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Inhaltsverzeichnis

Was ist Fasten?

Das Fasten ist eine uralte Tradition, ein Grundelement aller großen Religionen und so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Fasten bedeutet verzichten. Freiwillig und ganz bewusst auf Essen und Genussmittel verzichten, um den Körper zu entlasten. Für einige Stunden oder auch tageweise, je nach Methode. In dieser Zeit lebt der Körper von seinen Energiereserven und zapft die eingelagerten Fettspeicher an.  

Für viele Menschen ist das Fasten einfach nur ein weiterer Abnehm-Trend. Doch weit gefehlt, denn wer sich einmal genauer mit dem Thema beschäftigt, wird schnell merken, dass es beim Fasten um weitaus mehr geht als nur darum, einen Gewichtsverlust zu erzielen.

Aus evolutionsbiologischer Sicht gehört das Fasten jedenfalls genauso dazu wie das Essen. Ein sinnvolles Prinzip, denn der Nahrungsentzug stößt heilsame Prozesse im Körper an.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es für folgende Krankheiten vorteilhafte Effekte des Fastens:

  •         Metabolisches Syndrom
  •         chronische Entzündungen
  •         chronische kardiovaskuläre Krankheiten
  •         chronische Schmerzzustände
  •         atopische Krankheiten
  •         psychosomatische Krankheiten1.

Doch was passiert beim Fasten eigentlich genau im Körper? Setzt die Nahrungszufuhr aus, greift der Körper zur Energieversorgung auf die gespeicherten Kohlenhydrate, also auf das Glykogen in Leber und Muskulatur zurück, das zum Betriebsstoff Zucker (Glukose) abgebaut wird. Dann werden die Fettdepots angezapft. Dabei werden Fettsäuren zu sogenannten Ketonsäuren abgebaut. Das heißt der ganze Körper stellt sich vom Zuckerstoffwechsel auf den Fettstoffwechsel um und deckt seinen Energiebedarf ohne Zufuhr von außen.

Fasten soll laut Untersuchungen regenerierend wirken, Stoffwechselstörungen normalisieren, die Blutfettwerte und den Blutdruck verbessern, Entzündungen hemmen und den körpereigenen Selbstreinigungsprozess („Autophagie“) anregen.

Wird richtig gefastet, arbeitet der Stoffwechsel anschließend besser und effektiver, sodass es bei einer gesunden Ernährung auch nach Beenden der Fastentage nicht zu einer unverhältnismäßigen Gewichtszunahme kommt.

Welche Fastenarten gibt es?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fastenmethoden, die sich größtenteils gut in den Alltag integrieren lassen. Inzwischen ist man sich einig, dass sich nicht nur lange andauernde Fastenkuren förderlich auf den Körper auswirken, sondern bereits kurze, stundenweise Phasen ohne Essen unserem Körper Gutes tun können.

Die beliebtesten Fastenmethoden sind:

  • Intervallfasten
  • Heilfasten nach Buchinger
  • Modifiziertes Fasten
  • Basenfasten
  • Schroth-Kur
  • Mayr-Kur
  • Früchtefasten
  • Saftfasten
  • Teefasten
  • Wasserfasten

Die beliebteste Fastenmethode: Intermittierendes Fasten (Intervallfasten)

Das sogenannte Intervallfasten, auch alternierendes Fasten genannt, gilt derzeit als beliebteste Fastenmethode.  Und das nicht ohne Grund, denn es ist simpel, gut für Fasten-Anfänger geeignet und es gibt unterschiedliche Varianten, die sich je nach individueller Vorliebe gut in den Alltag integrieren lassen.

Wer zum Beispiel das Frühstück gerne weg lässt oder auch wer lieber früh zu Abend isst, der wird sich gut mit dem 16:8 – Intervallfasten anfreunden können. Spätestens seit den umfangreichen Berichten des Comedians und Arztes Eckart von Hirschhausen ist diese Variante des Intermittierenden Fastens in aller Munde.

Eine weitere Variante ist das 5:2 – Fasten. Hierbei wird an zwei beliebigen Tagen pro Woche (nacheinander oder mit 2 – 3 Tagen Pause dazwischen) gefastet.

Ausführliche Informationen, Tipps, Rezepte, einen Intervallfasten-Plan und vieles mehr zum Thema finden Sie hier.

 

Buchinger-Fasten: Die Heilfastenmethode nach Otto Buchinger

Mit dem Satz „Fasten ist so alt wie die Völker der Erde“ begann Otto Buchinger bereits 1935 sein Buch zum Thema Heilfasten. Er entwickelte die nach ihm benannte Fastenmethode, nachdem er sich 1919 einer Fastenkur unterzog, um sein Gelenkrheuma zu heilen. Es ist ein multidisziplinäres Programm, das zur Gesundheitsprävention, zur Therapie bestimmter Beschwerden und zur Gewichtsabnahme angewendet wird.

Begonnen wird die Fastenkur mit ein bis zwei sogenannten Entlastungstagen, an denen man nur leichte kalorienreduzierte Kost verzehrt (etwa 1.000 Kilokalorien täglich) und den Körper so auf die kommenden Fastentage vorbereitet. Man verzichtet bereits auf tierische Eiweiße und Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zucker.

Mit Hilfe von Glaubersalz oder Bittersalz erfolgt dann die erste Darmreinigung zum Start in die Fastenzeit. Im Laufe der Fastentage können in regelmäßigen Abständen weitere Darmentleerungen durchgeführt werden.

Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7 – 10 Tage (ohne Vorbereitungstag und Aufbautage). Nach Buchinger beträgt die optimale Fastendauer sogar 2 – 4 Wochen, wobei die individuelle Konstitution hier berücksichtigt werden sollte.

Während des Fastens wird nur flüssige Nahrung zu sich genommen. Erlaubt sind Kräutertees, Gemüsebrühe, frische Obst- und Gemüsesäfte und Wasser sowie etwas Honig und Zitrone als Zugabe. Auf etwa 250 Kilokalorien kommt man damit täglich, alles andere ist tabu.

Weitere Bestandteile des Buchinger Fastens sind zudem Leberwickel, Ausdauersport, Gymnastik, Trockenbürstungen und Kneippsche Anwendungen zur Anregung sowie außerdem gezielten Entspannungsübungen. Je nachdem ist es durchaus empfehlenswert sich einige Tage Urlaub zu nehmen, um sich der Fastenzeit entspannt und stressfrei widmen zu können.

Anschließend lässt man die Fastenzeit mit den sogenannten Aufbautagen abklingen. Die Nahrungsaufnahme wird dabei über drei Tage hinweg stufenweise gesteigert, um den Körper langsam auf die normale Kalorienzufuhr vorzubereiten und Stoffwechsel- und Verdauungsfunktionen entsprechend anzukurbeln. Hierbei sollte auf eine vegetarische Kost geachtet werden mit viel Obst und Gemüse, vielen Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren.

Welches Ziel hat die Heilfastenmethode von Buchinger?

Buchinger beschreibt das Fasten als ganzheitliche Erfahrung des Menschen in seiner Einheit aus Körper, Seele und Geist. Dabei geht es weniger um einen Gewichtsverlust, als um eine geistig-spirituelle Erfahrung, um die Reinigung des Körpers und die Anregung der körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Es ist ein multidisziplinäres Programm, bei der es nicht nur um die körperlich-medizinischen Aspekte des Fastens geht, sondern eben auch um die spirituelle, ganzheitliche Dimension. Die Aufmerksamkeit soll vom außen nach innen gelenkt werden. Auf den Körper und auf die Prozesse die während des Fastens ablaufen. Körper, Geist und Seele sollen gereinigt werden und wieder in Einklang gebracht werden.

Was bringt Heilfasten nach Buchinger?

Durch den Verzicht auf Nahrung stellt der Körper nach einiger Zeit vom Zuckerstoffwechsel auf den Fettstoffwechsel um. Dadurch wird der Prozess der Autophagie stimuliert, Zellen und Gewebe werden gereinigt und Abfallstoffe abgebaut. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Recyclingsystem der Zellen, das aktiviert wird.

Auf diese Weise sind zahlreiche gesundheitsförderliche Effekte möglich. Buchinger selbst gibt an dank des Fastens seine Rheumaleiden kuriert zu haben.

Im Rahmen einer Studie über die Wirkung des Buchinger Heilfastens in der traditionsreichen Klinik Buchinger Wilhelmi am Bodensee in Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Universitätsklinik Charité Berlin wurde eine detaillierte Datensammlung von 1.422 Fastenden ausgewertet. Dabei wurde die Wirksamkeit des Buchinger Heilfastens untersucht und es konnte festgestellt werden, dass die Methode nicht nur zu einem signifikanten Gewichtsverlust führt, sondern ebenso den Blutdruck der Fastenden sowie die Blutzuckerwerte verbesserte2. Insgesamt konnte eine deutliche Verbesserung der gesundheitlichen Zustände der Patienten dokumentiert werden.

Darüber hinaus gaben 93 % der Fastenden an während des Fastens keinen  Hunger verspürt zu haben, wodurch das körperliche und emotionale Wohlbefinden auch währende der Fastentage erhalten werden konnte3.

Welche Vorteile hat das Heilfasten nach Buchinger gegenüber anderen Fastenmethoden?

Der Abnehmerfolg bei der Fastenmethode nach Buchinger ist vergleichsweise hoch, da die Kalorienzufuhr sehr stark gedrosselt wird. Um der gefürchteten Jojo-Falle zu entgehen, ist allerdings eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten notwendig.

Außerdem sind Schwächezustände sowie weitere Begleiterscheinungen (Kopfschmerzen, Migräne, Stimmungsschwankungen), die bei anderen Fastenmethoden auftreten können stark reduziert, da zumindest eine geringe Kalorienmenge aufgenommen wird.

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Was ist modifiziertes Fasten?

Das modifizierte Fasten ist eine etwas abgemilderte, moderate Form des Fastens bei der man nicht gänzlich auf eine Kalorienaufnahme verzichtet. Stattdessen wird dem Körper eine kleine Menge Proteine (Eiweiße) und Vitalstoffe zugeführt. Dadurch soll die Mindestversorgung garantiert bleiben und der Abbau von Muskelmasse verhindert werden.

Es wird zwar während der Fastentage ebenfalls gänzlich auf feste Nahrung verzichtet, jedoch werden neben Wasser, Tees und Säften zusätzlich Proteinpräparate (Pulver, Drinks, Shakes) eingenommen.

Begleitend wird auch bei dieser Methode der Darm mit Hilfe von Einläufen und/oder Bittersalzen gereinigt. Wichtiger Bestandteil ist außerdem moderate Bewegung sowie der Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Nikotin und Zucker.

