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//Was ist eine Kreuzallergie?

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Kreuzallergie?

Eine Allergie kommt selten allein. Immer häufiger reagieren Allergiker nicht nur auf eine, sondern gleich auf mehrere Substanzen allergisch. Wer eine Reaktion auf bestimmte Bäume und Gräser hat, reagiert  oft auch mit Unverträglichkeiten bei Nahrungsmitteln – beispielsweise Obst, Nüssen oder Gewürzen. 

Ist man nachweislich gegen z. B. Birkenpollen allergisch, ist eine Kreuzallergie mit Äpfeln nicht unwahrscheinlich.  Diese so genannte Kreuzreaktion entsteht dann, wenn die Eiweißstruktur eines Allergens der Struktur des Hauptauslösers der allergischen Reaktion ähnelt.

Wie Kreuzallergien entstehen und welche Kreuzreaktionen möglich sind, welche Symptome sie hervorrufen können und wie man sie behandeln kann, haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema Kreuzallergien zusammengestellt.

Wie häufig kommen Kreuzallergien vor?

Es gibt keine genauen Zahlen, wie oft Kreuzallergien tatsächlich vorkommen. Allerdings schätzen Fachleute, dass knapp fünf  Prozent der Bevölkerung an einer Form von Nahrungsmittelallergie leiden. Unter diesen Allergikern liegt der Prozentsatz derer, die von einer  Kreuzallergie betroffen sind – vor allem in Wechselwirkung mit Pollen und Nahrungsmitteln, bei deutlich über 50 Prozent. 

Die Dunkelziffer dürfte weitaus größer sein. Denn nicht immer werden alle Allergien bemerkt, oftmals wird sogar die primäre Allergie übersehen. 

So reagieren Betroffene zwar auf Nahrungsmittel, aber bleiben bei Pollen oder Hausstaubmilben ohne jedes Symptom. Kreuzallergien können zudem im Laufe des Lebens jederzeit entstehen – ohne, dass es eines konkreten Auslösers bedarf.1

Ist eine Kreuzallergie normal?

Eine Kreuzallergie ist unter Allergikern keine Seltenheit, sondern sogar üblich. Mehr als die Hälfte aller Betroffenen entwickelt im Laufe Ihres Lebens eine Kreuzallergie. 

Sehr häufig zeigen Pollenallergiker dabei Kreuzallergien mit Obst – insbesondere Steinobst wie Äpfeln oder Pflaumen, aber auch Nüssen und Erdbeeren. Man nennt diese Form der Allergie auch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie.

Die Ursache liegt darin begründet, dass das Immunsystem Allergene, die sich in der Struktur sehr ähneln, nicht unterscheiden kann und sich gegen alle  pauschal wehrt. Wie genau dieser Prozess aussieht, erklären wir im Folgenden.

Kann eine Kreuzallergie gefährlich werden?

Wie jede Allergie, kann auch eine Kreuzallergie durchaus gefährlich sein. Dies hängt sehr stark davon ab, wie hoch die Empfindlichkeit gegen das Allergen ist und wie hoch die Konzentration des allergieauslösenden Stoffes ist.

Ebenso tragen die psychische und physische Verfassung des Betroffenen dazu bei, wie stark sich die Allergie äußert. Bisweilen können die Reaktionen im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Konsequenzen führen. Eine weitere Tücke der Allergien ist, dass sie plötzlich und unvermittelt auftreten können. Das bedeutet, dass der Betroffene von seiner Allergie nichts wusste und von der Heftigkeit der Reaktion sehr überraschend getroffen wird.

Wie Sie die einzelnen Symptome erkennen und wie Sie diese behandeln können, haben wir für Sie in diesem Ratgeber zusammengestellt.

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Wie entsteht eine Kreuzallergie?

Kreuzallergien sind, wie Allergien generell, eine Überreaktion des Immunsystems auf grundsätzlich harmlose Stoffe. Ähneln sich die Stoffe in ihren Eiweißstrukturen, kann das Immunsystem keinen Unterschied machen und reagiert mit einer Kreuzallergie.

Das Immunsystem bildet Antikörper gegen Eiweiße

Bei einer Allergie identifiziert das Immunsystem eigentlich unschädliche Substanzen als gefährlich und bildet Antikörper – sogenannte Immunglobulin E, kurz IgE. Diese speichern die Eiweißzusammensetzung der Allergene der auslösenden Pflanze oder des auslösenden Tieres und docken sich an die Mastzellen an. Dort verweilen sie, bis der Betroffene in erneuten Kontakt mit der Substanz kommt und sie zum Einsatz kommen.

