Menorrhagie: Wenn die Menstruation außergewöhnlich stark ist
Eine starke und verlängerte Menstruation ist für betroffene Frauen eine Belastung und kann ihren Alltag beeinträchtigen. Menorrhagie kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Neben hormonellen Störungen kann eine Menorrhagie durch organische Beschwerden ausgelöst werden. Besonders häufig tritt Menorrhagie bei jungen Mädchen in den ersten Jahren nach Einsetzen der Menstruation sowie in den Wechseljahren auf.
Kommt es zu verstärkten und verlängerten Blutungen über einen längeren Zeitraum, kann sich dies negativ auf Ihr Wohlbefinden auswirken. Der hohe Blutverlust belastet den Körper und kann Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Eisenmangel mit sich bringen. Treten verlängerte und verstärkte Blutungen regelmäßig auf, sollten Sie daher ärztlichen Rat einholen.
Die Therapie einer Menorrhagie ist von der Ursache abhängig. Neben der Behandlung einer möglichen hormonellen Störung oder Grunderkrankung ist es wichtig, Stress zu vermeiden und für ausreichend Entspannung zu sorgen. Darüber hinaus können Sie unterstützend pflanzliche Arzneimittel mit Hirtentäschel einnehmen.

Der weibliche Zyklus ist ein komplexes System, welches anfällig für Störungen ist.1 Bereits geringfügige Störungen des Hormonhaushalts können Zyklusstörungen zur Folge haben. Zu den häufigsten Zyklusstörungen zählt die Menorrhagie: Eine verstärkte und verlängerte Menstruationsblutung.
In diesem Ratgeber erfahren Sie
- welche Symptome auf eine Menorrhagie hinweisen,
- auf welche Ursachen eine Menorrhagie zurückzuführen ist,
- in welchen Fällen Sie ärztlichen Rat einholen sollten,
- welche Folgen eine Menorrhagie haben kann,
- was gegen Menorrhagie hilft und
- was Sie vorbeugend gegen Menorrhagie tun können.
Die medizinische Bedeutung von Menorrhagie
Die gewöhnliche Dauer der Regelblutung beträgt 4–7 Tage. Während der Menstruation verliert eine Frau durchschnittlich etwa 60 ml Blut. Bei Menorrhagie dauert die Menstruation länger als sieben Tage an und geht mit einem Blutverlust über 80 ml einher.2 Beide Zyklusstörungen kommen häufig vor.
Eine einheitliche Definition für eine Menorrhagie gibt es nicht. Am weitesten verbreitet ist das Merkmal eines Blutverlustes von über 80 ml im Monat.3 Der Blutverlust kann zu erheblicher Müdigkeit und Schwäche führen und Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag vermindern.
Mögliche Auslöser: Was hinter der Menorrhagie steckt
Die Ursachen für Menorrhagie sind so vielfältig wie ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Häufig ist eine andauernde Blutung auf hormonelle Schwankungen oder die Verwendung eines neuen Verhütungsmittels zurückzuführen. In den Wechseljahren treten natürlicherweise längere Blutungen auf.
Gynäkologische Ursachen
Eine starke oder lange Menstruation kann durch gynäkologische Erkrankungen oder Infektionen ausgelöst werden. Mögliche Ursachen einer Menorrhagie sind:
- Myome: gutartige Tumore in der Gebärmutter, die starke Blutungen verursachen können
- Polypen: Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut
- Verwachsungen der Gebärmutter
- Endometriose: Gebärmutterschleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter wächst und zu starken Blutungen führt
- Adenomyose: Gewebe aus der Schleimhaut wächst in die Gebärmuttermuskulatur ein und löst stärkere Blutungen aus
- Gebärmutterentzündungen (Endometritis)
- Eileiter- und Eierstockentzündungen (Adnexitis)
- bakterielle Erreger, z. B. Gonokokken oder Chlamydien
- in seltenen Fällen Tumore
Systemische Ursachen
Eine starke und anhaltende Menstruation kann ein Hinweis auf eine Blutgerinnungsstörung sein. Besonders häufig ist dies bei Grunderkrankungen der Gerinnungsbildung der Fall, wie z. B. das Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom (VWD) oder Hämophilie.4
Auch hormonelle Ungleichgewichte, wie übermäßiges Östrogen oder zu wenig Progesteron, können den Menstruationszyklus beeinflussen und eine Menorrhagie auslösen. Insbesondere bei jungen Mädchen in den ersten beiden Jahren nach der Menarche und in den Wechseljahren sind hormonelle Störungen häufig die Ursache für eine Menorrhagie.
