Juckreiz & Hautprobleme bei Katzen erkennen: Alles Wissenswerte zu Ursachen, Behandlung & Tipps

Juckreiz und Hautprobleme gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Katzen – und sind für das Tier und den/die Halter/in oft belastend. Eine Reihe von Anzeichen können auf Hautprobleme bei Katzen hindeuten, wie etwa eine übermäßige Fellpflege oder kahle Stellen. Zu den häufigsten Ursachen für Hauterkrankungen bei Katzen zählen Parasitenbefall, Allergien sowie Infektionen mit Pilzen oder Bakterien.

Eine ausgewogene Ernährung mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen ist für eine gesunde Haut und ein glänzendes Fell unerlässlich. Zeigen sich bei Ihrer Katze Haut- oder Fellveränderungen, sollten Sie daher zunächst die Ernährung Ihrer Katze prüfen. Die Haut und das Fell Ihrer Katze können Sie zusätzlich mit Ergänzungsfuttermitteln unterstützen.

Bei Verdacht auf Hautprobleme ist es wichtig, tierärztlichen Rat einzuholen, damit eine genaue Diagnose erfolgen kann und Ihre Katze die richtige Behandlung erhält.

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Das größte Organ der Katze ist die Haut. Sie bildet nicht nur eine schützende Barriere, sondern ist auch ein Sinnesorgan und reguliert die Körpertemperatur der Katze.

Die Haut reagiert sensibel auf äußere und innere Einflüsse. Hautprobleme beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden Ihrer Katze, sondern können auch ein Anzeichen für gesundheitliche Probleme sein.1 In diesem Ratgeber erfahren Sie

  • wie Sie Hautprobleme bei Katzen erkennen,
  • auf welche Ursachen Juckreiz zurückzuführen ist,
  • wie Sie Ihrer Katze bei Juckreiz Linderung verschaffen können,
  • mit welchen Maßnahmen Sie die Hautgesundheit Ihrer Katze unterstützen und wie Sie Hautproblemen bei Katzen vorbeugen können sowie
  • in welchen Fällen Sie tierärztlichen Rat einholen sollten.

Warum kratzt sich meine Katze ständig: Das sind die häufigsten Ursachen

Juckreiz bei Katzen ist eine unangenehme Hauterscheinung, die Symptome wie Kratzen, Scheuern, Lecken oder Beißen provozieren kann. Kratzt sich Ihre Katze, kann Haarausfall die Folge sein.

Die Unterscheidung zwischen der üblichen Körperpflege und übermäßigem Lecken ist nicht immer einfach.2 Häufig bleibt Juckreiz bei Katzen unbemerkt, da sich die Katze nicht vor den Augen des Tierhalters/der Tierhalterin kratzt.3

Leidet Ihre Katze unter Juckreiz, ist es wichtig, die Ursache ausfindig zu machen. Die möglichen Ursachen für Juckreiz bei Katzen sind vielfältig:

  • Parasiten, wie z. B. Flöhe oder Milben
  • Allergien, z. B. Futtermittelallergien, Flohspeichel-Allergien oder Allergien auf Umweltallergene wie Pollen, Hausstaub oder Schimmelpilze
  • Hautpilze
  • bakterielle Infektionen
  • trockene Haut
  • Ernährungsfehler
  • Katzenakne
  • hormonelle Störungen
  • Stoffwechselstörungen oder Autoimmunerkrankungen
  • äußerliche Einflüsse, z. B. ätherische Öle, aggressive Reinigungsmittel, Schimmel o. ä.
  • Stress

Typische Symptome: Woran Sie Hautprobleme bei Katzen erkennen

Zu den typischen Symptomen für Hautprobleme bei Katzen zählen:

  • lokaler oder großflächiger Haarausfall
  • Hautrötungen, Schuppen, Krustenbildung
  • übermäßiges Lecken oder Beißen
  • Hautgeruch oder nässende Stellen
  • struppiges glanzloses Fell

Erste Hilfe bei Juckreiz: Was Sie zu Hause tun können

Um Juckreiz und Hautreizungen bei Ihrer Katze rasch zu lindern, sind einige Hausmittel hilfreich. Hausmittel können erste Hilfe leisten, ersetzen jedoch keine Diagnose beim Tierarzt. Leidet Ihre Katze unter anhaltendem und starkem Juckreiz, sollte daher umgehend ein Tierarztbesuch erfolgen.

Durch regelmäßiges Bürsten können Sie lose Haare und Schuppen aus dem Fell Ihrer Katze entfernen und Verfilzungen verhindern.4 Für die Fellpflege Ihrer Katze können Sie z. B. die REAVET Fellpflegebürste Care Me verwenden.

Bei Juckreiz können Sie die Haut Ihrer Katze mit Ballistol animal Öl vet. oder PerNaturam Pfötchen Creme pflegen. Bei trockener Haut helfen PerNaturam Hautbalsam oder PerNaturam Aloe Vera Spray.

