✓ Deutsche Versandapotheke ✓ Über 500.000 Kunden ✓ BIO-zertifizert ✓ Einzigartiges Sortiment
//Burnout: Symptome, Ursachen, Vorbeugung & Therapie

Inhaltsverzeichnis

Burnout: Symptome, Ursachen, Vorbeugung & Therapie

Zeitdruck und Stress nehmen immer mehr zu, wir wollen allem gerecht werden und das sowohl beruflich als auch privat. Die Belastung besteht von zwei Seiten gleichzeitig und das kann oft auch zu viel werden. Schneller als man denkt fühlt man sich müde, gestresst und ausgebrannt.

Fast jeder Dritte Deutsche gibt inzwischen an sich oft erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen1.

Doch fühlt man sich nun einfach nur total erschöpft oder ist es vielleicht schon ein Burnout? Viele werden sich diese Frage wohl schon einmal gestellt haben und so ganz einfach zu beantworten ist sie tatsächlich nicht.

Burnout ist in der Regel die Folge eines anhaltenden Stresszustandes. Es ist ein schleichender Prozess, der sich über Wochen und Monate, oft auch über Jahre hinweg entwickelt. Eine Art Spirale der Erschöpfung, die sich kontinuierlich abwärts bewegt.

Schon lange ist Burnout kein Randphänomen mehr. Immer mehr Therapien, Ratgeber und Präventionsprogramme beschäftigen sich mit dem Thema.

Wie Sie Burnout erkennen können, wie Sie damit umgehen sollten und wie sie sich schützen können, erfahren Sie im Folgenden.

Was ist Burnout?

Burnout beschreibt einen Zustand starker emotionaler, geistiger sowie körperlicher Erschöpfung in Folge von anhaltender Überforderung, Überlastung oder auch Mobbing2. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „ausbrennen“, denn genau so beschreiben Patienten ihren Zustand in der Regel – erschöpft und ausgebrannt.

Die Bezeichnung  geht auf den Psychotherapeuten Herbert Freudenberger in den 70er Jahren zurück,  eine einheitlich anerkannte wissenschaftliche Definition des Begriffs gibt es allerdings nicht.

Burnout ist eigentlich keine medizinische Diagnose, sondern vielmehr ein Krankheitszustand, der in verschiedenen Phasen und Ausprägungen abläuft. Burnout ist auch nicht als eigenständige Diagnose im offiziellen ICD-Katalog (dem System zur „internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“) gelistet, sondern unter der Ziffer Z73 als Zusatz zur Beschreibung von Faktoren, welche den Gesundheitszustand beeinflussen3.

Burnout oder Depression: Worin liegt der Unterschied?

Der Unterschied ist nicht so einfach auszumachen, da sich die Symptome überschneiden und sich keine klaren Grenzen zwischen den beiden Krankheitsbildern ziehen lassen. Viele Anzeichen sind typisch für beide Erkrankungen. Gerade die tiefe emotionale Erschöpfung ist ebenfalls Kennzeichen einer Depression.

Allerdings sind die Ursachen für einen Burnout oft im beruflichen Kontext oder in der Arbeitswelt verordnet, wohingegen die Ursachen für eine Depression breiter angelegt sind und aus sämtlichen Lebensbereichen stammen können.

Man könnte Burnout auch als Vorstufe einer Depression bezeichnen. Manche Experten bezweifeln sogar, dass Burnout eine eigenständige Krankheit ist und gehen davon aus, dass Menschen mit dem Krankheitsbild im Grunde an einer Depression leiden4.

Was unterscheidet Burnout von Agoraphobie (Panikstörung/Panikattacken)?

Der Begriff Agoraphobie beschreibt die Angst davor, an einem Ort zu sein, von dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Man hat übertriebene Angst vor Situationen oder Orten, denen man in Notsituationen nur schwer entkommen könnte. Dazu gehören zum Beispiel auch große Menschenmengen, Plätze und Aufzüge.

Betroffene meiden solche Gelegenheiten, die Angst und Panikattacken bei Ihnen auslösen. In Extremfällen verlassen sie kaum noch ihre Wohnung.

In bestimmten Phasen eines Burnouts können Betroffene ähnliche Symptomatiken aufweisen und ebenfalls unter Angststörungen leiden und kaum noch das Zuhause verlassen.

Die Volkskrankheit Burnout

Unser Alltag ist zunehmend geprägt von einem Lebensstil und Verhaltensweisen, die sich schädlich auf unsere Gesundheit auswirken. Stress, Hektik, Existenzängste, Sorgen und vieles mehr beschäftigen uns unermüdlich.

Worüber sich vor ein paar Jahren kaum einer laut zu sprechen traute ist heute in aller Munde – Burnout scheint immer mehr zu einer Volkskrankheit zu werden und ist vor allem in den Medien ein vieldiskutiertes Thema.

Wie verbreitet ist Burnout?

