Fellwechsel beim Pferd: Was im Körper passiert und wie Halter ihr Pferd sinnvoll begleiten können
Um sich dem Verlauf der Jahreszeiten anzupassen, wechseln Pferde zweimal jährlich ihr Haarkleid. Die Zeiten des Fellwechsels sind für den Stoffwechsel und das Immunsystem des Pferdes eine Herausforderung.
Der Fellwechsel wird durch die Veränderung der Tageslichtlänge ausgelöst. Die Vorbereitung auf den Fellwechsel beginnt bereits im Januar bzw. im Juli, während der Fellwechsel im Frühling bzw. im Herbst erfolgt.
Die Dauer des Fellwechsels kann je nach Wetterlage, Haltung, Alter und gesundheitlichem Zustand des Pferdes variieren. Der Fellwechsel kann zwischen einigen Wochen bis hin zu Monaten dauern.
Während des Fellwechsels haben Pferde einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Eine angepasste Fütterung zur Unterstützung des Fellwechsels ist daher sinnvoll.
Mit Ergänzungsfuttermitteln, wie z. B. Mineralfutter, bestimmten Kräutern und Ölen sowie einer guten Pflege und einem angepassten Training können Sie den Stoffwechsel Ihres Pferdes während der Fellwechselzeit unterstützen.

Um sich dem Klima anzupassen, wechseln Pferde im Verlauf der Jahreszeiten ihr Fell. Der Organismus des Pferdes baut zweimal im Jahr ein komplett neues Haarkleid auf.1 Der Fellwechsel beim Pferd wird häufig unterschätzt.2 Das Immunsystem und der Stoffwechsel des Pferdes sind in der Fellwechselzeit gefordert.
Bereits im Winter bzw. im Sommer fängt der Körper an, sich auf den Jahreszeitenwechsel einzustellen. Der Fellwechsel wird erst spät sichtbar, denn erst, wenn sich das neue Haarkleid gebildet hat, fallen die ausgedienten Haare aus. In diesem Ratgeber erfahren Sie
- wann der Fellwechsel stattfindet und wie er gesteuert wird,
- wie lange der Fellwechsel dauert,
- für welche Pferde der Fellwechsel eine besondere Herausforderung ist,
- welche Rolle die Fütterung während des Fellwechsels spielt und
- was Sie darüber hinaus tun können, um Ihr Pferd im Fellwechsel zu unterstützen.
Fellwechsel beim Pferd: Wann er stattfindet und wie er gesteuert wird
Der Fellwechsel beim Pferd wird durch die Tageslichtlänge gesteuert. Die veränderte Tageslänge wird durch die Zirbeldrüse registriert. Wenn die Tage länger oder kürzer werden, sendet die Zirbeldrüse Hormone aus, welche den Fellwechsel des Pferdes im Frühjahr und im Herbst anregen.
Weniger Einfluss auf den Beginn des Fellwechsels hat die Außentemperatur. Dies wird häufig übersehen, sodass die Pferde zu spät auf den Fellwechsel vorbereitet werden. Extreme Temperaturen können den Fellwechsel jedoch beschleunigen oder verzögern.
Wie lange dauert der Fellwechsel – und warum verläuft er bei jedem Pferd unterschiedlich?
Der Fellwechsel verläuft in verschiedenen Phasen. Der sichtbare Haarverlust erfolgt in der letzten Phase, welche im Schnitt zwischen vier bis sechs Wochen andauert. Je nach Witterung, Haltung, Alter und Gesundheitszustand des Pferdes kann die Dauer des Fellwechsels variieren und sich bis zu mehreren Monaten hinziehen.
Besonders beim Wechsel vom Winter- auf das Sommerfell dauert es einige Zeit, bis die langen Haare ausgefallen sind. Während das Deckhaar im Verlauf des Herbsts länger wird, erfolgt im Frühjahr eine Erneuerung des Deckhaares. Für das Winterfell benötigt der Körper nicht nur längeres Fell, sondern zusätzlich Unterwolle als Schutz vor Kälte.
EWALIA H³ Pulver für Pferde
- ✓Ergänzungsfuttermittel für Pferde
- ✓mit Biotin, Selen und Zink
PerNaturam Heparlind
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AniForte Leinöl
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- ✓als tägliche Ergänzung zum normalen Futter
Typische Anzeichen des Fellwechsels: Woran Halter ihn erkennen
Der Fellwechsel beim Pferd zeigt sich durch Symptome wie verstärkten Haarausfall und Juckreiz. Das Fell kann ungleichmäßig oder stumpf wirken. Insbesondere bei älteren Pferden können sich Müdigkeit oder Abgeschlagenheit zeigen.
Die Länge und Dichte des Fells ändert sich während des Fellwechsels nur sehr langsam. Für eine rasche Anpassung an Temperaturschwankungen sind Pferde in der Lage, ihr Fell aufzustellen. Die Luftschicht zwischen den Haaren wird dadurch besser isoliert.
Kalte Tage in Verbindung mit zu wenig Winterfell können zu Verspannungen führen. Warme Tage, während sich bereits Winterfell gebildet hat, können vor allem bei älteren Pferden zu Kreislauf-Beschwerden führen.
Fütterung im Fellwechsel: Welche Rolle Nährstoffe im Alltag spielen
Während des Fellwechsels benötigt das Pferd für die Produktion des neuen Haarkleides vermehrt Energie und Nährstoffe. Achten Sie daher während des Fellwechsels auf ein angepasstes Futter mit einer ausreichenden Versorgung mit Spurenelementen, insbesondere Zink, Kupfer, Selen und Mangan. Mit einem Zusatzfutter oder Mineralfutter können Sie die Fütterung Ihres Pferdes während des Fellwechsels ergänzen.
