PCOS verstehen und den eigenen Körper in Balance bringen

Das PCOS-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom) gilt als eine der häufigsten endokrinologischen Störungen bei Frauen. In Deutschland leiden ungefähr eine Million Frauen am polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS).

Bei PCOS produziert der Körper zu viele männliche Hormone. Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme, vermehrte Körperbehaarung und Hautprobleme können die Folge sein. Oft wird PCOS erst bei unerfülltem Kinderwunsch entdeckt.

Die genauen Ursachen des PCO-Syndroms sind bisher nicht bekannt. PCOS tritt familiär gehäuft auf. Es wird daher von einer genetischen Komponente ausgegangen. PCOS ist nicht heilbar, die Beschwerden können jedoch gelindert werden. Neben einer medikamentösen Behandlung können eine gezielte Ernährung, regelmäßige Bewegung oder Akupunktur bei PCOS helfen.

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PCOS wurde erstmals im Jahr 1935 in einer amerikanischen Fachzeitschrift beschrieben. Das PCO-Syndrom zählt zu den häufigsten Stoffwechselstörungen bei Frauen. Heutzutage wird davon ausgegangen, dass 5–10 Prozent der Frauen unter PCOS leiden.

In diesem Ratgeber erfahren Sie,

  • welche Auswirkungen PCOS auf Ihren Körper hat,
  • wodurch PCOS entsteht,
  • welche Symptome bei PCOS auftreten und
  • was Sie bei der Diagnose PCOS tun können.

Das polyzystische Ovarialsyndrom: Was PCOS ist und wie es Ihren Körper beeinflusst

Was ist PCOS? Beim polyzystischen Ovarialsyndrom handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die mit einem erhöhten Androgen-Spiegel, Zyklusstörungen sowie Fruchtbarkeitsproblemen einhergeht. Häufig treten kleine Zysten in den Eierstöcken auf. PCOS kann verschiedene Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit haben.

Das polyzystische Ovarialsyndrom beeinflusst den Hormonhaushalt und den Zuckerstoffwechsel der Frau.1 Ungefähr die Hälfte der PCOS-Patientinnen leiden an Übergewicht. Aber auch schlanke Frauen können von PCOS betroffen sein.2

Bei PCOS kommt es oft zu einer Insulinresistenz. Es tritt ein bauchbetontes Übergewicht auf. Auch bei schlanken Frauen bildet sich Viszeral-Fett.3

Eisprünge treten nur selten auf oder bleiben komplett aus. Aufgrund des hormonellen Ungleichgewichts reifen die Eibläschen in den Eierstöcken nicht heran. Zyklen treten unregelmäßig auf, sind deutlich verlängert oder die Menstruation bleibt aus.4

Warum entsteht das polyzystische Ovarialsyndrom?

Die genaue Ursache des PCO-Syndroms ist bis heute unklar.6 Das PCO-Syndrom wird nach wie vor erforscht. Es wird davon ausgegangen, dass mehrere hormonelle Fehlsteuerungen an der Entstehung von PCOS beteiligt sind.

Familiäre Häufungen weisen auf eine genetische Komponente hin.7 Töchter von Frauen mit PCOS haben gemäß einer Studie ein fünffach erhöhtes Risiko, selbst an PCOS zu erkranken. Auch hormonelle Einflüsse im Mutterleib werden als Risikofaktor für die Entstehung von PCOS diskutiert.

An diesen Symptomen erkennen Sie PCOS

PCOS zeigt sich durch vielfältige Symptome. Bis zur Diagnose vergeht daher häufig viel Zeit. Bei bis zu 70 Prozent der betroffenen Frauen wird das PCOS-Syndrom nicht erkannt.8 Das typischste Anzeichen ist eine unregelmäßige oder sogar ausbleibende Menstruation.

Folgende Symptome entstehen durch den erhöhten Androgen-Spiegel:9

  • vermehrte Körperbehaarung
  • Haarausfall
  • Akne
  • Hauterkrankungen wie Acanthosis nigricans (schwärzliche Wucherung der Haut)
  • Hirsutismus (Wachstum von Haaren, an Stellen, die für männlichen Haarwuchs typisch sind, z. B. Oberlippe, Brust oder Kinn)

Begleitend werden bei PCOS häufig folgende Symptome beobachtet:

  • Gewichtszunahme und Schwierigkeiten beim Abnehmen
  • nichtalkoholische Fettleber
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Bluthochdruck
  • autoimmunbedingte Hashimoto-Thyreoiditis

Verdacht auf PCOS: Was Sie jetzt tun sollten

Bei Verdacht auf PCOS sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen. Nach einer ausführlichen Anamnese werden Bluttests zur Messung von Hormonwerten und ein Ultraschall zur Erkennung von Zysten durchgeführt. Andere Ursachen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenerkrankung, sollten ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus misst Ihr Arzt/Ihre Ärztin den Blutdruck, erstellt ein Lipidprofil und überprüft den Blutzuckerstoffwechsel. Diese Werte werden regelmäßig kontrolliert.11

PCOS: Behandlung und Prävention

PCOS wird mithilfe von verschiedenen Medikamenten behandelt. Bei PCOS ist es darüber hinaus besonders wichtig, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Die Beschwerden können Sie zudem mit gezielter Ernährung und intensiver Bewegung lindern. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass eine hohe Zufuhr an Nährstoffen eine niedrige Insulinausschüttung und eine Gewichtsabnahme begünstigen.12 Eine Heilung des polyzystischen Ovarialsyndroms gibt es nicht.

