Was hilft bei einer Ambrosia Allergie?

Die Ambrosia Allergie tritt immer häufiger in Deutschland auf, vor allem bei Menschen, die bereits auf die Pollen des Beifuß allergisch reagieren. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und wächst auf Flächen wie Baustellen, Ackerrändern, Brachen sowie Weg- und Straßenrändern.

Ambrosia ist hochallergen und hat laut Umweltbundesamt ein fünfmal höheres Allergiepotenzial als andere Gräserpollen. Die Pollen der Ambrosia lösen nicht nur die typischen Beschwerden eines Heuschnupfens aus, sondern sie können auch allergisches Asthma auslösen. Bereits eine kleine Menge der Pollen in der Luft kann zu heftigen allergischen Reaktionen führen. Die lange Blütezeit von Juli bis Oktober kann Betroffenen dadurch ganz schön zu schaffen machen.

Wie sie am besten mit einer Ambrosia Allergie umgehen und worauf Sie achten sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Was hilft gegen eine Ambrosia Allergie?

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Sie hat viele ganz harmlos klingende Namen: Aufrechtes Traubenkraut, Beifußblättriges Traubenkraut oder auch nordamerikanische Beifuß-Ambrosie. Ein Begriff verrät jedoch, wofür Ambrosia weltweit besonders bekannt ist: Sie wird auch Asthma-Pflanze genannt.

Die unscheinbare Pflanze gilt heute auch in Deutschland als einer der schlimmsten Allergieauslöser. Lesen Sie in unserem Ratgeber, woher sie kommt, welche Beschwerden sie auslöst und wie eine Allergie behandelt werden kann.

Was ist eine Ambrosia-Allergie?

Ambrosia gilt als hochallergene Pflanze. Das liegt auch daran, dass schon eine einzige Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen erzeugen kann.

Dabei wird der Blütenstaub der Pflanze von der körpereigenen Abwehr als gefährlicher Fremdling angesehen und das Immunsystem will dann nur noch eins – ihn so schnell wie möglich wieder loswerden.

Rund zwei Millionen Deutsche reagieren mit Beschwerden auf die Pollen der Ambrosia, Tendenz steigend. Die Ambrosia-Allergie ist eine spezielle Form der Pollenallergie.

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In welchen Monaten ist mit einer Ambrosia-Allergie zu rechnen?

Im Spätsommer, wenn Pollenallergiker endlich durchatmen wollen, wird ihr Leben noch einmal beschwerlich. Denn dann beginnt die Ambrosia-Zeit: von August bis in den Oktober hat die Pflanze Hochsaison, teilweise blüht sie bereits im Juli.

Symptome einer Ambrosia-Allergie

Hautausschlag kann das Anzeichen einer vorliegenden Allergie sein

Wer von einer Ambrosia-Allergie betroffen ist, bemerkt das meist sehr schnell – innerhalb weniger Minuten können bereits erste Beschwerden auftreten. Dazu gehören Rötungen der Haut, die sich auf eine Stelle konzentrieren und auch jucken können.

Auch Schwellungen oder die Bildung von Quaddeln sind möglich. Die große Gefahr: Nicht nur die Pollen lösen Beschwerden aus. Wer die Pflanze berührt, kann ebenfalls Hautausschläge und Ekzeme bekommen.

Daher gilt für alle Hobbygärtner: Sollte Ambrosia in Ihrem Garten wachsen, reißen Sie die Pflanze nur mit Handschuhen aus!

Müdigkeit als Symptom einer Ambrosia-Allergie

Durch eine Allergie arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren. Das hat Folgen: Betroffene fühlen sich oft müde, schlapp und ausgelaugt.

Gleichzeitig produziert der Körper bei seinem Kampf gegen die Pollen Botenstoffe wie Histamin. Dieser hält wach, eine Überproduktion kann daher zu Schlafstörungen führen.

Brennende und tränende Augen können auftreten

Eine Ambrosia-Allergie erzeugt auch folgende typischen Symptome: Die Augen jucken, tränen und röten sich. Auch geschwollene Augenlider sind ein Hinweis auf die Allergie.

Halsschmerzen und Atembeschwerden

Die feinen Pollen suchen sich schnell einen Weg in den menschlichen Körper. Werden sie eingeatmet, können Halsschmerzen die Folge sein. Oft gelangen die Pollen auch tiefer in den Körper – bis in die Bronchien. Dadurch ruft Ambrosia häufig allergisches Asthma hervor.

Typische Symptome dafür sind z. B.

  •  Kurzatmigkeit,
  • starker Husten oder
  • ein Pfeifgeräusch beim Atmen.

Ein Asthma-Anfall kann Betroffene heftig treffen: Krampfartig ziehen sich die Bronchien zusammen, immer stärkere Atemnot ist die Folge.

Frau hat eine Gräserallergie

Was tun bei einer Ambrosia-Allergie?

Wenn möglich, sollten Betroffene der Pflanze aus dem Weg gehen. Doch Vorsicht! Denn Ambrosia, ein Unkraut, wächst auch dort, wo man es nicht erwartet.

Daher müssen Betroffene oft zu zusätzlichen Mitteln greifen. Dazu gehören zum Beispiel Allergie Nasensprays, Allergie Augentropfen oder Allergietabletten.

Können Probiotika helfen, die Symptome zu lindern?

Bei der Ambrosia-Allergie-Behandlung gilt: Starker Darm – starke Abwehr! Dieser Grundgedanke beschäftigt Forscher schon seit Jahren. Entsprechend suchen Wissenschaftler nach Möglichkeiten, den Darm von Allergikern zusätzlich zu stärken.

