Ein Zucker, der gesund macht, das gibt es doch gar nicht!

Gibt es doch und dieser Zucker – D-Mannose – ist inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde, wenn es um Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen geht! Aber was genau ist eigentlich D-Mannose?

Was ist D-Mannose?

Chemisch betrachtet handelt es sich bei D-Mannose um ein Monosaccharid, also um einen Einfachzucker mit 6 Kohlenstoffatomen (Hexose). Daher ist er eng verwandt mit Glukose.

Im Gegensatz zu Glukose wird D-Mannose jedoch nicht verstoffwechselt und enthält demzufolge keine Kalorien. Oral eingenommen wandert D-Mannose unverändert über die Nieren in den Harntrakt bis zur Blase und wird mit dem Urin wieder ausgeschieden. Der menschliche Körper ist bzw. dessen Zellen sind in der Lage eine gewisse Menge an D-Mannose selbst zu produzieren, bspw. in der Blasen-Schleimhaut.

D-Mannose kommt außerdem häufig in der Natur vor, bei Pflanzen und Tieren. So enthalten zum Beispiel Preiselbeeren, Johannisbeeren, Äpfel und Orangen einen relativ hohen Anteil an D-Mannose. Außerdem Birken, Buchen oder Mais, aus denen häufig D-Mannose für den Markt hergestellt wird.

D-Mannose, die man kaufen kann, ist rein pflanzlich, verschreibungsfrei und schmeckt naturgemäß leicht süßlich.

Aufgrund ihrer positiven Eigenschaften wird sie erfolgreich bei der Bekämpfung von Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen eingesetzt. Was macht sie hier aber so wirksam?

Wie wirkt D-Mannose?

Eines sei vorweg gestellt: D-Mannose wirkt nur bei Harnwegsinfektionen verursacht durch Koli-Bakterien (Escherichia coli, kurz E. coli genannt). Das betrifft jedoch immerhin etwa 75- 90% aller Erkrankungen.

Die Harnblase und die Harnwege sind mit einer Schleimhaut aus Zellen überzogen, Urothel genannt. Die Zellen dieser Schleimhaut produzieren körpereigene D-Mannose.

E. coli-Bakterien besitzen sogenannte Fimbrien (ähnlich Fühlern oder Ausbuchtungen), mit denen sie sich an die körpereigene D-Mannose der Blasen-Schleimhaut anhaften, verankern und vermehren. Wird die Anzahl der E. coli-Bakterien zu groß und kann der Körper sie nicht mehr abwehren, kommt es zu einer Entzündung.

E. coli-Bakterien kommen natürlich im Darm von Menschen und Tieren vor. Während sie meist dort, wo sie hingehören, nämlich im Darm, keine Probleme verursachen, können sie in anderen Bereichen des Körpers Infektionen hervorrufen. Dies geschieht bspw. bei Verunreinigungen von außen und mangelnder Hygiene. Aber auch beim Geschlechtsverkehr können E. coli-Bakterien übertragen werden und Harnwegsinfektionen begünstigen. Davon sind besonders Frauen betroffen, da der Weg zwischen Anus und Harnleiter, verglichen mit dem der Männer, viel kürzer ist. Eine gesunde Scheidenflora beugt dem vor.

Wird nun D-Mannose von außen oral zugeführt, ist die Bindungsfähigkeit an diese höher, als an die Zellen der Schleimhaut. Die Bakterien binden sich an die nun in den Harnwegen und der Blase mannigfaltig vorkommende D-Mannose. Zum einen, weil die D-Mannose fast wie eine Art Magnet die E. coli-Bakterien anzieht. Zum anderen, weil die D-Mannose Bindungsstellen für Bakterien in der Schleimhaut blockiert, da sie die Harnblase und ableitende Harnwege umhüllt. Diese sozusagen angedockten Bakterien werden dann gemeinsam mit der D-Mannose über den Urin ausgespült.

Da D-Mannose über die Nieren in die Blase gelangt ist es wichtig viel zu trinken, um die E. coli-Bakterien gemeinsam mit der D-Mannose auszuspülen. 

