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///Was tun bei Verdauungsproblemen?

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Was tun bei Verdauungsproblemen?

Blähungen, Krämpfe, Völlegefühl – das Verdauungssystem macht mitunter ganz schön schmerzhaft auf sich aufmerksam, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Mal hat man nur was Falsches gegessen oder eine stressige Phase – die Probleme sind nur von kurzer Dauer und belasten einen nicht längerfristig.

Doch was, wenn die Verdauung streikt, Schmerzen nicht abklingen, der Stuhlgang ausbleibt oder starke Durchfälle belasten und mit einfachen Hausmitteln keine Linderung erzielt werden kann? Laut einer Forsa Umfrage leiden 7 von 10 Menschen unter Magen-Darm Problemen.1

Dann liegen vermutlich ernstzunehmende Verdauungsprobleme vor. Hierbei spielen nicht nur die Ernährung, sondern auch Stress und die sonstige körperliche Gesundheit eine große Rolle – schließlich ist der Verdauungsapparat mit Magen und Darm sehr groß und leistet täglich viel Arbeit.

Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie das Verdauungssystem arbeitet, durch was es gestört werden kann, wie sich Störungen äußern und wie Sie dagegen angehen können.

Wie funktioniert das Verdauungssystem?

Das menschliche Verdauungssystem durchläuft verschiedene Phasen, die jede für sich genommen sehr wichtig sind:

  1. Phase: Nahrung wird über den Mund eingenommen. Hier wird aber die Speise nicht nur zu einem Brei zerkaut, um die nächsten Stationen anzusteuern. Vielmehr werden hier schon erste Kohlenhydrate verdaut und die Nahrungsfette auf die nächsten Phasen vorbereitet.
  2. Phase: Der Nahrungsbrei gelangt in Portionen in die Speiseröhre. Durch eine wellenförmige Reflexbewegung wird er hinunter transportiert. Am Ende der Speiseröhre befindet sich ein Muskel, der den Weg zum Magen öffnet.
  3. Phase: Im Magen wird die Nahrung mit Magensaft vermengt und vorverdaut. Dieser Vorgang dauert – abhängig vom Fettgehalt der Nahrung – zwischen einer und sechs Stunden. Durch einen weiteren Ring wird der Brei nach und nach zur nächsten Station gegeben.
  4. Phase: Im Darm werden die Nährstoffe aus der Nahrung gelöst und in den menschlichen Stoffwechsel integriert. Schwer verdauliche Pflanzenstoffe werden zerlegt. Das Wasser wird aus dem Speisebrei resorbiert und der Kot wird eingedickt und über den Enddarm ausgeschieden.

Ist auch nur eine dieser Phasen gestört oder blockiert, kann die Verdauung nicht mehr reibungslos funktionieren und es kann zu Problemen kommen, die sich in Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Krämpfen oder ähnlichem äußern.

Bitte lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Wie funktioniert unsere Verdauungin unserem Ratgeber.

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Warum ist eine normale Verdauung für den Körper wichtig?

Alle chemischen Vorgänge im menschlichen Organismus, bei denen Stoffe aufgenommen, um- oder abgebaut werden, fasst man unter dem Begriff Stoffwechsel zusammen. Unter Verdauung versteht man die Zerkleinerung von Nahrung in ihre wichtigen und unwichtigen Bestandteile, die dann aufgenommen bzw. über den Stuhlgang ausgeschieden werden.

Während des Verdauungsprozesses gelangen aber nicht nur die lebensnotwendigen Nährstoffe, Mineralstoffe und natürlich auch Flüssigkeit aus der Nahrung in das menschliche Stoffwechselsystem. Viele Nährstoffe können erst durch den Verdauungsprozess in Stoffe umgewandelt werden, die der Körper dann auch aufnehmen kann.

Nährstoffe sind im Körper für zahlreiche Funktionen zuständig. Sie unterstützen beispielsweise das Wachstum von Knochen, Haaren, Nägeln, versorgen den Körper mit Energie und stärken das Immunsystem. Die Verdauung ist damit die Voraussetzung, damit diese Funktionen überhaupt übernommen werden können.

Welche Ursache können Verdauungsprobleme haben?

Einen Blähbauch, unruhigen Magen, Sodbrennen – solche Symptome sind weit verbreitet und vermutlich hat jeder Erwachsenen schon einmal eines oder mehrere darunter am eigenen Leib gespürt. Ursachen dafür können zahlreich sein.