Burnout ist weit verbreitet und kann grundsätzlich jeden treffen. Ganz egal, ob Manager, Lehrer oder Verkäufer – die Stresskrankheit kommt in allen Bevölkerungs- und Berufsgruppen vor. Inzwischen wird Burnout deutlich öfters diagnostiziert als Früher. Eine Studie der BPtK (Bundespsychotherapeutenkammer) hat ergeben, dass die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund eines Burnouts sich zwischen 2004 und 2011 um das Achtfache erhöht hat5.

Betroffene leiden meist an einer Kombination aus psychischen und körperlichen Beschwerden, die ein vielschichtiges Krankheitsbild ergeben. So wird ein Burnout in 85 Prozent der Krankschreibungsfällen zusammen mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen diagnostiziert6.

Demgegenüber sollte allerdings gesagt werden, dass die Anzahl an Krankschreibungen aufgrund von Depressionen deutlich höher liegt. Denn während 2011 bei 100 Krankenversicherten 9,1 Tage aufgrund von Burnout entfielen, waren es aufgrund von Depressionen ganze 73 Tage Krankschreibung7.

Wer ist am häufigsten von Burnout betroffen?

Am häufigsten von Burnout betroffen sind Frauen und Männer zwischen 30 und 60 Jahren, wobei laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland in jeder Altersgruppe mehr Frauen als Männer betroffen waren8. Insgesamt litten rund 3,3 Prozent der befragten Männer unter Burnout, während bei den Frauen 5,2 Prozent der Befragten unter Burnout litten9. In dieser Studie wurde außerdem gezeigt, dass die Häufigkeit einer Erkrankung an Burnout mit dem sozialen Status steigt.

Eine Studie der AOK ergab sogar, dass Frauen aufgrund eines Burnouts ungefähr doppelt so häufig krankgeschrieben werden als Männer, vor allem waren hierbei Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren betroffen10.

Besonders betroffen sind Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen11. Natürlich leiden andere Berufsgruppen genauso unter Burnout und auch Studenten sowie Auszubildende, Rentner, Hausfrauen oder Menschen, die keinem Beruf nachgehen können unter dem Zustand der „Ausgebranntheit“ und totalen Erschöpfung leiden.

Gibt es Risikogruppen?

Der Zustand des Burnout wurde zuerst bei Menschen beschrieben, die in sozialen, Heil-oder Pflegeberufen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeiten. Denn oft arbeiten in diesen Berufen Menschen, die ein hohes Maß an Idealismus mitbringen und sich dadurch schneller über ihre emotionalen und körperlichen Belastungsgrenzen hinaus verausgaben.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen von Menschen, die ein erhöhtes Burnout-Risiko haben:

  • Menschen mit eher schwach ausgeprägtem Selbstbewusstsein, die eher empfindlich und sensibel auf erhöhte Belastungssituationen reagieren und/oder stark von äußerem Zuspruch abhängig sind.
  • Menschen, die einen vermehrten Hang zum Idealismus oder Perfektionismus haben, sehr ehrgeizig und auch selbstkritisch sind sowie dabei sehr dynamisch und engagiert hohe Ziele verfolgen.

Worin liegen häufige Ursachen für das Burnout-Syndrom?

Das Burnout-Syndrom kann sehr vielfältige Ursachen haben. Die Wurzel des Übels liegt in der Regel in Stress und Überlastung, die wir aufgrund verschiedener Faktoren empfinden. Dem zugrunde liegt oft ein zunehmendes und andauerndes Ungleichgewicht zwischen äußeren Anforderungen und persönlichen Möglichkeiten12. Zum Beispiel, wenn man ständig mehr Aufgaben übernimmt, als man eigentliche schaffen kann.

Menschen, die sich schneller gestresst fühlen, sind meist eher betroffen als Menschen, die mental stabil und damit stressresistenter sind. Wenn äußere Belastungen und extreme Stresssituationen zu viel werden, kann das schnell zu Überforderung und schließlich zu Erschöpfung und Burnout führen.

Nicht nur die eigene psychische Konstitution, sondern auch das äußere Umfeld kann eine Erkrankung mit dem Burnout-Syndrom begünstigen. Zum Beispiel durch viele familiäre Probleme oder erhöhter Stress am Arbeitsplatz.

Meist liegt eine Kombination aus äußeren und inneren Ursachen vor, auf die wir im Folgenden genauer eingehen werden.