Mit Erfolg: So weist eine Studie aus Neuseeland darauf hin, dass Probiotika das Risiko für eine Allergie senken können. Und auch britischen Forschern gelang in einer Pilotstudie der Nachweis, dass Probiotika bei Pollenallergien helfen können.1

Gibt es langfristige Behandlungsmöglichkeiten für die Allergie?

Wer das Thema Allergie für immer aus seinem Leben streichen möchte, kann eine sogenannte Hyposensibilisierung durchführen, die umgangssprachlich auch als „Allergie-Impfung“ bezeichnet wird.

In den meisten Fällen erfolgt diese Immunisierung per Spritze, aber auch Tabletten oder Tropfen sind möglich. Es gibt z. B. Allergie-Immuntherapie-Tabletten, die gezielt gegen eine Ambrosia-Allergie wirken sollen.2

In der Regel übernehmen Krankenkassen die Kosten für die oft mehrjährige Therapie. Zur Sicherheit sollten Sie vorab mit Ihrer Kasse sprechen.

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Vorsicht bei Kreuzallergien mit Ambrosia

Eine Allergie kommt selten allein. Bei rund 70 Prozent der Pollenallergiker kommt es zu einer so genannten Kreuzallergie – das heißt, ihr Körper reagiert auch auf andere Allergene. Die können in anderen Pflanzen oder in Lebensmitteln enthalten sein.

Wie häufig geht eine Ambrosia-Allergie mit einer Kreuzallergie einher?

Die Aussagen zu den Zahlen der Kreuz-Allergiker sind sehr unterschiedlich. Birkenpollen-Allergiker entwickeln zu rund 60 Prozent eine Kreuzallergie. Da sich eine Kreuzallergie auch erst später entwickeln kann, ist noch nicht genau geklärt, wie viele Ambrosia-Allergiker von einer Kreuzallergie betroffen sind.

Fest steht jedoch: Da Ambrosia zu der Familie der Korbblütler gehört, ist eine Kreuzreaktion mit Mitgliedern ihrer botanischen Familie möglich. Vor allem mit Beifuß gibt es häufig eine Kreuzallergie, Experten sprechen dann vom Beifuß-Ambrosia-Komplex. Mehr über eine Beifuß-Allergie finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Beifuß.

Auch mit Arnika, Goldrute, Kamille und Sonnenblume sind Kreuzallergien möglich.

Treten bei einer Kreuzallergie mit Ambrosia noch weitere Symptome auf?

Bei einer zusätzlichen Lebensmittelallergie können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Meist treten sie direkt im Mund auf, z. B. folgt ein Brennen, auch Schwellungen sind möglich. Ebenso können an der Zunge oder den Lippen kleine Bläschen oder Pusteln entstehen.

Kann man einer Ambrosia-Allergie vorbeugen?

Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ambrosia-Allergie gibt es nicht. Grundsätzlich kann aber jeder seinen Alltag pollen-ärmer gestalten – zum Beispiel durch Pollengitter vor dem Fenster oder einem speziellen Pollenfilter im Auto.

Um den Symptomen vorzubeugen, können Betroffene bereits vor Beginn der Pollensaison spezielle Medikamente einnehmen. Darüber hinaus können Probiotika die Darmflora stärken – und so den Körper stärken.

Hund, Katze, Pferd: Können Tiere von der Ambrosia-Allergie betroffen sein?

Tatsächlich kann Ambrosia nicht nur bei Menschen Beschwerden auslösen – auch Hunde, Katzen und Pferde können allergische Reaktionen zeigen. Da die Pflanze mitunter am Straßenrand wächst, kann so bereits eine Gassi-Runde zur Gefahr werden.

Kann eine Ambrosia-Allergie gefährlich werden?

Die Pflanze ist hochallergen: Schon fünf Pollen genügen, um Beschwerden auszulösen. Und: Die Pollen werden immer aggressiver, wenn die Luft mit Stickstoffdioxid belastet ist. Das zeigt eine Münchner Studie.3

Beim Verdacht auf eine Ambrosia-Allergie zum Arzt

Da eine Ambrosia-Allergie zu schweren Beschwerden führen kann, sollten Betroffene bei Verdacht unverzüglich einen Arzt konsultieren. Für eine Diagnose gibt es verschiedene Tests, zum Beispiel den Prick- oder Bluttest.

So kam die allergene Pflanze nach Europa

Sie wächst auf Schutthalden und in Kiesgruben, auf Wiesen und am Straßenrand – in Deutschland scheint sich die bis zu 1,50 Meter hohe Ambrosia von Jahr zu Jahr wohler zu fühlen. Dabei ist sie ein botanischer Einwanderer.

Und das Tempo steigert sich, sagen Studien. Demnach kann es in Deutschland in 30 Jahren eine viermal höhere Konzentration von Ambrosiapollen geben.4

  1. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/koennen-probiotische-lebensmittel-heuschnupfen-lindern/
  2. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-112012/neue-option-gegen-ambrosia-pollen/
  3. https://www.helmholtz-muenchen.de/aktuelles/uebersicht/pressemitteilungnews/article/27512/index.html
  4. https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/allergie-alarm-aktionstag-gegen-ambrosia
Was hilft bei einer Ambrosia Allergie?

Steffanie Kaiser

Seit 2019 unterstütze ich nicht nur die Redaktion der bio-apo, sondern halte im Rahmen meiner Tätigkeit unter anderem Vorträge über naturheilkundliche Themen.