  • Ernährung:
    Hastig eingenommene Mahlzeiten, fette Speisen, Zucker oder blähende Nahrungsmittel – die Ernährung spielt eine große Rolle und kann, wenn sie falsch oder einseitig ausfällt, zu Verdauungsproblemen führen.
  • Psyche:
    „Das schlägt mir auf den Magen“ – ein Satz den man oft hört, vor allem in unseren hektischen und von Stress belasteten Zeiten. Um den Körper vor den „Nebenwirkungen“ von Stress zu schützen, aktiviert er Kreislauf, Herz und Muskeln. Die Verdauung gerät zur Nebensache, denn sie kann nur im Ruhemodus aktiviert werden.
  • Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, Medikamente:
    Ob es Fructose, Laktose, Gluten oder eine andere Unverträglichkeit ist – unerkannt kann sie zu Verdauungsschwierigkeiten führen. Auch bestimmte Medikamente können zu Verstopfungen, Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen führen.
  • Krankheiten:
    Es gibt einige Krankheitsbilder, die die Verdauung aus dem Gleichgewicht bringen. Dazu zählt beispielsweise Morbus Crohn, Diabetes mellitus, aber auch eine Herzinsuffizienz kann zu Verdauungsproblemen führen.
  • Bewegungsmangel:
    Wer körperlich wenig Aktivität zeigt, hat öfter mit Verdauungsproblemen zu kämpfen. Übrigens führt auch mangelnde Flüssigkeitszufuhr sehr häufig zu Verstopfungen. Denn der Darm entzieht der Nahrung die Flüssigkeit, die er für den Stoffwechsel benötigt. Der Stuhl wird also härter, je weniger Flüssigkeit man zu sich nimmt.
  • Alter:
    Mit den Jahren verliert der Mensch an Mobilität und dies betrifft leider auch den Verdauungstrakt. Was man als junger Mensch noch sehr gut verdauen konnte – fettiges Essen, scharfe Gewürze, viele Süßigkeiten – kann mit zunehmendem Alter leider ganz schöne Verdauungsbeschwerden verursachen.
 

Durch welche Lebensmittel können Verdauungsprobleme hervorgerufen werden?

Die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln ist natürlich von Mensch zu Mensch verschieden. Dennoch gibt es einige Lebensmittel, die schwerer verdaulich sind und im Verdacht stehen, vermehrt zu Verdauungsproblemen zu führen.

Hierzu zählen:

  • Fettes Essen: Die Sonntags-Gans, Geburtstagstorte oder ein Fast-Food-Menü um die Ecke – an diesen Nahrungsmitteln hat der Körper wirklich lange was zu tun. Bis der Fettgehalt verarbeitet ist, vergeht viel Zeit und die Verdauung schreitet nur langsam voran.
  • Vollkornprodukte: Richtig, eigentlich gelten diese Produkte als gesund, weil darin viele Ballaststoffe enthalten sind. Gleichzeitig sind sie vielmals nicht wasserlöslich und müssen von den im Darm sitzenden Bakterien vergoren werden. Dadurch können Gase entstehen, die man als Blähungen oder auch Flatulenzen bezeichnet.
  • Bestimmte Gemüsesorten: Gemüse ist gesund, ohne Frage, doch gibt es einige Sorten, die nur schwer verdaulich sind. Das sind beispielsweise: Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, Pilze, Gurken, Hülsenfrüchte, Kartoffeln.
  • Obst: Vor allem Steinobst und unreife Früchte können Durchfall provozieren. Der enthaltene Fruchtzucker wird von den Darmbakterien gerne verarbeitet, es entstehen dadurch aber häufig Blähungen. Auch als getrocknetes Obst, ist es eher abführend und verursacht Durchfall.
  • Zuckerersatzstoffe: Da denkt man, man tut sich etwas Gutes, wenn man zu Nahrungsmitteln greift, die statt mit industriellem Zucker mit Zuckerersatzstoffen zubereitet werden. Doch dem ist nicht immer so. Beispielsweise wirken Sorbit und Xylit abführend und verursachen Blähungen.
  • Milchprodukte: Nicht nur Menschen mit einer Laktoseunverträglichkeit leiden nach mehr oder weniger großen Portionen an Milchprodukten unter Blähungen, Verstopfungen und/oder Durchfällen.

Wie wirkt sich eine ungesunde Lebensweise auf die Verdauung aus?

Alle Funktionen im Körper verlaufen nach einem sehr klaren Muster und jedes Organ hat seine Aufgaben. Dieses System ist sehr ausbalanciert und eine Störung macht sich schnell bemerkbar.

Der Verdauungsprozess wird beispielsweise vom Enterischen Nervensystem (ENS) gesteuert. Hierbei handelt es sich aus einem Geflecht von vielen Millionen Nervenzellen. Das Verdauungssystem ist das einzige Organ, das ohne eine Steuerung vom Gehirn funktioniert. Daher bezeichnet man das ENS auch gerne als „Bauchhirn“.

