müssen sie in flüssiger Form vorliegen und dazu braucht der Körper ausreichend Wasser. Wasser dient aber auch der Regulierung der Körpertemperatur – beispielsweise durch Schweiß, der die Hautoberfläche abkühlt.

Während diese Stoffgruppen für den Körper essentiell sind und zu seinem Wohlbefinden beitragen, gibt es Stoffe, die er nicht benötigt – oder die sogar Schaden anrichten können. Diese Stoffe nennen sich Nahrungsbegleitstoffe.

Hierbei handelt es sich um Stoffe, die sowohl physiologisch, als auch pharmakologisch und anderweitig gesundheitsbeeinflussende Wirkungen haben können.

Farb- und Geschmacksstoffe machen dabei die Nahrung optisch und auch geschmacklich interessanter, sprechen bestimmte Reize bei den Kunden an. Grelle Süßigkeiten, zuckrige Joghurts, optisch einwandfreie Formen.

Medikamentöse Nebenprodukte erreichen den menschlichen Organismus vor allem durch die Massentierhaltung. Diese ist der ideale Nährboden für Krankheitserreger. Um dem entgegenzuwirken, verabreichen die Produzenten präventiv Medikamente – beispielsweise Antibiotika.

Diese gelangen dann mit der Nahrung in unser Verdauungssystem.

Konservierungsstoffe verhindern oder verlangsamen den Verderb der Nahrungsmittel und machen sie lange haltbar. Sie werden auf der Verpackung mit dem Buchstaben E und einer Ziffer angezeigt. Nicht alle dieser Konservierungsstoffe sind gesundheitlich bedenklich, dennoch sollte man alle Zusatzstoffe meiden, die der Körper nicht benötigt.

Weitere Lebensmittelzusätze sind Süßstoffe, die den Zuckergehalt senken sollen, ohne den Geschmack zu beeinträchtigen, Glutamat, das als Geschmacksverstärker zum Einsatz kommt und Antioxidantien, die verhindern sollen, dass die Lebensmittel verfärben.

Das Essverhalten wird durch Erlerntes und Vorgelebtes entscheidend mitgeprägt. Wer Zuhause Fertigpizza und Dosensuppen vorgesetzt bekommen hat, muss sich aktiv umerziehen, um zu frischen Sachen und dem Kochlöffel zu greifen.

Es ist aber nicht nur entscheidend, was wir essen, sondern auch wie viel. Denn wer langfristig seinem Körper mehr Energie zuführt, als er abbaut, nimmt zu.

Wer allerdings weniger Energie zuführt, als er verbraucht, nimmt ab. Das kann zu Beginn ein erwünschter Effekt sein, auf Dauer aber zu Mangelerscheinungen führen. Auch eine unausgewogene und einseitige Ernährung kann solche Mängel hervorrufen.

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Verdauungsorgane: Welche Organe gehören zum Verdauungssystem und wofür sind sie zuständig?

Das Verdauungssystem ist das größte System des menschlichen Organismus‘. Es beginnt bereits im Mund, führt dann über die Speiseröhre in den Magen und von dort in den Darm. Dieser ist in Dünndarm und Dickdarm unterteilt. Über den Mastdarm werden die Nahrungsreste ausgeschieden und die Verdauung beendet.

Im Folgenden möchten wir Ihnen Schritt für Schritt erklären, welches Organ für welchen Verdauungsprozess zuständig ist.

Schritt 1: Was passiert im Mund?

Die Nahrung wird über den Mund aufgenommen. Hier wird sie zunächst mit Hilfe der Zähne zerkleinert. Weichere Kost kann auch durch die Zunge und den Gaumen zerdrückt werden.

Während dieses Prozesses sondern die Mundspeicheldrüsen Speichel ab, der sich mit der Nahrung vermischt. Dadurch entsteht nicht nur ein Brei, der schluckbar ist. Die Mundspeicheldrüsen sind Verdauungsdrüsen und sondern Ptyalin ab. Dieses Enzym ist unter anderem für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig, die damit bereits im Mund beginnt.

