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Allergisch auf Gräser: So kommen Sie trotz Gräserallergie durch den Frühling

Mit dem Frühlingsbeginn steigt bei vielen Menschen das Wohlbefinden und die gute Laune merklich an. Die Tage werden wieder länger, die Sonne strahlt und die Natur erwacht zu neuem Leben.

Leider ist diese Zeit nicht für alle Menschen mit Freude verbunden, denn für Allergiker beginnt jetzt eine anstrengende Zeit. Alles beginnt zu blühen: Gräser, Bäume, Sträucher – und bringt die Nase gefühlt zum Explodieren.

Wie sie trotz einer Allergie gut durch den Frühling kommen, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber.

Was ist eine Gräserallergie?

Bei einer Gräserallergie, auch Gräserpollenallergie genannt, reagiert das Immunsystem auf die Samen von Gräsern mit einer übersteigerten Abwehrreaktion. Es stuft die eigentlich harmlosen, natürlichen Substanzen fälschlicherweise als gefährlich ein, wodurch typische Symptome wie zum Beispiel Heuschnupfen (Allergische Rhinitis) auftreten, auch bekannt als Pollenallergie.

Nach dem ersten Kontakt mit einem der Pollen (= Allergen), reagiert das Immunsystem überempfindlich und speichert diesen als bedrohlich ab. Durch die überschießende Reaktion des Immunsystems werden zu viele Antikörper gebildet, was eine Sensibilisierung des Körpers gegenüber dem Allergen bewirkt1. Beim nächsten Kontakt reicht dann bereits eine kleine Menge der Gräserpollen aus, um heftige Reaktionen des Körpers auszulösen.

Durch Gräser ausgelöste Allergien: Eine der am häufigsten auftretenden Pollenallergie

Gräserpollen zählen mit zu den wichtigsten Auslösern von Allergien2. Dabei handelt es sich um die Samen verschiedenster Gräser, die auf unseren Wiesen wachsen und blühen. Die winzig kleinen Pollen fliegen ab dem Frühjahr – oftmals bereits schon im März, bis Anfang Oktober hinein.

Eine Gräserallergie gehört zu den sogenannten Inhalationsallergien, da man die allergieauslösenden Substanzen über die Luft aufnimmt. Allerdings können Gräser nicht nur über die Luft Allergien verursachen, sondern auch bei Kontakt über die Haut zu Beschwerden wie Juckreiz oder gerötete Hautstellen führen, zum Beispiel wenn man auf einer Wiese sitzt.

Auf diese Gräser reagieren Allergiker 

Es gibt etwa 8000 verschiedene Gräserarten, die allergische Reaktionen auslösen können. Manche Allergiker reagieren nur auf eine einzige Gräserart, andere hingegen gleich auf eine Vielzahl verschiedener Gräser. Insbesondere die Pollen von Süßgräsern verursachen die lästigen allergischen Symptome.

Auf diese fünf Gräser wird in Europa am häufigsten allergisch reagiert3:

  • Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata L.)
  • Gewöhnliches Ruchgras (Anthoxanthum oderatum L.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne L.)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis L.)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense L.)
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Wodurch wird das Allergierisiko bei Gräserpollen bestimmt?

Das Allergierisiko wird hauptsächlich von der „Aggressivität“, also von der Allergenstärke der Pollen sowie der Anzahl der von der Pflanze produzierten Pollen bestimmt. Je mehr Samen die Pflanze über das Jahr verteilt erzeugt, desto mehr Samenpollen können auch durch die Luft fliegen und Allergikern das Leben schwer machen. 

Das liegt daran, dass die meisten Gräser mit dem Wind bestäubt werden, wodurch in der Blütezeit regelrechte Wolken aus Blütenstaub durch die Luft fliegen. Die Pollenübertragung erfolgt bei dieser Art der Bestäubung weniger gezielt, was durch die Masse der produzierten Pollen von der Pflanze ausgeglichen wird.

