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///Darmsanierung: Wie stelle ich mein Darmgleichgewicht wieder her?

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Darmsanierung: Wie stelle ich mein Darmgleichgewicht wieder her?

Der Darm ist im menschlichen Körper eines der wichtigsten Organe. Acht Meter ist er im Schnitt bei einem Erwachsenen lang und durch ihn muss – im wahrsten Sinne – alles hindurch. Seine Aufgabe ist es, vor allem die Nährstoffe aus der Nahrung zu ziehen und zu verdauen.

Aber nur wenige wissen, dass sich im Darm ein Großteil der Immunzellen befinden und viele Abwehrreaktionen hier ihren Ursprung haben. Um so wichtiger ist es, den Darm gesund und vital zu halten. Doch Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten, Alkohol und Medikamente können das Darmklima beeinträchtigen und empfindlich stören.

Die Folge können Krankheiten und krankhafte Symptome sein. Um den Darm von Schadstoffen zu befreien, bietet sich eine sogenannte Darmsanierung an. In drei Schritten wird der Darm dabei gesäubert, Giftstoffe werden ausgeleitet und die Darmflora anschließend wieder aufgebaut.

Wir erklären Ihnen, wann eine Darmsanierung sinnvoll ist, wie sie durchgeführt wird und was Sie dabei beachten sollten.

Was ist der Unterschied zwischen einer Darmsanierung und einer Darmreinigung?

Eine Darmsanierung ist eine Therapieform, die in der Naturheilkunde ihre Wurzeln hat. In mehreren Schritten wird hier der Darm geleert, von schädlichen Bakterien und anderen Giftstoffen gesäubert und anschließend der Aufbau eines gesunden Milieus aktiv unterstützt.

Eine Darmsanierung kann vor allem nach der Einnahme von Medikamenten, zu Beginn einer Ernährungsumstellung, als Entlastungstage nach der Weihnachtszeit oder bei Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Darmtätigkeit – Blähungen, Bauchweh, Verstopfungen – hilfreich sein. Für so eine Kur sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, sie ist aber unbedingt mit dem normalen Alltag zu verbinden.

Eine Darmreinigung hingegen ist eine schnelle Säuberung. Hierfür werden Abführmittel oder Einläufe angewendet, nach denen sich der Darm vollkommen entleeren soll. Eine Darmreinigung kann während einer Darmsanierung vorgenommen werden.

Allerdings gibt es auch andere Ursachen, die so einen Vorgang begründen – beispielsweise Verstopfung, eine anstehende Darmspiegelung oder ein anderer medizinischer Eingriff. Bei einer Darmreinigung gibt es keine Gelegenheit, der Nahrung das Wasser zu entziehen, es sollte also unbedingt viel getrunken werden. Es ist nicht zu empfehlen, eine Darmreinigung regelmäßig in kurzen Abständen durchzuführen.

 

Wann ist eine Darmsanierung für mich sinnvoll?

Der Begriff „Bakterium“ mag manchen in die Irre führen – denn eigentlich hört man ihn meist im negativen Sinne, der einen Rückschluss auf eine Krankheit zulässt. Tatsache ist aber, dass es ausgesprochen gute und sogar lebensnotwendige Bakterien gibt, die meisten von ihnen befinden sich im Darm, wo sie für die Verdauung benötigt werden. Hier siedeln bis zu 1.000 verschiedene Bakterienstämme an, die insgesamt wiederum etwa 100 Billionen Bakterienzellen aufbringen.

Neben der Verdauung sind die Bakterien auch für den Schutz des Immunsystems zuständig. Denn die vielen Keime, Viren und schlechten Bakterien, denen wir durch Nahrung, Luft oder den Kontakt mit anderen Menschen ausgesetzt sind, werden bei einer vitalen und gesunden Darmtätigkeit unschädlich gemacht und können unsere Gesundheit nicht belasten. Die körpereigene Abwehr wird gestärkt und Krankheitserreger können sich nicht ausbreiten.

Dies ist aber nur möglich, wenn die Darmflora, also das Milieu des Darms, im Gleichgewicht ist. Doch die moderne Ernährungsweise führt dazu, dass wir zu wenige Ballaststoffe, zu viel ungesundes Fett und Zucker zu uns nehmen. Das natürliche und gesunde Darmklima kann nicht aufrecht erhalten werden. Es drohen Verschlackungen und negative Einflüsse wie Stress, Nikotin und Alkohol tun ein weiteres, um die Darmflora zu belasten. Eine Situation, die, so sehen es Fachleute, Auslöser für viele Krankheiten sein kann.

