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Darmflora aufbauen

Sowohl in der Naturheilkunde als auch in der klassischen Medizin rückt die Darmflora immer mehr in den Mittelpunkt, wenn es um das Thema Gesundheit geht. Inzwischen ist man sich darüber einig, dass eine gesunde Darmflora nicht nur wichtig ist für eine gut funktionierende Verdauung – Sie spielt eine zentrale Rolle in unserem Körper und trägt wesentlich zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Gerät das empfindliche Gleichgewicht des Darms ins Wanken, häufen sich die Probleme. So beschäftigen sich inzwischen auch immer mehr Untersuchungen mit den Zusammenhängen zwischen einer gestörten Darmflora und sogenannten Zivilisationskrankheiten.

Werden Sie am besten schnell aktiv und unterstützen Sie den Aufbau und Erhalt Ihrer Darmflora. Glücklicherweise gibt es so einige wirkungsvolle Maßnahmen. Hier in unserem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige dazu.

Warum eine gesunde Darmflora so wichtig ist

Millionen verschiedener Bakterien in unserer Darmflora sind an zahlreichen wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Ohne ihre Arbeit kommt so einiges ins Stocken. Und damit ist nicht nur der Verdauungsprozess an sich gemeint – läuft der Darm nicht rund, betrifft das den gesamten Körper. 

Unsere Darmflora ist nämlich zuständig für:

  • Die Verdauung und Verwertung der aufgenommenen Nahrung: Nährstoffe werden aufgenommen und Schadstoffe wieder aus dem Körper ausgeschieden.
  • Die Versorgung und den Schutz der empfindlichen Darmschleimhaut und somit zur Aufrechterhaltung der natürlichen Darmbarriere: Wird die Schleimhaut „löchrig“, können schädliche Stoffe direkt in unseren Körper eindringen.
  • Die Produktion von Hormonen, verschiedene Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren, die wir nicht mit der Nahrung aufnehmen können. So werden beispielsweise die für den Körper wichtigen kurzkettigen Fettsäuren fast ausschließlich durch Fermentationsprozesse unserer Darmbakterien gebildet.
  • Die Gesunderhaltung des Darms.
  • Die Stärkung und Regulierung des Immunsystems sowie für die Abwehr schädlicher Erreger (z. B. Keime, Viren), denn ein Großteil der Immunzellen befindet sich in unserem Darm.

Wodurch kann unsere Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten?

Als Darmflora, auch intestinale Mikrobiota oder Mikrobiom genannt, wird die Gesamtheit aller Mikroorganismen (Bakterien) bezeichnet, die im Darm leben. Unsere Darmflora ist ein sehr komplexes und dynamisches System aus Billionen von Bakterien verschiedener Arten. Ganz allgemein gilt, je mehr nützliche Bakterien unseren Darm besiedeln, desto besser.

Gerät das empfindliche Ökosystem aus dem Gleichgewicht, kann das vielfältige Auswirkungen auf unsere Gesundheit mit sich bringen. 

Aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann unsere Darmflora schon durch ganz alltägliche Dinge, wie zum Beispiel:

  • eine ungesunde Ernährung: fettige und zuckerreiche Speisen, fertige Lebensmittel voller   Zusatzstoffe und Aromen, wenig Ballaststoffe
  • Stress und Schlafmangel
  • die häufige Einnahme von Medikamenten (z.B. Antibiotika, Schmerzmittel, Cortison, Säureblocker)
  • Alkohol und Nikotin
  • Lebensmittelunverträglichkeiten: Laktoseintoleranz, Unverträglichkeit von Gluten, Fruchtzucker oder anderen Nahrungsbestandteilen

Aber auch verschiedene Infektionen und Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, das Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn können sich auf die Darmflora auswirken.

Wann kann es notwendig werden, die Darmflora wieder aufzubauen?

Normalerweise befinden sich die Bakterien der Darmflora im Gleichgewicht. Das heißt, dass die guten Darmbakterien die potenziell schädlichen Darm-Mitbewohner regulieren und eine Ausbreitung unerwünschter, schädlicher Keime verhindern können.