Eher hoch wachsende Gräser, die auf Futterwiesen wachsen, sind Auslöser von starken allergischen Symptomen. Dazu zählen:

  • das Wiesenlieschgras (Phleum pratense)
  • das Gemeine Knäuelgras (Dactylis glomerata)
  • der Glatthafer (Arrhenatherum elatius)
  • das Englische und das Italienische Raygras (Lolium perenne und L. multiflorum)

Zu den Gräsern die als weniger allergen gelten und auch seltener Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln auslösen gehören:

  • Schilf (Phragmites australis)
  • verschiedene Hafergräser (Avena sp.)
  • das Hundszahngras (Cynodon dactylon)
  • Seggen (Carex)
  • Binsen (Juncus)
  • Zypergras (Cyperus)
  • Wollgras (Eriophorum)

Süßgräser sind die häufigsten Allergieauslöser

Unter den zahlreichen verschiedenen Gräserarten, die auf unseren Wiesen vorkommen, sind die sogenannten Süßgräser (Gramineae) am häufigsten vertreten. Man findet sie in ganz Mittel- und Nordeuropa sowie in Nordamerika. Ihre Allergene zählen als häufigste Allergieauslöser4.

Zu den Arten der Süßgräser zählen:

  • Getreide (z.B. Roggen & Glatthafer)
  • Knäuelgras
  • Ruchgras
  • Lolchgras
  • Wiesenlieschgras
  • Wiesenrispengras

Die Pollen von Roggen gehören zu den aggressivsten Allergenträgern und lösen damit am häufigsten allergische Reaktionen aus.

Besonders aggressiv: Roggen

Roggenpollen gelten nicht zuletzt deshalb als besonders aggressiv, weil das Getreide sehr weit verbreitet ist und die Pflanze pro Staubblatt rund 19.000 Pollenkörner enthält. Ein durchschnittlicher Halm produziert damit etwa 7 Millionen Pollenkörner. Das heißt natürlich, dass besonders viele Roggenpollen währende der Blütezeit in der Luft unterwegs sind und in unsere Atemwege gelangen können.

Je höher die Konzentration an Pollen in der Luft ist, desto stärker sind auch die auftretenden Beschwerden. Neben der Pollenflugzeit spielt dabei das Wetter eine große Rolle: an warmen und schönen Tagen sind höhere Pollenkonzentrationen unterwegs.

Auch Maispollen können Gräserallergien auslösen

Die Maispflanze zählt ebenso zur Familie der Gräser und kann Allergien auslösen. Die Maispollen gelten zwar ebenso als recht aggressiv, allerdings fliegen sie nicht so stark wie die Pollen anderer Gräser, da sie größer und recht klebrig sind. Deshalb reagieren Betroffene in der Regel nur in unmittelbarer Nähe von Maisfeldern mit den typischen Symptomen.

Woran erkenne ich eine Gräserpollenallergie?

Die Symptome einer Gräserpollenallergie sind den Beschwerden, die mit einer typischen Erkältung einhergehen, sehr ähnlich. Häufig wird deshalb eine Erkältung hinter Heuschnupfen und Halsbeschwerden vermutet. Bei Unsicherheiten sollte diesbezüglich ein Arzt aufgesucht werden, damit die Beschwerden richtig therapiert werden können. In der Regel tritt die allergische Reaktion gegen Gräserpollen unmittelbar auf, oftmals auch anfallsartig, wenn man nach draußen geht.

Sobald die Gräserpollen mit den Schleimhäuten von Augen, Mund, Nase und Atemwegen in Berührung kommen, wird im Körper die Kette der allergischen Reaktion ausgelöst. Die Folge: eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut, oftmals begleitet von weiteren Erkrankungen der Atemwege sowie Entzündungen der Nasennebenhöhlen. 

Die Ausprägung der Symptome ist von Mensch zu Mensch individuell verschieden und hängt außerdem von äußeren Faktoren wie Wetter, Temperatur, Windverhältnissen und der Pollenstärke ab.

Besonders häufig bei einer Gräserallergie sind folgende Symptome:

  • Heuschnupfen, laufende oder verstopfte Nase, häufiges Niesen
  • Juckende, tränende, brennende Augen
  • Hautausschläge, Rötungen, Pickel
  • Halsschmerzen, Halskratzen, Hustenreiz
  • Vereinzelt Kopfschmerzen

In schweren Fällen kann es zu Atemproblemen oder sogar zu einem allergischen Schock kommen. Dieser kann zu Atemstillstand bzw. Kreislaufstillstand führen.