Die Darmsanierung ist, rein schulmedizinisch betrachtet, keine anerkannte Therapieform. Dennoch sind sich Fachleute einig, dass ein gesunder Darm dem allgemeinen Wohlbefinden dienen kann.

Zu den klassischen Beschwerden, bei denen Sie eine Darmsanierung zumindest als Möglichkeit zur Verbesserung in Betracht ziehen sollten, gehören Verdaungsprobleme, Blähungen, Reizdarm-Symptome und Pilzinfektionen.

Wenn also das Darmklima aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann eine Darmsanierungskur durchaus sinnvoll sein und Besserung bringen.

Symptome: Wie erkenne ich ein Ungleichgewicht meiner Darmflora?

Klassische Beschwerden, wenn der Darm im Ungleichgewicht ist, sind Blähungen, Verstopfungen oder Bauchschmerzen. Schon aus Kindertagen weiß man, dass ein bisschen Schonkost hier schnell Abhilfe schaffen kann.

Doch es gibt darüber hinaus zahlreiche andere Beschwerden, die zunächst nicht vermuten lassen, dass eine gestörte Darmflora der Auslöser sein könnte, weil sie ganz andere Regionen des Körpers betreffen.

Mögliche Symptome für eine gestörte Darmflora können sein:

  • Durchfall
  • Völlegefühl
  • Reizdarm, bzw. Reizdarmsyndrom
  • Krämpfe
  • Saures Aufstoßen
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Reizbarkeit
  • Schlafprobleme
  • Abgeschlagenheit
  • Nervosität
  • Unangenehmer Körper- oder Mundgeruch
  • Gelenkschmerzen
  • Starke Gewichtszunahme
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Erhöhter Blutdruck
  • Pilzinfektionen
  • Chronische Blasenentzündungen

Allerdings können auch auffällig unangenehme Gerüche in Urin und Kot darauf hindeuten, dass die Darmflora im Ungleichgewicht ist.

Was sind die Ursachen für eine gestörte Darmflora?

Der Ausspruch „das schlägt mir auf den Magen“ kommt nicht von ungefähr. Stress, falsche Ernährung, Bewegungsmangel – das sind nur einige Ursachen, die zu einer gestörten Darmflora führen können. Gestört bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die wichtigen Darmbakterien ihre Arbeit nicht, nicht vollständig oder nur im Ungleichgewicht ausführen können.

Man kann sich den Darm als Schutzpolizei für den Organismus vorstellen. Kommen Nahrungsmittel in dieses System, filtert der Darm die guten heraus und leitet sie in die Blutbahn weiter. Die schlechten Stoffe werden im Idealfall mit Schleim umschlossen, damit sie nicht durch die Darmwand in den Organismus geraten. Geraten nun zu viele schädliche Stoffe in den Darm, kann er dieser Funktion nicht mehr ausreichend nachkommen.

Die Schadstoffe setzen sich an der Darmwand ab und verhärten dort. Andere geraten in den Organismus und führen zu einer Übersäuerung. Schädliche Bakterienstämme können sich besser und ungehindert ausbreiten und das Darmklima gerät ins Ungleichgewicht.

Aber auch die Einnahme von Medikamenten – hier allen voran seien Antibiotika genannt, können die Darmflora negativ beeinflussen. Denn diese Arzneimittel haben die Aufgabe, Bakterienstämme, die dem Körper Schaden zufügen, zu vernichten.

Da aber das Antibiotikum nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden kann und häufig eine sogenannte „Breitband-Wirkung“, also eine möglichst umfassende Wirkung, hat, werden auch die Bakterien vernichtet, die der Körper zur Verstoffwechselung dringend benötigt.

In der Folge dieser gestörten Darmflora kann es zu unangenehmen Beschwerden bis hin zu Folgeerkrankungen kommen

Hilft eine Darmsanierung auch bei einem Reizdarm?

Ein Reizmagen ist die umgangssprachliche Bezeichnung für „funktionelle Dyspepsie“. Es handelt sich um chronische Schmerzen, für deren Auftreten andere gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen werden können.

