Zähne bei Katzen: Aufbau, Pflege & Risiken verstehen

Die Zahngesundheit ist ein wichtiger Aspekt für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Katze. Zahnerkrankungen gehören bei Hauskatzen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen.

Katzen können Zahnprobleme gut verbergen. Zeigt Ihre Katze Auffälligkeiten beim Fressen, Mundgeruch oder Verhaltensprobleme, sollten Sie aufmerksam werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Tierarzt ist wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Um die Zahngesundheit Ihrer Katze zu unterstützen, können Sie einiges selbst tun. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Katzenfutter trägt dazu bei, die Zahngesundheit Ihrer Katze langfristig zu verbessern. Da sich nur wenige Katzen regelmäßig die Zähne putzen lassen, sind diätetische Zusätze mit zahnreinigender Funktion und die Anwendung von Zahngels empfehlenswert. Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über alles, was Sie zum Thema Zahngesundheit bei Katzen wissen sollten.

Frau kontrolliert Zähne der Katze

bio-apo hilft

Passende Produkte finden

In unserer Online Apotheke finden Sie passende Produkte.

Soforthilfe

Sie benötigen Soforthilfe? Dann rufen Sie uns an.

Zahn- oder Zahnfleischprobleme treten bei ungefähr 75 Prozent unserer Hauskatzen auf. Besonders häufig kommen Zahnerkrankungen bei Katzen über acht Jahren vor. Auch junge Katzen können bereits unter Zahnerkrankungen leiden.

Zahnerkrankungen bei Katzen bleiben oft lange unentdeckt. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Katze gut beobachten. In diesem Ratgeber erfahren Sie

  • wie Sie Zahnprobleme bei Katzen erkennen,
  • welche Zahnerkrankungen bei Katzen besonders häufig auftreten,
  • wie Sie die Zahngesundheit Ihrer Katze unterstützen können und
  • wann eine Zahnsanierung bei Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin sinnvoll ist.

Wie viele Zähne hat eine Katze – und wofür sind sie da?

Katzen sind reine Fleischfresser. Die Zähne der Katze sind daher in einem hohen Maße an Fleischnahrung und den Fang von Beute angepasst.1 Das Katzengebiss umfasst 30 Zähne, davon 14 Zähne im Unterkiefer und 16 Zähne im Oberkiefer der Katze, darunter

  • Schneidezähne,
  • Fangzähne,
  • vordere Backenzähne und
  • hintere Backenzähne.

Bei der Geburt sind die Kitten zunächst zahnlos, da das Säugen für die Mutter anderenfalls schmerzhaft wäre. Wie Menschen haben auch junge Katzen zunächst Milchzähne. Die 26 Milchzähne entwickeln sich zwischen der 3. und 7. Lebenswoche. Ihre bleibenden Zähne erhält die Katze bereits mit vier bis sechs Monaten.

Anzeichen für Zahnprobleme bei Katzen früh erkennen

Katzen können Zahnprobleme und Schmerzen häufig gut verbergen oder die Beschwerden auf ungewöhnliche Art und Weise äußern. Schmerzen führen bei der Katze zu Stress, welcher sich durch Unarten oder Verhaltensprobleme äußern kann.

Die Katze putzt sich nicht mehr ordentlich, verkriecht sich oder möchte nicht mehr gestreichelt werden. Ein häufiges Verhaltensproblem gestresster Katzen ist zudem Unsauberkeit.

Diese Zahnerkrankungen kommen bei Katzen besonders häufig vor

Zu den häufigsten Zahnproblemen bei Katzen zählen Zahnstein, FORL, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Vor allem Zahnstein tritt bei Katzen oft auf.

Zahnbelag, auch Plaque genannt, entsteht aus Bakterien. Wird Plaque nicht rechtzeitig entfernt, bildet sich Zahnstein. Unbehandelt kann Zahnstein Zahnfleischentzündungen und Parodontitis, eine entzündliche Reaktion, die durch Bakterien im Zahnbelag ausgelöst wird, zur Folge haben.

Zahnpflege bei Katzen: Was wirklich hilft

Um die Zahngesundheit Ihrer Katze zu unterstützen, ist eine regelmäßige Zahnpflege wichtig. Hierfür können Sie im Alltag folgendes tun:

Ist Ihre Katze sehr umgänglich, können Sie versuchen, Ihrem Tier regelmäßig die Zähne zu putzen. Eine spezielle Zahnbürste mit weichen Borsten und Zahnpasta für Katzen ist sinnvoll, um die Zähne Ihrer Katze effektiv zu reinigen. Achten Sie darauf, niemals Zahnpasta für Menschen zu verwenden, da die Inhaltsstoffe für Katzen giftig sein können. Nicht alle Katzen akzeptieren Zahnpflege gleichermaßen. Spezielle Zahnpasta für Katzen in verschiedenen Geschmacksrichtungen kann helfen, die Akzeptanz zu verbessern. Beginnen Sie mit kurzen Einheiten, um Ihre Katze langsam an die Zahnpflege zu gewöhnen.2

Zusätze im Futter, wie zum Beispiel Pernaturam Dentovin, ILMC Dental Pulver für Katzen, PHA ZahnSchutz Plus Pulver f. Hunde/Katzen, MARSAVET Dental Pulver Zahnpflegepulver vet. oder REAVET Denta Vital Pulver sowie spezielle Leckerlis können zur Zahnreinigung Ihrer Katze beitragen, indem sie die Bildung von Plaque reduzieren und Zahnstein vorbeugen.