Die Antikörper reagieren auf das Eiweiß, das dem ursprünglichen Allergen ähnelt

Haben auch andere Substanzen eine ähnliche Eiweißstruktur wie das ursprüngliche Allergen, kann das Immunsystem diese Feinheiten nicht unterscheiden und gerät auch hier in eine gesteigerte Abwehrreaktion.

Pollenverwandte Allergene sind beispielsweise Birke, Hasel– oder Gräserpollen sowie Äpfel, Nüsse oder Erdbeeren. Leiden Sie also unter einer Birkenallergie, ist eine Kreuzallergie mit einem oder mehrerer dieser Nahrungsmittel sehr wahrscheinlich.

Der Körper schüttet Histamin aus

Die IgE-Antikörper sitzen an den Mastzellen, bis ihre Abwehrfunktion ausgelöst wird. Wenn dies der Fall ist, bringen die Antikörper die Mastzelle zum Platzen und das darin gelagerte Histamin samt weiterer Entzündungsstoffe werden freigesetzt.

Diese Entzündungsstoffe reagieren mit einer hohen Aktivität, in deren Folge Schnupfen, verstopfte Nase, Hustenreiz, Juckreiz und Tränenbildung entstehen können. Aber auch Bläschenbildung und Ausschlag sind keine seltenen Reaktionen.

Nun sorgt das IgE dafür, dass die Abwehrzellen aggressive Entzündungsstoffe, wie beispielsweise Histamin, freisetzen. Dieser Vorgang ist der Grund, weshalb es zu den  klassischen Symptomen wie Juckreiz, verstopfter Nase oder Niesanfällen kommt.

An welchen Symptomen erkenne ich eine Kreuzallergie?

Ob die allergischen Symptome auf die primäre Allergie oder eine Kreuzallergie (sekundäre Allergie) zurückzuführen sind, ist in vielen Fällen nicht eindeutig zu erkennen. Denn die Symptome – beispielsweise Schnupfen, Juckreiz an Augen und auf der Haut, Schwellungen im Rachen und im Mund, sowie Husten – können bei beiden Allergien auftreten. 

Orales Allergiesyndrom

Besonders häufig treten bei Kreuzallergien Symptome im Mund auf. Vor allem dann, wenn es sich um Lebensmittelallergien handelt. Schon während oder kurz nach der Nahrungsaufnahme können sich folgende Symptome bemerkbar machen und auf eine Allergie hindeuten:

  • Rötungen im Bereich des Mundes, auch im Innenraum
  • Bläschenbildung bis hin zu größeren Quaddeln an Mund und Lippen sowie im Innenraum des Mundes
  • Juckreiz an den Lippen und in Mund und Rachen
  • Schwellungen der Mundschleimhaut

Das orale Allergiesyndrom ist nicht ungefährlich, weil die Atmung beeinträchtigt werden kann  und es im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann. Dies ist besonders dann möglich, wenn der Betroffen mit einer größeren Menge des Allergens in Kontakt gekommen ist.2

Allergiesymptome auf der Haut

Es gibt Fälle, in denen sich allergische Symptome auf dem gesamten Körper ausbreiten können. Hierzu zählen Rötungen und/oder Quaddelbildung mit Juckreiz oder Schwellungen der Haut – auch Angioödeme genannt.

Betroffene, die an Neurodermitis leiden, erleben oft ein verstärktes Auftreten der damit einhergehenden Symptome. Auch eine Bindehautentzündung ist keine seltene Begleiterscheinung einer allergischen Reaktion.

Beschwerden des Magen-Darm-Trakts

Viele allergische Reaktionen machen sich sehr schnell in der Symptomatik bemerkbar – zum Beispiel durch eine Niesattacke bei Pollenallergien bzw. durch Heuschnupfen. Allergien, die durch Lebensmittel hervorgerufen werden, können aber auch zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts führen und Übelkeit, Erbrechen und Durchfall herbeiführen.

Dies erfolgt dann meist mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei oder mehr Stunden nach dem Verzehr des allergieauslösenden Stoffes. Anders als bei einer Lebensmittelintoleranz reichen bei Allergien schon wenige Mengen aus, um die Reaktion zu provozieren.