Vorsicht bei Hustenreiz und Atemnot

Verschlimmern sich die allergischen Symptome und kommt es zu starkem Hustenreiz und Atemnot, sollten sie einen Arzt aufsuchen. Eine unbehandelte Pollenallergie kann sich durchaus auch zu einem Allergischen Asthma entwickeln und gegebenenfalls, je nach Schweregrad, gefährlich sein.

Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einem „Etagenwechsel“ zum allergischen Asthma bronchiale. Das Aushalten der Symptome über Jahre hinweg ist deshalb nicht zu empfehlen.

Welche Kreuzallergien können in Verbindung mit einer Gräserallergie auftreten?

Viele Gräserpollenallergiker leiden unglücklicherweise auch unter Kreuzallergien. Dabei kommt es nicht nur bei Kontakt mit den Pollen zu allergischen Reaktionen, sondern auch bei Kontakt mit anderen Stoffen, wie zum Beispiel bestimmten Lebensmitteln. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Kreuzreaktion.

Kreuzallergie auf Nahrungsmittel: Ist eine Gräserallergie schuld an meiner Lebensmittelunverträglichkeit?

Eine Gräserallergie kann in vielen Fällen auch schuld an einer Lebensmittelallergie sein. Das liegt daran, dass die Eiweiße in einigen Früchte-, Gemüse- und Getreidesorten sehr ähnlich aufgebaut sind, wie die Eiweißbausteine der Gräser. Man spricht in diesem Zusammenhang von strukturähnlichen Allergenen. Der Körper kann sie aufgrund der Ähnlichkeit nicht richtig unterscheiden und reagiert deshalb bei Kontakt mit ihnen genauso wie bei Kontakt mit den Gräserpollen.

Bei einer Gräserallergie sind Kreuzreaktionen mit diesen Lebensmitteln möglich:

  • Tomaten
  • Weizen
  • Roggen
  • Kartoffeln
  • Erdnüsse
  • Soja
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen
  • Sellerie
  • Mangold
  • Spinat
  • Kiwi
  • Honigmelone
  • Currygewürz

Wie teste ich, ob ich eine Allergie auf Gräser habe?

Um Herauszufinden, ob man eine Allergie auf Gräser hat lohnt es sich zunächst eventuell auftretende Beschwerden etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Treten die Beschwerden zum Beispiel immer dann auf, wenn man sich währende der Pollensaison draußen befindet? Lassen die Beschwerden bei schlechtem Wetter mit Regen plötzlich nach?

Der Blick auf einen Pollenflugkalender kann zusätzlich einen Anhaltspunkt geben, denn er zeigt welche Gräser gerade blühen und hilft Zusammenhänge zu Symptomen herzustellen. Hier kann ein Allergie-Selbsttest aus dem Internet zusätzlich hilfreich sein. Wenn der Verdacht auch eine Gräserallergie besteht, ist es empfehlenswert einen Allergologen aufzusuchen, damit die allergieauslösenden Gräser ermittelt und Behandlungsmöglichkeiten ausgearbeitet werden können.

Ein Allergietest beim Arzt verschafft Sicherheit

Um sicher feststellen zu können auf welche Gräserarten man allergisch reagiert, ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. Eine ausführliche Anamnese sowie ein Allergietest helfen eine Allergie richtig zu diagnostizieren und eine entsprechende Therapie zu erstellen.

Der sogenannte Prick-Test ist ein Hauttest, der am häufigsten durchgeführt wird. Dabei werden Lösungen mit den verschiedenen Allergenen tropfenweise auf die Unterseite des Arms aufgetragen. An diesen Stellen wird die Haut anschließend leicht eingeritzt, damit die Substanz in die Haut gelangen kann. Im Falle einer Allergie wird nach circa fünf bis sechzig Minuten eine lokale Reaktion (Rötung, Schwellung, Quaddelbildung) sichtbar.

