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//Was ist eine Pollenallergie?

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pollenallergie?

Hatschi! Kaum ist der Winter vorbei, beginnt für viele Deutsche eine problematische Zeit: Ihre Nase läuft, sie niesen ständig und die Augen jucken fürchterlich. Ursache ist eine Pollenallergie, von der rund 13 Millionen Deutsche betroffen sind – damit ist es die häufigste allergische Erkrankung in Deutschland. Sie beginnt oft schon Ende Februar oder Anfang März, wenn die Temperaturen über fünf Grad klettern. Der Grund liegt in der Natur: Die Wärme lässt Pflanzen aufblühen und schon fliegt der Blütenstaub.

In diesem Ratgeber lesen Sie alle wichtigen Informationen zur Pollenallergie, worauf Sie als Pollenallergiker reagieren und achten sollten, und wie die Krankheit ausgelöst und diagnostiziert wird. Dazu geben wir Tipps, wie Sie gut durch die Pollensaison kommen.

Heuschnupfen oder Pollenallergie: Worin besteht der Unterschied?

Die meisten Menschen sprechen von Heuschnupfen, wenn sie eine Pollenallergie meinen, aber das ist nicht ganz korrekt: Pollenallergie ist eine durch Pollen ausgelöste Entzündung der Nasenschleimhaut. Mediziner sprechen von einer allergischen Rhinitis oder Pollinosis. Heuschnupfen ist das Symptom, also ein Anzeichen dieser Allergie. Alles über Heuschnupfen lesen Sie in unserem separatem Heuschnupfen-Ratgeber.

So verbreitet sind Pollenallergien in Deutschland

Mehr als jeder dritte Deutsche leidet an einer Allergie. Die häufigste ist die Pollenallergie, von der nach Schätzungen rund 13 Millionen betroffen sind. Meist tritt sie erst ab dem dritten Lebensjahr auf, bei Kleinkindern sind etwa zehn bis 20 Prozent, bei Teenagern 15 bis 30 Prozent betroffen. Laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland leiden knapp 15 Prozent der Deutschen unter Heuschnupfen.1 Frauen sind mit 16,5 Prozent häufiger betroffen als Männer (13 Prozent). 

Die Hauptgruppe sind die 30- bis 39-Jährigen. Doch nach einer aktuellen Studie2 leiden auch immer mehr Senioren unter Pollenallergien: Verglichen mit 2008 hat sich die Zahl der Betroffenen ab 80 Jahren mehr als verdoppelt. Ein Grund dafür ist, dass sich die Allergiebeschwerden im mittleren Erwachsenenalter verstärken.

 

Sind Pollenallergien vererbbar?

Tatsächlich kann die Veranlagung zu Allergien vererbt werden. Eine Studie3 zeigt, dass sich das Risiko, eine Pollenallergie zu bekommen, deutlich erhöht, wenn auch die Eltern darunter leiden. Demnach sind Allergien wie die Pollenallergie zu rund 65 Prozent genetisch bedingt. Bei ihrer Untersuchung haben die Wissenschaftler insgesamt 41 Gene im Erbgut festgestellt, deren Veränderung das Risiko einer Allergie deutlich erhöht.

Können Probiotika die Symptome einer Pollenallergie lindern?

Weltweit wird die positive Wirkung von Probiotika auf unsere Gesundheit untersucht. Wissenschaftliche Studien weisen mittlerweile darauf hin, dass die Entstehung von Pollenallergien auch mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen kann. 4

Die logische Schlussfolgerung: Was dem Darm hilft, ist auch gut gegen eine Pollenallergie. Das zeigt bereits eine fünfmonatige Pilotstudie. Dabei haben britische Forscher nachgewiesen, dass Probiotika bei Pollenallergien eine positive Wirkung zeigen.5 Und das gleich auf doppelte Weise: Zum einen senken sie die Produktion von Molekülen, die mit den Allergien in Zusammenhang stehen. Zum anderen produziert der Körper vermehrt einen Antikörper, der vor Allergien schützen soll. Probiotika wie Pollagen könnten also einen positiven Effekt haben.6

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Dadurch wird eine Pollenallergie ausgelöst

Das Wort Allergie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt Fremdreaktion. Genau die geschieht im Körper der Betroffenen: Bei einer Pollenallergie betrachtet das Immunsystem die Pollen, also das männliche Erbgut einer Pflanze, als Gefahr – und reagiert mit einer extremen Abwehrreaktion. 

