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Heuschnupfen: Wenn die Pollenzeit kommt, ist er meist nicht weit

Endlich Sonne, Wärme, überall grünt und blüht es wieder! Während sich die Menschen auf den Frühling freuen, gucken Millionen Deutsche mit bangem Blick auf die erwachende Natur. Denn sie leiden unter Heuschnupfen und für sie heißt der Start in die Outdoor-Saison vor allem eins: Jetzt beginnt wieder ihre Leidenszeit.

Da ist es auch kein Trost, dass sie nicht allein sind. Im Gegenteil: Jahr für Jahr gibt es mehr Allergiker. In diesem Ratgeber klären wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Heuschnupfen.

Was ist Heuschnupfen?

Der Begriff Heuschnupfen ist irreführend, denn mit Heu haben die Beschwerden nichts zu tun. Woher also kommt der Name? Ganz einfach: Im 19. Jahrhundert wurden die typischen Symptome, also das Niesen und die laufende Nase, zuerst bei Menschen festgestellt, die Kontakt mit Heu und Gras hatten – so entstand umgangssprachlich der Heuschnupfen. Heute weiß man: Dahinter verbirgt sich die Reaktion des Körpers auf eine Pollenallergie.

Wie bei allen Allergikern ist auch bei Pollenallergikern das Immunsystem aus dem Takt und sieht die kleinen und harmlosen Pollenkörner von Bäumen, Gräsern und Kräutern als gefährliche Eindringlinge an. Werden sie vom Körper erkannt, wird das Abwehrprogramm hochgefahren, damit sie so schnell wie möglich wieder verschwinden. So tränen beispielsweise die Augen, damit die Pollen ausfließen.

Wie verbreitet ist Heuschnupfen?

In Deutschland leiden rund 15 Prozent der Bevölkerung unter Heuschnupfen. Bei den Kleinkinder, meist ab dem dritten Lebensjahr, leiden zehn bis Prozent unter der Pollenallergie, im Teenageralter gehen einige Schätzungen von bis zu 30 Prozent aus.  Bei den Erwachsenen ist die Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren mit 20,8 Prozent am stärksten betroffen.1

Das Besondere: Frauen leiden häufiger unter Heuschnupfen als Männer. Das liegt an den Hormonen: Testosteron hemmt Entzündungen und bietet daher einen gewissen Schutz gegen Allergien, Östrogen dagegen fördert sie.

Wann beginnt die Heuschnupfen-Saison?

Die schlechte Nachricht für alle Heuschnupfen-Geplagte: Die Saison beginnt immer früher und sie dauert immer länger an. Schon im Januar können die ersten Haselpollen fliegen. Schuld an der längeren Leidenszeit ist der Klimawandel. So stellte das Klimabüro am Helmholtz-Zentrum Geesthacht fest, dass sich Norddeutschland in den vergangenen 60 Jahren um 1,2 Grad Celsius im Jahresmittel erwärmt hat.

Die Folge: Die Frühjahrsblüte setzt deutlich früher ein. So blüht beispielsweise die Haselnuss heute drei Wochen früher als noch vor 50 Jahren. Dazu endet die warme Jahreszeit im Schnitt heute zwei Wochen später. Damit beginnt die Hoch-Zeit mittlerweile Ende Februar, dann fliegen vor allem Hasel- und Erlenpollen durch die Luft. Die Hauptsaison endet im August und September mit Beifuß– und Ambrosiapollen.

Können Heuschnupfen-Symptome durch die Einnahme von Probiotika gelindert werden?

Neben den klassischen Folgen sorgt Heuschnupfen auch für Stress bei den Betroffenen – und dieser schlägt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen bzw. auf den Darm. Dadurch wird die empfindliche Schleimhaut gereizt und die Zusammensetzung der im Darm lebenden Bakterien verändert sich. Diesen Zusammenhang zwischen Heuschnupfen und gestörter Darmflora haben Wissenschaftler mittlerweile bestätigt.2 

Weitere Studien weisen darauf hin, dass Probiotika die Aktivität der körpereigenen Abwehr reguliert, zum Beispiel durch die erhöhte Produktion von Antikörpern, die vor Allergien schützen. Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. Pollagen, können sich daher positiv auswirken.3 Was außerdem nützlich ist, lesen Sie in unserem Ratgeber “Was hilft bei  Pollenallergie und Heuschnupfen”.

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Welche Ursachen hat Heuschnupfen?