Kreislaufprobleme wie Schwindel und Blutdruckabfall

In seltenen Fällen kann es bei einer allergischen Reaktion auch zu Kreislaufproblemen kommen. Diese machen sich durch Schwindelgefühl, Herzrasen, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen oder einen Kreislaufzusammenbruch bemerkbar und können lebensbedrohlich sein. 

Atemnot und allergisches Asthma

Als ein allergisches Asthma – auch extrinsisches Asthma genannt – bezeichnet man Asthmaanfälle, die durch einen äußerlichen Auslöser hervorgerufen werden. Unter Asthmatikern sind Menschen mit dieser Form des Asthmas am häufigsten vertreten.

Bei Menschen mit allergischem Asthma tritt die Abwehrreaktion des Immunsystems vornehmlich in den Bronchien auf und löst hier die Entzündungsreaktion aus.

Zu den klassischen Symptomen des allergischen Asthmas gehören:

  • plötzliche Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • starker Husten
  • rasselnde und pfeifende Geräusch beim Atmen
  • erschwertes Ausatmen
  • erhöhter Puls

Pollagen gegen Heuschnupfen

Welche Kreuzreaktionen können auftreten? 

Man kann diese Frage nicht pauschal für jeden Betroffenen gleichermaßen beantworten, denn jedes Immunsystem identifiziert die allergieauslösenden Proteine anders und reagiert entsprechend auch anders.

Ebenso kann  auch die Verarbeitung der Lebensmittel für  eine allergische Reaktion verantwortlich sein . Zum Beispiel kann ein Betroffener gegen Äpfel allergisch sein, aber Apfelkompott gut vertragen. Manchmal sind es auch nur bestimmte Sorten eines Lebensmittels, die nicht vertragen werden.

Allerdings gibt es einige Kreuzreaktionen, die deutlich öfter auftreten, als andere. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden näher erklären.

Ambrosia-Allergiker haben oft Probleme mit Bananen

Die Ambrosia – auch bekannt als beifußblättriges Traubenkraut – gehört zu den heimischen Pflanzen und zählt zu den stärksten Allergieauslösern der Pflanzenwelt. Anders als bei der Birke, reicht hier schon eine geringe Menge aus, um eine Reaktion zu provozieren. Die Hauptblütezeit dieser Pflanze ist im Juli.

Kreuzallergien zwischen Lebensmitteln und Pflanzen sind durchaus denkbar. Dazu gehören oft:

  • Apfel
  • Arnika
  • Banane
  • Gänseblümchen
  • Gräser
  • Gurke
  • Kamille
  • Melone
  • Nektarine
  • Pfirsich
  • Zucchini

Bei Allergien auf Baumpollen könnte Obst Schwierigkeiten bereiten

Reagieren Sie auf Baumpollen allergisch – zum Beispiel auf Birke, Hasel, Erle oder Buche? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf Obst und Gemüse ebenfalls reagieren, hoch. dazu zählen:

  • Apfel
  • Aprikose
  • Feige
  • Haselnuss
  • Karotte
  • Kartoffel
  • Kirsche
  • Kiwi
  • Mango
  • Nektarine
  • Pfirsich
  • Pflaume
  • Sellerie
  • Soja

Für Beifuß-Allergiker sind oft Gewürze problematisch

Beifuß-Allergiker zeigen oftmals Reaktionen auf Gewürze und Kräuter. Zum Beispiel auf:

  • Chili
  • Curry
  • Kamille
  • Paprikapulver
  • Petersilie
  • Pfeffer
  • Sellerie
  • Sonnenblumenkerne

Bei Allergien auf Gräser- und Getreidepollen sind Reaktionen auf Erdnüsse möglich

Kreuzallergie bei Betroffenen, die auf Gräser- und Getreidepollen reagieren, treten oft im Zusammenhang mit folgenden Nahrungsmitteln auf:

  • Bohnen
  • Erbse
  • Erdnüsse
  • Kleie
  • Leguminosen
  • Mehl
  • Soja
  • Tomate

Latex-Allergiker reagieren oftmals auf Tomaten 

Bei Latex-Allergien – sowohl synthetisch als auch  künstlich produziertes Latex – kann es ebenfalls zu Kreuzallergien kommen. Diese können hervorgerufen werden, durch:

  • Acerola Kirsche
  • Ananas
  • Avocado
  • Banane
  • Esskastanien
  • Kartoffeln
  • Kastanien
  • Kiwi
  • Mango
  • Nüsse
  • Papaya
  • Pfirsich
  •  Sellerie
  • Soja
  • Tomaten

Aber auch Zimmerpflanzen können eine Kreuzallergie auslösen – unter anderem der Ficus Benjamini.