Funktionelle Ursachen
Ist die natürliche Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter vermindert, kann dies den Abfluss des Menstruationsblutes beeinträchtigen und zu einer verstärkten und verlängerten Blutung führen.
Eine weitere Ursache für Menorrhagie können Schilddrüsenerkrankungen sein. Die Schilddrüse interagiert mit den Hormonen Östrogen und Progesteron. Schilddrüsenerkrankungen beeinflussen unseren Hormonspiegel und können den Menstruationszyklus stören. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann daher eine verstärkte und verlängerte Menstruation zur Folge haben.
Starke Blutungen: Wann Sie zum Arzt sollten
Ist ihre Monatsblutung lediglich leicht verlängert, ist dies kein Grund zur Besorgnis. Treten häufig verlängerte und starke Blutungen auf oder fühlen Sie sich durch den Blutverlust geschwächt, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Kommen weitere Beschwerden, wie beispielsweise Schwindel, Schmerzen oder eine erhöhte Temperatur hinzu, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen.
So wird Menorrhagie diagnostiziert: Untersuchungsmethoden im Detail
Nach einer ausführlichen Anamnese werden in der Regel bildgebende Verfahren, wie z. B. Ultraschall eingesetzt, um beispielsweise Myome oder Polypen zu identifizieren. Durch Bluttests kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin Blutgerinnungen feststellen und den Hormonstatus und die Eisenwerte prüfen.
Auch eine Gebärmutterspiegelung kann in Betracht gezogen werden, um strukturelle Veränderungen festzustellen oder eine Gewebeentnahme zur Untersuchung von Auffälligkeiten durchzuführen.
Wie oft tritt Menorrhagie auf: Statistiken und Häufigkeit
Menorrhagien zählen zu den häufigsten Menstruationsstörungen. Gemäß Schätzungen sind bis zu 20 Prozent der Frauen zwischen 20 und 50 Jahren betroffen.5
Bei Frauen über 40 tritt Menorrhagie häufig aufgrund der Veränderungen des Hormonhaushalts auf. Durch die hormonellen Umstellungen in der Perimenopause kann der Zyklus aus dem Takt geraten und infolgedessen stärkere Blutungen auftreten. Auch Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Menorrhagie.
Welche Risiken birgt eine Menorrhagie?
Anhaltende Blutungen können die Lebensqualität beeinträchtigen und negative Auswirkungen auf die Gesundheit mit sich bringen. Der erhöhte Blutverlust kann zu Eisenmangel oder Blutarmut (Anämie) führen. Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie kann chronische Müdigkeit und Schwäche zur Folge haben und Ihren Alltag beeinträchtigen.
Was Ihnen bei Menorrhagie helfen kann
Die richtige Therapie einer Menorrhagie ist von der Ursache abhängig. Eine starke und anhaltende Menstruation kann z. B. mit hormonellen Präparaten behandelt werden.
Hormonelle Präparate, welche ärztlich verordnet werden können, sind Kontrazeptiva wie z. B. die Antibabypille, Verhütungsringe oder Hormonspiralen sowie synthetische Gelbkörperhormone. Hormonelle Verhütungsmittel tragen zu einem kürzeren und milderen Verlauf der Menstruation bei. Die Einnahme des Gelbkörperhormons Progesteron kann den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut hemmen und einen schwächeren Verlauf der Blutung begünstigen.
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Darüber hinaus können chirurgische Eingriffe in Betracht gezogen werden, beispielsweise die Entfernung von Myomen oder Polypen. In schweren Fällen kann eine Abtragung der Gebärmutterschleimhaut in Erwägung gezogen werden. Dieser Eingriff kommt lediglich infrage, wenn die Familienplanung bereits abgeschlossen ist.
Was können Sie tun, um einer Menorrhagie vorzubeugen?
Um einer Menorrhagie vorzubeugen, können ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung helfen. Darüber hinaus können regelmäßige gynäkologische Kontrollen dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Weitere interessante Beiträge:
Wissenschaftliche Quellen
- https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-272007/individuelle-loesungen-sind-gefragt/ (aufgerufen am 16.10.2024)
- https://www.pharmazeutische-zeitung.de/selbstmedikation-bei-regelschmerzen-137103/ (aufgerufen am 15.10.2024)
- Scheidel, P.: „Die primäre (medikamentöse) Therapie der Menorrhagie“, Verlag S. Karger, Basel (2023)
- https://www.aerzteblatt.de/archiv/229328/Gerinnungsstoerungen-bei-Frauen-Heftige-Menstruation-als-Indikator (aufgerufen am 18.10.2024)
- https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=1041&typ=1&nid=142020&s=Menorrhagie (aufgerufen am 16.10.2024)













