Würmer und Parasiten bei Katzen erkennen, behandeln & vorbeugen
Fast alle Katzen haben im Laufe ihres Lebens mit Parasiten zu tun. Eine Ansteckung mit Würmern ist nicht nur bei Freigänger-Katzen rasch passiert.
Würmer bei Katzen sind zunächst kein Grund zur Sorge. Ein Wurmbefall bei Katzen ist gut zu behandeln. Meist wird eine Wurmkur als Paste direkt in das Maul der Katze gegeben. Wurmkuren wirken gegen vorhandene Würmer, schützen jedoch nicht vor erneutem Befall.
Bleibt der Parasitenbefall unbemerkt, können sich die Würmer vermehren. Eine Infektion mit Würmern kann nicht nur für Katzen problematisch sein. Einige Würmer, die bei Katzen vorkommen, können auch auf Menschen übergehen.
Wir geben Ihnen in diesem Ratgeber einen Überblick über alles, was Sie zum Thema Parasiten und Würmer bei Katzen wissen sollten.

Bei Würmern handelt es sich um sogenannte Endoparasiten, die im Körper des Wirts leben. Würmer bei Katzen bleiben daher oft unbemerkt.
Katzen jeder Altersgruppe können von Würmern befallen sein. Besonders für alte, sehr junge oder geschwächte Katzen kann Wurmbefall gefährlich sein.
In diesem Ratgeber erfahren Sie
- wie Sie Wurmbefall bei Ihrer Katze erkennen,
- was Sie bei Wurmbefall tun können,
- welche Folgen Parasiten für Ihre Katze haben können und
- wie Sie Würmern bei Ihrer Katze vorbeugen.
Welche Würmer und Parasiten befallen Katzen am häufigsten?
Ihre Katze kann von verschiedenen Wurmarten befallen sein. Zu den häufigsten Würmern bei Katzen zählen
- Spulwürmer,
- Bandwürmer,
- Hakenwürmer und
- Lungenwürmer.
Spulwürmer sind die häufigsten Darmparasiten bei Katzen. Bis zu 35 % aller Katzen sind von den bis zu 18 cm langen Spulwürmern befallen. Spulwürmer kommen besonders bei Katzenwelpen häufig vor.
Die langen, flachen Bandwürmer sind ebenfalls häufige Darmparasiten bei Katzen. Gurkenkernbandwürmer werden durch Flöhe auf Katzen übertragen. Die Bandwurmglieder sehen häufig ähnlich wie Reiskörner aus und können im Kot der betroffenen Katze erkannt werden. Katzenbandwürmer können durch den Verzehr infizierter Beutetiere, wie z. B. Mäuse oder Vögel übertragen werden. In seltenen Fällen kann die Katze durch den Verzehr infizierter Nagetiere von Fuchsbandwürmern befallen sein.
Die kleinen Hakenwürmer sind mit bloßem Auge kaum erkennbar. Die kleinen Darmparasiten leben im Dünndarm der Katze und ernähren sich vom Blut des Wirts.
Lungenwürmer befallen die Atemwege der Katze. Die Parasiten werden über Reptilien oder Schnecken auf Katzen übertragen. Auch durch verunreinigtes Wasser können Katzen Larven des Lungenwurms aufnehmen.
Wie infizieren sich Katzen mit Würmern?
Die Wurmübertragung bei Katzen erfolgt am häufigsten über folgende Infektionswege:
- Kontaminierte Böden, Wasser oder Futter: Berührt die Katze eine von Hakenwürmern oder Spulwürmern befallene Stelle, können die Parasiten über die Haut der Katze eindringen. Auch durch kontaminiertes Wasser oder Futter können Würmer auf Katzen übertragen werden. Wurmeier können zudem über die Schuhe oder über die Kleidung in die Wohnung gelangen.
- Über den Kot anderer Tiere: Die Ansteckung mit Würmern erfolgt häufig über den Kot infizierter anderer Katzen, da Wurmeier mit dem Kot ausgeschieden werden. Katzen nehmen Würmer oder deren Eier auf, wenn sie Kontakt zu Ausscheidungen infizierter Katzen haben.1
- Aufnahme infizierter Beutetiere: Infizierte Beutetiere wie z. B. Mäuse oder Vögel können Würmer auf Katzen übertragen. Die Katze nimmt die Würmer auf, indem sie den Zwischenwirt frisst.