Die Ursachen des Reizmagens sind noch unbekannt. Stress, Ärger und Infektionen stehen häufig in einem Zusammenhang. Auch können schlechte Ernährungsgewohnheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Alkohol, Nikotin und Koffein als Verursacher in Betracht gezogen werden.

Zu den Symptomen des Reizmagens gehören unter anderem Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen, Übelkeit, Aufstoßen und ein schnelles Völlegefühl. Halten diese Beschwerden über einen Zeitraum von etwa drei Monaten an und es können weiterhin andere Ursachen ausgeschlossen werden, sprechen Mediziner häufig von einem Reizdarm.

Eine Sanierung des Darms kann dazu beitragen, dass die Symptome abklingen und ganz verschwinden. Demnach ist eine Darmsanierung bei Reizdarm durchaus eine Therapie, die Sie in Erwägung ziehen sollten.

Sollten Sie an einem Reizdarm leiden, dann lesen Sie bitte auch unseren Ratgeber Reizdarm: Symptome und Maßnahmen. Hierin erfahren Sie die Ursachen für einen Reizdarm, woran Sie ihn erkennen und was Sie dagegen tun können.

Ist eine Darmsanierung nach der Einnahme von Antibiotika sinnvoll?

Diese Frage kann man, aus Sicht der Naturheilkundler, mit einem klaren „Ja“ beantworten. Abhängig davon, wogegen die Antibiotika verabreicht wurden, werden im Körper bestimmte Bakterien angegriffen. Doch das Antibiotikum kann nicht zwischen nützlichen und guten oder schädlichen Bakterien unterscheiden.

Forscher des Swedish Institute for Infectious Disease Control konnten anhand einer Studie belegen, dass schon eine siebentägige Behandlung mit einem Antibiotikum die Zahl der Resistenzgene in der Darmflora drastisch erhöht. Darüber hinaus konnten sie auch noch zwei Jahre nach Ende der therapeutischen Maßnahme nachgewiesen werden.1

Auch ein sogenanntes Mausmodell konnte belegen, dass verabreichte Antibiotika die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussten.2

Demnach töten vor allem sogenannten Breitband-Antibiotika viele Bakterienstämme im Körper ab. Geht man davon aus, dass mit einer Darmsanierung der Darm gesäubert und Giftstoffe ausgeleitet werden, um anschließend mit probiotischen Bakterien wieder aufgebaut zu werden, macht dies geradezu Sinn, nachdem das Antibiotikum viele Bakterienstämme abgetötet hat.

Allerdings sind die positiven Effekte einer Darmsanierung noch nicht ausreichend analysiert, als dass die Schulmedizin eine Darmsanierungskur empfehlen würde.

Was kann eine Darmsanierung bewirken?

Die Naturheilkunde hält die Darmsanierung aus vielerlei Gründen für eine effektive Therapie zur Behebung von diversen Beschwerden. Da der Darm, wie bereits erwähnt, das größte Verdauungsorgan ist, sollte das Klima dort ausgeglichen und gesund sein.

Für das Klima verantwortlich sind eine Vielzahl von Bakterien, die für den Stoffwechselprozess wichtige Aufgaben übernehmen. Diese nützlichen Bakterien bezeichnet man als Probiotika. Zu den wichtigsten Vertretern der Probiotika gehören der Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidus.

Die schlechten Bakterien werden als sogenannte Kolibakterien bezeichnet. Das optimale Gleichgewicht zwischen diesen Bakterienarten liegt bei 85 % Laktobakterien zu 15 % Kolibakterien. Wird dieses Verhältnis gestört, kann es zu den erwähnten Symptomen kommen.

Ein Darmsanierung sorgt dafür, dass die Schadstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden und sich wieder ausreichend Laktobakterien im Darm ansiedeln können. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Studien die belegen, dass eine Darmsanierung positive Effekte erzielt.

Doch die Erfahrungsberichte von Menschen, die so eine Darmsanierung angewendet haben, sprechen für sich. Viele Betroffene erkennen schnell, dass sich die Symptome verbessern, das Wohlgefühl und damit die Lebensqualität steigen. Häufig erwähnte Nebeneffekte sind auch, dass sich das Hautbild verfeinert, Nägel und Haare robuster sind, Verdauungsprozesse deutlich besser ablaufen. Eine Studie aus Coburg beweist, dass auch ein gewünschter Gewichtsverlust im Zusammenhang mit einer probiotischen Ernährung einhergehen kann.3

Wie lange dauert eine Darmsanierung?