Beim nasalen Provokationstest werden die mutmaßlich allergieauslösenden Substanzen unter ärztlicher Beobachtung auf die Schleimhaut der Nase aufgetragen. Dabei wird genau dokumentiert, wie der Körper auf die jeweiligen Stoffe reagiert.

Zudem lässt sich eine Allergie über eine Blutanalyse feststellen. Können bestimmte Antikörper im Blut nachgewiesen werden, sogenannte IgE-Antikörper, gilt eine Allergie gegen diese Stoffe als bewiesen.

Kann ich eine mögliche Gräserallergie durch eine Schnelltest selbst feststellen?

Einige Internetportale bieten einen Allergie-Selbsttest an, bei dem man anhand eines Fragebogens die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Allergie herausfinden kann. Die Tests sind normalerweise kostenfrei und dauern lediglich ein paar Minuten.

Allerdings ersetzen diese Tests keine ärztliche Diagnose, sondern dienen ausschließlich der Information von Betroffenen. Seriöse Anbieter weisen ihre Anwender vor der Durchführung des Tests darauf hin. Das Ergebnis eines solchen Selbsttests sollte nicht als Grundlage für eine Therapie in Eigenregie dienen.

Von Frühjahr bis Herbst: Flugkalender für Gräserpollen 

Spezielle Pollenflugkalender informieren darüber, wann welche Pollen fliegen. Damit sehen Allergiker auf einen Blick zu welcher Jahreszeit sie mit der stärksten Pollenbelastung rechnen müssen. Je nach Wetterbedingungen verändern sich die typischen Pollenflugzeiten von Jahr zu Jahr. Die Reihenfolge, in der die verschiedenen Pflanzen blühen, bleibt allerdings dieselbe.

Als Pollenallergiker können Ihnen die Flugkalender bei der Tagesplanung helfen – Sie können Beschwerden gezielt vorbeugen und zudem vermeiden, sich unnötig hohen Pollenbelastungen auszusetzten. Hierbei sind zudem die tagesaktuellen Pollenflugvorhersagen hilfreich, um sich über die entsprechenden Pollenflugwerte zu informieren.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) tagesaktuelle Vorhersagen zu den wichtigsten Blütenpollen. Die Vorhersagen können auch im Internet über spezielle Pollen-Ticker abgefragt werden oder per App.

Üblicherweise geht die Pollenflugsaison von Süßgräsern von April bis Oktober, die Hauptzeit ist Mitte Mai / Ende Juli.

Wie kann man eine Gräserallergie behandeln?

Je nach Ausprägung der Beschwerden ist ein Gang zum Allergologen empfehlenswert, um einen nachhaltigen Therapieerfolg zu erzielen. Vor allem, wenn man langfristig etwas gegen die Problematik tun möchte und die Symptome nicht nur kurzfristig gelindert werden sollen.

Als Sofortmaßnahme bei akuten Allergieschüben bleibt meist nur der Griff zu antiallergischen Präparaten, um die Symptome schnell zu lindern. 

Langfristig kann eine Hyposensibilisierung oder (allergen-) spezifische Immuntherapie (SIT) in Betracht gezogen werden, damit der Körper lernt mit den Allergenen umzugehen. Dabei werden dem Betroffenen nach dem Ende der Pollenzeit die Pollenbestandteile, auf die er sonst reagiert, in sehr geringen Dosen verabreicht. Auf diese Weise soll der Körper sich an die Pollen gewöhnen und auf Dauer unempfindlich gegen die Allergene werden. Die Erfolgsquote liegt nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) bei etwa 80 Prozent.

Gezielte Hilfe für die Hauptsymptome von Gräserallergien

Beschränken sich die Symptome der allergischen Reaktion hauptsächlich auf die Augen und die Nase, so reicht es in der Regel Augentropfen und Nasensprays einzusetzen. Sie tragen zur Linderung von Symptomen wie geröteten, juckenden Augen oder einer laufenden Nase und geschwollenen, gereizten Schleimhäuten bei. Viele der Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei schlimmeren Beschwerden können spezielle Antihistaminika oder kortisonhaltige Nasensprays vom Arzt verschrieben werden.