Auch im Bereich der Prophylaxe kommt D-Mannose zum Einsatz. Hier wird sie vorbeugend eingenommen, wenn es bereits wiederholt zu Blasenentzündungen gekommen ist. Dabei soll verhindert werden, dass sich E. coli-Bakterien überhaupt erst in den Harnwegen und der Blase ansiedeln können, weil sie frühzeitig ausgespült werden.

Wie schnell wirkt D-Mannose?

Wie schnell nach der Einnahme von D-Mannose eine Besserung auftritt ist individuell vom Menschen und der Stärke der Infektion abhängig. Es sollte aber auf jeden Fall innerhalb der ersten drei Tage nach Einnahmebeginn eine Besserung eintreten. Ansonsten ist ein Arztbesuch wichtig und dringend angeraten, um einen genauen Befund der Art der Erkrankung, des Bakteriums und der möglichen Komplikationen abzuklären.

Sind die Beschwerden überschaubar und nicht allzu stark, ist zunächst eine Einnahme von D-Mannose, um die weitere Ausbreitung der E. coli-Bakterien zu verhindern, eine mögliche Form der Selbsttherapie.

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Wie wird D-Mannose eingenommen?

D-Mannose wird oral eingenommen, sie wird als Pulver, Granulat, Kapseln oder Tabletten angeboten. Im Akutfall erfolgt die Einnahme über mehrere Tage bis nach dem Abklingen der Beschwerden.

Prophylaktisch wird die D-Mannose über mehrere Wochen und Monate eingenommen, um eine Infektion zu verhindern.

D-Mannose als Pulver, Granulat, Kapseln oder Tabletten: Was ist besser?

Bei den angebotenen Präparaten gibt es, wie bereits erwähnt, verschiedene Variationen

  • Tabletten/Kapseln 
  • Pulver/Trinkgranulat

Ob D-Mannose Kapseln oder D-Mannose Pulver, Tabletten oder Granulat ist prinzipiell eine Frage der Vorliebe des Einzelnen. Es gibt bei jeder Form der Einnahme meist eher individuell definierte Vor- und Nachteile.  Unnötige Zusatz- und Füllstoffe müssen aber nicht unbedingt sein, dafür legen manche Verbraucher Wert auf Bioqualität.

D-Mannose Kapseln/ D-Mannose Tabletten

Vorteile von D-Mannose Kapseln und Tabletten

  • geschmacksneutral
  • leicht dosierbar, da fest vorgegebene Menge des Inhaltsstoffes pro Tablette/Kapsel
  • muss nicht angerührt werden, daher gut auch unterwegs zu handhaben

Nachteile von D-Mannose Kapseln und Tabletten

  • müssen geschluckt werden (ggf. schwierig bei älteren Menschen, Kindern und Menschen mit Schluckbeschwerden)
  • leicht verzögerte Wirkung, da sie sich im Magen erst auflösen müssen
  • enthalten weniger Wirkstoff pro Tablette/Kapsel, daher ist ggf. eine Einnahme in höheren Stückzahlen nötig
  • ggf. höhere Kosten als entsprechendes Pulver
  • schwerer individuell (angepasst) dosierbar, da fest vorgegebene Menge des Inhaltsstoffes pro Tablette/Kapsel

D-Mannose Pulver/ D-Mannose Granulat

Vorteile von D-Mannose Pulver und Granulat

  • schmeckt meist süßlich (Geschmackssache)
  • gut portionierbar, daher ist die Menge individuell anpassbar
  • unterstützt genügend hohe Flüssigkeitsaufnahme, wichtig zum gründlichen Ausspülen der D-Mannose über den Urin
  • Trinkgranulat wird meist in Beutelform angeboten, Pulver als Portionssticks
  • geeignet für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Schluckbeschwerden

Nachteile von D-Mannose Pulver und Granulat

  • muss erst angerührt und mit Flüssigkeit getrunken werden
  • unpraktischer für unterwegs
  • schlechter dosierbar

 Noch einmal der Hinweis: Sollte nach spätestens drei Tagen keine Besserung auftreten, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden! Verschlechtert sich der Allgemeinzustand vorher, dann wird dringend zu einem Arztbesuch geraten!

Dürfen D-Mannose und Antibiotika gleichzeitig eingenommen werden?