Hauptauslöser sind dabei die sogenannten Windblütler, also windbestäubte Pflanzen. Sie müssen ihre Pollen freisetzen, um sich zu vermehren. So kann zum Beispiel eine einzelne Roggenähre mehrere Millionen Pollenkörner abgeben, die bis zu 400 Kilometer weit fliegen. Das heißt auch: Ist es windig, fliegen mehr Pollen – für Allergiker die schlimmste Zeit. Ein bisschen aufatmen können Betroffene dagegen bei Regen, da Pollen dann auf den Boden sinken und somit weniger Beschwerden verursachen.

Pollen, Gräser oder Kräuter: Worauf reagieren Pollenallergiker?

Die am häufigsten allergieauslösenden Pollen stammen von Bäumen, Kräutern und Gräsern. Ihre Pollen enthalten wasserlösliche Proteine (Eiweiße), die bei Kontakt mit den Schleimhäuten freigesetzt werden. Normalerweise bleibt das ohne Folgen. Im Falle einer Allergie jedoch reagiert das Immunsystem so, als würden diese eigentlich harmlosen Proteine den Körper angreifen – weshalb dieser mit der Abwehrreaktion beginnt. Dabei werden zum Beispiel die Schleimhäute in Nase, Rachen und Augen gereizt, um die fremden Eiweiße wieder auszuspülen.

Kann ich plötzlich an einer Pollenallergie erkranken?

Jahrelang war alles gut und plötzlich wird der Frühling zur Nies-Hölle: Tatsächlich kann eine Pollenallergie plötzlich auftreten. Mediziner bezeichnen diese Reaktion als Sensibilisierung. Das heißt: Auch wenn die Allergie scheinbar aus dem Nichts auftaucht – der Körper kann durchaus schon länger dagegen kämpfen. Denn erst wenn er sensibel, also wirklich empfindlich für die Pollen ist, tritt die Allergie deutlich auf. Da die Entwicklung einer Allergie auch noch von anderen Faktoren abhängig ist, können zwischen Erstkontakt mit den Pollen und dem Auftreten von Symptomen mehrere Jahre vergehen.

Diese äußeren Einflüsse können die Entwicklung einer Pollenallergie begünstigen

Wer sich schon als Kind ständig die Hände wusch und auch nicht richtig im Matsch spielen durfte, hat ein erhöhtes Risiko für eine Allergie – das sagt die sogenannte Hygienehypothese. Demnach führt eine zu große Hygiene in der Kindheit dazu, dass die körpereigene Abwehr schlicht unterfordert wird und als Folge davon später auch harmlose Substanzen wie Pollen als Bedrohung ansieht. Für diese Hypothese sprechen Studien, nach denen Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, in den Kindergarten gehen oder in ländlicher Umgebung aufwachsen ein niedrigeres Allergierisiko aufweisen.

Aber auch die Luftverschmutzung kann Pollenallergien begünstigen – besonders bei älteren Menschen. Ursache ist Kohlenstoffdioxid, das das Pflanzenwachstum und somit die Pollenproduktion beschleunigt.7 Dazu kommt, dass Pollen aggressiver werden, wenn sich Schadstoffe wie Ozon an ihnen ablagern. Sogar Zigarettenrauch kann die Entstehung einer Allergie fördern. So haben Kinder, die bei rauchenden Eltern aufwachsen, ein stark erhöhtes Risiko, später zum Beispiel an Heuschnupfen zu erkranken.

Auch der Klimawandel fördert Allergien, so Wissenschaftler: Immer mildere Winter verlängern die Pollenflugsaison. So können jetzt bereits im Januar die ersten Hasel- und Erlenpollen in der Luft sein. 

Pollagen gegen Heuschnupfen

Diese Pollen können eine Pollenallergie auslösen

Für fast jeden dritten Pollenallergiker startet die Allergie-Zeit gleich zu Beginn der Blüh-Saison: Bis zu 30 Prozent sind von einer sogenannten Frühblüher Allergie betroffen, zu deren Auslösern vor allem Erle und Hasel gehören. Auch die Birke zählt dazu, von der besonders viele Pollenallergiker betroffen sind. Weitere typische Auslöser sind bei den Baumpollen die Hainbuche und die Eiche, bei den Gräsern gehören Hafer, Gerste, Roggen und Weizen dazu. Auch Kräuter wie Beifuß, Brennnessel und Knöterich sowie Nadelbäume wie Fichten, Kiefern und Thuja zählen zu den allergenen Windblütlern.