Allergietabletten lindern ganzheitlich Beschwerden

Allergietabletten enthalten Wirkstoffe, welche die Effekte des Histamins, das bei einer allergischen Reaktion im Körper ausgeschüttet wird, aufheben und so das Andocken des Histamins an die spezifischen Bindungsstellen im Körper blockieren. 

Die Wirkstoffe, wie beispielsweise Loratadin oder Cetirizin werden deshalb auch orale Antihistaminika genannt. Sie lindern die allergischen Beschwerden (Heuschnupfen, Rötungen, Schwellungen, tränende Augen) sowie die Symptome, die durch Kreuzreaktionen ausgelöst werden können. Die Wirkung hält zum Teil bis zu 24 Stunden lang an. Allerdings kann es bei einigen der Präparate als Nebenwirkung zu Ermüdungserscheinungen kommen.

Gräsertabletten: Die Alternative zur klassischen Hyposensibilisierungstherapie

Als Alternative zur bekannten Hyposensibilisierungstherapie gibt es inzwischen eine neuere sublinguale Immuntherapie (SLIT). Dabei werden sogenannte Gräsertabletten, welche die allergieauslösenden Substanzen enthalten, täglich eingenommen. Man lässt sie unter der Zunge (also sublingual) zergehen, damit sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Die Dosis wird zunächst gering gehalten, um eventuelle allergische Reaktionen möglichst zu vermeiden und wird dann allmählich gesteigert. Auf diese Weise soll sich der Körper nach und nach an die Allergieauslöser gewöhnen, sodass er nicht mehr mit einer Immunabwehr darauf reagiert.

Die Behandlungszeit beträgt in etwa drei Jahre, wobei während der Gräserflugzeit pausiert wird, damit der Körper nicht überreizt wird. Der Effekt soll ähnlich gut sein, wie bei der klassischen Hyposensibilisierung, mit dem Vorteil, dass man die Therapie bequem selbst von zuhause aus durchführen kann, sofern das Präparat gut vertragen wird. Lediglich die erste Einnahme erfolgt zur Kontrolle der Reaktion unter ärztlicher Aufsicht. Die Tabletten können sogar bereits von Kindern ab 5 Jahren angewendet werden.

Als Nebenwirkung kann es in einigen Fällen zu unangenehmen Reizungen der Schleimhäute kommen.

Welche pflanzlichen und homöopathischen Mittel können eine erste Linderung verschaffen?

Bei allergischen Reaktionen hat sich die indikationsbezogene Homöopathie bereits bei vielen Menschen bewährt. Dabei werden die Mittel entsprechend der Symptome ausgewählt, die im Mittelpunkt der Beschwerden stehen. Die Wahl des passenden Mittels sollte durch einen Arzt oder Homöopathen erfolgen.

Allium cepa beispielsweise gilt bei wässrigem Fließschnupfen mit Beschwerden, die sich an der frischen Luft bessern, als geeignetes Mittel.

Euphrasia (Augentrost) wird empfohlen, wenn Heuschnupfen-Patienten vor allem an gereizten, brennenden, tränenden Augen leiden und so lichtempfindlich sind, dass sie Sonnenbrillen tragen5. Es können zusätzlich Schnupfen oder andere Heuschnupfen-Symptome auftreten, aber die Probleme an den Augen stehen im Mittelpunkt.

Galphimia hat sich bei tränenden, juckenden Augen, einer laufenden Nase mit Niesanfällen und erschwerter Atmung bewährt6.

Das empfiehlt Ihre bio-apo bei einer Gräserpollenallergie

Eine der besten Maßnahmen für einen umsichtigen Umgang mit einer Gräserpollenallergie ist, sich während der Pollensaison täglich über die Pollenkonzentration zu informieren. Witterungsbedingt kann sich die Pollenkonzentration in der Luft nämlich erheblich verändern. So ist die Pollenbelastung bei Regen sehr gering, während warmes, trockenes Wetter mit leichtem Wind, den Pollenflug begünstigt.

An Tagen mit starkem Pollenflug empfiehlt es sich die Fenster eher geschlossen zu halten und nur kurz zu lüften. Wer allerdings nicht auf die frische Luft zwischendurch verzichten möchte, sollte sich überlegen spezielle Pollenschutzgitter vor seinem Fenster zu montieren.