Hausstaubmilben-Allergien lassen sich häufig mit Reaktionen auf Schalen- und Weichtiere in Verbindung bringen

Da Hausstaubmilben zu den Gliederfüßern gehören, ist eine Kreuzallergie häufig in Verbindung mit Schalen- und Weichtieren dieser Gattung zu verzeichnen. Zum Beispiel:

  • Garnelen
  • Krabben
  • Muscheln
  • Schnecken
  • Tintenfische

Was hilft bei einer Kreuzallergie?

Wie bei allen Allergien ist auch bei der Kreuzallergie vor allem die Vermeidung der auslösenden Substanz die sicherste Möglichkeit, Reaktionen zu vermeiden und damit die Belastung des Körpers zu minimieren.

Allerdings können Sie noch mehr  tun, um sich vor allergischen Reaktionen zu schützen. Beispielsweise indem Sie ihre Darmflora mobilisieren. Denn nach heutigen wissenschaftlichen Standpunkten gilt es als erwiesen, dass der Darm und das dort herrschende Milieu sehr stark an der Steuerung und Mobilisierung des Immunsystems beteiligt sind.

Ist dieses Mikrobiom aus dem Gleichgewicht – durch einseitige Ernährung, Stress, Krankheite oder Medikamente – haben es Erreger leicht und das Immunsystem zeigt sich geschwächt. Mediziner sehen in der Stärkung der Darmflora – und damit des Immunsystems – einen guten Ansatz, um Allergien zu minimieren. Was außerdem hilft lesen Sie in unserem Artikel „Was hilft gegen Heuschnupfen und Pollenallergie?„.

Können Synbiotika einen gesunden Darm fördern?

Synbiotika sind Kombinationspräparate aus Probiotika und Prebiotika, also aus den der Darmflora dienenden Mikroorganismen und deren Nahrung. Dies kann zu einer gesunden und stärkenden Besiedlung des Darms und einem ausgeglichenen Milieu beitragen.

Studien haben bereits den positiven Einfluss dieser Synbiotika im Hinblick auf die Allergievorbeugung dargelegt.3, 4 Darüber hinaus sagt man Synbiotika die Fähigkeit nach, mit den Immunzellen des Darms in Interaktion treten zu können und die fehlgesteuerten Überreaktionen – was Allergien letztendlich sind – entgegenzuwirken.

Wie kann Pollagen Sie bei allergischen Reaktionen unterstützen?

Pollagen ist ein sogenanntes Synbiotikum, das sowohl Prebiotika, als auch Probiotika enthält. Während probiotische Bakterien winzige Mikroorganismen sind, die die Darmflora und damit das Immunsystem positiv beeinflussen können, fördern Prebiotika das Wachstum dieser Bakterien, indem sie ihnen als Nahrung dienen. Dies kann zu einer Minderung der allergischen Reaktion führen.

Kann ich der Entwicklung von Kreuzallergien vorbeugen?

Der Entstehung einer Kreuzallergie können Sie nicht vorbeugen. Aber Sie können dem Entstehen der Primärallergie entgegenwirken. Hier spielen eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung eine zentrale Rolle. Aber auch die frühzeitige Stärkung des Immunsystems bereits im Kindesalter ist wichtig. Wie genau das zusammenhängt, erfahren Sie im Folgenden.

Eine gesundheitsbewusste Lebensweise kann Allergien vorbeugen

Der Darm wird von einer Vielzahl von Bakterien bevölkert. Diese bilden die Darmflora und sollten in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen, um möglichst effektiv zu arbeiten. 

Die Darmbakterien sind nicht nur für den Stoffwechsel zuständig, sondern senden auch Signale an das Immunsystem. Ist die Darmflora aber nicht im Gleichgewicht, sind diese Signale oft fehlerhaft . Gleichzeitig wird auch die Darmschleimhaut durchlässiger, wenn die Darmflora nicht optimal besiedelt ist – eine ideale Ausgangslage für allergische Reaktionen.

Mit falscher, einseitiger und unausgewogener Ernährung, aber auch einem ungesunden Lebensstil , wird die Darmflora empfindlich gestört und das System gerät aus dem Gleichgewicht. Das Risiko, dass Allergien entstehen, erhöht sich deutlich.

Können Probiotika die Entstehung von Allergien verhindern?