Äußere Burnout-Ursachen

Unter die äußeren Ursachen für Burnout fällt im Prinzip alles, was an äußeren Faktoren einen negativen Einfluss auf uns ausübt und Stress für uns bedeutet. Meist sind diese äußeren Ursachen im beruflichen Alltag verortet. Dazu zählen:

  • hohe Arbeitsanforderungen
  • unerfüllbare Vorgaben, Überforderung
  • zu viel Verantwortung
  • ständiger Zeitdruck
  • Angst um den Arbeitsplatz
  • Schlechtes Betriebsklima, Mobbing, Konflikte mit Vorgesetzten
  • ständige Unterbrechungen des Arbeitsablaufes
  • mangelnde Entscheidungsfreiheit
  • schlechte Arbeitsorganisation
  • Mangel an positivem Feedback oder Belohnung
  • Ungleichgewicht zwischen Leistung und Anerkennung
  • fehlende soziale Unterstützung im Privatleben

Innere Burnout-Ursachen

Als innere Ursachen für Burnout gilt alles, was wir uns an Stress und Problemen selbst machen. Das können negative Verhaltensmuster sein sowie Druck den man sich selbst macht durch beispielsweise:

  • hohe, idealistische Erwartungen an sich selbst
  • zu hohen Ehrgeiz, Streben nach Perfektion
  • starkes Bedürfnis nach Anerkennung
  • Arbeit als Mittelpunkt des Lebens und sinngebende Beschäftigung
  • das Bedürfnis es allen recht machen zu wollen
  • nicht in der Lage zu sein delegieren zu können/wollen
  • Probleme „nein“ sagen zu können

Besonders Menschen mit einem ausgeprägten Hang zu Perfektionismus und Ehrgeiz sowie Menschen mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein sind daher gefährdet an Burnout zu erkranken.

Burnout erkennen: Welche Burnout-Symptome gibt es?

Man fühlt sich erschöpft, ausgebrannt, gestresst, müde. Ein Burnout kommt in der Regel nicht mit einem eindeutigen spezifischen Symptom daher, sondern gleich mit einer ganzen Reihe verschiedenster Symptome. Leitsymptome sind in der Regel Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit.

Es ist ein vielschichtiges Krankheitsbild, das durch verschiedene physische, psychische und emotionale Erschöpfungszustände gekennzeichnet ist. Jeder Betroffene zeigt eine individuelle Kombination von Symptomen und Beschwerden.

Welche Anzeichen können auf Burnout hindeuten?

Verschiedene psychisch-emotionale sowie geistige Symptome können auf einen Burnout hindeuten. Dazu gehören:

Antriebslosigkeit & Mutlosigkeit:

Man resigniert, hat keine Lust mehr und kann sich nicht mehr motivieren. Man verliert den Mut schwierige Aufgaben anzupacken und verliert das Interesse an Neuem.

Chronischer Stress und Überforderung:

Man fühlt sich gestresst, hat das Gefühl eigenen und auch äußeren Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Das Gefühl die zu erledigenden  Aufgaben werden einfach nicht weniger.

Erschöpfung:

Betroffene fühlen sich dauerhaft kraftlos und ausgelaugt. Das Bedürfnis nach Erholung und Ruhepausen wächst zunehmend. Alles scheint anstrengend und kraftraubend.

Ruhelosigkeit:

Betroffene können nicht mehr richtig abschalten und kommen einfach nicht zur Ruhe. Vor allem nach der Arbeit gelingt es Ihnen nicht den Kopf frei zu bekommen. Sie nehmen die Arbeit mit nach Hause.

Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit:

Man sieht keinen Sinn mehr in alltäglichen und/oder beruflichen Aufgaben, fühlt sich leer und ausgebrannt. Die Freude geht verloren und nichts scheint mehr Spaß zu machen. Zufriedenheit scheint sich so gut wie gar nicht mehr einzustellen und ständige Unzufriedenheit macht sich breit.

Rückzug:

Man zieht sich vermehrt aus dem sozialen Leben zurück, braucht mehr Zeit für sich und sagt häufig Verabredungen ab, weil sie einem noch mehr Stress verursachen. Hobbies werden vernachlässigt, genauso wie Familie, Freundeskreis oder auch der Partner.

Nachlassende Leistungsfähigkeit:

Betroffenen leiden unter Konzentrationsschwierigkeiten und dauerhafter Anspannung. Es passieren mehr Fehler oder Aufgaben gelingen nicht mehr. Mitunter können Entscheidungen schwerer fallen.

Unzufriedenheit und Frustration:

Man ist zunehmend unzufriedener mit sich selbst und anderen Menschen. Keiner kann einem etwas recht machen und nichts scheint zu genügen. Das Gefühl der Frustration nimmt zu.

Negative Gedanken und ständiges Grübeln:

Betroffene machen sich ständig Gedanken und grübeln über alles stundenlang nach. Sie können sich schlecht entscheiden und leiden vermehrt unter Konzentrationsstörungen.

Auch Körperliche Beschwerden können auftreten für die es meist keine organischen Ursachen gibt, wie zum Beispiel:

  • Ständige Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • Rückenschmerzen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • die Anfälligkeit für Krankheiten steigt

Wie äußert sich Burnout beim Mann?