Allerdings reagiert dieses Gleichgewicht sehr empfindlich auf äußere Einflüsse und Umweltreize. So können die eben aufgezählten Faktoren schnell zu Veränderungen der Bakterienzusammensetzung in der Darmflora führen. Das kann sich in einer verminderten Bakterienvielfalt zeigen, da zu viele gute Bakterien absterben. Oder aber auch in einem Ungleichgewicht zwischen guten und krankmachenden Bakterienstämmen. Man spricht in diesem Fall von einer sogenannten Fehlbesiedlung, auch „Dysbiose“ genannt.

Hält dieses Ungleichgewicht über einen längeren Zeitraum – Wochen, Monate oder gar Jahre – an, zum Beispiel aufgrund einer anhaltenden Medikamenteneinnahme, Dauerstress bei der Arbeit oder auch aufgrund einer dauerhaft ungesunden Ernährung, kann sich die Darmflora nicht mehr selbst regenerieren.

In der Folge kann es zu massiven Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden kommen. Besonders dann ist es wichtig direkt an der Wurzel des Geschehens anzusetzen und aktiv für den Aufbau der Darmflora zu sorgen. Andernfalls kann es passieren, dass man immer wieder krank wird, weil die Immunabwehr nicht richtig funktioniert, dass sich Magen-Darm-Beschwerden häufen oder vermehrt Allergien und Unverträglichkeiten auftreten.

Darmflora aufbauen nach Antibiotika

Leider kommt man bei schwerwiegenden Infektionen manchmal nicht umhin auf Antibiotika zurück zugreifen. Doch so gut sie wirken, so unangenehm können die Folgen zum Teil leider sein. Vor allem Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall treten häufig auf, da die Medikamente die Darmflora negativ beeinflussen. Inzwischen verwenden Mediziner hierfür sogar einen eigenen Begriff: Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD).

Antibiotika bekämpfen Bakterien sehr effektiv indem sie diese abtöten oder ihre Vermehrung hemmen. So weit so gut. Allerdings unterscheiden Antibiotika nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien, weshalb sie diesen Effekt leider auch auf eine Vielzahl der wertvollen Mikroorganismen im Darm ausüben.

Zum Aufbau der Darmflora nach einer Behandlung mit Antibiotika gibt es neben verschiedenen Hausmitteln auch einige homöopathische Präparate sowie Probiotika aus der Apotheke. Ausgewählte Probiotika haben sich außerdem zur begleitenden Behandlung bei der Einnahme von Antibiotika bewährt. Eine detaillierte Anleitung zum Aufbau der Darmflora finden Sie im Folgenden.

Darmflora aufbauen bei ungesunder Ernährung

Eine ungesunde Ernährung schadet auf Dauer der Bakterienvielfalt in unserem Darm. Zu viel Zucker, Weißmehl, große Mengen an tierischen Produkten, Fast Food, fertige Lebensmittel, viele Zusatzstoffe – all das wirkt sich negativ auf unsere Mitbewohner im Darm aus.

Konservierungsstoffe, die in Nahrungsmitteln dazu eingesetzt werden das Bakterienwachstum zu hemmen und industriell hergestellte Lebensmittel dadurch länger haltbar zu machen, sind natürlich auch hinderlich für die Mikroorganismen in unserem Körper. Höchste Zeit also, die eigenen Ernährungsgewohnheiten einmal zu überdenken und etwas genauer hinzuschauen, was man jeden Tag so zu sich nimmt.

Eine Ernährungsumstellung ist der erste Schritt, um den guten Bakterien eine Chance zur Regeneration zur geben. Denn die beste Grundlage zum Erhalt einer gesunden Darmflora ist und bleibt eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Ballaststoffen und pflanzlicher Kost. Sie sind die Lebensgrundlage der Bakterien und fördern deren Ausbreitung und Vermehrung. Unterstützend kann man vermehrt probiotische Lebensmittel auf den Speiseplan setzen, um neue Bakterien im Darm anzusiedeln.

Darmflora aufbauen bei Stress

Stress schlägt uns bekanntlich schnell auf den Magen – und ebenso auf den Darm. Denn nach anhaltenden Stressphasen kann sich die Bakterienzusammensetzung im Darm ändern. Forscher gehen davon aus, dass dieser Effekt eintritt, weil bei erhöhtem Stress das Immunsystem anspringt und verschiedene Abwehrzellen und Botenstoffe freisetzt, die eine antibakterielle Wirkung haben und eigentlich vor Viren und keimen schützen sollen.