Eine finnische Studie hat genau das herausgefunden: Die Gabe von Probiotika an schwangere Frauen und später ihre Babys – über die Muttermilch oder Ersatzmilch – führte dazu, dass die Kinder deutlich seltener an atopischen Ekzemen und allergischem Asthma litten – das Risiko halbierte sich.5

Allerdings konnte nicht ermittelt werden, wie lange der Effekt anhielt – die Studienzeit umfasste nur den Zeitrahmen von insgesamt zwei Jahren.

Übermäßige Hygiene kann Allergien begünstigen

Das Immunsystem ist nicht statisch, sondern lernt. Zwar gibt es eine angeborene Abwehr, aber danach entwickelt sich die körpereigene Abwehr über Erfahrungen etwa bis zum 10. Lebensjahr weiter. 

Zu Beginn erhält das Baby noch die Bakterien und Viren der Mutter – zum Beispiel über die Nabelschnur oder Muttermilch. Später kommen dann fremde Erreger hinzu – durch andere Menschen, Lebensmittel oder Schmutz.

Hat der Körper ausreichend Gelegenheit, sein Immunsystem in diesen wichtigen Jahren aufzubauen, ist die Wahrscheinlichkeit für Allergien geringer. Dazu gehört aber auch, dass der Mensch immer wieder mit neuen Erregern in Kontakt kommt. Übermäßige Hygiene – dauerndes Händewaschen, wenig Kontakt mit natürlich Erregern – kann die Entstehung von Allergien demnach begünstigen.

Verhindert das Stillen von Babys die Entstehung von Allergien?

Auch wenn es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass Stillen ein Schutz vor Allergien ist, hält sich diese Empfehlung. Das Gegenteil ist auch nicht nachgewiesen worden.

Stillen ist grundsätzlich gut für Ihr Baby. Einige Studien konnten nachweisen, dass Kinder, die mindestens drei bis vier Monate ausschließlich mit Muttermilch ernährt wurden, später deutlich seltener an Infektionen erkrankten und auch deutlich weniger Allergien aufwiesen. 

Dies sei darauf zurückzuführen, dass bestimmte Stoffe in der Muttermilch – besonders in der sogenannten Vormilch – die Reaktionen vermindern bzw.  verzögern.

Ebenso geht man davon aus, dass einige Allergien durch Fremdeiweiß – beispielsweise in Kuhmilch – ausgelöst werden. Diese Eiweißelemente gelangen durch die noch durchlässige Darmschleimhaut in den Blutkreislauf und können dort die Allergien auslösen.

Sind Probiotika während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter sinnvoll?

Neugeborene und Säuglinge haben noch kein endgültig entwickeltes Immunsystem. Wenn jedoch  eines oder beide Elternteile oder Geschwister unter Allergien leiden, ist die Gefahr groß, dass auch der Nachwuchs diese Art der Überreaktion zeigen wird.

Da Probiotika und Synbiotika aus Mikroorganismen bestehen, die im Körper auch auf natürliche Weise vorkommen, besteht zunächst kein Grund, dass Sie während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter auf diese Nahrungsergänzung verzichten sollten.

Forscher des Imperial Colleges in London haben im Auftrag der britischen Food Standard Agency über 400 Studien zusammengefasst, um herauszufinden, welche Maßnahmen in Schwangerschaft und Stillzeit das Risiko für Allergien beeinflussen könnte.

Dort kam man zu dem Schluss, dass neben Fischöl auch Probiotika entschieden dazu beitragen können, vor Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis zu schützen.6

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/sellerie-kirschen-garnelen-kreuzallergien/
  2. https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/sellerie-kirschen-garnelen-kreuzallergien/
  3. Elazab, Nancy, et al. „Probiotic administration in early life, atopy, and asthma: a meta-analysis of clinical trials.“ Pediatrics 132.3 (2013): e666-e676.
  4. Gourbeyre, Pascal, Sandra Denery, and Marie Bodinier. „Probiotics, prebiotics, and synbiotics: impact on the gut immune system and allergic reactions.“ Journal of leukocyte biology 89.5 (2011): 685-695.
  5. Kalliomäki, Marko, et al. „Probiotics in primary prevention of atopic disease: a randomised placebo-controlled trial.“ The Lancet 357.9262 (2001): 1076-1079.
  6. Garcia-Larsen, Vanessa, et al. „Diet during pregnancy and infancy and risk of allergic or autoimmune disease: A systematic review and meta-analysis.“ PLoS medicine 15.2 (2018).
By |2020-08-11T09:47:42+02:0026. März 2020|Allergien|0 Comments

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Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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