Wie Heuschnupfen entsteht – das kann medizinisch erklärt werden. Die Frage nach dem „Warum?“ kann dagegen noch immer nicht hundertprozentig beantwortet werden. Es gibt jedoch Untersuchungen, die einige Ursachen für Heuschnupfen festgestellt haben.

Ist Heuschnupfen vererbbar?

Er gehört zwar nicht zu den klassischen Erbkrankheiten, trotzdem steht heute fest: Heuschnupfen kann vererbt werden! Laut Studie ist Heuschnupfen sogar zu 65 Prozent genetisch bedingt. Während im Schnitt etwa 15 Prozent der Bevölkerung ein erhöhtes Allergierisiko haben, haben Kinder, bei denen Vater oder Mutter allergisch ist, ein doppelt so hohes Risiko. Wissenschaftler haben insgesamt 41 Gene im Erbgut entdeckt, die auch für Allergien verantwortlich sind. Sind sie verändert, ist das Allergie-Risiko deutlich erhöht.4

Wie kann ein überdurchschnittliches Hygienebedürfnis Allergiebeschwerden verursachen?

Bei der Erforschung des Heuschnupfens kamen Wissenschaftler auf die sogenannte Hygiene- oder auch Bauernhofhypothese. Sie entstand, als Forscher feststellten, dass Allergien in den letzten Jahrzehnten vor allem in Industrieländern und dort ganz besonders in Städten immer häufiger auftraten. Ein deutliches Signal brachten auch Studien, laut denen Kinder, die auf einem Bauernhof aufwuchsen, seltener an Heuschnupfen leiden als  andere Kinder. Das gilt sogar dann, wenn die Hof- und Nicht-Hofkinder im selben Ort leben. Auch Einzelkinder haben ein höheres Allergierisiko als Geschwisterkinder.

Die Erklärung für alle Ergebnisse ist die Hygiene: Lebt man zu sauber und keimfrei, führt dies dazu, dass das Immunsystem nicht ausgelastet ist. Salopp gesagt: Es langweilt sich und sucht sich eine andere Beschäftigung – indem es überreagiert und so zu Allergien führt.

Welche äußeren Einflüsse können Auslöser sein?

Eine Untersuchung in Japan hat nachgewiesen, dass Menschen stärker unter Heuschnupfen leiden, je näher sie an einer viel befahrenen Straße wohnen. Das bedeutet, dass eine erhöhte Feinstaubbelastung eine Pollenallergie begünstigen kann. Ursache ist u. a. Kohlendioxid, da es das Wachstum der Pflanzen und damit auch die Pollenproduktion fördert. Diese sehr kleinen Partikel können weit in die tiefen Lungenabschnitte vordringen und dort zu Entzündungen führen.

Zusätzlich sorgen Stickoxide, Ozon oder auch Zigarettenrauch dafür, dass die Atemwegsschleimhaut durchlässiger wird – dadurch können Allergene leichter in den Körper eindringen. Gleichzeitig sind Pollen aggressiver, wenn sich Ozon an ihnen ablagert.

Unausgewogene Ernährung fördert Allergien

Eine internationale Studie mit über 500.000 Jugendlichen weltweit zeigt: Fastfood kann Allergien wie Heuschnupfen verursachen oder verstärken. Auslöser sollen vor allem Transfettsäuren sein, die zum Beispiel in Pommes, Chips, Burgern und Fertigsuppen stecken. Aber auch Männer, die oft zu Butter und Margarine greifen, haben ein erhöhtes Risiko, an Heuschnupfen zu erkranken. Weitere Lebensmittel, die Heuschnupfen-Symptome verstärken können, sind beispielsweise Koffein, Alkohol, Milchprodukte, Zucker, Weizen und Schokolade.

Pollagen gegen Heuschnupfen

Diese Pollen können Heuschnupfen auslösen

Egal, ob Bäume, Kräuter oder Gräser – überall gibtes Pollen, die Allergien auslösen. Die 15 häufigsten Pollen sind:

  • Erle
  • Hasel
  • Esche
  • Pappel
  • Weide
  • Ulme
  • Birke
  • Buche
  • Eiche
  • Ampfer
  • Roggen
  • Gräser, vor allem Süßgräser wie das Wiesen-Lieschgras und das Gemeine Knäuelgras
  • Wegerich
  • Beifuß
  • Ambrosia

Welche Symptome können bei Heuschnupfen auftreten?