Deshalb ist es wichtig, den eigenen Stresslevel im Blick zu behalten und für einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag zu sorgen. Dafür eignen sich neben Sport und Bewegung an der frischen Luft auch Entspannungsmethoden wie Yoga, Autogenes Training, Meditation oder Atemübungen. Auf diese Weise bekommt der Organismus die Möglichkeit neue Kraft zu schöpfen und die Darmflora kann sich erholen. Wie Sie die Ihren Darm beim Regenerationsprozess unterstützen können, werden wir Ihnen nun genauer erläutern.

Wie kann man die Darmflora aufbauen?

Ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten, ist das wie bereits dargelegt glücklicherweise meist kein endgültiger Zustand. Im Gegenteil, Sie können durch ein paar gezielte Maßnahmen die Balance wiederherstellen und diesen Zustand dann auch langfristig halten.

  • Darmsanierung
  • Ernährungsumstellung
  • Probiotische Lebensmittel (Probiotika)
  • Präbiotische Lebensmittel (Präbiotika)
  • Probiotika aus der Apotheke

Mit welchen Hausmitteln kann ich meine Darmflora aufbauen?

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen haben sich einige einfache, aber wirksame Hausmittel bewährt. Achten Sie bei der Ernährung auf bestimmte Inhaltsstoffe und nutzen Sie probiotische Lebensmittel (Milchsäurebakterien), Präbiotika (ballaststoffreiche Lebensmittel) und ergänzende Präparate wie Probiotika (lebende Mikroorganismen), um Ihre Darmflora wieder fit zu machen. Dazu sollten Sie viel trinken und auf ausreichende Bewegung achten, um den Prozess zu unterstützen.

Wir erklären Ihnen im nächsten Abschnitt ganz genau, wie Sie das am besten machen.

Anleitung: Wie kann ich eine gesunde Darmflora aufbauen?

Ein Aufbau der Darmflora ist aus erklärten Gründen sinnvoll. Um diesen Prozess möglichst allumfassend zu fördern, ist es sinnvoll, den Darm einer sogenannten Darmsanierung zu unterziehen. So, wie eine Immobilie von Zeit zu Zeit mal einer gründlichen Renovierung bedarf, kann man sich das auch im menschlichen Darm vorstellen.

In seinen verwinkelten Falten und Knicken lagern sich über die Jahre viele Schlacke an, die nicht mit der Verdauung ausgeschieden werden. Ist die Ernährung zusätzlich negativ für die Darmflora, können sich diese Stoffe festsetzen und von dort zu gesundheitlichen Problemen führen.

Um diese Stoffe aus dem Körper auszuleiten, sollte eine Darmsanierung das Mittel der Wahl sein. Sie besteht aus mehreren Schritten:

  • Darmreinigung – akut mit Abführmitteln
  • Ausleitung der Schadstoffe und Reinigung der Darmwand
  • Aufbau der Darmflora durch Ernährung und Zugabe von sogenannten Probiotika

Schritt 1: Steigern Sie das Wachstum gesundheitsfördernder Bakterien

Etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit wandern im Laufe eines Lebens durch den Darm. Das ist eine ganz schöne Menge, zumal wir uns heute anders ernähren, als noch zu Urzeiten. Viele Lebensmittel sind industriell bearbeitet und enthalten Stoffe, die der Körper schlechter oder gar nicht verwerten kann. Im Klartext heißt das, die Bakterien in unserem Darm bekommen nicht das richtige Futter. Um sie bei Laune zu halten und ihre Vermehrung zur fördern, braucht es entsprechende Lebensmittelbestandteile auf die wir im Folgenden genauer eingehen werden

Schritt 2: Ernähren Sie sich ballaststoffreich

Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Stuhl weich bleibt und beugen Verstopfungen vor. Sie kommen primär in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor und sind überwiegend unverdaulich. Dadurch, dass sie große Mengen an Wasser aufnehmen können, quellen sie auf und vergrößern damit auch das Stuhlvolumen. Das wiederrum regt die Darmtätigkeit an. 

 Ballaststoffe sind außerdem Nahrung für die „guten“ Bakterien des Darms – sogenannten Präbiotika – und unterstützen somit die Darmflora.

 Sie sind enthalten in

  • Vollkornprodukten
  • Hülsenfrüchten
  • Äpfel
  • Bananen
  • Spargel
  • Schwarzwurzel
  • Artischocken
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Gemüse
  • Nüssen

Alles Wissenswerte über Ballaststoffe lesen Sie in unserem Ratgeber.