Wird von einem Arzt Antibiotika gegen eine Infektion mit E. coli-Bakterien verordnet, kann D-Mannose als begleitende therapeutische Maßnahme eine sehr gute Unterstützung bieten. D-Mannose und Antibiotika können nach heutigem Erkenntnisstand bedenkenlos gleichzeitig eingenommen werden, weil sie sich in Ihrer Wirkungsweise ergänzen.

Das Antibiotikum zerstört Bakterien, D-Mannose hemmt eine erneute Ausbreitung und transportiert ggf. noch vorhandene Bakterien ab. In leichten Fällen kann D-Mannose den Einsatz eines Antibiotikums sogar ersetzen, das sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden.

Dosierung von D-Mannose: So wird D-Mannose richtig dosiert

Im Akutfall hat sich in der Praxis folgende Empfehlung der Dosierung von D-Mannose bewährt:

Erwachsene und Kinder über 14 Jahren

Tag 1-3 (Akut)

3x tgl. 2.000 mg D-Mannose

Steigerung möglich auf 1 Gabe alle 2-3 Stunden, bis eine Besserung eintritt.

Tag 4-5 (Abklingen der Beschwerden)

2x tgl. 2.000 mg D-Mannose

Tag 6-9 (Nachbehandlung)

1x tgl. 2.000 mg D-Mannose

In Pulverform jeweils in ein Glas Wasser aufgelöst, in Tablettenform gemäß der angegebenen Menge des Inhaltsstoffes.

Kinder unter 14 Jahren

Bei Kindern unter 14 Jahren wird die oben genannte Dosis halbiert auf 1.000 mg pro Gabe.

Erwachsene und Kinder über 14 Jahre

1x tgl. 2.000 mg D-Mannose

Etwa 1 Stunde vor dem Essen einnehmen.

Um durch Geschlechtsverkehr hervorgerufene Harnwegsinfektionen zu vermeiden, ist folgende prophylaktische Einnahme möglich:

Etwa 1 Stunde vor dem Geschlechtsverkehr

1x 2.000 mg D-Mannose

Direkt nach dem Geschlechtsverkehr

1x 2.000 mg D-Mannose

Anwendung von D-Mannose bei Harnwegsinfekt: Hilft D-Mannose bei Blasenentzündung?

Sind die Verursacher einer Harnwegsinfektion (HWI) oder einer Blasenentzündung (Zystitis) E. coli-Bakterien, dann kann D-Mannose gute Dienste leisten. Zum Verständnis: Bei einer Blasenentzündung handelt es sich um eine Erkrankung der unteren Harnwege. Ein Harnwegsinfekt umfasst genau genommen den größeren Bereich der unteren und oberen Harnwege bis hin zu den Nieren. Umgangssprachlich wird beides jedoch häufig gleichbedeutend eingesetzt, gemeint ist dann meist die Blasenentzündung bzw. die Infektion der unteren Harnwege bis hin zur Blase.

Bei vielen Frauen kommt es zu wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Eine mögliche Ursache (laut Konzept von Spauldin (intraurethral bacterial colonies)) besteht darin, dass sich E. coli-Bakterien dauerhaft in der Blasen-Schleimhaut einnisten, indem sie die Zellen befallen und sich dort sozusagen einkapseln. Die Symptome einer Infektion klingen zunächst ab. Dort vermehren sie sich jedoch zu einer neuen Population, die dann die Zellen sprengt und die Bakterien quasi explosionsartig in die Blase freisetzt. Und schon ist die nächste, wiederkehrende Blaseninfektion da!

Um abzuklären, ob ein Infekt vorliegt und welche Bakterien verantwortlich sind, wird ein Urintest benötigt, den ein Arzt veranlasst. Werden mehr als 100.000 Keime pro ml Urin festgestellt, handelt es sich nachweislich um einen Infekt.

Symptome eines Infekts sind

  • starker Harndrang
  • schmerzhafte, häufige Harnentleerung
  • ggf. Blut im Urin
  • Juckreiz/Ausfluss
  • Unterbauchschmerzen

Sollten Fieber und andere Symptome dazukommen, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen!

D-Mannose bei akuter Blasenentzündung: Kann D-Mannose eine Antibiotikabehandlung ersetzen?