Doch obwohl es unabhängig arbeitet, gibt es eine direkte Verknüpfung mit dem Gehirn, über die Informationen ausgetauscht werden. Ist das Gehirn nun mit dem Abbau von Stress und Aufregung beschäftigt, kann dies als Fehlermeldung leider auch an den Verdauungstrakt vermittelt werden.

Übelkeit, Blähungen, Durchfall – das sind die möglichen Folgen. Und viele haben das vielleicht schon erlebt. Beispielsweise aus Aufregung vor einem sehr wichtigen Termin. Übrigens kann man solche Muster sehr häufig bei Kindern, die unter Schulstress leiden, erkennen. Sie klagen über Bauchweh, leiden häufig unter Magendruck. Durchfall oder Verstopfung sind ebenfalls nicht selten.

Die übermäßig belasteten Nerven können aber auch dafür sorgen, dass eine erhöhte Säureproduktion in Gang gesetzt wird. Sodbrennen und Aufstoßen können nun mögliche und unangenehme Folgen sein.

Laufen die Muskelkontraktionen, die den Speisebrei normalerweise in einem gewissen Tempo durch den Darm leiten, unkontrolliert ab, kann dies zu Durchfall, Verstopfungen, aber auch Krämpfen führen.

Sind Motilitätsstörungen als Ursache von Verdauungsproblemen zu verzeichnen?

Unter Motilitätsstörungen versteht der Mediziner Bewegungsstörungen des Magen-Darm Trakts. Diese treten entweder einzeln auf oder in Kombination mit anderen Beschwerden. Betroffen können neben der Speiseröhre auch der Magen und die verschiedenen Teile des Darms sein.

Die Symptome können von Schluckbeschwerden über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall aber auch Verstopfung reichen und zeichnen sich schlimmsten Fall durch darmverschlussähnliche Beschwerden aus.

Ursache ist eine nicht reibungslos laufende Muskulaturbewegung der Magen-Darm Passage.

Diese ist aber wichtig, um die Nahrung in die jeweiligen Teile des Verdauungsapparats zu befördern und mit den Magensäften gut zu durchmischen. Die Magen-Darm-Muskulatur sorgt hierbei für wellenartige Kontraktionen.

Gesteuert werden diese Bewegungen vom Enterischen Nervensystem. Sind die Muskeln durch Stress, falsche Ernährung oder aus anderen Gründen zu den notwendigen Kontraktionen nicht – oder nicht ausreichend – in der Lage, können Verdauungsprobleme die Folge sein.

Solche Motilitätsstörungen werden häufig mit folgenden Krankheitsbildern in Zusammenhang gebracht:

  • Reizmagen
  • Reizdarm
  • Depressionen – in deren Folge Antidepressiva eingesetzt werden
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Diabetes
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Multiple Sklerose

Die Folge dieser Motilitätsstörungen können sein:

  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Magenschmerzen
  • Magenkrämpfe
  • Blähungen
  • Verstopfungen
  • Durchfall

Im schlimmsten Fall kann es zu einem Darmverschluss kommen.

Sollten Sie bei sich einen Darmverschluss vermuten, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen!

Verdauungsprobleme nach dem Essen – wann spricht man von einer Dyspepsie?

Unter einer Dyspepsie versteht man immer wieder auftretende Verdauungsbeschwerden.

Der medizinische Begriff „funktionelle Dyspepsie“ wird umgangssprachlich auch gerne „Reizmagen“ genannt.

Von gelegentlichen bis häufigen Verdauungsbeschwerden sind übrigens fast ein Viertel der Erwachsenen betroffen. Allerdings sollte man dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen und dabei untersuchen, ob den Verdauungsproblemen nicht andere organische Ursachen zugrunde liegen.

Welche Symptome gehen mit Verdauungsproblemen einher?

Der Begriff „Verdauungsprobleme“ umfasst eine Menge Symptome, die einzeln oder in Kombination häufig auftreten. Ihr Auftreten erfolgt mit oder kurz nach der Nahrungsaufnahme, kann aber auch zeitlich verzögert sein.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen:

  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Völlegefühl
  • Sättigungsgefühl
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Krämpfe
  • Magenschmerzen
  • Brennen am Brustbein

Es gibt allerdings auch weniger spezifische Beschwerden, beispielsweise

  • Leistungsschwäche
  • Reizblase
  • Schwitzen
  • Schlaflosigkeit
  • Herzschmerzen

Wann lässt Übelkeit auf ein Verdauungsproblem schließen?

Ein zu fettes Essen, zu viel rotes Fleisch oder Gewürze, die man nicht gewohnt ist – Übelkeit kann viele Ursachen haben.

Sollten Sie feststellen, dass das Gefühl regelmäßig nach dem Essen auftritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen.

Kommt auch noch Erbrechen hinzu, sollte dies unbedingt beobachtet werden, weil dem Körper dadurch wichtige Nährstoffe und Flüssigkeit in hohen Mengen entzogen werden und weitere Krankheitsbilder die Folge sein könnten.