Bei leichten Verschmutzungen können Sie Ihre Katze mit milden Pflegeshampoos waschen. Milde Shampoos und Salben können dazu beitragen, die Haut zu beruhigen und die Hautbarriere Ihrer Katze zu stärken. Natürliche Shampoos für Katzen sind PerNaturam Fell-Shampoo oder PerNaturam Shampoo-Spray. Mit der REAVET Badebürste Care Me können Sie das Shampoo einmassieren und loses Fell und Schmutz entfernen. Von zu häufigen Bädern sollten Sie allerdings absehen, da dies die Haut Ihrer Katze austrocknen kann.

Wann zum Tierarzt: Diagnostik und Therapieoptionen

Treten bei Ihrer Katze Hautprobleme auf, nimmt der Tierarzt/die Tierärztin für eine Diagnose zunächst eine Anamnese und eine klinische Untersuchung vor. Mithilfe verschiedener Laboruntersuchungen wie z. B. Bluttests, Hautgeschabsel, Haaranalysen, Hautbiopsien oder Pilz- und Bakterienkulturen können die Ursachen der Hauterkrankung, beispielsweise Allergien, Pilze, Parasiten sowie Stoffwechsel- und Hormonstörungen diagnostiziert werden. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie wird eine Eliminationsdiät durchgeführt.

Die Therapie von Hautkrankheiten bei Katzen ist von der Ursache abhängig. Häufig verschreibt der Tierarzt Medikamente wie Antibiotika, Entzündungshemmer, verschiedene Präparate gegen Parasiten oder Antimykotika. Darüber hinaus können Hautpflegeprodukte wie Salben oder Shampoos tierärztlich verordnet werden. Bei Futtermittelallergien erfolgt eine Umstellung der Ernährung der Katze.

Ernährung & Hautgesundheit Ihrer Katze unterstützen: Wie Futter helfen kann

Die Haut- und Fellpflege Ihrer Katze fängt bei der Fütterung an. Nicht selten ist falsches Futter die Ursache für Hautprobleme bei Katzen.5 Haarausfall, trockene Haut oder stumpfes Fell können Anzeichen für eine unausgewogene Ernährung sein.

Zunächst sollten Sie das Futter Ihrer Katze überprüfen: Ist die Ernährung einseitig, da Ihre Katze nur eine bestimmte Sorte frisst? Enthalten die Leckerlis Zucker oder Getreide? Trinkt Ihre Katze ausreichend? Hier können Sie ansetzen und zunächst die Ernährung Ihrer Katze optimieren. Mit einer gezielten Ernährung, die Ihrer Katze alle wichtigen Nährstoffe zuführt, können Sie zur Hautgesundheit Ihrer Katze beitragen:

Omega-3-Fettsäuren können trockener Haut bei Katzen entgegenwirken. Daher sollte häufiger fetter Fisch, wie z. B. Lachs auf dem Speiseplan Ihrer Katze stehen. Alternativ können Sie dem Futter Ihrer Katze Lachsöl beimischen, z. B. REAVET Omega-3 Lachsöl oder PerNaturam Lachs-Öl. Eine pflanzliche Omega-3-Quelle ist Algenöl, das z. B. in REAVET Algenöl oder Planimol Ocean enthalten ist. B-Vitamine sind wichtig für den Erhalt normaler Haut. Bierhefe für Katzen, wie z. B. Waldkraft Bierhefe flüssig oder REAVET Bierhefe naturrein enthält viele B-Vitamine und kann kurweise verfüttert werden.

Zusätzlich können Sie Ihrer Katze Futterergänzungsmittel verabreichen, welche gezielt die Haut und das Fell Ihrer Katze unterstützen, wie z. B. Doppelherz für Tiere Haut & Fell Complex, VMP Tabletten Ergänzungsfuttermittel für Hund/Katze oder LUPO Derm Haut- & Haarkur flüssig für Hund/Katze/Pferd.

Futtermittelallergien bei Katzen werden häufig durch tierische Eiweiße (z. B. Huhn, Rind) oder Getreide ausgelöst. Ein Futterwechsel auf hypoallergenes oder getreidefreies Futter kann helfen, die Symptome zu lindern. Hypoallergenes Futter für Katzen enthält gut verträgliche Eiweiße. Ein geeignetes Futter für Katzen mit Futtermittelallergien ist z. B. ILMC Katzenfutter mit Insektenprotein.

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Prävention: So bleibt die Haut Ihrer Katze gesund

Um Hautproblemen und Juckreiz bei Ihrer Katze vorzubeugen, können Sie einiges tun:

Mit einer guten Haut- und Fellpflege können Sie Hautproblemen bei Ihrer Katze vorbeugen. Den größten Teil der Fellpflege übernehmen Katzen selbst. Mit regelmäßigem Bürsten können Sie die Fellpflege Ihrer Katze unterstützen. Bürsten beschleunigt den Fellwechsel, entfernt lose Haare und Hautschuppen und fördert die Hautdurchblutung. Die Haut- und Fellpflege Ihrer Katze bietet zudem die Möglichkeit, Hautirritationen, Parasiten oder Verletzungen frühzeitig zu erkennen. Insbesondere bei trockener oder gereizter Haut, trockener Umgebungsluft, im Fellwechsel und bei langem Fell benötigen Katzen bei der Fellpflege Unterstützung.