Zahngels, wie z. B. cdVet Zahnpflege vet., Hexocare Zahnpflegegel f. Kleintiere oder Mikrosilber-Zahngel f. Hunde/Katzen, tragen zu sauberen Zähnen und einem gesunden Zahnfleisch bei. Bei regelmäßiger Anwendung helfen Zahngels, Zahnstein zu minimieren. Zahngels sind allerdings kein Ersatz für das regelmäßige Zähneputzen.

PerNaturam Dentovin
  • verändert das Milieu im Maul
  • verhindert Zahnbeläge
  • löst Zahnstein
zum Shop
bio-apo.de - natürlich, fair und günstig
REAVET Denta Vital Pulver
  • 100% natürlich mit Petersilie und Minze
  • effektive Reinigung von Zähnen & Zahnfleisch
  • unterstützend bei Maulgeruch & Mundhygiene
zum Shop
bio-apo.de - natürlich, fair und günstig
ILMC Dental Pulver
  • ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe
  • einfach anzuwenden und zu dosieren
  • für die tägliche Zahnpflege aller Katzen
zum Shop
bio-apo.de - natürlich, fair und günstig

Professionelle Zahnbehandlung: Wann sie nötig ist und was sie kostet

Eine professionelle Zahnsanierung beim Tierarzt ist für Katzen wichtig, um Zahnstein zu entfernen und das Risiko für Erkrankungen des Zahnfleischs zu verringern. Wie häufig sich eine Zahnbehandlung bei Ihrer Katze empfiehlt, ist abhängig vom Zustand der Zähne. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin beraten.3

Vor der Zahnreinigung wird das Gebiss der Katze untersucht, um Zahnstein oder Entzündungen festzustellen. Durch Zahnröntgen können Veränderungen der Zahnwurzeln oder FORL erkannt werden.

Die Zähne der Katze werden unter Narkose gereinigt und der Zahnstein entfernt. Ein spezielles Ultraschallgerät kann die Ablagerungen schonend lösen. Die anschließende Politur sorgt für eine glatte Oberfläche, welche die Anhaftung von neuen Zahnbelägen erschwert.

So bleibt die Zahngesundheit Ihrer Katze langfristig erhalten

Um die Zahngesundheit Ihrer Katze langfristig zu erhalten, können Sie vorbeugend einiges tun:

Die beste Vorsorge ist eine gesunde Fütterung. Dies sorgt für genügend Abrieb und reinigt die Zähne. Fehlstellungen und Zahnstein können so vorgebeugt werden. Trockenfutter bildet wenig Futterreste, welche zwischen den Zähnen hängen bleiben können. Durch den Kauprozess kann Zahnstein abgerieben werden. Sorgen Sie zudem für eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Phosphor. Darüber hinaus sind spezielle Futterzusätze für die Zähne Ihrer Katze erhältlich, z. B. Pernaturam Dentovin, ILMC Dental Pulver für Katzen, PHA ZahnSchutz Plus Pulver f. Hunde/Katzen, MARSAVET Dental Pulver Zahnpflegepulver vet. oder REAVET Denta Vital Pulver.

Katzen können Zahnprobleme gut verbergen. Sie sollten Ihre Katze daher gut im Auge behalten und regelmäßig das Maul Ihrer Katze kontrollieren. Achten Sie auf Veränderungen wie z. B. Zahnstein, Entzündungen des Zahnfleisches, Zahnverlust oder einen schlechten Atem. Stellen Sie Veränderungen bei Ihrer Katze fest, sollten Sie umgehend Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin aufsuchen.
Nehmen Sie einmal jährlich Zahnuntersuchungen bei Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin wahr. Regelmäßige Gesundheitschecks können dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Fazit: Zahnpflege ist Lebensqualität für Katzen

Zahnprobleme treten bei Katzen häufig auf. Die Zahngesundheit Ihrer Katze sollten Sie daher stets im Auge behalten. Eine gesunde Fütterung mit wichtigen Nährstoffen bildet die Basis für die Zahngesundheit Ihrer Katze. Bereits kleinere Maßnahmen wie z. B. Zähneputzen, Futterzusätze oder zahnpflegende Leckerlis können den Unterschied machen. Regelmäßige Kontrollen und die Reinigung der Zähne tragen zur Zahngesundheit und damit zum Wohlbefinden Ihrer Katze bei.

  1. Pfleiderer, M./Rödder, B.: „Was Katzen wirklich wollen“, Gräfe und Unzer Verlag GmbH (2014)
  2. Walter, B.: „Das Leben mit Stubentigern – praktische Tipps und Einblicke in den Alltag und die Sorgen eines Katzenbesitzers“, Bens Praxisratgeber (2023)
  3. Walter, B.: „Das Leben mit Stubentigern – praktische Tipps und Einblicke in den Alltag und die Sorgen eines Katzenbesitzers“, Bens Praxisratgeber (2023)
Zähne bei Katzen: Aufbau, Pflege & Risiken verstehen

Susann von der Mühll

Susann von der Mühll hat ihre Ausbildung am Institut für angewandte Kinesiologie und Naturheilkunde im Jahr 2018 abgeschlossen und ist seither als Pferdeosteopathin im Dreiländereck tätig. Motiviert durch ihr Interesse an naturheilkundlichen Themen unterstützt sie seit 2020 das Redaktionsteam der bio-apo.