Mittlerweile kommen auch neue Pollen dazu, die es früher in Deutschland nicht gab. Dazu gehören die hochallergene Ambrosia, aber auch türkische Baumhaseln, Purpur-Erlen, Sicheltannen, Olivenbäume, Palmen und Ziergräser.

Diese Pollen sind besonders aggressiv

Der Klimawandel sorgt auch bei Pollenallergikern für schlechte Nachrichten: Kürzere und mildere Winter führen dazu, dass sich zum Beispiel Hasel- und Erlenpollen bereits von Januar bis März verbreiten können. Das gilt nicht nur für Deutschland: europaweit fliegen die Pollen mittlerweile zwei Wochen länger durch die Luft.

Dazu kommt die Umweltverschmutzung, die Großstädter stärker beansprucht. Die Ursachen sind Feinstaub und Ozon. Forscher fanden heraus, dass diese in Kontakt mit beispielsweise Pollen von Birken oder Ambrosia verstärkt allergene Eiweiße bilden.8 Das bedeutet für Sie als Allergiker: Pollen, die während ihres Fluges vermehrt Belastungen durch Ozon oder Stickoxid ausgesetzt sind, wirken aggressiver.

Diese Symptome können bei einer Pollenallergie auftreten

Da die Pollen über Nase und Mund in den Körper gelangen, sind bei Allergikern vor allem die Atemwege betroffen. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • eine laufende Nase
  • Niesreiz
  • Juckreiz in der Nase, dem Gaumen und Rachen
  • geschwollene Lider
  • juckende, tränende Augen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Welche Symptome außerdem auf eine Pollenallergie hinweisen können, lesen sie in unserem Artikel “Symptome von Pollenallergie und Heuschnupfen

Wie wird bei einer Pollenallergie eine allergische Reaktion ausgelöst?

Kleine Ursache, große Wirkung – das gilt auch bei einer Pollenallergie. Denn Auslöser für die Überreaktion unseres Immunsystems sind winzig kleine Eiweißverbindungen, die in den Pollen stecken. Kommen Pollen mit unseren Schleimhäuten in Kontakt, lösen sich diese Proteine. Die Mini-Eiweiße durchdringen die Haut und treffen dort auch auf Immunglobulin E, kurz IgE. Das sind Antikörper, die oft mit den Abwehrzellen (Mastzellen) verbunden sind.

Da der Körper bei Allergikern die Pollen und ihre Eiweiße als Fremdkörper erkennt, wehrt er sich nun und fährt sein Alarm-System hoch: Die Mastzellen produzieren entzündungsauslösende Stoffe, wie Histamin. Diese sollen den Körper schützen, indem sie die Schleimhäute in Nase, Rachen und Augen reizen – und so die fremden Pollen-Eiweiße wieder aus dem Körper spülen. Dieses Abwehrprogramm ist also für die typischen Beschwerden verantwortlich. Die Produktion von Histamin weitet zusätzlich die Blutbahnen, dadurch röten sich die Schleimhäute und schwellen an. Zeitgleich verengen sich die Bronchien – das kann zu Atemproblemen führen.

So wird eine Pollenallergie festgestellt

Schnupfen und Niesen – das erwischt fast jeden Deutschen mindestens einmal im Jahr. Schließlich rollen immer wieder Erkältungswellen durchs Land. Doch wenn die Nase wochenlang läuft und das Niesen nicht mehr aufhören will, sollten Sie zum Arzt gehen und sich auf eine Pollenallergie testen lassen.

So wird durch Tests festgestellt, ob Sie auf Pollen allergisch reagieren

Im Vorgespräch klärt der Arzt erst einmal ab, welche Beschwerden Sie haben und über welchen Zeitraum sie bereits vorliegen. Diese Angaben können mit den Blühzeiten der Bäume, Gräser usw. abgeglichen werden und so einen ersten Hinweis geben, ob es sich um eine Pollenallergie handelt – und welche Pollen als Ursache in Frage kommen könnten.

Der Prick-Test beim Arzt

Dies ist der Standardtest bei Verdacht auf eine Pollenallergie. Dafür wird ein Gitter auf Ihren Unterarm gezeichnet und in jedes Feld ein anderes Allergen getropft. Dabei handelt es sich um industriell hergestellte Lösungen. Mit einer Lanzette oder einer Nadel sticht der Arzt einen Millimeter tief in die Haut. Oft schon nach fünf, meist nach 20, maximal nach 60 Minuten zeigen sich bei einer Allergie erste Reaktionen: die Haut rötet sich, es juckt oder Quaddeln bilden sich.