Bauchschmerzen und Magenkrämpfe – wann lassen sie auf ein Problem mit der Verdauung schließen?

Manche Speisen – das kennt man vielleicht vor allem nach den Feiertagen – liegen einfach länger im Magen. Hier sind es häufig fette Nahrungsmittel, die einfach schwerer verdaulich sind. Sollten Sie jedoch nach einer normalen Mahlzeit regelmäßig mit Bauchschmerzen und / oder Magenkrämpfen zu kämpfen haben, scheint mit Ihrem Verdauungssystem etwas nicht in Ordnung zu sein.

Klären Sie mit Ihrem Arzt mögliche Ursachen ab und vermeiden Sie Nahrungsmittel, die schwer verdaulich sind (Liste siehe oben).

Kommen Blähungen durch Verdauungsprobleme?

Diese Frage kann man mit einem klaren Ja beantworten. Zunächst: Blähungen – auch Flatulenzen genannt – sind normal und wirklich jeder hat gelegentlich Winde im Darm, die abgehen.

Bei der Verdauung entstehen Gase – beispielsweise Kohlendioxid, während Magen- und Fettsäuren neutralisiert werden. Meist gelangen diese Gase in den Blutkreislauf und werden abtransportiert. Andere Gase entweichen durch den Darm.

Den Geruch nehmen Sie durch die verschiedenen Bakterien im Darm an, die sowohl geruchsarme als auch geruchsintensive Gase bilden können.

Wer sich nun falsch oder einseitig ernährt, kann unter der übermäßigen Gasproduktion leiden. Vor allen Dingen Proteine, Ballaststoffe, aber auch rohes Gemüse und Kohlsorten können zu vermehrten Flatulenzen führen.

Entsteht ein Völlegefühl durch Verdauungsprobleme?

Sich nach einem deftigen Essen genussvoll zurücklehnen, über den Bauch zu streicheln und eine innere Wärme zu verspüren – das ist vermutlich die angenehmste Form des Völlegefühls.

Häufig geht sie mit dem Bild der Familie an einer lang gedeckten Tafel nach einem köstlichen Essen einher – Mamas Sonntagsbraten eben.

Gelegentlich – vor allem vor diesem Hintergrund – ist so ein Völlegefühl auch vollkommen normal. Der Körper signalisiert: Ich habe genug, ich brauche erstmal eine Pause, bis ich das hier verarbeitet habe.

Doch kehrt dieses Gefühl immer wieder, auch ohne, dass große oder fettige Portionen vertilgt wurden, kann dies ein Hinweis auf eine verlangsamte Darmpassage sein.

Ob eine Hormonumstellung – beispielsweise in den Wechseljahren – Rauchen, zu wenige Ballaststoffe oder eine Schwangerschaft, die auf den Magen drückt – für eine verminderte Muskelaktivität im Darm gibt es zahlreiche Gründe. Diese führt dann zu bisweilen schmerzhaften Verdauungsproblemen.

Allerdings können für diese wiederkehrenden Beschwerden auch andere Krankheiten Auslöser sein.

Beispielsweise:

  • Gastritis
  • Magengeschwür
  • Diabetes
  • Magenlähmung
  • Intoleranzen

Daher raten wir bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, der die Ursachen abklärt und gegebenenfalls zu einer Magen- und /oder Darmspiegelung rät, um sich ein genaues Bild machen zu können.

Was versteht man unter Obstipation (Verstopfung)?

Nur, weil der Stuhlgang ein paar Tage ausbleibt, spricht man noch nicht automatisch von einer Obstipation, dem medizinischen Begriff für eine Verstopfung. Denn jeder Mensch hat, auch abhängig von seinen Essgewohnheiten, eine andere Stuhlgang-Häufigkeit.

Von einer normalen Frequenz spricht man beispielsweise von drei Mal täglich bis drei Mal wöchentlich. Seltener sollte sich der Darm nicht entleeren.

Ist der nun selten auftauchende Stuhl sehr hart und kann nur unter starkem Pressen aus dem Körper herausbewegt werden, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es sich um eine Obstipation handelt.

Diese geht bei den Betroffenen oft mit weiteren Symptomen, wie Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen, einher.