Schritt 3: Ernähren Sie sich abwechslungsreich

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist nicht nur für den Speiseplan und die Geschmacksnerven von Vorteil, sondern liefert auch dem Darm eine entsprechende Vielfalt an Stoffen, die er verwerten kann. Achten Sie darauf, dass Sie Nahrungsmittel möglichst in frischem und rohem Zustand kaufen – und auch so verzehren – denn auf diese Weise vermeiden Sie Nebenprodukte und Zusatzstoffe, die der Darmflora schaden könnten.

Auf Fett müssen und sollten Sie nicht verzichten. Allerdings ist es wichtig, zu den richtigen Fetten zu greifen. Während Omega-6-Fettsäuren (enthalten in Sonnenblumenöl, Eigelb, Rindfleisch, Hühnerfleisch, Schweinefleisch) das Wachstum schlechter Bakterien im Darm fördert, helfen Omega-3-Fettsäuren dem Organismus, fettlösliche Vitamine wie A, D oder K aufzunehmen. Omega-3-Fettsäuren sind enthalten in beispielsweise Lachs, Thunfisch, Olivenöl, Makrele, Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Wildtieren, Olivenöl, Chiasamen, Mandelöl und Avocados.

  • Chiasamen

Diese ballaststoffreichen Samen waren schon bei den Azteken eine wichtige Quelle für Proteine. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko und ihr Omega-3-Gehalt ist um ein Vielfaches höher, als es bei Eiern oder Fisch der Fall ist.

  • Moringa

Wird aus den Blättern des Moringabaums hergestellt und meist in Pulverform dargereicht. Es enthält zahlreiche Vitamine sowie Mineralstoffe und versorgt den Darm mit entzündungshemmenden Stoffen, wie Antioxidantien, pflanzliches Protein und essentielle Aminosäuren.

  • Kokosnuss

Ihr wird nachgesagt, entzündungshemmende Stoffe in den Darm zu schleusen und so das Gleichgewicht wieder herzustellen.

  • Nüsse

Sie sind reich an Ballaststoffen und versorgen den Körper mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren (beispielsweise Walnüsse).

Schritt 4: Essen Sie probiotische Lebensmittel

Unter probiotischen Nahrungsmittel versteht man Lebensmittel, die für den Darm gute und nützliche Bakterien enthalten. Sie helfen die Anzahl der erwünschten Bakterien im Darm zu vergrößern. Hierzu zählen zum Beispiel Milchsäurebakterien, die in Milch- und Joghurtprodukten in hoher Zahl vorhanden sind. 

Welche Nahrungsmittel sind probiotisch und bauen die Darmflora auf?

  • Kefir (enthält weniger Laktose und ist daher auch für Menschen mit Laktoseintoleranz bekömmlicher)
  • naturbelassener Joghurt
  • Molke
  • Miso
  • saure Gurken
  • Apfelessig
  • Cheddar, Gouda, Mozzarella, Parmesan
  • Kimchi
  • Kombucha
  • Tempeh
  • Sauerkraut (nicht industriell gefertigt, sondern selber hergestellt)
  • Teesorten mit Kümmel, Anis oder Fenchel 

Was bewirken Probiotika?

Neben probiotischen Lebensmittel gibt es außerdem Probiotika. Sie enthalten lebende Mikroorganismen – beispielsweise Milchsäurebakterien, die sich im Darm ansiedeln und einen gesundheitsfördernden Einfluss auf den Organismus haben, wenn sie in ausreichender Menge aufgenommen werden. Probiotika sind in verschiedenen Darreichungsformen (Tabletten, Kapseln, Pulver, etc.) erhältlich und werden oral eingenommen.

Für die Wirksamkeit von Probiotika gibt es noch nicht genügend wissenschaftliche Studien, deshalb gilt sie als nicht ausreichend bewiesen. Allerdings gibt es Untersuchungen, die belegen, dass Probiotika zum Beispiel bei durch Antibiotika-Therapie ausgelöstem Durchfall Abhilfe schaffen können.1

Andere Studien belegen, dass die Einnahme von Probiotika begleitend zu der Einnahme von Antibiotika, das Risiko für Durchfallerkrankungen verringern kann.2 Alles zum Thema Probiotika, wie sie wirken und worin sie enthalten sind, lesen Sie in unserem Probiotika-Ratgeber.