So läuft ein Provokationstest ab

Reagieren Sie auf mehrere Pollen allergisch und kann Ihr Arzt die Symptome nicht genau zuordnen, kann ein Provokationstest genaueren Aufschluss geben. Bei diesem Verfahren sollen die Beschwerden durch Allergene gezielt hervorgerufen werden. Dafür wird ein Allergen auf die betroffene Stelle (z. B. Augen, Nasenschleimhaut) aufgebracht oder eingeatmet. Durch die Reaktion der Schleimhäute kann der Arzt erkennen, auf welche Allergene Sie reagieren. 

Aber: Dieser Test gehört nicht zu den Routineverfahren, da er zum Beispiel belastender als ein Hauttest ist und ein höheres Risiko für Komplikationen besteht.

Auch eine Blutuntersuchung ist möglich

Bei einem Bluttest wird die Anzahl der allergiespezifischen Antikörper Immunglobulin E, kurz IgE, bestimmt. Dabei gibt der Gesamt-IgE-Wert allgemeine Informationen darüber, ob der Körper generell mehr Abwehrkörper bildet. Gleichzeitig werden Allergen-spezifische IgE-Antikörper für die genaue Diagnose ausgewertet. Der Bluttest ist kein Schnelltest: Die Laborergebnisse liegen im Schnitt nach einer Woche vor.

Kann eine Pollenallergie auch mittels Selbsttest bestimmt werden?

Ein Pieks mal eben schnell zuhause und schon wissen Sie, gegen was Sie allergisch sind? Das wäre bequem, ist aber schon aufgrund möglicher Überreaktionen bei einer Allergie viel zu gefährlich. Trotzdem können Sie Ihr Allergie-Risiko feststellen – und zum Beispiel mit Hilfe eines Online-Pollen-Fragebogens herausfinden, ob die juckenden Augen oder das häufige Niesen auf eine Allergie hinweisen. Einen solchen Allergie-Selbsttest finden Sie hier.

Aber: Das Ergebnis eines Fragebogens ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei der Bestätigung eines Allergie-Verdachts sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Dann ist von einem Allergietest abzuraten

Der Pricktest kann in seltenen Fällen zu schweren Symptomen wie Atemnot oder Erbrechen führen. Im Extremfall kann es sogar zu einem allergischen Schock kommen. Bei Personen, die ein erhöhtes Risiko für schwere allergische Reaktionen haben, wird der Pricktest daher nicht durchgeführt. Auch bei einer Schwangerschaft ist von dem Test, aufgrund dieser möglichen Folgen, abzuraten. Auch für Kinder unter vier Jahren wird ein Allergietest meist nicht empfohlen, da das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist.

Wie stark kann eine Pollenallergie ausgeprägt sein?

Allergien werden in vier Typen unterschieden – die Pollenallergie gehört zum Typ I, dem Soforttyp. Das heißt: Sobald die betreffenden Pollen mit den Schleimhäuten in der Nase oder der Bindehaut im Auge in Berührung kommen, wird eine Reaktion ausgelöst. Neben den typischen Symptomen wie Niesreiz und Fließschnupfen, fühlen sich Betroffene oft abgeschlagen. Bei einer starken Pollenallergie kann es beispielsweise auch zu Schlafstörungen kommen. Wissenschaftler haben zudem nachgewiesen, dass sich Allergiker während der Pollensaison unglücklicher fühlen, da sie weniger Serotonin im Blut haben, das als Gute-Laune-Botenstoff bekannt ist.

Ganz wichtig: Eine Pollenallergie sollte auf jeden Fall behandelt werden. Geschieht dies nicht, kann es zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen. Das heißt, die Allergie wechselt von den oberen zu den unteren Atemwegen. Fast jeder dritte Pollenallergiker erkrankt im weiteren Verlauf an Asthma. Erste Anzeichen sind hier Husten und Atemnot.