Stress kann Hautprobleme bei Katzen begünstigen. Manche Katzen reagieren auf Stress zudem mit übermäßigem Putzen, was kahle Stellen und Hautentzündungen zur Folge haben kann. Sorgen Sie daher für eine ruhige Umgebung und vermeiden Sie plötzliche Veränderungen in der Routine Ihrer Katze.

Die Wohnung sollte für Ihre Katze ein echter Wohlfühlort sein. Dafür ist es sinnvoll, die Umgebung der Katze gut zu pflegen. Reinigen Sie regelmäßig die Ruhe- und Futterplätze Ihrer Katze, um Parasiten und Allergene zu reduzieren. Eine schlechte Hygiene kann das Auftreten von Parasiten wie z. B. Flöhen begünstigen, die wiederum Hautprobleme bei Katzen verursachen können. Mangelnde Hygiene kann zudem die Hautbarriere Ihrer Katze schwächen und dadurch Hautprobleme begünstigen.

Eine angemessene Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung kann dazu beitragen, trockene Haut zu vermeiden. Hierfür können Sie z. B. einen Luftbefeuchter nutzen oder Wasserschalen auf der Heizung aufstellen.

Mit einer guten Parasitenprophylaxe können Sie Ihre Katze vor Milben und Flöhen schützen und so Hautproblemen vorbeugen. Kontrollieren Sie das Fell Ihrer Katze regelmäßig auf Parasiten. Ein Flohkamm hilft, Flöhe im Fell Ihrer Katze zu erkennen und zu entfernen. Mit Spot-on-Präparaten, Halsbändern oder Sprays können Sie Ihre Katze vor Parasiten schützen.

FAQ: Häufige Fragen zu Hautproblemen und Juckreiz bei Katzen

Die Symptome für Allergien bei Katzen sind vielfältig. Durch den Juckreiz kratzt und scheuert sich die Katze vermehrt, was besonders an den Ohren und den Pfoten zu kahlen Stellen führen kann. Rötungen, Krustenbildung und Hautausschläge können auf eine allergische Reaktion der Haut hindeuten. Auch Verdauungsprobleme wie Erbrechen oder Durchfall sowie Atemprobleme, z. B. Niesen oder Husten können bei Allergien auftreten. Häufige Auslöser für Allergien bei Katzen sind Futtermittel, Flohspeichel, Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen. Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Katze unter einer Allergie leidet, sollten Sie Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin aufsuchen, damit die Ursache der Allergie diagnostiziert werden kann.

Trockene Haut kann bei Katzen zu starkem Juckreiz führen. Eine trockene Haut kann auf eine unausgewogene Ernährung oder mangelnde Fellpflege hindeuten. Auch Hautinfektionen, Allergien oder Parasiten können trockene Haut bei Katzen zur Folge haben. Hat Ihre Katze sehr trockene Haut, ist es daher wichtig, die Ursache herauszufinden und Ihre Katze bei Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin untersuchen zu lassen.

Die Hautgesundheit Ihrer Katze können Sie mit einer natürlichen Hautpflege unterstützen. Mit REAVET Premium Pflegetüchern mit Aloe Vera und Hamamelis können Sie das Fell, die Pfoten und die Nase Ihrer Katze sanft reinigen und pflegen. Das altbewährte Pflegeöl Ballistol animal vet. Öl ist für das Fell, die Haut, die Pfoten sowie für empfindliche Scheuerstellen ideal. Der pflanzliche PerNaturam Hautbalsam pflegt beanspruchte Hautstellen und verhindert Wundlecken. PerNaturam Imkerbalsam unterstützt die Regeneration beanspruchter Hautstellen. Parfümierte Produkte oder Pflegeprodukte, welche nicht für Katzen geeignet sind, sollten Sie vermeiden. Dies gilt insbesondere für Produkte, die ätherische Öle enthalten!

  1. Hellstein, R.: „Ganzheitliche Homöopathie für Katzen: Sanfte und natürliche Behandlung Ihrer Katze“, epubli (2024)
  2. Ouschan, C.: „Juckreiz bei der Katze“, Enke Verlag (2015)
  3. Peters, S.: „Die Katze kratzt sich am Kopf – was kann das sein“, Sonntag Verlag (2009)
  4. Hellstein, R.: „Ganzheitliche Homöopathie für Katzen: Sanfte und natürliche Behandlung Ihrer Katze“, epubli (2024)
  5. Hellstein, R.: „Ganzheitliche Homöopathie für Katzen: Sanfte und natürliche Behandlung Ihrer Katze“, epubli (2024)
Juckreiz & Hautprobleme bei Katzen erkennen: Alles Wissenswerte zu Ursachen, Behandlung & Tipps

Susann von der Mühll

Susann von der Mühll hat ihre Ausbildung am Institut für angewandte Kinesiologie und Naturheilkunde im Jahr 2018 abgeschlossen und ist seither als Pferdeosteopathin im Dreiländereck tätig. Motiviert durch ihr Interesse an naturheilkundlichen Themen unterstützt sie seit 2020 das Redaktionsteam der bio-apo.