Eine akute Blasenentzündung kann sehr schmerzhaft sein und je nach Stärke des Befalls mit Bakterien und den damit einhergehenden Symptomen eine Behandlung mit Antibiotika notwendig machen. Der entscheidende Vorteil des Einsatzes von Antibiotika ist die schnelle Wirkung. Eine Besserung tritt meist schon nach einem Tag ein.

Typische Antibiotika, die hier zum Einsatz kommen, sind Fosfomycintrometamol, Trimethoprim/Sulfamethoxazol und Nitrofurantoin.

Allerdings hat die Behandlung mit Antibiotika ihren Preis. Zum einen kann ein Antibiotikum nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden und tötet alle ab. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt, die Anfälligkeit für (weitere) Infektionen steigt.

Zum anderen können sich Resistenzen entwickeln, was dazu führen kann, dass ein bestimmtes Antibiotikum bei der nächsten Behandlung nicht mehr wirkt. Bei einer akuten Infektion kann man versuchen mit D-Mannose eine weitere Ausbreitung zu vermeiden und den Krankheitsverlauf entsprechend zu verkürzen. Da D-Mannose die E. coli-Bakterien nicht zerstört, sondern einfängt, sozusagen deaktiviert und abtransportiert.

Haben sich die Bakterien jedoch schon stark vermehrt, die Blasen-Schleimhaut befallen und besteht die Gefahr der Ausbreitung über die oberen Harnwege bis in die Nieren, ist D-Mannose eine gute Ergänzung zu einem Antibiotikum.

Im Bereich der Prophylaxe jedoch, wo ein niedrig dosiertes Antibiotikum eingesetzt wird, kann D-Mannose verschiedenen Studien zu Folge alternativ verabreicht werden und ein Antibiotikum sogar ersetzen.

Die bekannteste Studie einer Klinik in Zabok, Kroatien kam zu dem Ergebnis, dass sowohl die Gabe von 50 mg Nitrofurantoin (Antibiotikum), als auch die Einnahme von 2.000 mg D-Mannose jeweils 1xtäglich über 6 Monate das Risiko wiederkehrender Harnwegsinfektionen in etwa um den gleichen Faktor senkte. D-Mannose erwies sich hier als ebenso bzw. gleichwertig wirksam, wie das Antibiotikum Nitrofurantoin.

D-Mannose und Preiselbeeren gegen Blasenentzündung?

Auf dem Markt sind viele Produkte gegen Blasenentzündung erhältlich, die Bestandteile der Preiselbeere oder Cranberry enthalten. Obwohl häufig gleichgesetzt, handelt es sich hier doch um zwei unterschiedliche, jedoch nahe Verwandte einer Pflanzenart.

Beide besitzen ähnliche entzündungshemmende Inhaltsstoffe, wobei besonders der Wirkstoff Proanthocyanidine primär gegen Blasenentzündung wirkt. Der Einfachheit halber verwenden wir im Folgenden nur die Bezeichnung „Preiselbeeren“.

Preiselbeeren enthalten außerdem D-Mannose und verhindern so ebenfalls das Besiedeln der Blasen-Schleimhaut mit schädlichen Bakterien. Darüber hinaus entsäuern Sie den Urin, indem sie den pH-Wert im Urin senken. Das wiederum sorgt für ein gutes Milieu der Blasen-Schleimhaut. Daher werden Preiselbeeren auch als Vorsorge für ein starkes Immunsystem empfohlen.

Preiselbeeren gegen Harnwegsinfektion: Gute Alternative zu D-Mannose

Da Preiselbeeren natürliche D-Mannose enthalten, sind die Wirkungen ähnlich. Allerdings ist der Anteil der D-Mannose viel geringer als bei D-Mannose-Präparaten. Außerdem enthalten Preiselbeeren Tannine (pflanzliche Gerbstoffe), die ebenfalls die Ausbreitung von E. coli-Bakterien hemmen. Diese Gerbstoffe werden jedoch nicht von jedem gut vertragen und können zu Magen-Darm-Problemen führen.