Geschmacklich kann man diese Aufspaltung übrigens erkennen, wenn man Weißbrot längere Zeit im Mund einspeichelt und es plötzlich einen süßlichen Geschmack annimmt.

Auch Zungengrundlipase ist im Speichel vorhanden und beginnt bereits im Mundraum mit der Aufspaltung von Fett, damit dies im Magen besser verdaut werden kann.

Ebenso befinden sich im Speichel desinfizierende Substanzen wie Fluoride und Rhodanidionen.

Die Produktion des Speichels entstammt übrigens einem Reflex, der durch Geruch, Geschmack und Aussehen hervorgerufen wird. Manchmal reicht aber auch die bloße Fantasie, um diesen Speichelfluss zu beeinflussen – denken Sie doch mal beispielsweise an eine Zitrone oder salziges Lakritz. Schnell werden Sie ein Kribbeln und anschließenden Speichefluss bei sich feststellen können, ganz ohne etwas gegessen zu haben.

Der gesunde Mensch produziert täglich zwischen 1 bis 1,5 Litern Speichel. Ist die Speichelproduktion gehemmt, klagen Betroffene über einen trockenen Mund und Schluckbeschwerden – vor allem bei der Nahrungsaufnahme.

Schritt 2: Was passiert in der Speiseröhre?

Nach und nach wird der Speisebrei über den Schluckreflex in die Speiseröhre, oder auch Reflux, transportiert. Der Reflex wird ausgelöst, indem die Zunge gegen den Gaumen gepresst wird.

Damit er nicht versehentlich in die Luftröhre gelangt, sitzen im hinteren Rachenbereich Gaumensegel und Kehlkopfdeckel, der sich beim Atmen schließt, um die Luftröhre zu schützen.

Die Speiseröhre ist ein etwa 25 cm langer Schlauch, der im Normalfall einen Durchmesser von 2 cm hat. Sie kann sich aber auf das Doppelte ausdehnen, während sie die Nahrung in den Magen transportiert. Das dauert zwischen 4 und 6 Sekunden.

Die Innenseite der Speiseröhre ist mit Schleim ausgekleidet. Zum einen rutscht die Nahrung dadurch leichter hindurch, zum anderen vermischt sich dieser ebenfalls mit dem Speisebrei und macht ihn noch weicher.

In der Speiseröhre wird die Nahrung nun in wellenförmigen Bewegungen in Richtung Magen verbracht. Die peristaltischen Bewegungen sorgen auch dafür, dass die Nahrung und der Speichel gründlich durchgemischt werden.

Vor der Magenöffnung befindet sich der sogenannte Schließmuskel, der den Nahrungsbrei in kleinen Portionen in den Magen befördert. In die andere Richtung – also vom Magen in Richtung Speiseröhre – sollte dieser Muskel verschlossen bleiben.

Allerdings gibt es Krankheitsbilder, bei denen das nicht der Fall ist – diese äußern sich dann in saurem Aufstoßen und Sodbrennen. Manchmal gehen diese Beschwerden schnell wieder vorbei und treten nur nach einem besonders schweren Essen oder in stressigen Phasen auf.

Sie lassen sich auch mit Tabletten einigermaßen beheben. Sollten die Beschwerden länger anhalten und keine Besserung erfolgen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die möglichen Ursachen abklären lassen.

Schritt 3: Was passiert im Magen?

Schichtweise wird die Nahrung im Magen gestapelt. Durch erneute peristaltische Bewegungen wird der Speisebrei ständig vermischt und in Bewegung gehalten.

Der Magen hat übrigens die Fähigkeit, sich auszudehnen – je nach Menge, die man verzehrt. Durch die ständige Bewegung wird die Nahrung gut mit dem Magensaft vermengt, der durch die Drüsen der Magenschleimhaut gebildet wird.

Dieser Magensaft besteht aus Säuren, die die Bakterien abtöten und mit Hilfe der enthaltenen Enzyme die Nahrung zersetzen soll. Das Enzym Pepsin beispielsweise spaltet Proteine auf und die Eiweiße werden auf diese Weise vorverdaut.