So lässt sich eine Pollenallergie behandeln

Bei einer Pollenallergie gibt es nicht das spezielle Wundermittel, das immer hilft. Sind es nur leichte Einschränkungen, kann in einigen Fällen schon die Vermeidung des auslösenden Allergens die Beschwerden lindern. Um die Symptome zu mindern, können zum Beispiel Allergie Nasensprays, Allergie Augentropfen oder Allergietabletten helfen. Dazu können Probiotika, wie Pollagen, das überempfindliche Immunsystem von Pollenallergikern beruhigen und zu einer Reduktion der Einnahme von antiallergischen Medikamenten beitragen. Soll dagegen die Ursache der Allergie bekämpft werden, kann eine Hyposensibilisierung helfen. Was wann sinnvoll ist und wann eine Allergie-Impfung durchgeführt werden sollte, lesen Sie in unserem Ratgeber Was hilft gegen Heuschnupfen und Pollenallergie?

Zu dieser Zeit sind Pollenallergiker besonders gefährdet

Früher war es ganz klar: Betroffene leiden ab Frühjahr, im Herbst ist die schlimmste Zeit vorbei. Doch der Allergie-Zeitraum für Pollenallergiker hat sich geändert. Jetzt gilt: Die Saison beginnt früher, sie ist heftiger – und sie dauert länger an. So blüht die Erle, verglichen mit ihrer Blütezeit vor 50 Jahren, heute 13 Tage früher.

Doch auch wenn im Winter noch Pollen fliegen, gibt es eindeutige Hochsaisons für Pollenallergiker. Die größten Mengen der Hasel- und Erlenpollen sind von Februar bis März in der Luft. In den folgenden Monaten kommen dann vor allem Birke, Eiche, Buche und Esche dazu. Ab Juni beginnt die Getreidesaison, im Juli und August sind dann die Pollen von Kräutern wie Beifuß unterwegs.

Können bei einer Pollenallergie Kreuzallergien auftreten?

Eine Pollenallergie ist belastend und tritt oft nicht alleine auf. So haben bis zu 70 Prozent der Birkenpollenallergiker auch eine sogenannte pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie, kurz: eine Kreuzallergie

Der Grund ist einfach: Manche pflanzlichen Nahrungsmittel beinhalten Stoffe, die denen von Pollen ähneln. Der Körper schafft es nicht, zwischen Pollen und Nahrung zu unterscheiden, weshalb er auch auf die Lebensmittel allergisch reagiert. Die häufigste Kreuzallergie ist das sogenannte Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom. Das bedeutet: Wer eine Birkenpollenallergie hat, ist oft ebenfalls gegen Äpfel und Haselnüsse allergisch. 

Aber auch bei Aprikosen, Birnen, Karotten, Kartoffeln oder Kiwi kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Bei einer Allergie gegen Beifußpollen reagiert der Körper oft auch auf Petersilie, Koriander oder Sellerie.

Die Symptome dieser Kreuzallergien treten meist zuerst dort auf, wo der Körper mit dem allergenen Nahrungsmittel in Kontakt gekommen ist. Typisch sind daher Anzeichen wie brennende oder taube Lippen, Jucken im Mund, Kratzen im Hals sowie eine geschwollene Zunge.

Diese Folgen kann eine Pollenallergie haben

Neben den bereits erwähnten Symptomen, kann eine Pollenallergie noch zusätzlich belasten. Wenn zum Beispiel Heuschnupfen haben und gern draußen Sport treiben, Tennis oder Fußball spielen, sollten Sie vorsichtig sein. 

Bei einer Pollenallergie sind die Schleimhäute angeschwollen, weshalb die Betroffenen oft schlechter durch die Nase atmen können. Die Folge: Sie atmen während des Sports stärker durch den Mund. Und das kann unangenehme Folgen haben: Die Pollen gelangen so direkt in die tieferen Atemwege. Das kann unter Umständen zu einer Entzündung der Bronchialschleimhäute oder allergischem Asthma führen.

Dazu beeinflusst eine Pollenallergie bei Kindern auch die Leistungsfähigkeit in der Schule. Ursache sind auch die Symptome der Allergie. Die geschwollenen Schleimhäute verstopfen die Nase, dadurch schnarchen viele Kinder, schlafen unruhig und fühlen sich am nächsten Morgen abgeschlagen und sind weniger ausgeruht. 