Wer eine Darmsanierung plant, sollte nicht auf einen positiven Effekt von einem auf den anderen Tag hoffen. So individuell die Menschen sind, so unterschiedlich kann auch die Reaktion auf so eine Veränderung sein.

Zunächst müssen die Schadstoffe, die sich möglicherweise bereits über Jahre in Ihrem Körper abgelagert haben, heraustransportiert werden. Anschließend benötigt der Darm Zeit, um das positive Milieu wieder aufzubauen.

Von radikalen Schnellkuren ist abzuraten, weil sie den Organismus häufig überfordern und sogar einen negativen Effekt haben können.

Eine Darmsanierung dauert – je nachdem wie stark die Darmflora bereits in Mitleidenschaft gezogen ist – zwischen vier Wochen und drei Monaten. Bereits nach 14 Tagen stellen allerding viele eine Verbesserung der Beschwerden fest.

Zudem ist es möglich, eine Darmsanierungskur in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Darmsanierung Anleitung: Wie wird eine Darmsanierung durchgeführt?

Eine Darmsanierungskur ist in vier Abschnitte aufgeteilt:

  • Darmreinigung
  • Ausleiten der Schadstoffe und Reinigung der Darmwand
  • Aufbau der Darmflora mit Zugabe von Probiotika
  • Unterstützung des Wiederaufbaus mit einer Fastenkur oder einem Ernährungsplan– dieser Schritt ist allerdings optional

Im Folgenden möchten wir Ihnen jeden einzelnen Schritt näher bringen und erklären, warum er für eine Darmsanierung wichtig ist.

Darmsanierung Schritt 1: Führen Sie eine Darmreinigung durch

Bevor Sie Ihre Darmflora wieder aufbauen, sollten Sie den Darm von sämtlichen Reststoffen befreien. Im ersten Schritt gelingt dies am effektivsten mit einer Darmreinigung.

Diese können Sie über einen Einlauf verursachen, oder über ein Abführmittel – beispielsweise mittels Glaubersalz. Für eine Darmreinigung sollten Sie sich Zeit und Ruhe nehmen. Einlaufgeräte für die Anwendung in den eigenen vier Wänden, können in Apotheken käuflich erworben werden.

Abführmittel erhalten Sie ebenfalls in Apotheken und Drogeriemärkten. Während Abführmittel einfach in der Handhabung sind, gehört für den Umgang mit einem Einlaufgerät ein wenig Übung und Geschick, um sich nicht zu verletzen.

Da mit beiden Maßnahmen eine sehr starke Darmbewegung in Gang gesetzt wird, sollte eine Toilette immer in schneller Reichweite sein. Der Stuhl wird mit großer Wahrscheinlichkeit sehr viel wässriger – vergleichbar mit starkem Durchfall – sein, denn der Nahrung wurde das Wasser im Darm nicht entzogen. Aufgrund des hohen Wasserverlustes sollten Sie unbedingt viel trinken.

Mit dieser akuten Maßnahme ist der Darm zunächst oberflächlich gründlich gereinigt. Doch die Ablagerungen an den Darmwänden, konnten Sie so nicht oder nicht vollständig entfernen. Um das zu erwirken, haben sich beispielsweise Flohsamen und Leinsamen als wirksam erwiesen. Sie haben eine hohe Fähigkeit, Stoffe an sich zu binden und diese dann mit dem Stuhlgang auszuscheiden.

Ausführliche Informationen, was eine Darmreinigung genau ist und bewirkt und wie Sie diese am besten durchführen, erhalten Sie auch in unserem Ratgeber Darmreinigung der erste Schritt der Darmsanierung.

Darmsanierung Schritt 2: Eliminieren Sie Keime und verbessern Sie das Milieu des Darmtraktes

Ist der Darm gereinigt, folgt die gründliche Eliminierung von schädlichen Keimen. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf unerwünschten Pilzen, die das Darmklima beeinträchtigen. Häufig wird dazu ein Antipilzmittel verabreicht.

Der Vorteil dieser Medikamente ist, dass sie wirklich ausschließlich im Darmtrakt ihre Wirkung entfalten, den Rest des Körpers also nicht belasten. Während dieser Zeit ist es sinnvoll, sich zusätzlich im Rahmen einer Anti-Pilz-Diät zu ernähren.