Die Heilfastenmethode nach Buchinger und das Säure-Basen-Fasten werden oft zum modifizierten Fasten dazu gezählt.

Welches Ziel hat modifiziertes Fasten?

Beim modifizierten Fasten steht ganz klar die Gewichtsabnahme im Vordergrund. Durch die geringe Kalorienaufnahme ist genau wie beim Buchinger Heilfasten ebenfalls ein deutlicher Gewichtsverlust zu erwarten. Das Ziel ist dabei trotzdem eine für das Wohlbefinden ausreichende Mindestversorgung des Körpers mit Eiweißen und Vitalstoffen zu garantieren.

Wie wird modifiziertes Fasten durchgeführt?

Die Fastenkur kann über ein bis drei Wochen hinweg durchgeführt werden. Anfänger sollten jedoch nicht länger als eine Woche fasten. Wie bei anderen Fastenkuren auch, beinhaltet das modifizierte Fasten ebenfalls die Entlastungstage zum Einstieg sowie die Aufbautage zum Ende der Kur.

Ist modifiziertes Fasten für die langfristige Anwendung geeignet?

Das modifizierte Fasten sollte nicht länger als drei Wochen durchgeführt werden. Durch die stark eingeschränkte Kalorienzufuhr ist es nicht für eine langfristige Anwendung geeignet. Besser ist es, die Fastenmethode kurweise zwei- bis dreimal pro Jahr durchzuführen.

Was bringt modifiziertes Fasten?

Das modifizierte Fasten bringt ebenfalls zahlreiche gesundheitsfördernde Aspekte mit sich und kann dabei helfen Körpergewicht und Körperfettmasse zu reduzieren.

Welche Vorteile hat modifiziertes Fasten gegenüber den anderen Fastenarten?

Gegenüber anderen Fastenarten hat das modifizierte Fasten den Vorteil, dass der Abbau von Eiweißen im Körper und damit der Verlust von Muskelmasse verringert ist. Durch die Zufuhr von Mikronährstoffen kann es außerdem nicht zu einem Defizit an Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Auf diese Weise können typische Fastenbeschwerden gemindert werden und das Wohlbefinden auch über die Fastentage hinweg aufrecht erhalten bleiben.

Basenfasten: Den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht bringen

Das Basenfasten wird bereits seit mehreren Jahrhunderten angewendet. Die Grundlage beruht darauf, dass dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers in der Naturheilkunde und der Alternativmedizin eine wichtige Bedeutung für die Erhaltung der Gesundheit zugeschrieben wird.

Eine ungesunde Ernährung mit großen Mengen an Zucker, Weißmehl und tierischen Fetten kann zu einer Übersäuerung des Organismus führen und sich in Energielosigkeit, Müdigkeit und Verdauungsproblemen zeigen. Auch Krankheiten wie Gicht, Allergien oder Osteoporose werden mit einem gestörten Säure-Basen-Haushalt in Verbindung gebracht.

Der schwedische Chemiker Carl Gustav Ragnar Berg (1875-1956) gilt als Begründer der „Basentheorie“. Im Rahmen seiner Forschung gelangte er zu der Ansicht, dass ein Basenüberschuss notwendig ist für die optimale Verwertung aller dem Körper zugeführten Nährstoffe. Im Jahre 1913 veröffentlichte er die erste Säure-Basen-Tabelle mit einer Auflistung der Lebensmittel.

Was sind die Ziele des Basenfastens?

Das primäre Ziel des Basenfastens ist neben der Gewichtsabnahme die Entsäuerung des Körpers und die Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts sowie damit verbunden der langfristige Erhalt der Gesundheit.

Für wen ist Basenfasten geeignet?

Das Basenfasten ist prinzipiell für jeden Menschen geeignet. Schwangere oder stillende Frauen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder mit Essstörungen sollten, wenn überhaupt, nur unter ärztlicher Aufsicht fasten.

Wie wird das Basenfasten durchgeführt?

Grundlage für das Basenfasten ist eine Unterteilung der Lebensmittel in basisch und säurebildend.  Die Einteilung der Lebensmittel erfolgt nach ihrem pH-Wert (pH > 7 = basisch; pH < sauer), nicht nach ihrem Geschmack. Im Internet finden sich zahlreiche Listen zum Nachlesen mit einer genauen Einteilung der verschiedenen Lebensmittel.

Bei der Durchführung des Basenfastens gibt es unterschiedliche Varianten, die unterschiedliche große Mengen an Essen erlauben. Die klassische Variante sieht zum Frühstück nur eine Portion Obst, mittags einen Salat und abends nur Gemüse vor. Zusätzlich können sogenannte „Basenpulver“ in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden.

Außerdem ist auf eine Flüssigkeitszufuhr von 2,5 bis 3 Litern pro Tag in Form von stillem Wasser und verdünnten Kräutertees zu achten.

Welche Nahrungsmittel sind beim Basenfasten erlaubt?

Während des Basenfastens dürfen nur Lebensmittel verzehrt werden, die als basisch gelten. Das sind Lebensmittel, die über einen hohen Anteil an basischen Mineralstoffen (vor allem Magnesium, Kalium und Calcium) verfügen und nur einen geringen Eiweißanteil aufweisen. Dazu zählen die meisten Obst- und Gemüsesorten, Kräuter, Pilze, Keimlinge, Samen und Kerne, einige Nüsse sowie hochwertige Öle.