Meist gestehen sich Männer Erschöpfung und Überlastung erst deutlich später ein als Frauen, weil sie sich schwerer damit tun Schwäche zuzugeben. Daher leiden sie tendenziell auch längere Zeit unter den Symptomen eines Burnouts, bevor sie mit jemandem über ihre Probleme sprechen oder gar professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Sie sind sehr stark davon beeinträchtigt, dass in unser Gesellschaft noch immer das Bild vorherrscht, Männer müssten stark sein und dürften keine Schwäche zeigen. Sie wollen unter keinen Umständen versagen und machen so lange weiter, bis die körperlichen Symptome eines Burnouts überdeutlich werden und sie am Weitermachen hindern.

Außerdem überspielen oder verdrängen Männer gerne auch mal ihre Probleme, indem sie zu Ablenkungsmitteln wie zum Beispiel Alkohol, Zigaretten oder anderen Suchtmitteln greifen.

Wie äußert sich Burnout bei der Frau?

Frauen tun sich im Gegensatz zu Männern in der Regel deutlich leichter über ihre Gefühle zu sprechen und es zu kommunizieren, wenn sie sich überlastet und erschöpft fühlen.  Sie sprechen über ihre Überforderung und nehmen in der Regel schneller und öfters Hilfe in Anspruch als Männer.

Sie weisen eher depressive als überspielende Tendenzen auf13, reagieren empfindlicher und deutlich emotionaler als Männer. Für viele Frauen ist es Teil der eigenen Problembewältigung darüber zu sprechen, was sie belastet. Daher suchen sie auch eher professionelle Hilfe auf als Männer, was vielleicht erklärt, warum Burnout  häufiger bei Frauen diagnostiziert wird als bei Männern.

Die 12 Burnout-Phasen

Die Wissenschaft hat verschiedene Modelle zur Beschreibung des Verlaufs und der Entwicklung eines Burnouts aufgestellt. Sie bestehen aus bis zu 12 Phasen, die sich in ihrer Anzahl und Beschreibung unterscheiden.

Im Folgenden werden wir genauer auf das Burnout-Modell des Psychoanalytikers Herbert Freudenberg eingehen, das aus 12 Phasen besteht.

Burnout-Phase 1

Der Drang sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen. Betroffene stellen erhöhte Erwartungen an sich selbst und erledigen ihre Arbeit mit besonderer Begeisterung. Oft werden die eigenen Grenzen dabei überschätzt und eigene Bedürfnisse vernachlässigt.

Burnout-Phase 2

Verstärkter Einsatz. Um den besonders hohen Erwartungen zu genügen, wird noch mehr geleistet und noch mehr Energie in die Arbeit gesteckt. Das Gefühl unentbehrlich zu sein steigt, es wird freiwillig weit mehr geleistet, als notwendig wäre (z.B. Überstunden)  und Aufgaben werden nur selten abgegeben.

Burnout-Phase 3

Überarbeitung mit Vernachlässigung eigener Bedürfnisse. Die Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse tritt immer  mehr in den Hintergrund und soziale Kontakte werden vernachlässigt. Häufig nimmt dabei der Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin zu und gelegentlich treten Schlafstörungen auf.

Burnout-Phase 4

Überspielen und Verdrängen von Konflikten, Problemen und Bedürfnissen. Um leistungsfähig zu bleiben, blenden Betroffene die Ansprüche des eigenen Körpers aus. Fehler, Unpünktlichkeit und Vergesslichkeit nehmen zu. Hobbies werden aufgegeben.

Burnout-Phase 5

Umdeutung der eigenen Werte. Alte Grundsätze und ehemals wichtige Dinge wie soziale Kontakte, Hobbies und Beziehungen werden angezweifelt. Die Wahrnehmung stumpft ab.  Freundschaften und berufliche Beziehungen werden eher gemieden, da sie als Belastung empfunden werden. Oft kommt es zu Problemen mit dem Partner.

Burnout-Phase 6

Verstärkte Verleugnung auftretender Probleme. Das Verhalten aus den vorherigen Phasen führt vermehrt zu Schwierigkeiten, die aber verdrängt werden. Betroffene haben eine niedrige Toleranzgrenze, fühlen sich nicht ausreichend anerkannt und gehen nur noch ungern zur Arbeit, kommen zu spät oder sind unzuverlässig. Erstmals treten körperliche Beschwerden sowie eine deutliche Leistungsschwäche auf.

Burnout-Phase 7

Rückzug und Meidung sozialer Kontakte. Betroffenen fühlen sich hoffnungs-, orientierungslos und ohnmächtig. Innere Leere und Sinnlosigkeit machen sich breit. Es kommt zur Ersatzbefriedigung durch Essen, Alkohol, Medikamente, Spielen oder Sex. Der Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit schreitet voran, was sich durch Ungenauigkeit, Desorganisation und Entscheidungsunfähigkeit zeigt. Außerdem kommt es zu psychosomatischen Reaktionen wie Gewichtsveränderungen, Bluthochdruck oder Herzklopfen.

Burnout-Phase 8

Deutliche Verhaltensänderungen. Betroffene ziehen sich immer mehr zurück und leisten nur noch das Minimum. Oftmals versinken sie in Selbstmitleid und Eigenbrötlerei. Selbst auf gut gemeinte Zuwendung reagieren sie ärgerlich und bewerten alles als Angriff. Das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit sowie Gleichgültigkeit und Sinnlosigkeit wird immer größer.