Wird die hormonelle Balance wiederhergestellt, treten häufiger Eisprünge auf. Folgeerkrankungen, wie beispielsweise Diabetes Typ 2 können verhindert werden, eine Fettleber kann sich zurückbilden und Blutfett-Werte und Bluthochdruck normalisieren sich.13

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Therapiemöglichkeiten bei PCOS

Die Behandlung von PCOS erfolgt mithilfe von14

  • Hormonen wie beispielsweise Kontrazeptiva mit antiandrogener Wirkung oder
  • Medikamenten, z. B. Metformin.

Hilft regelmäßige Bewegung bei PCOS?

Bewegung hilft beim Abnehmen und trägt zudem dazu bei, die Anzahl der Insulinrezeptoren zu verringern. Neben den bekannten Effekten auf den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und die Blutfette trägt Bewegung auch dazu bei, den Hormonhaushalt zu regulieren.

Bereits kurze sportliche Einheiten von 15–20 Minuten haben einen positiven Effekt. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Radfahren, Schwimmen, Walken oder Joggen.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf PCOS?

Eine angepasste Ernährung bei PCOS trägt dazu bei, die Auswirkungen des PCO-Syndroms zu mindern und das Abnehmen zu unterstützen. Bei PCOS lohnt es sich daher, einen Ernährungsplan zu erstellen.

Kohlenhydrate mit einem hohen Ballaststoffanteil spielen für die Reduktion des Insulinbedarfs und somit für die Produktion von Androgenen eine Rolle. Pflanzenfasern verzögern die Aufnahme anderer Kohlenhydrate und somit den Anstieg des Blutzuckerspiegels. Eine faserreiche Mahlzeit trägt zudem dazu bei, Cholesterol zu binden. Dadurch sinken die Blutfettwerte.16

Die glykämische Last (GL) von Lebensmitteln gibt an, wie stark der Blutzuckerspiegel durch ein bestimmtes Lebensmittel ansteigt sowie den tatsächlichen Gehalt an Kohlenhydraten. Lebensmittel mit einem GL unter 10 gelten als sehr gut geeignet. Werte zwischen 10 und 19 gelten als akzeptabel, Lebensmittel mit einem GL über 20 sollten Sie vermeiden.17

Gemüse können Sie, mit Ausnahme einiger stärkereicher Sorten wie z. B. Kartoffeln oder Mais, nach Lust und Laune verzehren.18

Omega-3-Fettsäuren werden verschiedene positive Eigenschaften nachgesagt, die dazu beitragen sollen, PCOS-Beschwerden zu lindern. Omega-3 ist in Leinöl, Walnüssen und fettem Seefisch reichlich enthalten.

Langfristige Auswirkungen von PCOS und wie Sie die Risiken senken können

Langzeitfolgen bei PCOS treten eher selten auf, sollten aber dennoch beachtet werden. PCOS kann ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes zur Folge haben. Außerdem ist ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Begleiterscheinung bei PCOS. Eine frühzeitige Behandlung und Anpassungen im Lebensstil können diese Risiken verringern.

  1. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  2. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/risiko-fuer-herz-hirn-und-stoffwechsel-153542/ (aufgerufen am 18.03.2025)
  3. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  4. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  5. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/risiko-fuer-herz-hirn-und-stoffwechsel-153542/ (aufgerufen am 18.03.2025)
  6. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/medizin1-20-2005/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  7. https://www.aerzteblatt.de/search/result/9f2baba1-d2cd-4b4f-b05e-6d829c6928b9?q=pcos (aufgerufen am 17.03.2025)
  8. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  9. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  10. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/risiko-fuer-herz-hirn-und-stoffwechsel-153542/ (aufgerufen am 18.03.2025)
  11. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/risiko-fuer-herz-hirn-und-stoffwechsel-153542/ (aufgerufen am 18.03.2025)
  12. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  13. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  14. https://www.aerzteblatt.de/search/result/7aa1c122-28fd-4045-8cf8-2b8f34c5c10c?q=pcos (aufgerufen am 17.03.2025)
  15. https://www.aerzteblatt.de/search/result/97ee8064-f1b8-454e-983b-daea9f7e00cb?q=+polyzystische+Ovarialsyndrom (aufgerufen am 18.03.2025)
  16. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  17. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
  18. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ernaehrung-beim-pco-syndrom-138452/ (aufgerufen am 17.03.2025)
PCOS verstehen und den eigenen Körper in Balance bringen

Susann von der Mühll

Susann von der Mühll hat ihre Ausbildung am Institut für angewandte Kinesiologie und Naturheilkunde im Jahr 2018 abgeschlossen und ist seither als Pferdeosteopathin im Dreiländereck tätig. Motiviert durch ihr Interesse an naturheilkundlichen Themen unterstützt sie seit 2020 das Redaktionsteam der bio-apo.