Wenn der Körper allergisch auf Pollen reagiert, versucht er sie so schnell wie möglich wieder auszuspülen. Dafür läuft ein Alarmprogramm ab, dass viele „Nebenwirkungen“ hat, unter denen Heuschnupfen-Geplagte leiden.

Husten und Halsschmerzen als häufige Begleiterscheinungen

Gelangen die Pollen in den Hals, können sie dort zu Schmerzen führen. Dringen sie bis in die Atemwege ein, reagiert der Körper mit Husten, um die Pollen wieder loszuwerden.

Rote, tränende oder juckende Augen

Da Pollen meist zuerst in die Augen gelangen, reagiert der Körper dort entsprechend schnell: Die Augen werden rot, tränen und jucken. Auch eine entzündete Bindehaut gehört zu den möglichen Folgen, sie ist sogar eine der häufigsten allergischen Erkrankungen.

Wenn die Nase zu und das Atmen erschwert ist

Auch die Nasenschleimhaut wird gereizt und schwillt an. Oft ist nur ein Nasenloch zu, Betroffene können dann schwerer atmen. Ebenso typisch ist die gegenteilige Reaktion: Es kommt zu Niesanfällen, um die Pollen herauszuschleudern. Auch Fließschnupfen, eine juckende Nase und häufiges Nasenbluten sind klassische Symptome bei Heuschnupfen.

Müdigkeit als ständiger Begleiter

Um Pollen abzuwehren, produziert der Körper Histamin. Dieser Botenstoff reguliert aber auch den Schlaf-Wach-Rhythmus. Und das hat “Nebenwirkungen”: Schüttet der Körper zu viel Histamin aus, können Schlafstörungen die Folge sein. Betroffene fühlen sich dadurch morgens abgeschlagen und müde.

Wann kann auch Hautausschlag als Symptom auftreten?

Aktuelle Studien zeigen, dass Pollen auch über die Haut aufgenommen werden. Das geschieht vor allem, wenn die Hautbarriere geschwächt ist. Das führt z. B. zu Hautreizungen und -rötungen, Hautentzündungen, juckendem Hautausschlag, Pusteln und Ekzemen.

Wenn der Mund betroffen ist

Bei Heuschnupfen können auch die Zunge oder die Lippen anschwellen, dazu kann der Geschmacks- und Geruchssinn betroffen sein.

Gelegentlich kommen auch Kopfschmerzen hinzu

Da die Pollenallergie den Körper stresst, kann es zu eher untypischen Symptomen wie Kopfschmerzen kommen. Und auch die Psyche leidet, sodass Betroffene reizbarer sein können.

Atemnot und Asthma: Bei welchen Symptomen muss sofort reagiert werden?

Sie kommen plötzlich schon beim Treppensteigen außer Atem? Dann sollten sie zum Arzt gehen! Plötzliche Atemnot und Kurzatmigkeit kann bei Heuschnupfen ein Hinweis darauf sein, dass ein sogenannter Etagenwechsel stattfindet. Das heißt, dass die entzündlichen Prozesse von den oberen Atemwegen auf die unteren Atemwege übergreifen, also die Etage wechseln. Als Folge ist ein allergisches Asthma möglich.

Heuschnupfen oder Erkältung: Wie unterscheiden sich die Symptome?

Hatschi! Niesen, Schnupfen, gerötete Augen: Das alles sind typische Anzeichen bei Heuschnupfen – und bei einer Erkältung. Tatsächlich sind sie gar nicht so leicht zu unterscheiden. Doch es gibt einige Details, die unterschiedlich sind. Bei Heuschnupfen zum Beispiel ist das Nasensekret eher klar und wässrig, bei einer Erkältung dagegen eher dickflüssig und gelblich bis grünlich.

Ebenfalls typisch für Heuschnupfen: Er tritt ganz plötzlich auf. Eine Erkältung kündigt sich meist schon an, bevor sie richtig ausbricht – zum Beispiel durch Kratzen im Hals. Auch die Dauer ist ein gutes Merkmal: Eine Erkältung sollte nach einer Woche abklingen. Bleiben die Symptome, kann das für eine Allergie sprechen.

Auch Jucken an der Nase, den Augen oder im Rachen spricht eher für Heuschnupfen, ebenso mehrfache Niesattacken. Tritt zu den Symptomen dagegen Fieber oder Schüttelfrost auf, spricht das eher für eine Erkältung oder sogar eine beginnende Grippe.

Wie läuft eine allergische Reaktion bei Heuschnupfen ab?