Burnout-Phase 9

Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit. Betroffene fühlen sich wie abgestorben und entfremdet. Es kommt ihnen vor, als würden sie nur noch automatisch funktionieren, wie eine Maschine.

Burnout-Phase 10

Innere Leere.  Wechsel zwischen dem Gefühl des inneren „Abgestorbenseins“ und starken negativen Emotionen. Oft kommt es zu Panikattacken und Angstzuständen. Der Alltag wird nur noch mutlos und ausgezehrt bewältigt. Teilweise wird versucht diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen wie beispielsweise durch exzessives Essen, Sex, Alkohol oder anderes Konsumverhalten.

Burnout-Phase 11

Depressionen mit Symptomen wie dauerhafter Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Erste Selbstmordgedanken kommen hoch.

Burnout-Phase 12

Völlige Burnout-Erschöpfung mit massiven geistigen, körperlichen und emotionalen Erschöpfungszuständen. Der Körper und das Immunsystem sind angegriffen und es kann zu voranschreitenden Erkrankungen kommen. Die geistige und emotionale Erschöpfung kann lebensbedrohend sein.

Wie wird Burnout diagnostiziert?

Es gibt keine allgemein akzeptierten diagnostischen Kriterien für einen Burnout14, denn die Bandbreite der Erkrankungserscheinungen macht die Diagnose mitunter gar nicht so einfach. Sie sollte ausschließlich von entsprechend qualifizierten Ärzten oder Therapeuten gestellt werden.

In der Regel ermittelt ein Arzt mithilfe spezieller Fragebögen und Tests, ob ein Burnout vorliegt. Meist wird das sogenannte „Maslach burnout inventory“ der Psychologin Christina Maslach angewendet. Es gilt als eine Art Messinstrument für die Diagnose von Burnout.

Anhand der Fragebögen werden mögliche Symptome und Beschwerden abgefragt, um einen eventuellen Burnout  gegenüber anderen psychischen Erkrankungen abgrenzen.

Wie wird Burnout behandelt?

Burnout sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn es ist eine ernsthafte Erkrankung, die professionell behandelt werden sollte. Betroffene schätzen ihre Lage oft falsch ein und werden erst aktiv, wenn es ihnen bereits viel zu schlecht geht. Bleibt ein Burnout unbehandelt, können sich die Symptome unter Umständen schnell verschlimmern und im Extremfall kann das zu schweren Depressionen führen.

Es gibt keine allgemein gültige Standard-Therapie. Die Möglichkeiten zur Behandlung sind so individuell, wie die Problematiken der Betroffenen selbst.

Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation, Yoga oder Atemübungen können die Behandlung unterstützen.

Bei Verdacht auf Burnout: An welchen Arzt sollte ich mich wenden?

Wenn Sie den Verdacht haben an Burnout zu leiden, empfiehlt es sich zunächst Ihren (Haus-)Arzt aufzusuchen. Wenn dieser andere eventuelle körperliche Erkrankungen ausgeschlossen hat, kann er sie an einen Psychotherapeuten überweisen.

Welche Therapiemöglichkeiten werden bei Burnout angeboten?

Eine Burnout-Therapie setzt sich in der Regel aus mehreren Bausteinen zusammen, die individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Probleme des Betroffenen abgestimmt werden.

Befindet sich der Burnout-Prozess noch im Anfangsstadium, kann eine Kurzzeittherapie bereits ausreichend sein. Zudem gibt es Hilfe in Form von Gruppentherapien oder Selbsthilfegruppen.

Ist der Burnout-Prozess bereits weiter fortgeschritten, ist meist eine Psychotherapie zur Behandlung notwendig. Diese kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen.

Folgende therapeutische Verfahren können dabei zum Einsatz kommen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie: hilft dabei problematische Muster und Verhaltensweisen zu erkennen und schrittweise zu verändern.
  • Tiefenpsychologische Verfahren: hier steht vor allem der Aufbau eines stabileren Selbstwertgefühls im Vordergrund.
  • Körpertherapie und Sport: ergänzend zur Psychotherapie können sie dabei helfen die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wieder besser wahrzunehmen sowie dabei, Stress abzubauen und körperliche Anspannungen zu lösen.
  • Kunsttherapie: ergänzend zur Psychotherapie kann sie dabei helfen sich gestalterisch auszudrücken und zu neuer Kreativität zu finden.
  • Entspannungstherapie: hilft dabei zur Ruhe zu kommen sowie Körper und Geist zu entspannen.

Werden zur Behandlung von Burnout Medikamente verschrieben?

Ob zur Behandlung von Burnout Medikamente verschrieben werden oder nicht, hängt individuell vom Betroffenen und den vorliegenden Symptomen ab.