Der Speisebrei wird im Magen für eine Zeit aufbewahrt, damit dort der Verdauungsprozess bereits weiter fortschreiten und die Nahrung noch stärker zersetzt und verflüssigt werden kann, um später die Nährstoffe besser herauszuarbeiten.

Je fettreicher die Nahrung ist, um so länger wird sie im Magen behalten. Fettes Fleisch oder ölige Speisen können schon mal bis zu acht Stunden im Magen liegen, bevor sie durch einen Ringmuskel in den ersten Teil des Darms verbracht werden. Völlegefühl, Sodbrennen und Aufstoßen können die Folge von zu schwerem Essen sein.

Wie wirkt die Magensäure (Magensaft) auf den Verdauungsprozess?

Täglich produziert der Mensch zwischen 1,5 bis 3 Litern Magensaft. Ein Anteil dieser Flüssigkeit ist die sogenannte Magensäure, die vergleichbar mit der Aggressivität von Salzsäure ist. Theoretisch könnte der Magen sich sogar selber verdauen. Da er aber im Inneren mit einer Schleimschicht ausgekleidet ist, schützt diese ihn vor den Verätzungen.

Magensäure kann aber an anderen Organen zu Schäden führen, wenn ein Betroffener viel erbrechen muss, oder der Muskel, der verhindern soll, dass Nahrungsbrei und Magensaft zurück in die Speiseröhre fließen, gestört ist. Dann kann es zu Verätzungen der Speiseröhre kommen.

Die Magensäure ist für den Verdauungsprozess aber ganz entscheidend. Neben dem Abtöten von Bakterien und Keimen, die mit der Nahrung aufgenommen werden, wird die Verdauung von Eiweiß gestartet, damit der Darm es später besser aufnehmen kann.

Die Magensäure wird übrigens später im Darm durch den Pankreassaft wieder neutralisiert, der durch die Dünndarmschleimhaut – also im weiteren Verlauf der Verdauung, hinzugefügt wird.

Die Produktion von Magensaft kann zum einen durch Nahrung erfolgen, die im Magen landet, aber auch Gerüche und Geschmack können sie provozieren. Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion der Magensäure ab.

Schritt 4: Was passiert im Dünndarm?

Zwischen Magenausgang und Dickdarmeingang befindet sich der Dünndarm. Der gesamte Dünndarm hat eine Länge von 5 bis 6 Metern und teilt sich auf in:

  • Zwölffingerdarm – Duodenum
    Er befindet sich im Oberbauch und ist etwa 30 cm lang. In ihn münden die Verdauungsdrüsen: Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse
  • Leerdarm – Jejunum und
  • Krummdarm – Ileum
    Die letzten beiden liegen im Unterbauch und nehmen die restliche Länge des Dünndarms ein, weswegen sie auch in Schlingen liegen.

Ausgekleidet ist der Innenraum mit einer Schleimschicht und auf der Oberfläche befinden sich warzenförmige Erhebungen – die sogenannten Zotten -, die die Oberfläche noch einmal vergrößern. Insgesamt beläuft diese sich auf 400 bis 500 Quadratmeter.

Dahinter liegt Bindegewebe mit Blut- und Lymphgefäßen und einem Nervensystem. Diese Schicht ist von zwei Muskelschichten umschlossen, die für die Darmbewegung zuständig sind.

Im Dünndarm findet der größte Teil der Verdauung statt. Beginnend im Zwölffingerdarm, in dem die Bauchspeicheldrüse über den Tag verteilt einen Liter Verdauungssaft abgibt.

Dieser sogenannte Bauchspeichel ist eine klare Flüssigkeit und enthält Enzyme, die für den Abbau von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten zuständig sind. Er hebt auch die Wirkung der in der Magensäure enthaltenen Salzsäure auf.

Die Drüsen des Darms produzieren darüber hinaus auch einen Verdauungssaft – etwa 3 Liter täglich.