Man sollte allerdings auch unterscheiden, ob es Ursachen für eine mittelfristige Verstopfung geben könnte. Das könnte auch ausgelöst werden durch:

  • Reisen: Fremde Länder, fremde Sitten, fremdes Essen. Eine Nahrungsumstellung kann den Darm erst einmal vor eine große Herausforderung stellen. Darüber hinaus fällt es vielen Menschen schwer, sich in ungewohnter Umgebung – möglicherweise auch durch eine gestörte Privatsphäre – zu entleeren. Doch diese Verstopfung sollte nicht von allzu langer Dauer sind und von selbst wieder verschwinden.
  • Bettlägerigkeit: Patienten, die nach einem Unfall oder Eingriff längere Zeit das Bett hüten müssen, klagen ebenfalls über Verstopfungssymptome. Die mangelnde Mobilität schlägt sich auch auf die Verdauung nieder. Darum sollten Betroffene auch eher leichte Kost zu sich nehmen, die leicht verdaulich ist.

    Zusätzlich können bestimmte Medikamente den Stuhlgang verzögern. Beispielsweise Antidepressiva, Medikamente gegen Sodrennen, Cholesterin-Hemmer, Opiate, die als Schmerzmittel eingesetzt werden, Blutdruckmedikamente.

    Sollten Sie eines der Medikamente regelmäßig einnehmen und eine Verstopfung bei sich feststellen, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Manchmal reicht es schon den Hersteller zu wechseln, eine Dosierung zu verändern oder begleitende Maßnahmen zu ergreifen, die die Verdauung wieder anregen.
  • Pseudo-Verstopfung: Wer seinen Darm bei einer Darmreinigung geleert hat oder nach der Fastenzeit wieder mit Essen begonnen hat, muss sich nicht wundern, wenn der Stuhlgang ein paar Tage länger auf sich warten lässt. Der Darm ist leer und muss erst wieder mit Nahrung gefüllt werden.

    Bei folgenden Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen:
  • Kein Stuhlgang, länger als vier Tage
  • Blutiger Stuhl
  • Starke Bauchkrämpfe

Welche Folgen kann eine schlechte Verdauung auf Körper und Organismus haben?

Neben den bereits begleitenden Beschwerden wie krampfhaften Schmerzen und Blähungen, beeinträchtigt eine schlechte Verdauung den gesamten Organismus und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich Betroffene immer weiter zurückziehen, um peinliche Situationen, wie unkontrollierten Stuhlgang oder Abgang von Blähungen in der Öffentlichkeit, zu vermeiden.

Weitere Folgen können sein:

  • Leistungsabfall
  • Kopfschmerzen, die sich bis zu Migräne ausweiten können
  • Rückenschmerzen – weil der Enddarm überfüllt ist und auf die Muskulatur der Lendenwirbelsäule drückt
  • Schlechtes Hautbild – weil Giftstoffe zu lange im Körper verbleiben und verstärkt über die Haut hinausbefördert werden
  • Hämorriden – weil der Druck auf den Darmausgang zu hoch wird

Kann eine Verstopfung chronisch werden?

Ja. Von einer chronischen Verstopfung spricht man, wenn mindestens drei Monate lang der Stuhlgang unbefriedigend erfolgt – dies entspricht zwar einer subjektiven Wahrnehmung, aber es lässt sich keine genaue Definition dafür anbringen.

Begleitet wird diese unbefriedigende Stuhlentleerung von mindestens zwei weiteren Faktoren. Hierzu zählen:

  • starke Presskraft, während des Erleichterns
  • klumpiger oder harter Stuhl
  • das Gefühl der nicht vollständigen Darmentleerung
  • das Gefühl der Blockade am Enddarm
  • das Bedürfnis bei der Stuhlentleerung mit der Hand nachzuhelfen
  • weniger als drei Stuhlgänge wöchentlich

Wie kann ich meine Verdauung wieder in Schwung bringen?

Die Verdauung wieder in den Schwung zu bringen, kann sowohl akute als auch chronische Verdauungsprobleme verbessern, beziehungsweise gänzlich auflösen. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Methoden vorstellen, wie Sie das am besten umsetzen können.

Mit der richtigen Ernährung die Verdauung anregen

Da die Aufgabe der Verdauung darin besteht, die Nahrung zu verarbeiten, kann hier bereits der wichtigste Hebel zur Verbesserung der Beschwerden angesetzt werden.

Ernähren Sie sich

  • mit vielen Ballaststoffen, Obst, Gemüse, Vollkornprodukten – fettarme Kost ist für den Darm leichter zu verdauen. Ballaststoffe und Rohkost regen die Muskelkontraktionen an.
  • Versuchen Sie sich an die täglich empfohlene Trinkmenge von zwei Litern zu halten. Tee, stilles Wasser, ungesüßte Getränke sollten dabei die Hauptmenge ausmachen.
  • Planen Sie ausreichend Zeit für die Nahrungsaufnahme ein und vermeiden Sie hektisches Schlingen. Kauen Sie dabei, wie bereits erwähnt, jeden Bissen sorgfältig durch.

Verdauung anregen durch Hausmittel – welche Mittel sind empfehlenswert?