Neben psychotherapeutischer Unterstützung kann ein Burnout je nach Schweregrad unter Umständen auch medikamentös therapiert werden. Vor allem, wenn schwere depressive Symptome vorliegen. Darüber entscheidet der behandelnde Arzt oder Therapeut im Laufe der Behandlung.

Auch hoch dosierte pflanzliche Präparate mit Johanniskraut, Melisse, Baldrian oder Hopfen können beispielsweise unterstützend angewendet werden.

Ist die Reha eine sinnvolle Burnout-Therapie?

Je nach Schwere des Burnouts kann ein Aufenthalt in einer speziellen Klinik oder in einem Reha-Zentrum sinnvoll sein. Sie bieten in der Regel ein breites Spektrum an Therapieprogrammen an. Durch den stationären Rahmen können sich Betroffene intensiver und ohne die Ablenkungen des Alltags mit ihrer Problematik auseinandersetzten.

Oft hilft es auch einfach den Abstand von Zuhause zu haben, damit man sich nicht um die alltäglichen Probleme kümmern muss und sich stattdessen voll auf sich selbst konzentrieren kann.

Gibt es spezielle Burnout-Kliniken?

Ja, zur Therapie von Burnout gibt es spezielle Kliniken und Therapiezentren. Außerdem bieten oft auch Krankenhäuser und Universitätskliniken eine stationäre oder ambulante Therapie an. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Therapeuten beraten, welche der Kliniken das für Sie passende Therapieprogramm anbietet.

Kann ich Burnout auch selbst zu Hause behandeln?

Grundsätzlich ist davon abzuraten Burnout ausschließlich selbst von zu Hause aus zu behandeln. Suchen Sie auf jeden Fall einen Therapeuten auf, um sich beraten zu lassen und um einschätzen zu können, wie ihr gesundheitlicher Zustand ist.

Ist man sich als Betroffener seiner Lage bewusst, kann man sich neben einer therapeutischen Behandlung auch durch zahlreiche Maßnahmen selbst helfen. Vor allem kleine Entspannungs- oder Atemübungen kann man selbständig zu Hause oder auch zwischendurch im Büro machen, um herunterzufahren und sich selbst kleine Pausen zu gönnen.

Diagnose Burnout: Wie lange ist man in der Regel arbeitsunfähig?

Wie lange man in der Regel arbeitsunfähig ist, hängt von dem individuellen Ausmaß und der Schwere der Erkrankung ab. Je nachdem wie stark der Erschöpfungszustand und auch die körperlichen Beschwerden ausfallen, kann eine längerfristige Krankschreibung nötig sein.

Kehrt man zu früh in den Arbeitsalltag zurück, riskiert man nur schnell wieder in den alten Sog aus Stress, Überforderung und Erschöpfung gezogen zu werden. Oftmals zeigt es sich erst im Laufe der Behandlung, wie lange man nun wirklich „ausfällt“.

Wird die Burnout Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

Um abzuklären, ob eine Burnout Behandlung von Ihrer Krankenkasse übernommen wird, sollten sie Rücksprache mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse halten. Je nach Diagnose und Behandlungsart entscheidet sich individuell, ob, wie lange und welche Art der Behandlung von der Krankenkasse übernommen wird.

Wie lang ist die durchschnittliche Behandlungsdauer bei Burnout?

Wie lange die durchschnittliche Behandlungsdauer bei Burnout ausfällt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Auch hier gilt es mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten abzusprechen welche Therapieart für Sie am sinnvollsten ist. Empfiehlt sich eher eine ambulante Therapie oder ein stationärer Klinikaufenthalt oder reichen einzelne Therapiesitzungen aus? Danach richtet sich auch entsprechend die Behandlungsdauer.

Je früher ein Burnout erkannt wird, desto schneller kann der Heilungsprozess verlaufen und desto kürzer kann eine Krankschreibung mitunter ausfallen.

Wo kann ich einen Burnout-Test machen lassen?

Um sicher herauszufinden ob man unter Burnout leidet sollte man einen Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen. Natürlich gibt es vor allem im Internet eine ganze Reihe verschiedenster Selbsttests, doch lässt sich über deren Qualität sicherlich streiten.

Grundsätzlich können sie hilfreich sein, um sich in einem ersten Schritt mit dem Thema auseinander zu setzten, allerdings können sie ein Gespräch mit einer Fachkraft nicht ersetzten.

Welche Folgen kann Burnout haben?

Unbehandelt kann Burnout weitreichende Folgen haben, die sich nicht nur massiv auf die Gesundheit auswirken, sondern sich in alle Bereiche des Lebens ziehen. Die oben genannten Symptome können sich weiter verschlimmer und schwere Folgeerkrankungen auslösen wie zum Beispiel:

  • schwere Depressionen
  • Angststörungen
  • Panik-Attacken
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Magengeschwüre
  • Stoffwechselprobleme
  • im Extremfall: Berufsunfähigkeit

Ein Burnout kann allerdings auch eine Chance sein. Denn manchmal liegt in etwas Negativem gleichzeitig etwas Positives verborgen. Auch wenn es zunächst aussichtslos und niederschmetternd scheint, kann man die Möglichkeit nutzen einen neuen Weg einzuschlagen und negative Verhaltensweisen, die sich zum Teil über Jahre hinweg etabliert haben loslassen, um in ein bewussteres und ausgeglicheneres Leben zu starten.