Auch wenn Heuschnupfen durch eine Pollenallergie ausgelöst wird – nicht die ganzen Pollen, sondern nur ein winzig kleiner Bestandteil ist Ursache für das Leiden. In den Pollen stecken Eiweißverbindungen. Treffen Pollen auf unsere Schleimhäute, lösen sich die Proteine. Und da der Körper bei Allergikern solche Fremdstoffe als Feind ansieht, reagiert er entsprechend, wenn die Mini-Eiweiße auf Immunglobulin E, kurz IgE, treffen.

Diese Antikörper setzen, wenn sie an Abwehrzellen, den sogenannten Mastzellen, angedockt sind, die Abwehrreaktion in Gang:  Die Mastzellen produzieren entzündungsauslösende Stoffe, darunter den Botenstoff Histamin. Der Sinn dahinter ist simpel: Histamin reizt die Schleimhäute, die in Kontakt mit dem Allergen gekommen sind (z. B. in Nase, Rachen und Augen), so dass beispielsweise durch Niesen die „gefährlichen“ Pollen-Eiweiße wieder herausgeschleudert werden. Die Produktion von Histamin hat noch weitere Folgen: die Blutbahnen im Körper werden geweitet, dagegen werden die Bronchien verengt, so können Atemprobleme folgen.

Wie wird Heuschnupfen diagnostiziert?

Mal kurz zuhause testen, ob man Heuschnupfen hat – das ist durchaus möglich. Diese Heimtests sind zwar bequem, erkennen aber nicht alle Pollenarten und sind daher nicht sehr aussagekräftig. Trotzdem kann jeder schon vor dem Arztbesuch z. B. mit einem Allergie-Selbsttest sein eigenes Allergie-Risiko abklären. Wichtig dabei: So ein Fragebogen kann nur eine Hilfestellung sein und ist keine ärztliche Diagnose. Daher sollten Sie zum Arzt gehen, wenn der Test Ihren Allergie-Verdacht bestätigt.

Wann muss ein Allergologe aufgesucht werden?

Akute und leichte Heuschnupfen-Symptome, die nur wenige Tage andauern, können durch eine Selbstmedikation behandelt werden. Wichtig ist dabei, dass man weiß, wie man mit den Medikamenten umgehen muss. Eine gute Beratung in der Apotheke oder durch einen Hals-Nasen-Ohrenarzt oder fachkundigen Hausarzt ist vorab entsprechend wichtig. Dauern die Symptome dagegen länger, sollten Sie zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn der genaue Auslöser noch unbekannt ist.

So können Allergieauslöser mittels Pricktest festgestellt werden

Der Klassiker unter den Allergietests ist der sogenannte Prick-Test. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort prick, auf Deutsch: Stich bzw. Einstich, ab. Für den Test zeichnet der Arzt Felder auf den Unterarm des Patienten. Entsprechend wird danach in jedes Feld ein Allergen, das als Auslöser in Frage kommt, mit einer Pipette aufgetropft. Dort wird die Haut dann zum Beispiel mit einer so genannten Lanzette leicht eingestochen – so kann das Allergen direkt eindringen. Entsprechend zeigen sich bei einer Allergie oft schon nach wenigen Minuten Reaktionen: Die Haut rötet sich und juckt, auch Quaddeln können sich bilden. Entsprechend dem Gitter, in dem die Haut reagiert, kann der Auslöser genau diagnostiziert werden.

Wann wird ein Bluttest durchgeführt?

Ein Bluttest ist sinnvoll, um ein grundsätzliches Allergie-Risiko festzustellen. Denn bei diesem Test werden auch die Immunglobulin E-Werte untersucht. Sind sie erhöht, weisen sie auf eine allgemeine Pollenallergie hin. Zusätzlich sollte noch eine gezielte Untersuchung des Bluts auf Antikörper gegen einzelne Antigene (spezifisches IgE), z. B. gegen Birkenpollen, durchgeführt werden. So kann eine genaue Diagnose gestellt werden.

In der Regel übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bei konkreten Verdachtsmomenten einer Allergie die Kosten. Um sicher zu sein, sollten Sie vorab mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob und welchen Test sie zahlt.

Besonders verträglich: der Reibetest

Bei einer Pollenallergie kann auch ein sogenannter Reibetest gemacht werden. Der Vorteil: Er ist besonders verträglich. Der Nachteil: Er ist nicht besonders aussagekräftig, da auch eine Allergie vorliegen kann, obwohl der Test negativ ausgefallen ist.  