Da diese sich hauptsächlich durch Zucker und kohlenhydrathaltige Lebensmittel speisen, sollten diese Nahrungsmittel gemieden werden. Zu den wichtigsten Zuckerlieferanten zählen Haushaltszucker, Fruchtzucker und Honig.

Gleichzeitig sollte die Ausleitung schädlicher Stoffe aktiv unterstützt werden. Hierbei haben sich als besonders effektiv erwiesen:

  • Silikate  – soll Säure und freie Radikale binden und ist in Heilerde enthalten
  • Bentonit und Zeolith – sollen aufquellen und Schwermetalle und Rückstände von Medikamenten ausschwemmen und sind in vulkanischer Heilerde enthalten

Vermeiden Sie in der Zeit der Darmsanierungskur koffeinhaltige Getränke, Alkohol, Fleisch- und Wurstwaren. Hingegen dürfen Sie bei Nüssen, Samen, Gemüse, Früchten und glutenfreiem Getreide gerne zugreifen. Reines stilles Wasser und Kräutertees sollten Sie in ausreichender Form zu sich nehmen, um den Wasserverlust auszugleichen und den Körper beim Ausschwemmen zu unterstützen.

Mehr Informationen, wie Sie Ihre Darmflora optimal aufbauen, erhalten Sie auch in unserem Ratgeber Darmflora: Tipps für den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Darmsanierung Schritt 3: Nutzen Sie Probiotika zur Aufforstung der gewünschten Bakterien

Ist der Darm nun gesäubert und von Schadstoffen befreit, gilt es die gesunden Bakterien wieder verstärkt anzusiedeln und in ihrem Wachstum zu unterstützen, damit sie aktiv das Darmklima verbessern. Dies erfolgt in der Regel mit probiotischen Milchsäurebakterien, die in hoher Dosierung als Pulver oder in Form von Tabletten eingenommen werden können.

Studien konnten beispielsweise belegen, dass Probiotika bei durch Antibiotika ausgelösten Durchfällen hilfreich sein können.4

Ebenso belegen Untersuchungen, dass die Einnahme von Probiotika begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung das Risiko für Durchfallerkrankungen verringert.5

Solche probiotischen Milchsäurebakterien sind allerdings auch in einigen Lebensmitteln enthalten und können demnach über die Nahrung (zusätzlich) aufgenommen werden.

Zu probiotischen Nahrungsmitteln zählen:

  • Joghurt
  • Molke
  • Kefir
  • Sauerkraut
  • Miso
  • Saure Gurken
  • Apfelessig
  • Käsesorten mit lebenden Milchsäurebakterien – beispielsweise Cheddar, Gouda, Mozzarella und Parmesan
  • Kimchi
  • Kombucha
  • Tempeh

Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, den Körper während der Darmsanierung durch eine basenreiche Ernährung zu entsäuern und damit zusätzlich von Schadstoffen und Schlacken zu befreien.

Für mehr Informationen über den Aufbau der Darmflora mit Probiotika, lesen Sie bitte in unserem Ratgeber Probiotika: Wichtig für Darmaufbau und Darmsanierung.

Darmsanierung Schritt 4: Unterstützen Sie die Darmsanierung mit einer Fastenkur

Eine Fastenkur kann Sie bei der Darmsanierung zusätzlich unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig. Denn auch bei dieser Therapieform geht es darum, den Darm zu entlasten und ihm keine schädlichen Stoffe zuzuführen. Dies trägt dazu bei, dass er Krankheiten und andere Störungen wieder besser abwehren kann.

Auch eine Fastenkur besteht idealerweise aus mehreren Abschnitten. Sie beginnen eine Fastenkur am besten mit einem Einstimmungstag. An diesem wird der Körper auf die bevorstehende Zeit eingestimmt und Sie nehmen nur Nahrungsmittel zu sich, die den Darm nicht belasten. Hierzu zählen Gemüse, Obst, Suppe und Tees. Kaffee, Alkohol, Nikotin, Fleisch und Zucker sollte gemieden werden.

Der zweite Tag der Fastenkur eignet sich, um den Darm mit einer Reinigung – Sie haben die Wahl zwischen einem Abführmittel oder Einläufen – gründlich auszuspülen. Dies hat den selben Effekt, wie auch bei der Darmsanierung.