Auf säurebildende Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Weißmehl, Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee, Teigwaren und Eier sollte in dieser Zeit gänzlich verzichtet werden.

Ist Basenfasten dauerhaft möglich?

Da auch während des Basenfastens lebenswichtige Nährstoffe bei einer dauerhaften Durchführung in zu geringen Maßen zugeführt werden könnten, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) von langfristigen Basenfasten ab4. Besser ist auch hier eine kurweise Durchführung über mehrere Wochen, bei Bedarf auch mehrmals im Jahr.

Was kann man vom Basenfasten erwarten?

Befürworter des Basenfastens sprechen von einer deutlichen Steigerung des Wohlbefindens und der Vitalität. Dank der basenbildenden Lebensmittel können dem Körper überschüssige Säuren entzogen werden und Abfallstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden.

Für viele Menschen ist das Basenfasten ein Einstieg in eine dauerhaft gesündere und ausgewogene Lebensweise. Man lernt neue Rezepte und Zubereitungsarten kennen und findet zum natürlichen Geschmack der Lebensmittel zurück.

Wer sein Körpergewicht mithilfe des Basenfastens reduzieren möchte, sollte unbedingt darauf achten keine großen Mengen zu essen, sondern die Portionen moderat zu halten. Viele Befürworter des Basenfastens werben nämlich gerne damit, dass man sich bei dieser Fastenvariante so richtig satt essen darf.

Welche Vorteile besitzt Basenfasten gegenüber anderen Fastenmethoden?

Gegenüber anderen Fastenmethoden ist das Basenfasten eine der harmlosen Fastenvarianten, da die tägliche Kalorienzufuhr recht hoch liegt. Somit ist diese Methode für alle geeignet, die sich an das Thema Fasten erstmal langsam herantasten möchten, ohne gänzlich auf feste Nahrung verzichten zu müssen. Also für alle, denen eine Woche gar nichts essen einfach zu hart ist. Dadurch ist das Frust-Potenzial bei dieser Fastenmethode auch kleiner als bei anderen Fastenkuren.

Zudem ist das Basenfasten gut verträglich, da die Ausscheidung von Abfallstoffen wesentlich langsamer und schonender abläuft. Außerdem wird der Körper gut mit Nährstoffen versorgt, da viele basenbildenden Lebensmittel reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.

Schroth-Kur: Ernährungsumstellung leicht gemacht?

Die Schroth-Kur ist eine Fastenkur, die im 19. Jahrhundert von Johann Schroth (1798 –1855) durch Selbstversuche entwickelt wurde. Dabei wechseln sich sogenannte Trockentage und Trinktage ab. Die originale Schroth-Kur ist eine vegetarische Diät mit einem vergleichsweise hohen Kohlenhydratanteil und einem geringen Salz-, Fett- und Eiweißanteil.

Wie funktioniert die Schroth-Kur?

Die klassische Schroth-Kur besteht aus vier Säulen: der Diät, den Trink- und Trockentagen, Wickel und Packungen sowie moderater Bewegung. Es wechseln sich drei Trockentage jeweils mit zwei kleinen und zwei großen Trinktagen ab.

An den Trockentagen wird maximal ein halber Liter Flüssigkeit getrunken und sonst nur gegessen. An den Trinktagen wird dann bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit aufgenommen. Neben stillem Wasser, Tee und Fruchtsäften sind in der traditionellen Schroth-Kur auch trockene Weine erlaubt.

Wie wird die Schroth-Kur durchgeführt?

Die Schroth-Kur wird als zeitlich begrenzte, meist circa drei wöchige Fastenkur durchgeführt. Auf dem Ernährungsplan steht eine kalorienreduzierte (circa 700 Kilokalorien pro Tag) reizarme Kost, um den Verdauungsprozess möglichst unbeeinflusst ablaufen zu lassen. Hauptsächlich Reis-, Grieß- und Haferbrei, gekochtes Obst und Gemüse sowie trockene Brötchen. Keine Gewürze, keine tierischen Produkte und keine Fette.

Was bringt die Schroth-Kur?

Auch die Schroth-Kur zielt auf eine Entgiftung, Entschlackung und eine Anregung des Stoffwechsels ab. Dadurch sollen verschiedene Beschwerden gelindert werden können und die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Meist ergibt sich durch die Diät ein deutlicher Gewichtsverlust.

Nach Johann Schroth sollen die Trockentage dazu dienen Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körpergewebe zu ziehen, welche dann an den Trinktagen aus dem Körper gespült werden sollen. Der Ausscheidungsprozess soll zum einen durch die Wickel und Kurpackungen unterstützt werden und zum anderen durch den Wechsel von Ruhe und Bewegung.

Was ist die “Neue Schrothkur”?

Neben der ursprünglichen Schroth-Kur gibt es inzwischen modifizierte Varianten, die als weniger umstritten gelten. Sie beinhalten eine leicht erhöhte Trinkmenge, zum Teil auch eine angepasste Kalorienzufuhr sowie den Verzicht auf Alkohol.

Welchen Vorteil hat die Schroth-Kur gegenüber den anderen Fastenarten?