Neben wichtigen Spurenelementen sind die B-Vitamine Folsäure, Vitamin B5 und B6, die Vitamine C, A und E und Biotin sowie die Aminosäure Lysin wichtig für die Abwehrkräfte des Pferdes. Omega-3 unterstützt die Regeneration der Haut und das Haarwachstum. Auch Silizium und Schwefel spielen bei der Haar- und Hautbildung eine Rolle. Für eine gute Hautdurchblutung sind Magnesium und Vitamin E wichtig.
Den Fellwechsel begleiten mit der richtigen Pflege
Mit der richtigen Pflege können Sie den Fellwechsel Ihres Pferdes gezielt unterstützen:
Wenn der Fellwechsel mehr Aufmerksamkeit braucht: Alter, Rasse und Individualität
Die Dichte und Länge des Winterfells können je nach Rasse variieren. Tinker oder Isländer entwickeln beispielsweise mehr Winterfell als Warmblüter oder Quarter Horses. Der Bedarf an Mineralstoffen zur Unterstützung des Fellwechsels ist daher unter anderem von der Rasse abhängig.
Besonders auffällig ist der Fellwechsel bei Pferden mit Nährstoff-Mängeln, älteren Pferden sowie bei Pferden, bei welchen der Stoffwechsel gefordert ist, z. B. junge Pferde, Sportpferde, Zuchtstuten, Ekzemer sowie Pferde mit Stoffwechselstörungen oder chronischen Erkrankungen. Besonders alte Pferde benötigen während des Fellwechsels Unterstützung, da der Stoffwechsel bei Senioren langsamer arbeitet und Nährstoffe schlechter aufgenommen werden.
Ergänzungsfuttermittel im Fellwechsel: Was viele Halter einsetzen
Um den erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen während des Fellwechsels zu decken, können Sie Ihr Pferd mit einem Mineralfutter unterstützen. EWALIA H³ Pulver für Pferde mit Biotin, Selen und Zink wurde speziell auf die Unterstützung von Fell und Haut abgestimmt. Das naturbelassene Futterergänzungsmittel ist insbesondere in Zeiten erhöhter Belastung, wie z. B. dem Fellwechsel ideal.
Das Zusatzfutter PerNaturam Orgamin enthält die natürlichen Mineralstoffe und Spurenelemente Zink, Mangan, Selen und Magnesium. Huf-Fell-Perfekt von PerNaturam enthält organisch gebundenes Zink, Biotin sowie die Aminosäure Lysin. Der erhöhte Bedarf an Aminosäuren während des Fellwechsels kann über die Fütterung von Hafer oder Esparsette, z. B. von PerNaturam ausgeglichen werden.
Die Leber spielt im Stoffwechsel eine wichtige Rolle
Die Leber spielt im Stoffwechselgeschehen eine große Rolle und sollte daher besondere Beachtung finden. Die Leber Ihres Pferdes können Sie im Fellwechsel kurweise mit Kräutern wie z. B. PerNaturam Heparlind, EWALIA Leber-Nierensaft für Pferde, PerNaturam Lüneburger Kräuter oder SINGULARES Mariendistelsamen Pulver unterstützen.
Den Fellwechsel des Pferdes mit Ölen unterstützen
Öle sind für Pferde im Fellwechsel ein wertvoller Energielieferant und enthalten fettlösliche Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren regen den Hautstoffwechsel an und beschleunigen den Fellwechsel.
Omega 3-reiche Öle sind
- Leinöl (z. B. Reavet Leinöl naturrein oder AniForte Leinöl),
- Hanföl (z. B. AniForte Bio Hanföl oder PerNaturam Hanf-Öl) und
- Lachsöl (z. B. Reavet Omega-3 Lachsöl oder AniForte Lachsöl).
Auch die PerNaturam Energiekörner-Mischung enthält reichlich hochwertige ungesättigte Fettsäuren. Energiekörner dienen insbesondere im Winter als wichtiger Energielieferant.
Pferde mit empfindlicher Haut können von Nachtkerzenöl, z. B. Nachtkerzenöl vet. oder AniForte Nachtkerzenöl profitieren. Die Fütterung von Nachtkerzenöl hat sich insbesondere im Fellwechsel bewährt.
Fellwechsel entspannt begleiten: Routinen und Planung im Jahresverlauf
Mit regelmäßigem Bürsten, einer ausreichenden Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Stoffwechselkräutern und einem angepassten Training können Sie Ihr Pferd im Fellwechsel unterstützen. Die Hautpflege fördert die Durchblutung und lindert den Juckreiz, während eine ausgewogene Fütterung den Energiebedarf des Pferdes deckt und den Stoffwechsel unterstützt.
Ausreichend Bewegung trägt dazu bei, den Stoffwechsel Ihres Pferdes zusätzlich anzukurbeln. Durch Wälzen im trockenen Sand oder Stroh können Pferde ihr Fell selbständig loswerden.
Wenn das Pferd stark schwitzt und das Fell nicht ausfällt, kommt eine Teilschur infrage. Dies kann insbesondere bei älteren Pferden, Pferden mit Stoffwechselerkrankungen oder Robust-Pferderassen wie Shetlandponys, Fjordpferden oder Isländern der Fall sein.