Schon in der Küche kann man zu Zutaten greifen, die der Verdauung dienen oder Blähungen, Verstopfungen und Völlegefühl entgegenwirken können. Zu diesen Lebensmitteln gehören:

  • Anis
  • Artischocken
  • Brennessel
  • Chicorée
  • Fenchel
  • Ingwer
  • Kamille
  • Kümmel
  • Majoran
  • Pfefferminze
  • Rosmarin

Mit folgenden Hausmitteln soll ebenfalls die Verdauung angeregt werden – probieren Sie es doch einfach mal aus, schaden wird es in keinem Fall:

  • Nach dem Aufstehen ein Glas Wasser – möglicherweise mit Zitronensaft vermischt – führt bei vielen zur Auslösung des Stuhlgangs.
  • Ein Kaffee löst ebenfalls häufig den Stuhlgang aus. Er darf gerne stark sein, Sie sollten aber kein gewohnheitsmäßiger Kaffeetrinker sein.
  • Pflaumen und anderes Steinobst können den Reflex ebenfalls auslösen. Eventuell auch getrocknet. Dann ist es ideal, wenn Sie das Obst über Nacht in Wasser einweichen lassen und am Morgen Obst und Wasser zu sich nehmen.
  • Leinsamen, Flohsamen, Kleie – diese quellen im Darm auf und vergrößern damit nicht nur das Volumen des Stuhls im Darm  und machen ihn weicher, sondern schwemmen auch festsitzende Reste mit aus.

Leichte Massagen bei leichten Verdauungsproblemen

Massagen können den Darm in seiner Aktivität anregen. Dazu bedarf es ein wenig Zeit und ein wenig Geschick. Ist beides vorhanden, können Bauchmassagen Verdauungsprobleme abschwächen oder gänzlich auflösen.

Wir haben eine kleine Anleitung, wie Sie sich eine wohltuende Bauchmassage verabreichen können:

  • Legen Sie sich auf einer weichen Unterlage auf den Rücken.
  • Schieben Sie Ihr Oberteil so weit nach oben, dass der Bauch frei liegt.
  • Legen Sie Ihre Hände zu einem Dreieck um Ihren Bauchnabel.
  • Starten Sie mit der rechten Hand und bewegen Sie gegen den Uhrzeigersinn auf der Stelle. Üben Sie dabei keinen Druck aus, sondern verschieben Sie lediglich die oberste Hautschicht.
  • Versuchen Sie eine bewusste Atmung anzuwenden, indem Sie die Luft beim Einatmen durch die Nase tief in den Bauch schieben. Dieser wölbt sich unter der Menge nach außen.
    Beim Ausatmen, lassen Sie die ganze Luft aus dem Körper, atmen durch den offenen Mund und zwar so, als würden Sie einen Spiegel anhauchen. Ziehen Sie dabei den Bauch schön tief ein.
  • Nach einer Minute wechseln Sie die Richtung und massieren nun im Uhrzeigersinn eine weitere Minute bei gleicher Atmung.
  • Wechseln Sie nun die Hand und folgen mit der linken Seite den oben ausgeführten Anweisungen.
  • Sollten Sie ausreichend Zeit und vor allem Lust haben, können Sie die Position der Hände auf Ihrem Bauch auch verschieben und weiter unten, seitlich oder auch im Oberbauch-Bereich die Massage anwenden.

Durch die Massage wird die Verdauung angeregt und Schadstoffe werden schneller und besser abtransportiert. Nährstoffe gelangen schneller in den Organismus, Blähungen gehen früher ab, die Eigendynamik des Darms wird wieder gefördert, Spannungen werden abgebaut und führt zu einem allgemeinen Wohlbefinden.

Sie können für die Massage auch eine Hautcreme oder Öl verwenden. Wenn Sie beruhigende Duftstoffe hinzufügen, ist das wie eine Wellness-Auszeit zwischendurch. Wann Sie die Massage durchführen, ist Ihnen überlassen. Ideal ist es am Morgen vor dem Aufstehen.

Diese Massage eignet sich auch für Ungeübte. Sie können nichts verkehrt machen, solange Sie nicht zu starken Druck ausüben und sich bei der Behandlung  wohlfühlen.