Einziger Vorteil der Schroth-Kur ist die massive Ausschwemmung von Wasseransammlungen aus dem Körper. Nicht zuletzt deshalb kann man ordentlich an Gewicht verlieren. Ein Dauererfolg bleibt der Gewichtsverlust auch hier allerdings nur mit einer anschließenden Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Diese Variante der Fastenkur birgt definitiv eine besondere Herausforderung durch die stark entwässernde Wirkweise in Verbindung mit einer herabgesetzten Flüssigkeitszufuhr. Das kann eine ziemliche Belastung für den gesamten Stoffwechsel sein, weshalb die Fastenmethode nur unter Aufsicht in speziellen Kurhäusern durchgeführt werden sollte. Die empfohlene Trinkmenge weicht stark von den üblichen Empfehlungen während einer Fastenkur (2 – 3 Liter täglich) ab.

Hinzu kommt, dass sich die Schroth-Kur kaum in den Alltag integrieren lässt und sich nicht zur Durchführung zu Hause eignet. Fastenanfänger sollten lieber eine gemäßigtere Variante wählen.

Die Mayr-Kur nach Franz Xaver Mayr

Begründer und Namensgeber dieser naturheilkundlichen Behandlungsmethode ist der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr (1875-1965). Sie wird auch als Semmel-Milch-Diät bezeichnet, da während der zweiten Phase der Kur morgens und mittags eine Semmel mit Milch gegessen wird.

Zentraler Bestandteil der Fastenkur ist die Reinigung und Sanierung des Darms, um die Entgiftungsprozesse des Körpers zu verbessern sowie verschiedene Beschwerden und Verdauungsprobleme zu lindern. Auf diese Art und Weise soll das seelische und das körperliche Wohlbefinden langfristig verbessert werden.

Mayr vertrat die Ansicht, dass eine enge Verbindung zwischen unserer Darmfunktion und der allgemeinen körperlichen Gesundheit besteht. Diese Ansicht entspricht den heutigen Auffassungen vieler naturheilkundlicher Vertreter, dass ein Großteil der sogenannten Zivilisationskrankheiten ihre Ursache in einer gestörten Darmfunktion hat.

Wie funktioniert die Mayr-Kur?

Das Konzept der Mayr-Kur beruht auf vier Grundpfeilern:

  1. Der Schonung des Darms durch Fasten und Schonkost.
  2. Der Säuberung des Darms durch abführende Salze, Einläufe, manuelle Bauchbehandlungen und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.
  3. Der Schulung von gesunden Essgewohnheiten: langsames bewusstes Kauen, Erkennen des eintretenden Sättigungsgefühls und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  4. Der Substitution notwendiger Vital- und Mineralstoffe, um Mangelerscheinungen während der Kur vorzubeugen und den Organismus zu stärken.

Da Milch und Weizenprodukte heutzutage von vielen Menschen schlecht vertragen werden, verwendet man inzwischen alternativ auch Brötchen aus anderen Getreidesorten sowie pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch.

Wie wird die Mayr-Kur durchgeführt?

Bereits vor Beginn der Kur sollte man auf Alkohol verzichten und den Konsum von Kaffee sowie von Zucker und tierischen Produkten langsam reduzieren.

Tee-Wasser-Fasten

Die Mayr-Kur beginnt zunächst mit einem Tee-Wasser-Fasten: Während dieser Zeit nimmt man keine feste Nahrung, sondern nur Tee und stilles Mineralwasser zu sich. Anschließend folgt die Semmel-Milch-Kur: In dieser Zeit darf man morgens und mittags ein trockenes Brötchen mit Milch zu sich nehmen, abends gibt es in der Regel nur Tee.

Semmel-Milch-Kur

Die vorübergehende einseitige Ernährung mit trockenen Semmeln und Milch soll nach Mayr ein wichtiger Heilfaktor für den Organismus sein und zu vollständiger Verdauung der täglichen Nahrung verhelfen. Die trockene Semmel soll zudem das gründliche Kauen trainieren und den Speichelfluss anregen, da die Verdauung bereits im Mund beginnt und durch schnelles Essen oftmals zu kurz kommt.

Ableitungsdiät

Im Anschluss an die Semmel-Milch-Kur erfolgt die Ableitungsdiät mit viel Gemüse, reifem Obst, wenig Rohkost sowie wenig Salz und Fetten. Der Magen soll so gut es geht geschont werden und ganz langsam wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnt werden.

Ist die Mayr-Kur für zu Hause geeignet?

Die Mayr-Kur ist eigentlich als stationäres Konzept in speziellen Kurhäusern über zwei bis vier Wochen ausgerichtet, kann aber auch zu Hause durchgeführt werden. Die meisten Kurhäuser bieten individuell abgestimmte Betreuungskonzepte und professionelle Begleitung, was gerade bei Vorerkrankungen eine wichtige Rolle spielt.

Für die meisten Kureinrichtungen ist es möglich eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu beantragen. Hierfür sollte man sich vorab bei seiner Krankenkasse informieren und beraten lassen.

Was kann man mit der Mayr-Kur erreichen?

Die Mayr-Kur ist eine bewährte Methode zur Förderung der Darmgesundheit und zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden. Zudem ist sie ein guter Einstieg in eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise.

Durch das langsame Essen und das gründliche Kauen lernt man wieder bewusster zu essen, auf seinen Körper zu achten und das Sättigungsgefühl wahrzunehmen bevor man sich überisst.

Welchen Vorteil hat die Mayr-Kur gegenüber den anderen Fastenarten?

