Menstruationskrämpfe verstehen und lindern

Die meisten Frauen im gebärfähigen Alter kennen Ziehen und Krämpfe im Unterleib während der Menstruation. Durch Krämpfe kann die Menstruation zur Belastungsprobe werden. Begleitend können Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Schwindel auftreten.

Neben Schmerzmitteln können auch pflanzliche Arzneimittel, Menstruationstees, oder Wärme dazu beitragen, Menstruationskrämpfe zu lindern. Darüber hinaus können regelmäßige Bewegung, Yoga und Entspannungstechniken zur Linderung von Regelschmerzen beitragen.

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Ungefähr jede zehnte Frau leidet in den ersten Tagen der Regelblutung oder kurz vor deren Beginn unter schmerzhaften Krämpfen.1 Insbesondere bei jüngeren Frauen oder in den Jahren nach der ersten Menstruation treten starke Regelschmerzen häufig auf. Bei Jugendlichen zählen Menstruationskrämpfe zu den häufigsten Gründen, um ärztlichen Rat einzuholen.2

In diesem Ratgebertext erfahren Sie

  • wie Regelschmerzen entstehen,
  • was gegen Unterleibsschmerzen hilft,
  • in welchen Fällen Sie ärztlichen Rat einholen sollten und
  • was Sie vorbeugend gegen Regelschmerzen tun können

Was im Körper passiert: Warum treten Menstruationskrämpfe auf?

Im Verlauf des Zyklus nimmt die Dicke der Gebärmutterschleimhaut zu. Tritt keine Schwangerschaft ein, wird die Schleimhaut abgestoßen und die Menstruation tritt ein. Dieser Prozess wird durch das Zusammenziehen der Gebärmutter unterstützt.3 Bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut können krampfartige Schmerzen entstehen.

Hormonähnliche Stoffe, sogenannte Prostaglandine, sind für die Intensität der Krämpfe verantwortlich. Die Kontraktionskraft ist insbesondere vom Prostaglandin PGF2α abhängig.4 Frauen, die unter starken Regelschmerzen leiden, weisen einen deutlich erhöhten Wert an PGF2α auf.

Auf diese Symptome sollten Sie achten

Ein Überschuss an Prostaglandinen führt neben krampfartigen Unterleibsschmerzen zu einer Verengung der Blutgefäße. Die Unterversorgung des Gewebes kann Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen.5

Regelschmerzen können unterschiedlich stark ausfallen und bis in den Rücken ausstrahlen.6 Weitere begleitende Beschwerden können Durchfall oder Schwindel sein.

Menstruationskrämpfe schnell lindern: Das können Sie tun

Bei starken Unterleibsschmerzen werden häufig Schmerzmittel eingenommen. Neben Schmerzmitteln können auch pflanzliche Arzneimittel bei Menstruationskrämpfen helfen.

Darüber hinaus können verschiedene Hausmittel gegen Regelschmerzen hilfreich sein, wie z. B. Tees oder Wärmebehandlungen. Auch Bewegung oder verschiedene Entspannungstechniken können dazu beitragen, Regelschmerzen zu lindern.

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Welche Hausmittel und natürliche Methoden sinnvoll sein können

Beliebte Tees bei Menstruationskrämpfen sind z. B. Kamille, Ingwer oder Schafgarbe. In unserem Online-Shop erhalten Sie Menstruationstees, die von Hand in unserem Apotheken-Labor hergestellt werden.

Magnesium, Calcium und Kalium tragen zur normalen Muskelfunktion bei und können helfen, Muskelkontraktionen zu verringern. Der Einsatz von Magnesium zur Therapie von Regelschmerzen wird diskutiert. Über die Dosierung gibt es keine klaren Angaben. Mit der Einnahme des Magnesiums sollten Sie mehrere Tage vor der Menstruation beginnen.7

Regelmäßige Bewegung und Sport können die Krämpfe lindern

Während der Regelblutung fällt es vielen Frauen schwer, sich zu motivieren, Sport zu treiben. Bewegung hilft jedoch, sich besser zu fühlen und Unterleibsschmerzen zu lindern.

Regelmäßiger Sport trägt dazu bei, Krämpfe zu lösen.10 Moderate Bewegung verbessert die Durchblutung und reduziert den Prostaglandin-Level. Bereits ein Spaziergang kann hilfreich sein.