Zusätzlich greift der Botenstoff Histamin ein, den der Körper als Schutz ausschüttet: Er reguliert auch den Schlaf-Wach-Rhythmus. Wird zu viel Histamin ausgeschüttet, kann das zu Schlafstörungen führen. Das bewirkt, dass Kinder sich nachts schlechter erholen und am nächsten Tag in der Schule nicht mehr fit sind. Es gibt noch einen weiteren Grund: Einige Anti-Allergie-Medikamente machen Kinder müde. Das führt ebenfalls zu einer schlechteren Konzentrationsfähigkeit in der Schule. Experten schätzen, dass etwa 15 bis 30 Prozent der Kinder, die unter Heuschnupfen leiden, in der Schule weniger Leistung erbringen.

Was tun bei einer Pollenallergie in der Schwangerschaft?

Auch während einer Schwangerschaft kann eine Pollenallergie zum ersten Mal auftreten. Bei der Diagnose gilt dann natürlich besondere Vorsicht. Durch ein ausführliches Gespräch kann der Arzt mögliche Auslöser eingrenzen. Dabei hilft es, wenn Sie vorher schon ein sogenanntes Symptom-Tagebuch führen, in dem Sie festhalten, in welchen Situationen sie niesen, die Augen jucken oder ähnliches.

Auf den üblichen Prick-Test und vor allem auf einen Provokationstest wird der Arzt in den meisten Fällen verzichten. Denn auch wenn diese Tests als sicher gelten und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden – es bleibt das Risiko einer allergischen Überreaktion. Daher werden diese Tests auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschoben.

Soll dennoch sofort eine Diagnose gestellt werden, kann der Arzt einen Bluttest durchführen. Aber:  Dieser Test alleine ist nur bedingt aussagekräftig, da er lediglich anzeigt, ob Sie eine Überempfindlichkeit gegenüber einem Allergen haben. Ob dies tatsächlich zu Beschwerden führt, kann ein Bluttest nicht nachweisen. Dafür kann er jedoch eine Allergie ausschließen, wenn im Blut kein spezifisches IgE nachgewiesen werden kann.

Tipps, wie Sie gut durch die Pollensaison kommen

Wer von einer Pollenallergie betroffen ist, muss sich nicht einfach seinen Symptomen ergeben. Im Gegenteil: Jeder kann mit einfachen Tipps die Folgen der Allergie abmildern.

Beachten Sie die Pollenflugvorhersage

Die aktuellen Wind- und Pollenflugvorhersagen helfen: Je windiger es ist, desto mehr Pollen fliegen. Entsprechend können Sie planen und zum Beispiel an stark belasteten Tagen auf Sport im Freien verzichten. Einen Pollen-Ticker finden Sie hier. 

Lüften Sie bei einer Pollenallergie nur zu bestimmten Tageszeiten

Land oder Stadt – das macht tatsächlich einen Unterschied: In ländlichen Gebieten sind Pollen vermehrt morgens und mittags unterwegs, in städtischen Gegenden erst gegen Abend. Das heißt, sie sollten auf dem Land am besten abends zwischen 19 und 24 Uhr kurz stoßlüften, in der Stadt in den frühen Morgenstunden. Extra-Tipp: Lüften Sie nach einem starken Regen oder Gewitter – dann sind weniger Pollen in der Luft.

Bringen Sie Pollenschutzgitter an

Diese speziellen Gitter an Fenstern können bis zu 85 Prozent der Pollen aus der Wohnung halten.

Hängen Sie feuchte Tücher in Wohnräumen auf

Feuchte Tücher fangen die Pollen ab. Dazu sollten Sie regelmäßig die Wohnung feucht durchwischen, um Pollen zu beseitigen.

So halten Sie Ihr Schlafzimmer pollenfrei

Kleidung, die Sie tagsüber getragen haben, sollten Sie nicht mit ins Schlafzimmer nehmen. Duschen Sie abends, waschen Sie auch ihre Haare – so werden Pollenreste entfernt. Wechseln Sie häufiger als sonst die Bettwäsche – und lassen Sie Wäsche nicht im Freien trocknen. Saugen Sie die Wohnung und vor allem das Schlafzimmer möglichst häufig, am besten mit einem Staubsauger mit Pollenfilter.

Ziehen Sie Regentage für Spaziergänge vor

Regenschauer reinigen die Luft von Pollen. Direkt nach einem Regenguss können Sie also weniger besorgt spazieren gehen oder auch eine Runde joggen.