Das können Sie noch gegen Verdauungsprobleme tun

  • Unterdrücken Sie den Stuhlgang nicht.
  • Lassen Sie sich beim Gang auf die Toilette ausreichend Zeit.
  • Versuchen Sie sich an einen regelmäßigen Gang auf die Toilette zu gewöhnen – beispielsweise morgens nach dem Kaffeetrinken. Bleiben Sie ein paar Minuten sitzen, auch, wenn nichts passiert. Manchmal gewöhnt sich der Darm an diese festen Zeiten.
  • Machen Sie Entspannungsübungen – vor allen Dingen in stressigen Zeiten. Denn wie erwähnt, schaltet der Darm auf Sparflamme, wenn die Energie an anderer Stelle gebraucht wird.
  • Bringen Sie sich in Schwung. Während sich viele nach einem reichhaltigen Essen nach einem Verdauungsschläfchen sehnen, ist davon eher abzuraten. Der Speisebrei wird aus dem Magen im Liegen langsamer in den Darm transportiert, saures Aufstoßen ist so leichter möglich.
    Im Gegenteil also: Bewegung fördert die Verdauung. Hier ist nicht die Rede von einem aktiven Sportprogramm, sondern eher von einem zügigen Spaziergang. Das kurbelt den Kreislauf an und fördert die massierenden Bewegungen des Magens und des Darms. Damit kann der Speisebrei schneller weitergetragen und verdaut werden.

Mythos Verdauungsschnaps

„Jetzt ein Schnäpschen zur Verdauung“ – dieser Ruf kommt gerne, gerade nach fettigen und deftigen Gerichten. Doch handelt es sich bei dem Schnäpschen nicht unbedingt um etwas, das tatsächlich auch der Verdauung und dem Magen bekommt.

Tatsächlich kann ein Schnaps nach dem Essen helfen. Allerdings nur, wenn es sich um einen Schnaps aus Kräutern handelt, der ausreichend Essenzen aus verdauungsfördernden Zutaten hat. Da aber Alkohol den Verdauungsprozess verlangsamt, ist von diesem „Heilmittel“ eher abzusehen.

Darüber hinaus reizt Alkohol die Magenschleimhäute und kann somit weitere Beschwerden auslösen.

Wann sollte man bei Verdauungsproblemen zum Abführmittel greifen?

Benötigen Sie akut Hilfe gegen Verdauungsbeschwerden, kann ein klassisches Abführpräparat das Mittel der Wahl sein. Mit ihm wird es Ihnen gelingen, den Darm schnell zu entleeren. 

Doch wir möchten an dieser Stelle unbedingt zur Vorsicht mahnen: Entlasten Sie Ihren Darm häufiger durch Abführmittel, wird er seine ohnehin schon reduzierte Bewegung noch weiter zurückfahren – schließlich nimmt ihm ja jemand die Arbeit ab.

Die Gefahr besteht also, dass die Verstopfungen anschließend noch ausgeprägter sind, als vor der Einnahme von Abführmitteln. Daher sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt klären, über welchen Zeitraum, er so eine Maßnahme empfiehlt.

Hilft eine Darmreinigung gegen Verdauungsprobleme?

Im Darm werden die meisten Nährstoffe verstoffwechselt. Leider lagern sich hier aber auch die Stoffe ab, die nicht aufgenommen werden sollten. Diese Schadstoffe nisten sich dann gerne in den Falten des Darms ein und trocknen dort fest. Das beeinträchtigt nicht nur die Darmflora, sondern auch die Verdauung.

Eine Darmreinigung kann hierbei belastende Nahrungsreste schnell abführen und die Verdauung anschließend wieder ihre normale Tätigkeit aufnehmen lassen.

Lesen Sie alle Informationen über die Darmreinigung in unserem Ratgeber.

Hilft der Aufbau einer gesunden Darmflora bei Verdauungsproblemen?

Eine Darmreinigung ist der erste Schritt, doch leider sitzt das Problem manchmal etwas fester. Denn bei einer Darmreinigung können letztendlich nicht alles alten Stoffe ausgeschwemmt werden. Hierzu bedarf es einer sogenannten Darmsanierung.

Dies ist eine Darm-Regenerierung, die in mehreren Schritten verläuft. Zu Beginn steht auch hier die Darmreinigung. Anschließend wird mit quellenden Ballaststoffen auch den hartnäckiger verbleibenden Resten der Kampf angesagt.

Sind alle Schadstoffe aus dem Darm ausgeschwemmt, kann man mit Hilfe von probiotischen Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, die Darmflora wieder aufbauen.

Gerade begleitend oder nach der Einnahme von Medikamenten oder nach sehr stressigen Zeiten – die eventuell mit einseitiger und fettiger Ernährung einhergehen – kann so eine Darmsanierung sehr sinnvoll sein und Verdauungsprobleme beseitigen, beziehungsweise vorbeugen.

Wie Sie eine Darmsanierung langfristig angehen und, was Sie darüber wissen sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Darmsanierung

Zum anschließenden Aufbau der Darmflora, lesen Sie unseren Ratgeber zum Thema Probiotika.

So kann man bei Kindern und Babys die Verdauung anregen

Für Kinder und Babys gelten nicht so viele andere Möglichkeiten, um die Verdauung anzuregen. Die Ernährung sollte – so die Säuglinge nicht mehr gestillt oder mit Folgemilch ernährt werden – abwechslungsreich sein.