Bei der Mayr-Kur ist die Gefahr eines Jojo-Effekts geringer als bei anderen Fastenvarianten. Während der Milch-Semmel-Kur werden mehr Proteine aufgenommen als bei anderen Methoden und die Energiezufuhr wird langsam und stufenweise gesteigert.

Sie gehört ebenfalls zu den weniger strengen Fastenkuren, da ja gegessen wird, wenn auch nur in kleinen Mengen. Deshalb ist sie besser geeignet für Anfänger, sowie für Menschen, die nicht vollständig fasten wollen oder es nicht dürfen.

Ein weiterer Vorteil der Mayr-Kur ist, dass es durch die Substitution von Vitalstoffen in der Regel nicht zu Mangelerscheinungen während der Fastenkur kommen kann.

Wie unterscheidet sich das Teefasten nach Mayr von der Mayr-Kur?

Es ist auch möglich das Teefasten nach Mayr ohne die Semmel-Milch-Kur durchzuführen. In dem Fall sollte man mit einigen Vorbereitungstagen beginnen und im Anschluss an das Teefasten einige Aufbautage einlegen, damit sich der Stoffwechsel schrittweise wieder umstellen kann.

Während der Fastentage ist dann nur ungesüßter Tee erlaubt. Auf feste Nahrung wird bei dieser Variante vollständig verzichtet.

Entgiften und Entschlacken mit Früchtefasten

Das Früchtefasten ist eine sanfte und angenehme Form des Fastens bei der zu allen Mahlzeiten ausschließlich frische Früchte und je nach Durchführungsart auch einige Gemüsesorten gegessen werden. Es handelt sich dabei also nicht um Fasten im klassischen Sinne, da nicht auf die Nahrungsaufnahme verzichtet wird.

Wie funktioniert Früchtefasten?

Beim Früchtefasten werden vorwiegend wasser- und enzymreiche Obst- sowie einige Gemüsesorten gegessen. Der hohe Wassergehalt soll die entschlackende Wirkung unterstützen, die Früchtefasern sollen helfen die Darmwände von Stoffwechselrückständen („Schlacken“) zu reinigen und die Ausscheidungsprozesse anzuregen.

Richtig fasten mit der Früchtefasten-Anleitung

Bereiten Sie auch beim Früchtefasten Ihren Körper in der Woche vor der Fastenkur bereits etwas vor, indem Sie nach und nach auf Genussmittel wie Alkohol, Zucker und Kaffee verzichten sowie tierische Lebensmittel von Ihrem Speiseplan streichen.

Meist wird die Kur für eine Woche durchgeführt. Wenn Sie nicht unter Vorerkrankungen oder Darm-Problemen leiden, können Sie die Kur auch problemlos über zwei bis drei Wochen durchführen.

Während des Fastens sollte man täglich drei- bis fünfmal frisches Obst zu sich nehmen. Beginnen Sie den Start in den Tag zum Beispiel mit einem Glas heißen Wassers mit dem Saft einer halben Zitrone. Das regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Entgiftung.

Abends sollte nur Gemüse verzehrt werden, da Obst abends bei vielen Menschen aufgrund des Fruchtzuckergehaltes und der längeren Verweilzeit im Darm zu Gärungsprozessen und Blähungen führen kann.

Begleitend sollte viel Flüssigkeit in Form von stillem Wasser und Tee aufgenommen werden. Auch frische Obst- und Gemüsesäfte sind erlaubt.

Falls der Hunger zwischendurch doch mal etwas größer werden sollte, helfen Bananen – die sind sehr gesund und machen lange satt.

Was bringt Früchtefasten?

Das Früchtefasten soll dabei helfen den Körper wieder in Schwung zu bringen und die körpereigenen Entgiftungsvorgänge zu fördern. Zudem kann der Säure-Basen-Haushalt reguliert und das Immunsystem dank der vielen Vitamine und Nährstoffe unterstützt werden.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass sich das Körpergewicht reduziert, da man trotz Essen kaum Kalorien aufnimmt.

Welchen Vorteil hat das Früchtefasten gegenüber den anderen Fastenmethoden?

Gegenüber anderen Fastenmethoden hat das Früchtefasten den klaren Vorteil, dass man nicht vollständig auf die Nahrungsaufnahme verzichten muss, sondern etwas essen darf. Man muss also keinen Hunger leiden und kann sich am Obst sogar verhältnismäßig satt essen.

Das macht es für viele Menschen etwas einfacher, vor allem für alle, die sich nicht vorstellen können komplett auf das Essen zu verzichten. Dadurch ist das Früchtefasten auch für Anfänger geeignet sowie für sehr aktive, sportliche Menschen, die einen Teil ihres Energiebedarfs durch den Fruchtzucker und die Vitalstoffe der Früchte decken können.

Der Körper wird während der Fastenkur in der Regel mit genügend Nährstoffen für den Alltag versorgt, sodass Mangelerscheinungen vermieden werden können.

Saftfasten: Entschlacken mit Obst- und Gemüsesäften

Bei dieser Form des Fastens werden während der Fastentage neben stillem Wasser, Gemüsebrühe und Tee ausschließlich frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte getrunken. Es wird also gänzlich auf die Aufnahme von fester Nahrung verzichtet.

Das Saftfasten ist Bestandteil vieler Heilfastenkuren und zählt zu den beliebtesten Fastenmethoden. 

Wie funktioniert das Saftfasten?

