Fehlgeburt: Ursachen, Folgen und Wege zur Prävention – Was Betroffene wissen sollten

In der frühen Schwangerschaft kommt es häufig zu Fehlgeburten. Viele Aborte verlaufen unbemerkt, da die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen wurde.

Die meisten Fehlgeburten treten in den ersten zwölf Wochen auf. Anzeichen für einen Abort können Krämpfe oder Blutungen sein. Die Ursachen für Fehlgeburten in den ersten Schwangerschaftswochen sind meist chromosomale Störungen und genetische Anomalien.

Eine Fehlgeburt ist in vielen Fällen ein einzeln auftretendendes Ereignis. Betroffene Frauen können in der Regel problemlos erneut schwanger werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zum Thema Fehlgeburt und was Sie selbst tun können, um das Risiko einer Fehlgeburt zu verringern.

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In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten finden diverse Entwicklungen statt. Fehlentwicklungen können zur Folge haben, dass der Embryo nicht lebensfähig ist. Ungefähr 15 Prozent der Schwangerschaften enden innerhalb der ersten zwölf Wochen mit einer Fehlgeburt.1

In diesem Artikel lesen Sie,

  • welche Symptome bei einer Fehlgeburt auftreten,
  •  welche Ursachen eine Fehlgeburt haben kann und
  • was Sie tun können, um das Risiko einer Fehlgeburt zu verringern.

Fehlgeburt: Was bedeutet das für Betroffene?

Bei einer Fehlgeburt oder einem Abort endet die Schwangerschaft, bevor das Baby lebensfähig ist. Als lebensfähig gelten Babys ab der 24. Schwangerschaftswoche bzw. ab einem Gewicht von 400 Gramm. In der Medizin wird zwischen Frühaborten, Spätaborten und Spontanaborten unterschieden:

  • Unter einem Frühabort wird eine Fehlgeburt bis zur zwölften Schwangerschaftswoche verstanden.
  • Ab der 13. Schwangerschaftswoche handelt es sich um einen Spätabort.
  • Ein Spontanabort tritt ohne erkennbare Ursache auf. Am häufigsten kommt ein spontaner Abort in der dritten Schwangerschaftswoche vor.

Der Fötus kann durch eine Ultraschalluntersuchung oder einen Bluttests kontrolliert werden. Über einen Bluttest kann das Schwangerschaftshormon HCG festgestellt werden, welches das Fortbestehen einer Schwangerschaft nachweisen kann.

Eine Fehlgeburt können Sie auf natürliche Weise ablaufen lassen oder eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Bei einem unvollständigen Abort kann ein medizinischer Eingriff notwendig sein.

Kann man nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?

Eine Fehlgeburt ist in vielen Fällen ein einzelnes Ereignis. Die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt ist meist unbegründet. Die meisten Frauen können problemlos wieder schwanger werden und ein gesundes Baby bekommen.

Die körperliche Erholung von einer Fehlgeburt erfolgt rasch. Die Fruchtbarkeit setzt meist im nächsten Zyklus bereits wieder ein. Konkrete Empfehlungen, wie lange Sie mit einer erneuten Schwangerschaft warten sollten, gibt es nicht. Idealerweise geben Sie Ihrem Körper und Ihrer Psyche ein paar Monate Zeit zur Heilung.

Wie kommt es zu einer Fehlgeburt: Die häufigsten Ursachen

Die häufigsten Ursachen einer Fehlgeburt sind

  • Chromosomenstörungen oder
  • genetische Anomalien des Embryos.

Weitere mögliche Ursachen für eine Fehlgeburt können

  • Einnistungsstörungen in der frühen Schwangerschaft,
  • hormonelle Ungleichgewichte,
  • Gelbkörperschwäche,
  • Myome oder
  • Gebärmutteranomalien sein.

Sekundäre Ursachen, die zu einer Fehlgeburt führen können

Zu den sekundären Ursachen einer Fehlgeburt zählen

  • Infektionen,
  • Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Diabetes,
  • Viruserkrankungen wie beispielsweise Röteln,
  • Unfälle oder
  • der Konsum von Alkohol, Nikotin oder Drogen.

Diese Auslöser können ebenso wie die primären Ursachen zu einer Fehlgeburt führen, sind jedoch durch Disziplin zu vermeiden.

Wie lässt sich das Risiko einer Fehlgeburt verringern?

Durch eine gesunde Lebensweise können Sie dazu beitragen, das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren. Darüber hinaus sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig.

Alkohol und Nikotin können die Entwicklung Ihres Kindes schädigen und das Risiko einer Fehlgeburte erhöhen. Idealerweise verzichten Sie bereits vor einer geplanten Schwangerschaft auf Alkohol und Nikotin.

Achten Sie während der Schwangerschaft besonders auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Besonders wichtig ist Folsäure: Gemäß Studien ist ein ausreichender Folsäurespiegel in der Schwangerschaft essenziell. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in der Schwangerschaft die Einnahme von 550 μg Folsäure pro Tag.

Große seelische Belastungen und anhaltender Stress können eine Fehlgeburt begünstigen. Geben Sie daher in der Schwangerschaft besonders auf sich Acht.

Sowohl Untergewicht als auch Übergewicht können das Risiko für Aborte erhöhen. Bei übergewichtigen Frauen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt um das 1,5-fache höher als bei normalgewichtigen Frauen. Frauen mit einem BMI von unter 18,5 haben ein um 70 Prozent erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt.

Ihren Impfstatus sollten Sie bereits vor einer geplanten Schwangerschaft überprüfen. Die Erkrankungen Röteln, Masern oder Mumps können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Windpocken oder die Grippe können bei Schwangeren zu Komplikationen führen. Keuchhusten führt bei Säuglingen unter sechs Monaten zu einer erschwerten Atmung und kann schwere Komplikationen mit sich bringen.

Regelmäßige Vorsorgetermine bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin können dazu beitragen, Veränderungen, wie beispielsweise Infektionen, frühzeitig zu erkennen.

  1.  Moore, K./Persaud, T./Viebahn, C.: „Embryologie – Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik“, Elsevier, Urban & Fischer (2007)
  2. Läpple, M.: „Gesundheitliche und psychosoziale Auswirkungen der Fehlgeburt“ Georg Thieme Verlag KG Stuttgart (1991)
Fehlgeburt: Ursachen, Folgen und Wege zur Prävention – Was Betroffene wissen sollten

Susann von der Mühll

Susann von der Mühll hat ihre Ausbildung am Institut für angewandte Kinesiologie und Naturheilkunde im Jahr 2018 abgeschlossen und ist seither als Pferdeosteopathin im Dreiländereck tätig. Motiviert durch ihr Interesse an naturheilkundlichen Themen unterstützt sie seit 2020 das Redaktionsteam der bio-apo.