Diese Nahrungsmittel sollten Sie meiden

Vermeiden Sie Lebensmittel die viel Zucker und / oder Weißmehl enthalten. Denn sie sind der ideale Nährstoff für viele unerwünschte Pilze. Das gleiche gilt für Fertiggerichte. Sie enthalten viele ungesunde Zusatzstoffe (Aromen, Konservierungsstoffe, Feuchthaltemittel, …) und ebenfalls Zucker oder andere Süßungsmittel. 

Auf Omega-6-Fettsäure sollte weitestgehend verzichtet werden. Deshalb sind Rapsöl, Sonnenblumenöl und Margarine so gut es geht zu vermeiden. Ebenso sollten Sie Alkohol gar nicht oder zumindest nur in geringen Mengen konsumieren.

Schritt 5: Unterstützen Sie Ihren Darm zusätzlich mit präbiotischen Lebensmitteln

Als präbiotische Lebensmittel bezeichnet man pflanzliche Lebensmittel, die viele Ballaststoffe enthalten und so den nützlichen Bakterien im Darm als „Futter“ dienen. Sie sorgen dafür, dass die Bakterien gut gedeihen und sich zahlreich vermehren, sodass ein ausgeglichenes Milieu herrscht und krankmachende Bakterien in Schach gehalten werden können.

Dazu zählen unter anderem Inulin, Frukto-Oligosaccharide und Galakto-Oligosaccharide. Sie stecken zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln:

  • Flohsamen, Leinsamen
  • Weizenkleie
  • Chicorée
  • Schwarzwurzeln
  • Topinambur
  • Bananen
  • Löwenzahn
  •  Artischocken

Schritt 6: Nutzen Sie Probiotika aus der Apotheke

Um bei einer gestörten Darmflora möglichst schnell einen positiven Effekt zu erzielen, ist es manchmal sinnvoll, Probiotika in größeren Mengen zu sich zu nehmen – doch dies ist über die reine Nahrungsmittelzufuhr meist schwierig.

Daher kann es sinnvoll sei, den Prozess durch entsprechende Probiotika-Präparate aus der Apotheke zu verstärken. Viele von ihnen enthalten Bakterienkulturen wie zum Beispiel Bifidobakterien und Laktobazillen sowie Hefen in hochdosierter Form. Die spezifische Wirkung der Präparate unterscheidet sich je nach Zusammensetzung und Mischverhältnis der Mikroorganismen.

Die meisten probiotischen Zusatzpräparate sind nur in Apotheken erhältlich. Lassen Sie sich am besten vor Ort vom Fachpersonal beraten, welches Produkt gut für Sie geeignet ist.

Schritt 7: Trinken Sie ausreichend Wasser 

Es ist so simpel und dennoch wird es allzu oft vernachlässigt: Ausreichend Wasser zu sich zu nehmen ist wichtig für den gesamten Körper – auch für die Darmflora. Sie benötigt viel Flüssigkeit, um sich zu regenerieren. Denn die Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Milieu des Darms gut durchfeuchtet bleibt und dadurch Schlacken und Abfallstoffe weniger gut an der Darmwand haften bleiben, um dort dauerhaft Schaden anrichten zu können.

Quellwasser ist gut oder Leitungswasser, sofern Ihre Wasserqualität entsprechend gut ist. Sie können aber auch auf möglichst stilles Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees zurückgreifen. Einige Inhaltsstoffe in Tees können helfen einen gestressten Darm zu beruhigen – beispielsweise durch Wirkstoffe wie Fenchel oder Anis.

Mit gezuckerten und süßen Säften sollten Sie eher sparsam umgehen. Alkohol wirkt sich negativ auf die Darmflora aus und auch mit Kaffee sollten Sie es nicht übertreiben. 

Schritt 8: Seien Sie in Bewegung und treiben Sie Sport

Das mag vielleicht für den ein oder anderen komisch klingen, ist aber so: Je mehr Sie sich bewegen, desto mehr kurbeln Sie Ihre Verdauung an. Der Darm tritt sozusagen mit in die aktive Phase ein und arbeitet mit erhöhter Energie an der Verwertung der Nahrungsbestandteile. Darüber hinaus hilft Sport auch noch beim Abbau von Stress.