Die Inhaltsstoffe der Preiselbeeren wirken antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend und beruhigend. Die Wirkung von Saft setzt nach ca. 2 Stunden ein und kann bis zu 10 Stunden anhalten. Säften wird häufig Zucker beigemischt, da sie sonst sehr sauer sind. Zucker wiederum begünstigt jedoch die Vermehrung u.a. von E. coli-Bakterien, da sich Bakterien von Zucker ernähren.

Trotzdem sind Preiselbeeren im Allgemeinen gut verträglich und beliebt, nicht zuletzt, weil es sich bspw. bei Preiselbeersaft um ein weitestgehend naturbelassenes Produkt handelt.

Menschen mit Nierenproblemen sollten die Einnahme vorher mit Ihrem Arzt abklären, ebenso bei der gleichzeitigen Einnahme von Gerinnungshemmern, wie Warfarin. Hier kann es zu einem erhöhten Blutungsrisiko kommen und den Abbau von Blutverdünnern/Gerinnungshemmern verlangsamen.

Was wirkt besser: D-Mannose oder Preiselbeeren?

Preiselbeeren direkt mit D-Mannose zu vergleichen ist schwierig, da die Inhaltsstoffe umfangreicher und die Wirkstoffe und Konzentrationen schwerer vergleichbar sind, als bei D-Mannose-Präparaten. Preiselbeeren sind sehr gut verträglich und können – als Saft, Tabletten/Kapseln oder Trinkgranulat angeboten – eine wirkungsvolle Ergänzung zur Einnahme von D-Mannose darstellen. Einige Hersteller bieten daher bereits Kombi-Präparate an.

Diese Präparate können, bedingt durch verschiedene Pflanzenarten und Konzentrationen der Inhaltsstoffe, große Unterschiede aufweisen. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe gibt darüber Aufschluss.

Als Alleinprodukt empfiehlt sich eher die Einnahme von D-Mannose, die etwa 10-20mal stärker als Preiselbeersaft allein wirkt.

D-Mannose in der Schwangerschaft: Ist D-Mannose während der Schwangerschaft erlaubt?

Blasenentzündungen sind während einer Schwangerschaft nicht selten. Grund dafür ist das sich Ausweiten der Harnwege aufgrund eines veränderten Hormonhaushalts. Dadurch können Bakterien leichter in die Harnwege eindringen. Eine Blasenentzündung kann unbehandelt zu einem ernsthaften Risiko werden, Wehen auslösen und im schlimmsten Fall zu Früh- oder Fehlgeburten führen.

Auch wenn es spezielle Antibiotika gibt, die während der Schwangerschaft zum Einsatz kommen, ist eine natürliche Behandlung oder am besten bereits Vorbeugung mit D-Mannose für viele Schwangere weniger beunruhigend. Die Einnahme von D-Mannose gilt auch in der Schwangerschaft als unbedenklich. Sicherheitshalber sollten Schwangere vor der Einnahme jedoch ihren Arzt fragen.

Dürfen Kinder D-Mannose zu sich nehmen?

Für Kinder gilt die Einnahme von D-Mannose ebenfalls als unbedenklich. Aber auch hier sollten Sie, wenn Sie unsicher sind, vorher Ihren Kinderarzt fragen. Ansonsten gilt das Alter ab 14 Jahren als gesichert. Bei Kindern ist die Einnahme als Pulver, in Wasser aufgelöst sinnvoller, weil ihnen trinken ggf. noch leichter fällt als schlucken.

Darf D-Mannose bei Diabetes eingenommen werden?

Bei Diabetikern besteht ein erhöhtes Risiko an Blasenentzündungen zu erkranken, weil hohe Blutzuckerwerte zu einer Abgabe der Glukose über die Nieren in den Urin führen. Unter anderem E. coli-Bakterien ernähren sich von Glukose. Eine erhöhte Konzentration von Glukose in der Blase und den Harnwegen begünstigt ein schnelles Wachstum der Population. Bei vielen Diabetikern wird außerdem – infolge einer Blasenfunktionsstörung – beim Wasserlassen die Blase nicht vollständig entleert. Dadurch können Bakterien über einen längeren Zeitraum in der Blase verweilen und sich dort vermehren.