Durch die Enzyme der Bauchspeicheldrüse wird der Doppelzucker, der aus Stärke gewonnen wurde, zu Traubenzucker aufgespalten. Die bereits teilweise zerlegten Proteine werden nun in Aminosäure umgewandelt.

Die von der Leber produzierte Galle – etwa 600 bis 700 ml täglich – gelangt ebenfalls durch einen Zugang in den Zwölffingerdarm. Der Gallensaft hat eine gelbliche Farbe. Er verwandelt die Fette in kleinste Teilchen. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und das Bauchspeichelenzym Lipase kann sie noch besser in Glycerin und Fettsäuren spalten.

Produziert die Leber mehr Galle, als benötigt wird, landet diese in der Gallenblase, die am unteren Ende der Leber sitzt. Dort wird sie eingedickt – um in größerer Menge gespeichert zu werden – und verbleibt dort, bis sie benötigt wird – beispielsweise, wenn sehr fettreiche Nahrung verdaut werden muss.

Über die Zotten gelangen die Nährstoffe in die Blutbahnen (Traubenzucker und Aminosäuren) und Lymphe (Glycerin und Fettsäuren).

Der Nahrungsbrei durchläuft den Darm – wie schon davor – durch ringförmige Muskelbewegungen, die auch die Durchmischung aufrecht erhalten.

Wie unterstützt die Leber die Verdauung?

In der Leber wird Galle produziert – täglich etwa 600 bis 700 ml. Überschüssige Gallenflüssigkeit kann in der am unteren Teil der Leber befindlichen Gallenblase gespeichert werden.

Galle besteht zum größten Teil aus Wasser. Darüber hinaus sind in ihr Gallensäure, Phospholipide, Cholesterin, Eiweiße und Gallenfarbstoffe enthalten. Da die Leber mit dem Zwölffingerdarm verbunden ist, gerät die Galle auf diesem Weg in den Verdauungstrakt.

Wird keine Nahrung verdaut, also auch keine Galle gebraucht, ist die Verbindung zwischen Leber und Zwölffingerdarm durch einen Schließmuskel unterbrochen. Die Galle wird in die Gallenblase umgeleitet.

Wird wieder Galle zur Verdauung benötigt, geben Botenstoffe aus dem Darm das Signal und der Schließmuskel erschlafft, um Gallenflüssigkeit durchzulassen.

Galle wird im Darm zur Verdauung von Fetten und zur Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen benötigt.

Störungen der Galle machen sich meist durch Gallensteine – die Gallenflüssigkeit verklumpt, weil zu viel Cholesterin enthalten ist – oder Fettstuhl – es wird nicht ausreichend Galle produziert, so dass das Fett in der Nahrung nicht abgebaut werden kann und im Nahrungsbrei verbleibt. Dieser zeigt sich durch einen glänzenden und klebrigen Stuhlabgang.

Wie unterstützt die Bauchspeicheldrüse die Verdauung?

Die Bauchspeicheldrüse hat direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, denn in ihr werden die Stoffwechselhormone produziert. Das sind

  • Insulin
  • Glukagon

Insulin ist für die Senkung des Blutzuckers verantwortlich, wohingegen Glukagon den Blutzucker anhebt – jeweils abhängig davon, was der Körper benötigt.

Darüber hinaus werden in der Bauchspeicheldrüse wichtige Enzyme hergestellt, die die Verdauung der Nahrung fördern.

Funktioniert die Bauchspeicheldrüse nicht richtig, kann Diabetes mellitus eine der Folgeerkrankungen sein.

Schritt 5: Was passiert im Dickdarm?

Mit etwa 5 bis 8 cm Durchmesser ist der Dickdarm deutlich breiter als der Dünndarm. Er ist etwa 1,5 Meter lang und liegt um den Dünndarm herum. Zotten sind in ihm keine mehr, aber er liegt auch in (deutlich weniger) Falten und vergrößert damit die Gesamtoberfläche.