  • Breikost entlastet den Magen und den Darm.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, um den Stuhl weich zu halten.
  • Bewegung ist auch für Kinder unabdingbar, um die Verdauung in Schwung zu bringen.
  • Wenig Zucker, denn dieser macht die Verdauung träge.  
 

Wie kann ich Verdauungsproblemen vorbeugen?

Nicht nur um die Nahrung zu verarbeiten, sondern für das gesamte System Mensch, ist eine funktionierende Verdauung wichtig. Sie ist für das Wohlbefinden existentiell und steuert viele wichtige Prozesse im Körper. Daher sollten Sie unbedingt ein Auge darauf haben, dass Sie alles für eine gute Verdauung tun.

Darmflora aufbauen: Eine gesunde Darmflora ist die Basis einer guten Verdauung

Als Darmflora bezeichnet man die Bakterien, die im menschlichen Darm angesiedelt sind. Sie sind eine Mikroorganismus-Gemeinschaft, die für zahlreiche Prozesse im menschlichen Organismus zuständig sind:

Dazu zählt:

  • Verdauung und Verstoffwechselung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Neutralisierung schädlicher Substanzen
  • Unterstützende Wirkung von Medikamenten

Wenn diese Flora in einem guten Gleichgewicht steht, also die beteiligten Bakterien in ausreichender Anzahl vorhanden sind, dann ist die Basis für eine gute Verdauung geschaffen.

Wenn aber durch falsche Ernährung, Stress, Medikamente oder andere Einflüsse, die Darmflora gestört wird, können schlechte Bakterien und Pilze sich ungehemmt ausbreiten und für Probleme innerhalb der Verdauung sorgen.

Alles zum Thema Darmflora und wie man sie bewusst aufbauen kann, lesen Sie in unserem Darmflora-Ratgeber.

Richtig kauen, gut verdauen

Verdauung beginnt im Mund. Daher ist es essentiell für die Verdauung, die Nahrung gut zu kauen und nicht hastig zu schlucken. Denn je zerkleinerter die Speise bereits im Magen ankommt, umso weniger Energie muss dort aufgebracht werden, um sie zu zersetzen. Außerdem befinden sich im Speichel Enzyme, die beginnen, die Nahrung aufzuspalten.

Ein gutes Beispiel ist dafür Brot: wenn es lange genug gekaut wird, erhält es einen süßlichen Geschmack, denn es werden Kohlehydrate aufgespalten.

40 bis 50 mal – so lautet die Empfehlung – sollten Sie jeden Biss zerkauen, bevor sie ihn schlucken. Dies hat dann auch den positiven Nebeneffekt, dass Sie das Sättigungsgefühl früher spüren und damit weniger Nahrung zu sich nehmen. Das wird übrigens auch auf der Waage nicht unbemerkt bleiben.

Nun sind 40 mal kauen auch eine ganz schöne Leistung. Fangen Sie doch mit 10 mal an und steigern sich langsam.

Ausreichend trinken – aber zur richtigen Zeit

Hieß es früher noch: Nicht zum Essen trinken, das verdünnt die Magensäure, weiß man heute, dass das Blödsinn ist. Richtig ist, dass der pH-Wert der Magensäure minimal beeinflusst wird, aber noch immer sauer genug ist, um die Speisen zu zersetzen.

Doch viel Flüssigkeit ist gut, damit der Stuhl weich bleibt. Denn der Darm entzieht der Nahrung Flüssigkeit, das kann zu einem harten Stuhl und damit Verdauungsproblemen führen. Allerdings bezieht sich dieser positive Effekt auf ungezuckerte und antialkoholische Getränke.

Wann sollte ich bei Verdauungsproblemen einen Arzt aufsuchen?

Sollten Sie unter langanhaltenden Verdauungsproblemen leiden, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Hierzu zählen

  • übermäßige Blähungen
  • anhaltende Übelkeit oder Erbrechen
  • verminderter Stuhlgang über einen längeren Zeitraum
  • Durchfall

Sollten Sie vier Tage keinen Stuhlgang gehabt haben und nicht gerade eine Fastenkur machen oder eine Darmreinigung vorgenommen haben, empfehlen wir ebenfalls den Arzt aufzusuchen.

Auch lang anhaltende Schmerzen, Sodbrennen oder Krämpfe sollten bei einem Fachmann abgeklärt werden.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Meinungsforschungsunternehmen FORSA im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (2015): 7 von 10 Bundesbürgern leiden gelegentlich unter Magen-Darm-Beschwerden. https://www.abda.de/pressemitteilung/7-von-10-bundesbuergern-leiden-gelegentlich-unter-magen-darm-beschwerden/
By |2020-05-12T17:55:54+02:003. Dezember 2018|Verdauung, Verdauungsbeschwerden|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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