Oral aufgenommen wird D-Mannose, wie bereits erwähnt, so gut wie nicht verstoffwechselt. Das ist besonders für Diabetiker wichtig. Sie wird langsamer vom Körper aufgenommen als andere Zuckerarten und verursacht dadurch nur einen geringen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Allerdings gibt es ggf. einen Zusammenhang zwischen D-Mannose und der Konzentration von glykosyliertem Hämoglobin. Proteine werden durch D-Mannose stärker glykosyliert als durch Glukose, dadurch besteht eventuell ein höheres Risiko von Krankheitskomplikationen bei Diabetes. Deshalb sollten Diabetiker besonders bei der Einnahme von D-Mannose ihren Blutzucker regelmäßig testen.

Nebenwirkungen: Welche Nebenwirkungen hat D-Mannose?

D-Mannose ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Manchmal kann es zu leichten Magen-Darm-Störungen, wie Übelkeit, Blähungen und Durchfall kommen. Kommt es infolge der Einnahmen von D-Mannose zu Durchfall, ist dieser häufig von wässriger Natur. Meist verschwinden diese Symptome jedoch bei einer niedrigeren Dosierung wieder.

Erfahrungen mit D-Mannose: Was sagen die Verbraucher?

In Fachkreisen wird über die Wirksamkeit von D-Mannose noch eifrig diskutiert. Es gibt zwar mittlerweile einige Studien zum Einsatz von D-Mannose besonders als prophylaktisches Mittel, jedoch werden diese Studien zum Teil kritisch bewertet hinsichtlich ihrer objektiven Verwertbarkeit.

Allerdings gibt es neben den Fachkreisen inzwischen eine große Anzahl an Verbrauchern, die D-Mannose erfolgreich bei Blasenentzündungen eingesetzt haben.

Auf Bewertungsportalen wird die Wirkung insgesamt als sehr positiv beschrieben, viele haben mit D-Mannose sehr gute Erfahrungen gemacht und geben diese an andere weiter.

Wo kann man D-Mannose kaufen?

Da die Nachfrage nach „alternativer“ sanfter Medizin nach wie vor ungebrochen ist – und das wird sich sicherlich in absehbarer Zeit auch nicht ändern – steigt auch das Interesse an D-Mannose. Darauf reagieren Drogerien und Apotheken u.a. mit Werbung und einer Aufstockung des Sortiments.

D-Mannose aus der Drogerie

D-Mannose kann man in vielen Drogerien kaufen. Allerdings haben Drogerien meist eine relativ geringe Auswahl an Präparaten. Und nur in den seltensten Fällen ist Personal vor Ort, das gezielt zu einem speziellen Produkt, seinen Inhaltsstoffen und Wirkweisen Auskunft geben könnte. Das ist angesichts der Vielzahl unterschiedlichster Produkt(-Bereiche) dieser Drogeriemärkte verständlich. Hier muss man sich also bei Bedarf selbst durch die Beipackzettel und Inhaltslisten lesen, um verschiedene Produkte miteinander vergleichen zu können. Werden zusätzliche Inhaltsstoffe genannt, fehlt dem Verbraucher meist das nötige Fachwissen, worum es sich handelt. Die Gefahr besteht, den Überblick zu verlieren.

D-Mannose aus der Apotheke

Apotheken führen eine gute Auswahl an D-Mannose Präparaten. Ist ein Produkt vor Ort nicht vorrätig, kann es meist innerhalb kürzester Zeit bestellt werden. Bei Online-Apotheken sieht man in der Regel, wie schnell ein Präparat lieferbar ist, der Weg zur Abholung entfällt.

Bei Präparaten aus der Apotheke ist sichergestellt, dass es sich um Apothekenqualität handelt.

Vor Ort kann eine Beratung nützlich und hilfreich sein, um das passende Präparat auszuwählen. Online-Apotheken bieten ebenfalls telefonische Fach-Beratungen an, die Kunden gerne in Anspruch nehmen können. So können Symptome besprochen und eine sinnvolle Auswahl passender Produkte zusammengestellt werden, aus der sich der Verbraucher dann das seiner Meinung nach beste aussuchen kann.

By |2019-10-22T12:10:19+01:0029. Juli 2019|Naturheilmittel|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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