Entkommen Sie durch eine Reise dem heimischen Pollenflug

Wenn Sie sehr starke Symptome infolge einer Pollenallergie haben, können Sie sich durch die passende Urlaubsplanung im wahrsten Sinne des Wortes Luft verschaffen. Wählen Sie dabei pollenfreie Regionen, zum Beispiel einen Urlaubsort am Meer, auf einer Insel oder im Hochgebirge. Auch ein längeres Wochenende kann so schon für Entlastung sorgen.

 

Kann eine Pollenallergie auch bei Tieren auftreten?

Nicht nur Menschen können allergische auf Polle reagieren – auch Tiere leiden häufiger darunter. Aktuell reagieren bereits etwa fünf Prozent der Haustiere auf körperfremde Stoffe. Doch die Allergien sind nicht so leicht zu erkennen, denn typische menschliche Symptome wie Niesen und tränende Augen treten bei tierischem Heuschnupfen eher selten auf.

So äußert sich eine Pollenallergie bei Hund und Katze

Ein starker Juckreiz und damit ständiges Kratzen und Knabbern können bei Hunden und Katzen ein Hinweis sein. Dabei entstehen sogar mitunter kahle Stellen im Fell, die blutige und entzündete Hautausschläge, Quaddeln und Pusteln freilegen. Oft entstehen diese Hautausschläge an den Pfoten, am Unterbauch und im Gesicht – also dort, wo die Tiere beim Toben über die Wiese mit Gräsern und Pollen in Berührung kommen.

Wie beim Menschen, dringen die Pollen durch die Haut ein und sorgen im Körper der betroffenen Tiere dafür, dass Antikörper gegen die prinzipiell harmlosen Stoffe gebildet werden. Bei Verdacht auf eine Pollenallergie kann der Tierarzt durch Blut- oder Hautuntersuchungen die Diagnose stellen. Es kann sogar bestimmt werden, gegen welche Pflanzen und Gräser die Hunde und Katzen allergisch sind. Wenn es möglich ist, sollten dann die Auslöser gemieden werden. Je nachdem, wie stark die Allergie auftritt, können auch spezielle Medikamente oder eine Immuntherapie helfen.

Können auch bei Pferden allergische Reaktionen auftreten?

Erste Studien zeigen, dass auch Pferde an einer Pollenallergie leiden können. 51 Pferde verschiedener Rassen wurden untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass viele Tiere auf Pollen reagieren, indem ihr Körper das Immunglobulin E, kurz IgE, bildet. 35 Prozent der untersuchten Pferde reagieren auf Erlenpollen und rund 28 Prozent sind allergisch gegen das aus Asien stammende Bermudagras.

Die Symptome sind dabei vielfältig: Quaddeln auf der Haut, Juckreiz, der sich durch vermehrtes Scheuern und Beißen zeigt, oder Atemgeräusche und Husten sind möglich. Wie bei uns Menschen bedeutet die Allergie für den Pferdekörper Stress. Dadurch ist oft auch die Leistungsbereitschaft der betroffenen Tiere beeinträchtigt.

Zur Behandlung einer Pollenallergie ist die komplette Vermeidung der allergenen Stoffe meist nicht möglich. Die Symptome lassen sich beim Pferd mit Medikamenten (beispielsweise Antihistaminika oder Kortison) lindern.

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/1479/20xkoi9E0FU4w.pdf?sequence=1&isAllowed=y
  2. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/108616/Immer-mehr-Senioren-leiden-an-Heuschnupfen
  3. https://www.helmholtz-muenchen.de/news/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung/article/44736/index.html
  4. https://www.aerzteblatt.de/archiv/179902/Mikrobiom-Forschung-Kann-die-Darmflora-Allergien-verhindern
  5. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/koennen-probiotische-lebensmittel-heuschnupfen-lindern/
  6. https://www.researchgate.net/publication/266795280_Multi-strain_Symbiotic_Preparations_as_a_Novel_Adjuvant_Approach_to_Allergic_Rhinitis
  7. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/108616/Immer-mehr-Senioren-leiden-an-Heuschnupfen
  8. https://www.helmholtz-muenchen.de/aktuelles/uebersicht/pressemitteilungnews/article/27512/index.html
By |2020-08-11T09:39:38+01:0016. März 2020|Allergien|0 Comments

About the Author:

Seit 2006 arbeite ich nicht nur in einer Apotheke sondern auch als Heilpraktikerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit halte ich unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen. Sowohl durch den ständigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen als auch durch die Tätigkeit in meiner eigenen Praxis erweitere ich meine Erfahrung im Bereich der Naturheilkunde kontinuierlich.

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