An der Stelle, an der der Dünndarm in den Dickdarm übergeht, befindet sich auch der Blinddarm, ein etwa 3 bis 5 cm langer Wurmfortsatz, der sich entzünden kann und dann als Blinddarmentzündung Probleme macht und meist operativ entfernt werden muss.

Im Dickdarm wird dem Nahrungsbrei die Flüssigkeit entzogen, die während des Verdauungsprozesses zugefügt wurde. Das sind etwa 9 Liter täglich. Somit ist seine Hauptaufgabe, der Nahrung das Wasser zu entziehen. Dieses und die darin enthaltenen restlichen Nährstoffe, gibt er direkt an das Blut ab.

Darüber hinaus ist der Dickdarm Sitz von Millionen von Bakterien. Diese bauen die Zellulose aus pflanzlicher Nahrung und unverdauliche Produkte ab.

Während dieses Prozesses entstehen auch Gase, die wir als Flatulenzen oder, umgangssprachlich, Pupsen, bezeichnen. Es entstehen aber auch Vitamine – B und K, welches für die Blutgerinnung verantwortlich ist.

Die Bakterien haben darüber hinaus die Aufgabe, giftige Stoffe und Krankheitserreger abzutöten und aus dem Körper auszuleiten. Daher ist auch der Großteil des Immunsystems durch den Darm gesteuert.

Schritt 6: Was passiert im Enddarm?

Der Mastdarm entzieht dem Speisebrei die restliche Flüssigkeit. Dadurch entsteht der eingedickte Kot, der dann über den After ausgeschieden wird. Auch hier ist die Bewegungsfähigkeit der Darmmuskulatur ausschlaggebend dafür, dass der Kot weitertransportiert wird.

Kot besteht also nur noch aus unverdauter Nahrung, Schleim, abgestoßenen Zellen und natürlich einer Vielzahl an Bakterien.

Auch Parasiten wären, so man betroffen ist, im Stuhl nachweisbar.

Wie lange dauert die Verdauung von Nahrung?

Das hängt entscheidend davon ab, was man gegessen hat. Im Schnitt bleibt die Nahrung zwischen einer bis drei Stunden im Magen.

Im Dünndarm kann der Prozess zwischen sieben bis neun Stunden dauern, bis der Nahrungsbrei den Dickdarm erreicht. Hier ist die Verweildauer mit 25 bis 30 Stunden am längsten. Bis die Nahrung dann über den Mastdarm ausgeschieden wird, können noch einmal 25 bis 110 Stunden vergehen.

Die Rolle der Ballaststoffe: Welche gibt es und wieso sind sie für eine gute Verdauung wichtig?

Ballaststoffe – eigentlich ist der Name eher abschreckend, denn wer will sich denn schon freiwillig belasten? Dabei sind Ballaststoffe im Zusammenspiel um die Verdauung sehr wichtig. Denn sie regen die Verdauung und und sollen sogar Krankheitserreger in Schach halten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sogar den regelmäßigen Konsum von Ballaststoffen und setzt die Idealmenge mit 30 g fest.

Ballaststoffe sind sehr faserreich und kommen überwiegend in Pflanzenstoffen vor. Der Darm kann diese Stoffe sehr schwer bis gar nicht aufspalten. Sie werden unterteilt in lösliche und unlösliche Ballaststoffe.

Welche Rolle spielen lösliche Ballaststoffe?

Zu den löslichen Ballaststoffen zählen Pektin, Inulin und beta-Glucane. Sie speichern Wasser und werden im Dickdarm als Nahrung für die in der Darmflora befindlichen Bakterien genutzt.

Welche Rolle spielen unlösliche Ballaststoffe?

Zu den unlöslichen Ballaststoffen zählt beispielsweise Zellulose. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr gut Wasser speichern können und dadurch im Darm stark aufquellen. Das Stuhlvolumen wird vergrößert und gelockert und kann leichter weitertransportiert werden.

Der Gesundheit dienen Ballaststoffe auch, weil sie den Blutzuckerspiegel deutlich langsamer ansteigen lassen und dadurch weniger Insulin freigesetzt wird. Dies ist vor allem für Menschen mit Diabetes ein wichtiger Faktor.

Untersuchungen einer aktuellen Studie aus den USA und China haben auch gezeigt, dass spezielle Darmbakterien helfen, Diabetes Typ 2 zu lindern, indem sie kurzkettige Fettsäuren produzieren. Diese Darmbakterien lassen sich durch eine gezielte Ernährung mit Ballaststoffen stärken.1

Auch der Cholesterinspiegel kann bei der Einnahme von vielen Ballaststoffen gesenkt werden. Denn Pektine und Beta-Glucane befördern Gallensäure mit dem Stuhl nach draußen. Gallensäure wird aber benötigt, um Fett abzubauen.

Damit dies dennoch passiert, holt sich der Körper Cholesterin, den Baustoff für Gallensäure, aus dem Blut und baut das Fett ab und senkt gleichzeitig den Cholesterinspiegel.

Bereits im Magen sorgen sowohl die löslichen, als auch die unlöslichen Ballaststoffe dafür, dass der Inhalt verdickt und dadurch schneller und länger ein Sättigungsgefühl herrscht. Für Menschen, die abnehmen möchten, ist eine ballaststoffreiche Ernährung eine gute und gesunde Unterstützung bei ihrem Vorhaben, zumal Ballaststoffe sehr fettarm sind.

Wie hängen Darm und Immunsystem zusammen?

Im Darm befinden sich Millionen von Mikroorganismen – beispielsweise Bakterien – die die Darmflora ausmachen. Gleichzeitig befinden sich hier etwa 70 Prozent aller Abwehrzellen des Immunsystems. In der Schleimhaut des Dünndarms finden sich unter anderem Paneth-Zellen und M-Zellen, die Krankheitserreger bekämpfen oder die körpereigene Abwehr kräftigen, indem sie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten aufnehmen und direkt zu den Abwehrzellen bringen.

Dem Dickdarm kommt bei der Stärkung des Immunsystems eine fast noch größere Rolle zu. Denn in der Darmflora befinden sich große Mengen an Lymphozyten, die darauf ausgerichtet sind, Bakterien und Viren zu erkennen und auszuschalten, indem sie Antikörper produzieren.

Sie setzen auch Botenstoffe frei, die weitere Zellen des Immunsystems aktivieren. Auf diese Weise bleibt das Immunsystem stets aktiv und kann Krankheitserreger schnell ausmachen und eliminieren.

Gleichzeitig kann der Darm aber auch Auslöser für allerlei Beschwerden sein: Reizdarm, Blähungen, Krämpfe und einiges mehr. Umso wichtiger ist es, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten, um bestmöglich gegen Krankheitserreger gewappnet zu sein und das Immunsystem gestärkt zu halten.

So wichtig ist eine gute Nährstoffaufnahme für das Immunsystem

Bestimmte Eiweiße und sogenannte Fresszellen werden durch Botenstoffe zu den Krankheitserregern gelotst und schalten sie dort aus. Diese werden aus Vitaminen und Mineralstoffen gebildet.

Um also die Abwehrkräfte stets in Bereitschaft und in einer hohen Frequenz abrufbereit zu haben, ist es wichtig, diese Nährstoffe über die Ernährung zuzuführen.

So stärken sie mit dem Aufbau Ihrer Darmflora das Immunsystem

Als Darmflora bezeichnet man sämtliche Mikroorganismen zusammen, die im Darm sitzen – dies sind über 10 Billionen Darmbakterien unterschiedlicher Stämme. Pilze und Viren finden sich ebenfalls in der Darmflora wieder und dieser Bereich ist damit der am dichtesten besiedelte im menschlichen Körper.

Wie Sie gelesen haben, ist der Darm für

  • Verdauung und Verstoffwechselung,
  • Stärkung des Immunsystems,
  • Neutralisierung schädlicher Erreger,
  • aber auch die unterstützende Wirkung von Medikamenten zuständig.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, muss in der Darmflora ein ausgeglichenes Milieu herrschen.