- Flöhe als Zwischenwirt bei Bandwürmern: Gurkenkernbandwürmer können durch Flöhe auf die Katze übertragen werden, indem die Katze beim Putzen einen infizierten Floh oral aufnimmt.
- Übertragung vom Muttertier auf die Kitten: Katzen-Welpen können sich durch die Muttermilch mit Spul- oder Hakenwürmern anstecken.
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Wurmbefall bei Katzen erkennen Sie an diesen Symptomen
Anfangs sind häufig keine Anzeichen eines Wurmbefalls bei Katzen zu erkennen. Wenn sich die Würmer bei Ihrer Katze stark vermehren, treten zunehmend verschiedene Symptome auf.
Die deutlichsten Symptome für Würmer bei Katzen sind Juckreiz im Po-Bereich oder Würmer im Kot. Die meisten Anzeichen für Wurmbefall bei Katzen fallen unspezifisch aus: 2
- Durchfall
- Erbrechen
- Verstopfung
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- stumpfes Fell
- Müdigkeit
- Anfälligkeit für Infekte
- bei starkem Wurmbefall ein aufgeblähter Bauch
- bei Lungenwürmern Husten
- bei Hakenwürmern Anämie
Welche Folgen kann ein Wurmbefall bei Katzen haben?
Würmer können die Darmwand schädigen und lösen daher häufig Durchfall aus. Zudem nehmen Würmer Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei auf, was bei der Katze zu einem Mangel verschiedener Nährstoffe führen kann. Struppiges, glanzloses Fell kann die Folge sein. Ausscheidungen der Würmer können die inneren Organe der Katze schädigen, wenn sie durch die Darmwand gelangen.4
Durch Würmer können zudem verschiedene Krankheiten bei Ihrer Katze auftreten. Lungenwürmer können Entzündungen des Lungengewebes, chronischen Husten, Atemwegserkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen zur Folge haben. Ein Befall mit Hakenwürmern kann eine Blutarmut auslösen, da die Parasiten Blut aus der Darmschleimhaut saugen.
Behandlung: Wie wirkt eine Wurmkur bei Katzen?
Wurmkuren bei Katzen wirken gegen Parasiten in allen Entwicklungsstadien. Mit der Zeit können jedoch Resistenzen auftreten. Das Präparat sollte daher in regelmäßigen Abständen gewechselt werden.
Die Auswahl des richtigen Entwurmungsmittels für Katzen richtet sich nach der Art des Wurmbefalls. Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin kann Ihrer Katze eine passende Wurmkur verschreiben.
Wurmkuren für Katzen gibt es in verschiedenen Darreichungsformen
Wurmkuren für Katzen gibt es in diesen Darreichungsformen:
- als Paste,
- in Form von Tabletten oder
- als Spot-ons.
Entwurmungsmittel werden nicht von jeder Katze gut akzeptiert. Sie sollten daher darauf achten, dass Ihre Katze das Wurmmittel gut aufgenommen hat.
So verabreichen Sie Ihrer Katze eine Wurmkur
Wurmpasten und -tabletten werden Ihrer Katze oral verabreicht. Die Wurmpräparate sollen unter das Futter gemischt oder zusammen mit einem Leckerli verabreicht werden.
Spot-on-Produkte werden im Nackenbereich der Katze aufgetragen und wirken meist 3–4 Wochen lang. Der Wirkstoff wird über die Haut aufgenommen.
Wie oft sollten Katzen entwurmt werden?
Wie oft Katzen entwurmt werden, richtet sich nach den Lebensumständen der Katze und den individuellen Gegebenheiten. Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin kann einen Entwurmungsplan für Ihre Katze erstellen.
Bei Freigänger-Katzen wird von Tierärzten alle drei Monate eine Entwurmung empfohlen. Wohnungskatzen werden gemäß tierärztlichen Empfehlungen zweimal im Jahr entwurmt.
Alternativ können Sie regelmäßig Kotproben bei Ihrem Tierarzt abgeben und auf Würmer und Wurmeier untersuchen lassen. Da Wurmeier nicht kontinuierlich ausgeschieden werden, ist eine Sammelkotprobe von verschiedenen Tagen empfehlenswert. Fällt die Untersuchung positiv aus, muss die Katze entwurmt werden.
Hygiene & Vorbeugung: So schützen Sie Ihre Katze (und sich selbst)
Um Ihre Katze vor Parasiten zu schützen und einem Befall vorzubeugen, können Sie einiges tun:













