Prämenstruelles Syndrom (PMS): Alles, was Sie wissen müssen
Der weibliche Zyklus bringt jeden Monat hormonelle Umstellungen mit sich. Für die meisten Frauen sind die hormonellen Hochs und Tiefs unproblematisch. Bei einigen Frauen bringt der Hormonabfall jedoch Beschwerden mit sich. Die häufigste Diagnose in diesem Zusammenhang lautet PMS: das prämenstruelle Syndrom.
PMS zeigt sich durch verschiedene physische und psychische Beschwerden. Sind die psychischen Symptome stark ausgeprägt, sprechen Experten von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS). Über die genauen Ursachen von PMS wird nach wie vor diskutiert. Die komplexe Interaktion der Hormone während des Zyklus spielt bei der Entstehung von PMS eine Rolle. Auch der Lebensstil hat einen Einfluss auf PMS-Symptome.
Für die Behandlung von PMS werden neben Schmerzmitteln und Hormonpräparaten immer häufiger pflanzliche Arzneimittel mit Mönchspfeffer eingesetzt. Darüber hinaus können Sie mit einem angepassten Lebensstil dazu beitragen, PMS zu lindern.

Schlechte Stimmung, Hautunreinheiten, Unterleibsschmerzen – die Tage vor den Tagen sind für viele Frauen nicht die beste Zeit. Sie leiden jeden Monat einige Tage vor Beginn ihrer Menstruation unter verschiedenen Beschwerden – bekannt unter der Bezeichnung PMS (prämenstruelles Syndrom).
In diesem Ratgeber erfahren Sie,
- welche physischen und psychischen PMS-Symptome auftreten können,
- was der Unterschied zwischen PMS und PMDS ist,
- auf welche möglichen Ursachen PMS zurückzuführen ist,
- was gegen PMS hilft und
- welche Strategien Ihnen den Alltag mit PMS erleichtern können.
Was versteckt sich hinter PMS?
Das prämenstruelle Syndrom zählt zu den Regelbeschwerden. PMS definiert sich durch wiederkehrende physische und psychische Symptome, welche zyklusabhängig in der zweiten Zyklushälfte auftreten. PMS-Symptome können in jedem Zyklus unterschiedlich ausfallen.
Die Beschwerden setzen in der Regel fünf Tage vor der Menstruation ein. Anschließend legen sich die PMS-Symptome, um vor der nächsten Menstruation erneut aufzutreten.
PMS oder PMDS: Was ist der Unterschied?
PMS und PMDS unterscheiden sich bezüglich des Schweregrads der Symptome. PMDS ist eine schwere Form des prämenstruellen Syndroms.
Bei PMDS treten neben körperlichen Beschwerden zusätzlich ausgeprägte psychische Symptome auf. 1 Der Begriff „dysphorische Störung“ steht für einen psychischen Zustand, bei dem eine gereizte Grundstimmung im Vordergrund steht.
Symptome erkennen: Körperliche und psychische Beschwerden
Zu den typischen körperlichen PMS-Symptomen zählen
- Kopfschmerzen,
- Unterleibsschmerzen,
- Brustschmerzen oder Brustspannen,
- Müdigkeit,
- Appetitveränderungen,
- Wassereinlagerungen,
- Hautprobleme,
- Blähungen und
- Schlafstörungen.
Häufige emotionale Symptome bei PMS sind
- Stimmungsschwankungen,
- eine erhöhte Reizbarkeit,
- Ängstlichkeit und
- Niedergeschlagenheit.
Physische und psychische Beschwerden können sich gegenseitig beeinflussen. Manche körperliche Beschwerden können aus einer psychischen Belastung resultieren und umgekehrt.
Ursachen von PMS: Was den Zyklus beeinflusst
Die genauen Ursachen für PMS sind noch nicht abschließend geklärt. Eine Rolle spielt die hormonelle Umstellung, welche in der zweiten Zyklushälfte erfolgt: Während das Hormon Progesteron vermehrt produziert wird, sinkt die Östrogenausschüttung. Das hormonelle Ungleichgewicht kann verschiedene Beschwerden hervorrufen.