Wenn durch einseitige Ernährung, Krankheit oder die Einnahme von Medikamenten – beispielsweise Antibiotika – dieses Gleichgewicht gestört wird, kann es passieren, dass bestimmte wichtige Mikroorganismen in zu geringer Zahl produziert werden, und schädliche Bakterien, Viren und Pilze die Überhand gewinnen und sich unkontrolliert ausbreiten können.

Darum ist es ganz besonders wichtig, die Darmflora aktiv zu unterstützen. Dies gelingt durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und Bewegung am besten.

Sollten Sie, auf Grund von immer wiederkehrenden Beschwerden oder einem Unwohlgefühl, der Meinung sein, dass Ihre Darmflora mal eine ganz besonders intensive Aufmerksamkeitsphase benötigt, empfehlen wir Ihnen, eine Darmsanierung ins Auge zu fassen.

Hierbei wird der Darm in mehreren Schritten geleert, gereinigt und die Darmflora anschließend aktiv wieder aufgebaut.

Alles zum Thema Darmflora, Darmsanierung und Darmreinigung lesen Sie in unserem weiterführenden Darmsanierungs-Ratgeber, sowie in unserem Ratgeber zur Darmreinigung.

 

Wie wirken Probiotika auf das Immunsystem?

Probiotika sind Nahrungsergänzungsmittel, denen man nachsagt, dass sie einen positiven Effekt auf den Körper haben sollen. Man versteht unter Probiotika eine Gruppe von lebensfähigen Mikroorganismen, die in natürlichen Lebensmitteln enthalten sind.

Ihnen wird nachgesagt, die Darmflora zu unterstützen und gute Bakterienstämme an den Organismus zurückzugeben. Diese sollen sich im Darm ansiedeln und dort die Darmflora nachhaltig wieder ins Gleichgewicht bringen.

Dass Probiotika eine positive Wirkung auf den Darm haben können, wurde in einer Studie verzeichnet, bei der der Verlauf einer entzündlichen Darmerkrankung durch die Einnahme von Probiotika abgeschwächt werden konnte.2

Zu den probiotischen Lebensmitteln zählen:

  • Kefir
  • Joghurt
  • Sauerkraut
  • Apfelessig
  • einige Käsesorten

In der Regel sind in diesen probiotischen Lebensmitteln Milchsäurebakterien und Bifidobakterien.

Bitte lesen Sie alles zu probiotischen Lebensmitteln und wie sie wirken und die Darmflora positiv beeinflussen können, in unserem Probiotika-Ratgeber.

Verdauungsprobleme: Was tun, wenn es dem Darm nicht gut geht?

Verdauungsprobleme – das ist ein ziemlich weit gefasster Begriff und reicht von Völlegefühl über Blähungen bis zum Reizdarmsyndrom. Ebenso weitreichend sind auch die Beschwerden, die damit einhergehen. Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen – um nur einige zu nennen.

Manchmal reicht schon einen Tag Schonkost, um den Darm und damit auch die Verdauung wieder in den Griff zu bekommen, manchmal muss man etwas mehr Geduld haben.

Doch in jedem Fall können Sie eine Menge gegen Verdauungsproblem selber unternehmen.

Woher Verdauungsprobleme kommen, wie sie sich bemerkbar machen und was genau Sie dagegen unternehmen können, erfahren Sie in unserem Verdauungs-Ratgeber.

  1. Liping Zhao et. al: Gut bacteria selectively promoted by dietary fibers alleviate type 2 diabetes, Science 09 Mar 2018: Vol. 359, Issue 6380, pp. 1151-1156, DOI: 10.1126/science.aao5774
  2. Blümer N et al.: Perinatale maternale Supplementation mit Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) vermindert allergische Entzündungsreaktion in den Nachkommen. Pneumologie. 2005; 59.
By |2020-05-12T17:46:41+02:0010. Dezember 2018|Verdauung, Verdauung unterstützen|0 Comments

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Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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