Es gibt verschiedene Fastenkuren, die intensivste hierunter ist vermutlich die, bei der Sie sich über die Fastenzeit rein flüssig mit Kräutertees, Säften, stillem Wasser und Brühe ernähren. Für den Darm bedeutet das eine Entlastung bei der Verstoffwechselung.

Wie lange Sie Fasten wollen, hängt von Ihrem Empfinden ab. Wir möchten jedoch empfehlen, im Vorfeld einer Fastenkur immer Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten.

Nach Beendigung der Fastenzeit sollten Sie auf keinen Fall sofort in alte Essgewohnheiten zurückfallen.

Der gesamte Effekt würde schnell zunichte gemacht werden. Sinnvoller ist es, diese intensive Phase mit sogenannten Aufbautagen abzuschließen, mit denen Sie Ihren Körper und vor allem den Magen und Darm, wieder nach und nach an Nahrung gewöhnen.

Würden Sie nun gleich wieder mit dem gewohnten Programm starten, kann man das bildlich vergleichen, als würden Sie jemand, der sich gerade ausruht mit einer Blaskappelle aus der Ruhe bringen.

Die Fastenzeit kann für viele Menschen eine große Anstrengung sein. Gerade in den ersten Tagen kommen oft Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlappheit hinzu. Dies ist normal und erfahrene Fastenleiter sprechen davon, dass dies durch die ausgeschwemmten Giftstoffe hervorgerufen wird.

Eine Fastenkur in den Alltag unterzubringen mag für viele daher zunächst nicht umsetzbar sein, Sie werden aber sehen, dass sich schon nach wenigen Tagen der Körper regeneriert und Sie sich vermutlich besser fühlen werden.

Dennoch ist gerade der Einstieg eine Umgewöhnung und Sie sollten sich dafür ausreichend Zeit und Ruhe gönnen. Wenn Sie nicht extra Urlaub nehmen können oder wollen, starten Sie doch an einem Wochenende.

Darmsanierung Schritt 4.1: Nutzen Sie als Alternative zum Fasten einen Ernährungsplan

Wer aus gesundheitlichen oder auch anderen Gründen eine Fastenkur nicht machen kann oder will, kann seinen Darm dennoch während der Sanierung mit einer Umstellung der Essgewohnheiten unterstützen. Verzichten Sie, wie beim Fasten auch, möglichst auf Kohlenhydrate und Zucker. Meiden Sie Nikotin, Koffein und Alkohol. Essen Sie viel frische Früchte, frisches Gemüse und basische Lebensmittel.

Lebensmittel von A bis Z: Das sollte auf Ihrem Speiseplan während einer Darmsanierungskur stehen
  • Artischocke
  • Brokkoli
  • Chilis
  • Datteln
  • Eingelegtes Gemüse
  • Fenchel
  • Grüntee
  • Hirse
  • Ingwer
  • Joghurt
  • Kukuma
  • Leinöl
  • Mais
  • Nüsse
  • Olivenöl
  • Paprika
  • Quinoa
  • Radieschen
  • Sauerkraut
  • Tomaten
  • Vanille
  • Weintrauben
  • Zitronen

Selbstverständlich können und sollten diese Lebensmittel auch nach der Darmsanierung den Großteil Ihres Ernährungsplans füllen. Kaffee, Alkohol, Fleisch, Fette und Zucker sollten eher in Maßen konsumiert werden.

Begleitend zu Ihrer Darmsanierung, sollten Sie sich viel Bewegung an der frischen Luft gönnen, das bringt auch den Darm auf Trab. Auch Massagen und Leberwickel können bei der Ausleitung der Giftstoffe förderlich sein. Hierbei wird die Durchblutung der Leber mittels Wärme – beispielsweise ein warmes, gut ausgewrungenes Handtuch oder eine Wärmflasche – angeregt und somit der Entgiftungsprozess beschleunigt.

Welche Produkte, Medikamente und Hausmittel nutze ich bei einer Darmsanierung?

Wie bereits erwähnt, können bei einer Darmsanierungskur unterschiedliche Methoden getrennt voneinander oder in Kombination miteinander angewendet werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen die einzelnen Ansätze vorstellen.