Burnout-Prävention: Wie kann ich Burnout vorbeugen?

Wie so oft im Leben gilt auch hier: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Je früher eine potenzielle Gefährdung für Burnout erkannt wird, desto besser und schneller sind die Besserungsaussichten.

Vor allem mangelnde Selbsterkenntnis oder die Verleugnung der Überforderung stehen einer Prävention leider nicht selten im Wege. Wichtig ist es daher die Warnsignale des Körpers frühzeitig zu erkennen und Erschöpfungszustände nicht einfach auf die leichte Schulter zu nehmen oder gar zu ignorieren. Meist dauert es viel zu lange bis Betroffene verstehen, dass ihre Symptome Teil einer psychischen Erkrankung sind.

Deswegen gilt es stehts achtsam mit sich und seinem Körper umzugehen und die eigenen Grenzen zu respektieren. Wer ständig über seine verfügbaren Potenziale hinausgeht, hat irgendwann keine Kraft mehr. Dann machen sich Erschöpfung und das Gefühl des „Ausgebrannt-sein“ breit.

Die Prävention von Burnout setzt primär bei der Verminderung von Stress an, indem man stressauslösende Faktoren reduziert und für einen Ausgleich zur beruflichen Belastung sorgt.

Folgende Maßnahmen können vorbeugend helfen:

  • mentales Training
  • Körperübungen
  • regelmäßige Bewegung/Sport
  • eine gesunden und ausgewogene Ernährung
  • verbessertes Zeitmanagement
  • Entspannungsübungen
  • sich von perfektionistischen Handlungsmustern befreien

Inzwischen gibt es auch vermehrt Burnout-Präventionskurse, die beispielsweise von Krankenkassen angeboten werden.

Wo finde ich Hilfe bei Burnout

Hilfe kann man auf verschiedene Arten und Weisen finden. Grundsätzlich können Sie sich an Ihren Hausarzt wenden oder an spezielle Beratungsstellen. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Selbsthilfegruppen, Ratgebern und Burnout-Foren im Internet.

Ein ausführliches Therapieprogramm ist in der Regel sinnvoll. Es kann helfen die Zusammenhänge zwischen Lebensführung und der psychischen Gesundheit zu verstehen und somit die Ursachen der Burnout-Erkrankung zu erkennen. Dabei gibt es sowohl ambulante Therapien, also auch Tageskliniken und stationäre Aufenthalte im Rahmen von einer Reha oder Kur.

Burnout-Foren: Von Betroffenen Hilfe und Tipps bekommen

Im Internet kann man eine Vielzahl unterschiedlicher Foren finden, die sich mit Burnout beschäftigen und einen Raum für Austausch und Hilfe bieten. Der Austausch mit Leidensgenossen kann unterstützend und motivierend wirken. Vor allem, wenn man sich nicht traut mit Freunden oder Familie über den Zustand zu sprechen.

Betroffene schämen sich oft und haben das Gefühl zu versagen, weil sie sich überfordert fühlen und nicht weiter wissen. Gerade dann hilft es, von Betroffenen Hilfe und Tipps zum Umgang mit der Situation zu bekommen.

Weihen Sie bei Verdacht auf Burnout Ihre Angehörigen ein

Machen Sie sich bewusst, dass sie nicht ganz alleine mit Ihren Problemen umgehen müssen und suchen Sie aktiv das Gespräch mit Familie, Freunden oder vertrauten Personen. Oftmals hilft es jemanden Vertrautes zu haben, der einen beim Gang zum Therapeuten unterstützt. Manchmal braucht man auch erst den Anstoß von außen, um sich bei einem Verdacht auf Burnout wirklich zu trauen, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Familie und Freunde können außerdem dabei unterstützen den Alltag neu zu organisieren, um langfristig Stress und Belastungen zu reduzieren. Wenn Sie darüber hinaus erfahren wollen wie Sie Stress abbauen können, dann lesen Sie gern unseren Ratgeber zum Thema „Stress abbauen und vermeiden„. 

Tipps zum Umgang mit Burnout

In erster Linie ist es wichtig den Zustand des „Ausgebranntseins“ als solchen anzuerkennen und zu akzeptieren. Hierbei muss man ehrlich zu sich selbst sein und sich eingestehen, dass man so nicht weiter machen kann.

Ein guter Ansatzpunkt zum Umgang mit Burnout ist die Umstrukturierung der eigenen Lebensumstände, sowohl beruflich als auch privat. Das kann heißen Aufgaben abzugeben, die Arbeitszeiten herunterzuschrauben oder sich einfach zwischendurch kleine Momente der Ruhe für sich selbst zu gönnen.