Es ist bekannt, dass Östrogen und Progesteron einen Einfluss auf den Serotoninspiegel haben. Serotonin wirkt sich direkt auf unsere Stimmung aus.3 Gemäß Studien weisen Frauen mit PMS während der zweiten Zyklushälfte einen verminderten Serotonin-Spiegel auf.4
Zudem wird vermutet, dass einige Frauen genetisch bedingt gegenüber hormonellen Schwankungen empfindlicher und daher für PMS anfällig sind. Darüber hinaus wird auch der Lebensstil mit einem erhöhten Risiko für prämenstruelle Beschwerden in Verbindung gebracht. Als mögliche Einflussfaktoren für PMS-Symptome werden folgende Aspekte diskutiert:6
- eine ungesunde Ernährung
- Stress
- Nikotin- und Alkoholkonsum
- Schlafmangel
- Bewegungsmangel
Fast 40% aller Frauen leiden unter PMS
Bei nahezu der Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter treten vor der Menstruation Beschwerden auf. 20–40% aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter PMS. Bei ungefähr 3–8 % der Betroffenen sind die Beschwerden besonders ausgeprägt.
So verändert sich PMS über die Jahre
PMS kann bereits im Teenageralter einsetzen. Besonders häufig sind Frauen zwischen 30 und 45 Jahren von PMS betroffen.
Im Laufe der Jahre können sich PMS-Symptome verstärken oder sie treten nicht mehr auf. Durch die Geburt eines Kindes können sich die Problematik und die Häufigkeit der Beschwerden verändern.7
Die PMS-Symptome können bis zur Menopause andauern. Während der Wechseljahre empfinden viele Frauen die Beschwerden als stärker. Nach den Wechseljahren verschwinden mit dem Ende der Menstruation auch die PMS-Symptome.
Wie kann PMS festgestellt werden?
Treten regelmäßig PMS-Symptome auf, sollten Sie ärztlichen Rat für eine genaue Diagnose einholen. Bei Verdacht auf PMS wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin eine ausführliche Anamnese durchführen, bei welcher der genaue zeitliche Ablauf sowie die Dauer der Symptome analysiert werden. Treten die Beschwerden nicht in Abhängigkeit des Zyklus auf, so ist dies ein Anzeichen dafür, dass den Symptomen eine andere Ursache zugrunde liegt.
Was hilft bei PMS?
Die Behandlung von PMS ist von den Symptomen abhängig. Häufig werden bei PMS Medikamente wie Schmerzmittel oder krampflösende Arzneimittel verschrieben.9 Bei stärkeren PMS-Symptomen kommt die Anwendung eines hormonellen Verhütungsmittels oder spezieller Hormonpräparate in der zweiten Zyklushälfte in Frage, um hormonelle Schwankungen im Laufe des Zyklus zu reduzieren. Nachteilig sind bei dieser Therapie die Nebenwirkungen, unter denen viele Frauen leiden.
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Leben und Alltag mit PMS: Strategien für mehr Wohlbefinden
Abschließend erhalten Sie einige Tipps, wie Sie mit PMS im Alltag am besten umgehen können. Besonders wichtig ist es, Stress zu vermeiden und regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag einzuplanen.
Weitere interessante Beiträge:
Wissenschaftliche Quellen
- Gruber, D.M.: „Das prämenstruelle Syndrom als Ausdruck einer hormonellen Dysfunktion.“, J. Gynäkol. Endokrinologie (2018)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/pms-und-pmds-im-fokus-144791/ (aufgerufen am 24.09.2024)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/warum-es-manchen-frauen-vor-der-periode-schlecht-geht-138442/ (aufgerufen am 20.09.2024)
- Segerer, S.: „Prämenstruelles Syndrom: Diagnostik und Therapie“, Die Gynäkologie (o. D.)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/warum-es-manchen-frauen-vor-der-periode-schlecht-geht-138442/ (aufgerufen am 20.09.2024)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/pms-und-pmds-im-fokus-144791/ (aufgerufen am 20.09.2024)
- Gruber, D.M.: „Das prämenstruelle Syndrom als Ausdruck einer hormonellen Dysfunktion.“, J. Gynäkol. Endokrinologie (2018)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/pms-und-pmds-im-fokus-144791/ (aufgerufen am 20.09.2024)
- https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/pms-und-pmds-im-fokus-144791/ (aufgerufen am 20.09.2024)