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Mittel für die Darmreinigung

Bewährt haben sich hier Einläufe oder die Einnahme von Rizinusöl oder Glaubersalz. Eine Darmreinigung sollte nur zu Beginn der Darmsanierung durchgeführt werden und nicht als langfristiges Abführmittel. Da der Nahrung keine Flüssigkeit entzogen wird, sollten Sie bei einer Darmreinigung unbedingt den Wasserhaushalt auffüllen. Dazu eignen sich Kräutertees, Wasser oder Brühen.

Sie möchten wissen welche Mittel während der Darmreinigung verwendet werden?

In unserem Ratgeber zur Darmreinigung finden Sie eine Übersicht zu allen Mittel.

Mittel für den Aufbau des Milieus

Um den Darm von allen hartnäckigen Resten zu befreien, sind Flohsamen und Leinsamen ein beliebtes Mittel. Sie werden über einen längeren Zeitraum eingenommen. Im Darm quellen sie auf und binden die Schlacken, die sich dort festgesetzt haben. Diese werden dann mit den Samen ausgeschieden. Die Samen sind am effektivsten in Form von Pulver.

Tonminerale und Mineralerde können die Entgiftung des Körpers sowohl von außen, als auch von Innen vorantreiben. Das liegt daran, dass sie das bis zu 180-fache ihres Eigengewichts an Schadstoffen wie ein Schwamm aufsaugen können und über den normalen Stuhlgang wieder ausgeschieden werden.

Kümmel und Oregano sagt man nach, dass sie selbst gegen hartnäckige Bakterien wirken.

Sollten Sie unter einer Pilzinfektion im Darmtrakt leiden, bietet sich eventuell eine Anti-Pilz-Kur an. Diese erfolgt medikamentös und wird nach Rücksprache mit ihrem Arzt verordnet. Zur Bestimmung, ob und welche Pilze sich in Ihrem Darm angesiedelt haben, müsste eine Stuhlprobe untersucht werden. Auf dieses Ergebnis wird das Arzneimittel dann abgestimmt.

Sollten Sie so eine Pilz-Untersuchung nicht machen können oder wollen, können Sie ein pilzunfreundliches Milieu auch herstellen, indem Sie Zucker und Kohlenhydrate vermeiden.

Die wichtigsten Mittel zum Aufbau des Milieus Ihres Darmtraktes finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Darmflora.

Der Darm benötigt Bakterien, um seine Arbeit vernünftig bewerkstelligen zu können. Diese Bakterienkulturen können als Pulver, Kapseln oder Tabletten eingenommen werden und sind in Apotheken erhältlich. Probiotische Bakterien finden sich aber auch in vielen Lebensmitteln wieder, die Sie unbedingt auf Ihren Speiseplan setzen sollten.

Mit welchen Mitteln und Hausmitteln Sie die Wiederaufforstung der gewünschten Bakterien erreichen können, erfahren Sie in unserem Probiotika Ratgeber.

Ist eine Darmsanierung für mein Kind geeignet?

Wenn Kinder sich ausgewogen ernähren, ist eine Darmsanierung sicherlich in jungen Jahren nicht notwendig. Leidet Ihr Kind aber immer wieder an Verdauungsproblemen, chronischen Darmentzündungen, hat über einen längeren Zeitraum ein Antibiotikum eingenommen oder ist häufig krank, kann eine Darmsanierung durchaus sinnvoll sein.

Auch eine damit einhergehende Ernährungsumstellung sollten Sie in Betracht ziehen, um den Darm langfristig zu entlasten. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass sich Ihr Kind im Wachstum befindet und bestimmte Nährstoffe in noch höherem Maß braucht, als der Erwachsene Körper! In jedem Fall sollten Sie vor einer Darmsanierung bei einem Kind mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten.

 

Sollte ich eine Darmsanierung im Vorfeld mit meinem Arzt besprechen?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es nicht bewiesen ist, dass eine Darmsanierung eine heilende Wirkung hat. Aber, während viele Schulmediziner noch skeptisch sind, sehen vor allem Naturheilkundler hier oft den Schlüssel zur Verbesserung oder vollständigen Behebung von Krankheiten.

Doch die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren den Zusammenhang von Darm und Gesundheit stärker erforscht und ist sich einig, dass ein gesunder Darm eine positive Auswirkung auf das gesamte Befinden haben kann. Darüber hinaus werden Krankheiten im Zusammenhang mit Darmfunktionen erforscht.