Außerdem konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass die Diversität, also die Vielfältigkeit, der Darmbakterien zunimmt, je sportlich aktiver man ist. Dies entdeckte Jeffrey Woods von der Universität Illinois.3 Innerhalb einer weiteren Studie überprüften Forscher, ob die Beobachtungen, die sie bei Mäusen gemacht hatten, auch auf den Menschen übertragbar seien.

Hierfür nahmen 32 Erwachsene, von denen 18 schlank und 14 übergewichtig waren und die alle den Großteil des Tages sitzend verbrachten, unter Beaufsichtigung an einem Sportprogramm teil. Nach sechs Wochen endete das Programm und die Probanden kehrten wieder zu ihren größtenteils sitzenden Tätigkeiten zurück. Stuhlproben zeigten dabei, dass nach den Sportphasen der Anteil an kurzkettigen Fettsäuren deutlich höher lag, während der passiven Phase hingegen deutlich geringer. Ein Beleg für das vermehrte Auftreten von nützlichen Darmbakterien durch Sport.4

Wie kann ich den Aufbau meiner Darmflora unterstützen?

Insbesondere nach einer Antibiotikatherapie ist es überaus hilfreich unserem Darm etwas extra „Entwicklungshilfe“ zukommen zu lassen, damit sich unsere Darmflora schnellstmöglich erholen kann. Wie bereits erläutert gibt es hierfür spezielle Probiotika, die in Apotheken erhältlich sind.

Da sie über hochdosierte Bakterienkulturen verfügen, sind sie effektiver. Eine so große Menge an Mikroorganismen kann man alleine über die Ernährung gar nicht zuführen. Zudem verfügen probiotische Lebensmittel nicht über die gleiche Vielfalt an Bakterien wie Probiotika.

Zudem können Heilpflanzen und Kräuter dabei helfen das natürliche Gleichgewicht im Darm zu fördern und langfristig zu erhalten. Außerdem unterstützen die enthaltenen Bitterstoffe und wertvollen sekundären Pflanzenstoffe die Funktion von Magen und Darm. Zu den wichtigsten Kräutern dieser Art zählen zum Beispiel Löwenzahn, Schafgarbe, Mariendistel und Bockshornklee. Eine breite Auswahl qualitativ hochwertiger Kräuter und Teemischungen finden sie in Reformhäusern und Apotheken.

Der Weg der Homöopathie: Den Aufbau der Darmflora mit homöopathischen Mitteln unterstützen

Auch die Homöopathie bietet einige Mittel, die beim Aufbau der Darmflora zur Unterstützung des Magen-Darm-Systems eingesetzt werden können. Welche Präparate dabei zum Einsatz kommen, hängt allerdings von den individuellen Symptomen ab. Hierfür sollten Sie einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, um das für Sie geeignete Mittel auszuwählen.    

Den Aufbau der Darmflora mit Schüßler Salzen unterstützen

Schüßler-Salze sind Mineralsalze in homöopathisch aufbereiteter Form. Sie sind in der Regel gut verträglich und wirken auf sanfte Art und Weise. Beim Aufbau der Darmflora kann man den Organismus ergänzend mit Schüßler Salzen unterstützen.

Hierfür wird zum Beispiel eine Kur mit den Salzen Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum empfohlen.

Kalium chloratum ist als Salz der Schleimhäute bekannt, denn Kalium trägt im Körper zur Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushaltes bei. Natrium phoshoricum gilt als Salz des Stoffwechsels. Es hilft den Stoffwechsel anzuregen und dient ebenfalls zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus. Natrium sulfuricum wird als Salz der inneren Reinigung bezeichnet. Es gilt als Ausleitungsmittel unter den Schüßler Salzen, da es dazu beiträgt überschüssiges Wasser aus dem Körper hinaus zu transportieren.

Wissenschaftliche Quellen

  1. D`Souza, A. L. et al.: Probiotics in prevention of antibiotic associated diarrhoea: meta-analysis. BMJ 2002;324:1361.
  2. Bradley, C. et al.: Probiotics for the Prevention of Clostridium difficile–Associated Diarrhea: A Systematic Review and Meta-analysis
  3. https://nutrsci.illinois.edu/directory/woods1
  4. https://journals.lww.com/acsm-msse/Citation/2018/04000/Exercise_Alters_Gut_Microbiota_Composition_and.14.aspx
By |2019-08-07T18:00:15+02:007. August 2019|Verdauung|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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