Beim Reibetest reibt der Arzt das natürliche Allergen kreisförmig auf die Innenseite des Unterarms. Dazu wird eine sogenannte Negativkontrolle ausgeführt: Zum Vergleich wird eine 0,9-prozentige Kochsalzlösung aufgetragen, die keinerlei Hautreaktion bewirkt. Nach etwa 20 Minuten werden Teststelle und Kontrollstelle miteinander verglichen.

Bei mehreren Pollen hilft auch ein Provokationstest

Wie der Name es schon sagt: Bei diesem Test wird der Körper gezielt zu einer Reaktion provoziert. Dafür werden Allergene auf die betroffenen Stellen aufgetragen. So provozieren Ärzte beispielsweise eine allergische Reaktion an den Schleimhäuten, indem sie durch den Kontakt mit möglichen Allergenen einen Niesreiz an der Nase oder Rötungen und Juckreiz an den Augen des Patienten hervorrufen.

Können Betroffene von Heuschnupfen eine Kreuzallergie entwickeln?

Wird der Heuschnupfen durch Birkenpollen ausgelöst, leiden Betroffene meist mehrfach. Ursache ist eine sogenannte pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie, kurz: eine Kreuzallergie. Sie wird bei bis zu 70 Prozent der Birkenpollen-Allergikern diagnostiziert. Schuld ist eine gewisse „Blindheit“ des Körpers gegenüber einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln, in denen Stoffe stecken, die Pollen ähneln. Der Körper kann das nicht unterscheiden und lässt daher auch bei den Lebensmitteln sein Alarmprogramm ablaufen. Für Birkenpollenallergiker bedeutet das: Ihr Körper reagiert oft auch allergisch auf Haselnüsse und Äpfel. Kreuzallergien zu Birkenpollen sind auch zum Beispiel mit Aprikosen, Birnen, Kiwi, Kartoffeln oder Karotten möglich.

Auch Beifußpollen-Allergiker leiden oft an einer Kreuzallergie, z. B. mit Koriander, Petersilie oder Sellerie. Die typischen Symptome einer Nahrungsmittelallergie (z. B. Jucken, Schwellungen oder ein Brennen) beginnen dort, wo die Lebensmittel auf den Körper treffen – also am und im Mund sowie im Hals.

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Bei leichten Symptomen können zum Beispiel ein Dampfbad mit Kochsalzlösung oder eine Nasenspülung helfen. Auch spezielle Nasensprays, Augentropfen oder Allergietabletten können hilfreich sein. Ebenso hilfreich können Probiotika sein: Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Pollagen können das überaktive Immunsystem beruhigen – und so auch helfen, die Einnahme von Medikamenten zu verringern. Welche Mittel wann helfen und in welchen Fällen eine Allergie-Impfung sinnvoll ist, lesen Sie in unserem Ratgeber “Was hilft gegen Pollenallergie und Heuschnupfen?

Was sollte man bei Heuschnupfen in der Schwangerschaft beachten?

Für Schwangere, die unter Heuschnupfen leiden, kann die Pollensaison besonders anstrengend werden. Eine Ursache ist ihr veränderter Hormonspiegel. In erster Linie sollten Betroffene versuchen, die Auslöser, also die Pollen, zu meiden:

  • Halten Sie die Fenster während der Pollensaison geschlossen und bringen Sie in der Wohnung Pollengitter an.  
  • Im Auto können spezielle Innenfilter die Konzentration der Pollen verringern.
  • Duschen Sie abends. Waschen Sie auch Ihre Haare – so werden Pollen-Reste entfernt.
  • Um Pollen zu beseitigen, sollte die Wohnung möglichst oft gesaugt werden. Für Allergiker gibt es Staubsauger mit Pollenfilter.

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/1479/20xkoi9E0FU4w.pdf?sequence=1&isAllowed=y
  2. https://www.aerzteblatt.de/archiv/179902/Mikrobiom-Forschung-Kann-die-Darmflora-Allergien-verhindern
  3. https://www.researchgate.net/publication/266795280_Multi-strain_Symbiotic_Preparations_as_a_Novel_Adjuvant_Approach_to_Allergic_Rhinitis
  4. https://www.helmholtz-muenchen.de/news/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung/article/44736/index.html
By |2020-08-11T09:45:06+02:0018. März 2020|Allergien|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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