Beim Saftfasten können nach Belieben verschiedene Obst- und Gemüsesorten kombiniert werden, natürlich sind auch reine Obstsäfte oder reine Gemüsesäfte möglich. Die Säfte können mit etwas Wasser verdünnt getrunken werden und es empfiehlt sich hochwertige Öle (z.B. Leinöl, Hanföl, gutes Olivenöl, …) hinzuzufügen, da diese die Aufnahme vieler Nährstoffe verbessern.

Die Säfte sollten immer langsam und schluckweise getrunken werden. Auf diese Weise werden sie gut eingespeichelt, was die weitere Verdauung und Verwertung der Nährstoffe unterstützt.

Saftfasten nach Anleitung: Wie erstelle ich meinen Saftfasten-Plan?

Einen Saftfasten-Plan zu erstellen mag vielleicht zunächst etwas kompliziert klingen, ist aber eigentlich ganz einfach. Was man auf alle Fälle braucht ist ein Entsafter oder einen guten Mixer, um sich die Säfte frisch zubereiten zu können.

Das Saftfasten empfiehlt sich als Kur für ein bis zwei Wochen, ohne ärztliche Aufsicht sollte es nicht länger als drei Wochen durchgeführt werden.

Entlastungstage

Auch diese Fastenvariante beginnt mit einigen Entlastungstagen, um den Körper schrittweise an die stark verringerte Kalorienaufnahme sowie den Verzicht auf Genussmittel zu gewöhnen.

Fastenzeit

Der erste Fastentag startet klassisch mit einer Darmentleerung. Dafür trinkt man ein Glas Wasser mit Glaubersalz und im Anschluss nochmal einen Liter Flüssigkeit. Wichtig: bleiben Sie in der Nähe einer Toilette bis die durchfallartige Darmentleerung vorüber ist.

Aufbautage

Nach den eigentlichen Fastentagen ist es wichtig die Essgewohnheiten während der Aufbautage langsam wieder anzupassen und die Kalorienzufuhr allmählich zu steigern.

Richtig Saftfasten: Welche Säfte sind erlaubt?

Für die Saftkur verwendet man am besten frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte – je frischer, desto mehr Nährstoffe sind enthalten. Viele Vitamine gehen sehr schnell durch den Kontakt mit Sauerstoff und Licht verloren.

Auch fertige Bio-Säfte können eine Alternative sein, solange es sich um Direktsäfte handelt und nicht um Konzentrate. Auf konventionelle Fruchtsäfte, die viel Zucker enthalten sollte besser verzichtet werden.

Was kann das Saftfasten bewirken?

Das Saftfasten ist ein echter Power-Boost. Durch die frischen Obst- und Gemüsesäfte wird der Körper während des Fastens mit einem hohen Maß an Vitaminen, Mineralien und Enzymen versorgt. Das Immunsystem wird unterstützt, der Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht gebracht und der Organismus entgiftet.

Welchen Vorteil hat das Saftfasten gegenüber anderen Fastenmethoden?

Dank des frischen Obst und Gemüses wird der Körper während des Fastens mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Der Organismus kann sich in dieser Zeit an eine gesunde Ernährung gewöhnen, die Lust auf Ungesundes lässt nach und eine erhöhte Vitalität sowie Leichtigkeit stellt sich ein. In der Regel hält sich die Fastenkrise in Grenzen und ein Fastenhoch stellt sich nach einigen Tagen ein.

Mangelerscheinungen sind bei einem gesunden Menschen nicht zu befürchten und die geringe Kalorienaufnahme führt nebenbei zu einem positiven Nebeneffekt: Überflüssige Pfunde werden auf natürliche Weise abgebaut.

Wie gesund ist Wasserfasten?

Das Wasserfasten, manchmal auch Nullfasten oder Nulldiät genannt, ist die strengste Form des Fastens. Sie wird oft als Urform des Fastens bezeichnet. Fasten-Anhänger halten sie für die Königsdisziplin.

Wie der Name schon vermuten lässt, sind dabei nur stilles Wasser und zum Teil auch ungesüßte Kräutertees erlaubt, sonst darf man in dieser Zeit nichts zu sich nehmen.

Wie funktioniert das Wasserfasten?

Das Prinzip ist schlicht und ganz simpel – über den Zeitraum des Fastens hinweg wird lediglich Wasser getrunken. Mindestens drei Liter am Tag werden empfohlen. Bei Bedarf ist es auch möglich das Wasser mit ungesüßten Kräutertees zu ergänzen. Klassischerweise wird die Fastenkur allerdings nur mit Wasser durchgeführt.

Richtig Wasserfasten mit unserer Wasserfasten-Anleitung

Entlastungstage

Eingeläutet wird das Wasserfasten mit einigen Entlastungstagen zur Vorbereitung des Organismus. Reduzieren Sie die Kalorienaufnahme allmählich und streichen Sie Alkohol, Kaffee, Zucker sowie tierische Produkte von ihrem Ernährungsplan. Essen Sie viel frisches Gemüse und Obst.

Fastentage

Der Start in die Fastentage erfolgt auch hier mit einer Darmentleerung am ersten Fastentag mithilfe von Bittersalzen. Einige Experten empfehlen die Wiederholung der Darmreinigung an jedem zweiten Fastentag.

Während der Wasserkur ist Durchhaltevermögen gefragt, denn die ersten Tage kann es durchaus zu Fastenbeschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel und Schwächegefühle kommen.