Wann Medikamente bei Menstruationskrämpfen zum Einsatz kommen

Es gibt verschiedene Medikamente gegen Regelschmerzen. Bei anhaltend starken Unterleibsschmerzen werden häufig Schmerzmittel verordnet. Eine naheliegende Therapie bei Menstruationskrämpfen ist die Hemmung der Prostaglandin-Synthese.11

Häufig verschriebene Schmerzmittel bei starken Unterleibsschmerzen sind Naproxen oder Ibuprofen.12 Bei Krämpfen kann Butylscopolamin dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern.13

Besteht der Wunsch nach einer Verhütung, sind hormonelle Verhütungsmittel zur Linderung von Regelschmerzen eine Option. Eine Kombination aus Östrogen- und Gestagen-Präparaten oder reine Gestagen-Präparate beeinträchtigen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und verringern so die Synthese der Prostaglandine.14

Wann Sie bei Menstruationskrämpfen zum Arzt sollten

Wenn herkömmliche Schmerzmittel oder Hausmittel keine Linderung verschaffen oder die Schmerzen Ihren Alltag einschränken, sollten Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin wenden. Denn starke Regelschmerzen können auch auf Erkrankungen zurückzuführen sein, beispielsweise auf

  • Myome,
  • Polypen,
  • Endometriose oder
  • entzündliche Erkrankungen des Beckens.

Darüber hinaus können Unterleibsschmerzen durch Lageanomalien der Gebärmutter oder eine hormonfreie Spirale ausgelöst werden.16 Bei

  • erstmals auftretenden Beschwerden,
  • Menstruationskrämpfen, die anders als gewöhnlich ausfallen sowie bei
  • starken oder anhaltenden Schmerzen

sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen.

Präventive Maßnahmen: Menstruationskrämpfe langfristig lindern

Der Hormonhaushalt wird von unserer Ernährung beeinflusst. Eine ausgewogene Ernährung trägt zum hormonellen Gleichgewicht bei. Darüber hinaus können Bewegung und Entspannung vorbeugend gegen Regelschmerzen helfen. Um mehr über den eigenen Zyklus zu erfahren, kann Zyklustracking eine nützliche Methode sein.

Bei Regelschmerzen wird eine Obst- und Gemüsereiche Ernährung empfohlen.  Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Milchprodukte enthalten Arachidonsäure – ein wichtiger Baustein der Prostaglandine – und sollten daher gemieden werden.

Omega-3-Fettsäuren hingegen hemmen die Produktion der krampfauslösenden Prostaglandine. Idealerweise essen Sie zwei- bis dreimal pro Woche Fisch. Die gesunden Fette sind insbesondere in fettreichen Fischen wie z. B. Makrele oder Lachs oder in pflanzlichen Lebensmitteln wie Avocados oder Walnüssen enthalten.

Bereits leichte Bewegung wie Fahrrad fahren, Schwimmen, Walking oder auch nur Spazieren gehen kann bereits ausreichen, um die Menstruationskrämpfe zu verringern.

Emotionale Belastungen oder Stress können Regelschmerzen begünstigen. Stress sollten Sie daher, wenn möglich, vermeiden und auf Entspannungstechniken setzen.

  1. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  2. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  3. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  4. ttps://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  5. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  6. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  7. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2205)
  8. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 25.02.2025)
  9. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 25.02.2025)
  10. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  11. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  12. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  13. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/phytopraeparate-hoch-im-kurs-139427/ (aufgerufen am 24.05.2025)
  14. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-regel-ohne-schmerzen-119033/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  15. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/pflanzliches-gegen-zyklusbeschwerden-136136/ (aufgerufen am 24.02.2025)
  16. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-062016/in-der-regel-schmerzfrei/ (aufgerufen am 24.02.2025)
Menstruationskrämpfe verstehen und lindern

Susann von der Mühll

Susann von der Mühll hat ihre Ausbildung am Institut für angewandte Kinesiologie und Naturheilkunde im Jahr 2018 abgeschlossen und ist seither als Pferdeosteopathin im Dreiländereck tätig. Motiviert durch ihr Interesse an naturheilkundlichen Themen unterstützt sie seit 2020 das Redaktionsteam der bio-apo.