Tatsache ist aber, dass sich viele Menschen nach einer Darmsanierung deutlich besser fühlen. Verdauungsprobleme sind behoben, Blähungen verschwinden, aus Antriebslosigkeit wird wieder Aktionismus. Dass dies durch die Darmsanierung begründet ist, ist zwar nicht erwiesen. Es ist aber auch unbestritten, dass so eine Darmsanierungskur keine Nachteile mit sich bringt, wenn sie korrekt durchgeführt wird.

Eine Darmsanierung sollte in der Regel nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt werden. Es empfiehlt sich im Vorfeld sogar, eine Stuhlprobe zu entnehmen und sie im Labor untersuchen zu lassen.

Dies kann aufschlussreiche Hinweise darauf geben, ob und welche Pilze und Bakterien besonders im Auge behalten werden müssen. Ebenso können möglich auftretende Komplikationen schnell behandelt werden.

Ein Arzt weist sie auch noch einmal auf besondere Dinge hin, die im Zusammenhang mit Ihrer Gesundheit während der Durchführung einer Darmsanierung besonders beachtet werden müssen.

Welche Risiken gibt es bei einer Darmsanierung?

Auch wenn das Thema Darmsanierung in den letzten Jahren in den Fokus für einen gesunden Lebensstil gerückt ist, entstammen die Methoden, die dabei zum Einsatz kommen einer jahrtausendealten Tradition. Darmreinigung und eine darmschonende Nahrungslehre finden sich in der ayurvedischen Lehre, in der Antike oder in der chinesische Medizin wieder. Voraussetzung ist immer, dass die Kur korrekt und bestenfalls von einem Fachmann begleitet, durchgeführt wird.

Eine Darmsanierung mit einleitender Darmreinigung ist für den Körper zwar in der Regel nicht gefährlich, es kann aber zumindest zu Nebenwirkungen kommen. Beispiel hierfür wären Kopfschmerzen, Schwindel, unreine Haut.

Dies können Symptome dafür sein, dass Giftstoffe in einem hohen Ausmaß aus dem Körper ausgeleitet werden und sind zunächst normal. Sollten die Beschwerden allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen Sie abklären, dass es keine anderen Ursachen für die Symptome gibt.

Kann ich mich zu einer Darmsanierung in der Apotheke beraten lassen?

Neben Ihrem Hausarzt, kann auch der gut geschulte Apotheker bei Fragen zum Thema Darmsanierung ein passender Ansprechpartner sein. Er kann Sie über Darmreinigungsmethoden beraten und auch Empfehlungen für die passenden Sanierungspräparate aussprechen. Einige Apotheken bieten auch Gruppen zu Themen rund um Ernährung und Fasten an.

Im Zweifel wird er Sie an eine Fachstelle verweisen. Das Gespräch mit dem Apotheker ersetzt allerdings nicht den Besuch beim Hausarzt. Dieser kennt Sie und Ihre medizinische Vorgeschichte und kann am sichersten einschätzen, ob eine Darmsanierung sinnvoll ist und was Sie beachten sollten.

Sie haben Fragen zur Darmsanierung?

Gern beraten wir Sie und helfen Ihnen weiter. Nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion, schreiben Sie uns eine E-Mail an shop@bio-apo.de oder rufen Sie uns unter 07621 77 00 677 an.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Jenberg, C. et al.: Long-term impacts of antibiotic exposure on the human intestinal microbiota. Microbiology November 2010, vol. 156 no. 11 3216-3223
  2. Russell SL, et al.: Early life antibiotic-driven changes in micro-biota enhance susceptibility to allergic asthma. EMBO Rep 2012; 13: 440–7
  3. Axt-Gadermann M., Lorenz V. (2018), Einfluss eines Synbiotikums auf den Gewichtsverlauf. Studie zur Modulation der Bacteroidetes-Fimicutes-Ratio. Ernährung & Medizin 33 (01): 29-34
  4. D`Souza, A. L. et al.: Probiotics in prevention of antibiotic associated diarrhoea: meta-analysis. BMJ 2002;324:1361
  5. Bradley, C. et al.: Probiotics for the Prevention of Clostridium difficile–Associated Diarrhea: A Systematic Review and Meta-analysis
By |2020-08-11T08:30:00+02:0014. November 2018|Darmreinigung & Darmflora, Verdauung|0 Comments

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Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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