Fastenbrechen und Aufbautage

Auch nach der Kur ist es wichtig den Körper langsam umzustellen und nach dem sogenannten Fastenbrechen langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Steigern Sie die Kalorienzufuhr schrittweise, um den Stoffwechsel und die Verdauungsorgane nicht zu überfordern.

Wie lange ist Wasserfasten gesund?

Diese Fastenmethode sollte nur über fünf Tage hinweg durchgeführt werden und ist nicht geeignet für Fastenanfänger. Fastenprofis mit viel Übung fasten mitunter sogar bis zu 14 Tage lang.

Ohne Rücksprache mit einem Arzt sollten sich nur gesunde Menschen ohne bestehende Vorerkrankungen an das Wasserfasten heranwagen. Bei dieser Variante ist durchaus Vorsicht angesagt, denn es kann zu Mangelerscheinungen kommen.

Was bringt Wasserfasten wirklich?

Mit dem Wasserfasten kann sich der Körper ganz auf die innere Reinigung konzentrieren. Stoffwechselprodukte und Gifte können ausgeschieden werden und die Verdauungsorgane bekommen eine wohlverdiente Pause.  

Durch die erhöhte Wasserzufuhr wird der Körper regelrecht durchgespült und entschlackt. Das revitalisiert den Körper und hilft dem Stoffwechsel sich auf natürliche Art und Weise zu regulieren.

Welchen Vorteil hat das Wasserfasten gegenüber anderen Fastenarten?

Das Wasserfasten ist die einzige Variante, bei der dem Körper wirklich gar nichts zugeführt wird, was ihn in irgendeiner Form belasten könnte. Das fördert den Prozess der „Autophagie“ (Selbstreinigungsprozess) und hilft dem Körper in besonderem Maße seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren sowie Funktionsstörungen zu beheben.

Da man überhaupt keine Kalorien mehr aufnimmt, ist der Gewichtsverlust beim Wasserfasten natürlich besonders hoch. Von dauerhaftem Erfolg bleibt dieser allerdings nur, wenn nach Beendigung der Fastenzeit die Ernährung umgestellt wird.

 

Welche Fastenarten eignen sich zum Abnehmen?

Keine der vorgestellten Fastenvarianten ist in erster Linie zum Abnehmen gedacht. Vielmehr geht es um die zahlreichen gesundheitsförderlichen Effekte des Fastens auf den Körper. Der Gewichtsverlust gehört da selbstverständlich mit dazu, sollte aber nicht das vordergründig angestrebte Ziel darstellen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt an, dass sich Fasten nicht als Diät eignet und aufgrund der zeitlichen Befristung nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme verhilft5.

Ändert der Fastende allerdings gleichzeitig seinen Lebensstil und seine Ernährungsgewohnheiten kann der Abnehmerfolg, der sich durch das Fasten einstellt, durchaus auch langfristig erhalten bleiben. Da bei allen vorgestellten Fastenvarianten die Kalorienaufnahme reduziert wird, bringen sie alle einen Gewichtsverlust mit sich.

Fastenarten im Vergleich: Welche Fastenart ist die richtige für mich?

Bei der Wahl der Fastenart kommt es zum einen darauf an, ob Sie schon einmal gefastet haben oder Anfänger sind und zum anderen kommt es auf Ihre Grundkonstitution an. Also, ob Sie gesund sind oder, ob Vorerkrankungen bestehen oder, ob Sie eher unter- oder übergewichtig sind.

Daneben kommt es natürlich auf die individuellen Vorlieben an. Wenn Sie komplett auf feste Nahrung verzichten können, so eignet sich das Heilfasten, das Saftfasten, das modifizierte Fasten und das Tee- oder Wasserfasten.

Fällt es Ihnen zu schwer, wenn Sie gar nichts essen dürfen, eignet sich eine der moderateren Varianten wie zum Beispiel das Basenfasten, die Mayr-Kur, das Früchtefasten oder unter Umständen auch die Schroth-Kur.

Muten Sie sich auf jeden Fall nicht zu viel zu, vor allem als Fastenanfänger – das schafft nur Unzufriedenheit und eventuell überfordern Sie Ihren Körper damit. Im Zweifel sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen und sich beraten lassen, welche Fastenmethode am besten für Sie geeignet ist.

Können mehrere Fastenarten kombiniert werden?

Natürlich können auch mehrere Fastenarten miteinander kombiniert und auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Einige Fastenkliniken bieten zum Beispiel kombinierte Methoden an und auch im Internet finden sich zahlreiche Ernährungsberater und Fastenratgeber, die verschiedene Elemente der traditionellen Fastenmethoden miteinander vereinen.

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel im Rahmen einer Fastenkur einen Saft-Tag mit einem Tee-Tag oder einem Obst-Tag abzuwechseln.

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/heilfasten/ (Aufgerufen am 05.09.2019)
  2. e Toledo, Françoise Wilhelmi, et al.: „Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects.“ PloS one 14.1 (2019): e0209353.
  3. https://www.buchinger-wilhelmi.com/wissenschaft/ (Aufgerufen am 04.09.2019)
  4. https://www.dge.de/presse/pm/heilfasten-basenfasten-intervallfasten/ (Aufgerufen am 05.09.2019)
  5. https://www.dge.de/presse/pm/heilfasten-basenfasten-intervallfasten/ (Aufgerufen am 05.09.2019)
By |2020-05-12T15:00:31+02:0014. November 2019|Abnehmen|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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