Nach einem Aufenthalt draußen im Freien oder auch nachdem man länger unterwegs war, sollte man die Kleidung wechseln, um die Pollen nicht auch noch drinnen im Haus oder in der Wohnung zu verbreiten. Sinnvoll kann es auch sein, die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer abzulegen oder die Kleidung sogar direkt zu waschen. Nach dem Waschen sollte die Wäsche nicht im Freien getrocknet werden, damit sich die Pollen nicht daran festsetzen.

Außerdem kann es helfen vor dem Schlafengehen zu duschen, um eventuell anhaftende Pollen vom Körper zu entfernen und entspannter durch die Nacht zu kommen.

Spezielle Luftreiniger können zudem die Luft zu Hause von Pollen befreien.

Ein weiterer Tipp ist die Verwendung einer Nasendusche, statt ständig zu Nasenspray zu greifen. Dabei werden die Gänge der Nasenhöhle mit einer Salzlösung gespült, sodass Nasensekret und Pollen hinaus transportiert werden.

Auch Vierbeiner können an einer Gräserallergie leiden

Allergien sind auch bei Haustieren ein weit verbreitetes Problem. Der Mechanismus, der zur allergischen Reaktion führt ist dabei der gleiche wie beim Menschen – nämlich eine übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems.

Gräserallergien können sich bei Hunden und Katzen durch häufiges Kratzen und Knabbern äußern, denn das Hauptsymptom ist in der Regel starker Juckreiz. Meist kratzen sich die Tiere im Bereich der Pfoten, den Beinen sowie an der Unterseite des Bauches oder auch am Kopf – also überall dort, wo die Tiere mit den Gräserpollen direkt in Berührung kommen. Manchmal sind auch kahle, gerötete Stellen sichtbar oder sogar blutige und entzündete Hautausschläge. Vereinzelt können auch Symptome wie tränende Augen oder vermehrtes Niesen auftreten. Zudem kann es zu Beschwerden im Bereich der Atemwege kommen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind in etwa dieselben wie beim Menschen. Antihistaminika oder auch kortisonhaltige Medikamente können Linderung verschaffen, genauso wie homöopathische Mittel. Bei Hunden mit starken Allergien kann sogar eine Hyposensibilisierung beim Tierarzt durchgeführt werden.

Zusätzliche Maßnahmen können spezielle Schutzmantel sein, die man dem Hund vor dem Spazierengehen anzieht sowie vermehrtes Saugen und Staubwischen in der Wohnung und das regelmäßige Waschen des Hundebettes. Außerdem kann man Fell und Pfoten nach dem Spaziergang mit einem feuchten Tuch abwischen und zusätzlich die eigene Kleidung wechseln, um die Pollenbelastung zu reduzieren.

Manche Hunderassen gelten als vergleichsweise anfälliger für Heuschnupfen, dazu zählen7:

  • Boston Terrier
  • Cairn Terrier
  • Dalmatiner
  • Drahthaar-Foxterriers
  • Irish Setter
  • Pudel
  • Schnauzer
  • Scottish Terrier
  • Westies (West Highland White Terrier)

Bei Futtermittelallergien, Milbenallergien und Ähnlichem gelten wiederum andere Rassen als besonders anfällig.

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://www.dha-allergien.de/ursache.html (Aufgerufen am 31.03.20)
  2. Hofmann-Aßmus, Marion. „Gräserpollenallergie: allergische Rhinitis frühzeitig behandeln.“ Allergo Journal 25.7 (2016): 79-79.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4serpollenallergie (Aufgerufen am 01.04.20)
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4serpollenallergie (Aufgerufen am 01.04.20)
  5. https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/hauptausloeser/pollen/erkaeltung-oder-pollenallergie/ (Aufgerufen am 31.03.20))
  6. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Homoeopathie-zaehmt-Heuschnupfen-353136.html (Aufgerufen am 31.03.20)
  7. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Homoeopathie-zaehmt-Heuschnupfen-353136.html (Aufgerufen am 31.03.20)
By |2020-04-28T13:15:50+02:0028. April 2020|Allergien|0 Comments

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Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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