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance (Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit) und ein stärkendes soziales Umfeld können dabei helfen, mit belastenden Situationen umzugehen.

Wie werde ich nach dem Burnout wieder belastbar?

Ein Burnout stellt für jeden betroffenen einen harten Einschnitt dar. Je nach Schwere, kann es durchaus eine Weile dauern um zu alter Form zurück zu finden. Entscheidens ist, nach einem Burnout nicht so weiter zu machen wie vorher und bewusst einen neuen Lebensstil zu wählen. Wer sich direkt wieder von negativen Mustern und Verhaltensweisen einholen lässt, wird ganz schnell wieder vor dem nächsten Burnout stehen.

Suchen Sie sich einen Ausgleich, etwas das Ihnen gut tut. Ganz Egal ob es Sport, Malen, Lesen, Yoga oder irgendeine andere Freizeitbeschäftigung ist, die Ihnen Spaß macht. Gönnen Sie sich Momente der Ruhe und starten Sie nicht von Null auf Hundert in Ihren Alltag.

Gehen Sie es ruhig an und erwarten sie nicht von sich sofort wieder voll belastbar zu sein. Gehen Sie schonend mit Ihren eigenen Ressourcen um. Je mehr Zeit man sich selbst zugesteht, desto schneller können die Erholungsaussichten sein.

Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, damit der Körper Zeit hat sich zu erholen.

Eine feste Routine und Rituale können dabei helfen, die Balance zu behalten und nach und nach wieder belastbarer zu werden. Genauso wie ein ausgewogener und gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und festen Mahlzeiten.

Kann man bei diagnostiziertem Burnout gekündigt werden?

Fällt man als Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum aus, gilt das Arbeitsrecht für Langzeiterkrankungen. In Unternehmen, die regelmäßig mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigen bedarf es in der Regel besonderer Bedingungen, um einen Mitarbeiter, der krankheitsbedingt für einen längeren Zeitraum ausfällt, zu kündigen15.

Ob man bei einem diagnostizierten Burnout von seinem Arbeitgeber gekündigt werden kann oder nicht lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten. Ziehen Sie hierfür am besten einen Anwalt zu raten, um Ihren individuellen Fall abzuklären.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Techniker Krankenkasse: Entspann dich, Deutschland. TK-Stressstudie 2016 https://www.tk.de/resource/blob/2026630/9154e4c71766c410dc859916aa798217/tk-stressstudie-2016-data.pdf
  2. https://www.apotheken-umschau.de/burnout (Aufgerufen am 12.02.19)
  3. Institut für Arbeitsmedizin: Burnout – ein Leitfaden des ifa. https://www.arbeitsmedizin.ch/fileadmin/data/downloads/Burnout__Leitfaden.pdf
  4. https://www.netdoktor.de/krankheiten/burnout/ (Aufgerufen am 13.02.19)
  5. BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit. Psychische Erkrankungen und Burnout, 2012. https://www.bptk.de/uploads/media/20120606_AU-Studie-2012.pdf
  6. BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit. Psychische Erkrankungen und Burnout, 2012. https://www.bptk.de/uploads/media/20120606_AU-Studie-2012.pdf
  7. BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit. Psychische Erkrankungen und Burnout, 2012. https://www.bptk.de/uploads/media/20120606_AU-Studie-2012.pdf
  8. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland: Psychische Gesundheit in der Bevölkerung, Aktuelle Daten und Hintergründe, 2015
  9. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland: Psychische Gesundheit in der Bevölkerung, Aktuelle Daten und Hintergründe, 2015. https://www.bfr.bund.de/cm/343/psychische-gesundheit-in-der-bevoelkerung-aktuelle-daten-und-hintergruende.pdf
  10. WIdO – Wissenschaftliches Institut der AOK, Pressemitteilung. https://www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_pra_pm_krstd_0411.pdf
  11. WIdO – Wissenschaftliches Institut der AOK, Pressemitteilung. https://www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_pra_pm_krstd_0411.pdf
  12. Brand, Serge, and Edith Holsboer-Trachsler: „Das Burnout Syndrom—eine Übersicht.“ Therapeutische Umschau 67.11 (2010): 561.
  13. Voos, Dunja. „Geschlechtsunterschiede bei Burnout?–„Frauen werden depressiv, Männer süchtig “.“ XX Die Zeitschrift für Frauen in der Medizin 2.04 (2013): 216-217.
  14. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland: Psychische Gesundheit in der Bevölkerung, Aktuelle Daten und Hintergründe, 2015. https://www.bfr.bund.de/cm/343/psychische-gesundheit-in-der-bevoelkerung-aktuelle-daten-und-hintergruende.pdf
  15. https://www.arbeitsrechte.de/krankheit/ (Aufgerufen am 13.02.19)
By |2019-02-27T17:44:31+02:0018. Februar 2019|Stress|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

Schreibe einen Kommentar