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FERRO SANOL Tropfen zum Einnehmen 30 ml

Lieferzeit: 1-3 Werktage
Artikelnummer: 00379086
Anbieter/Hersteller: UCB Pharma GmbH
Packungsgröße 30 ml
Grundpreis: 169,67 EUR / 1 l

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Produktinformationen

PZN 00379086
Anbieter/Hersteller: UCB Pharma GmbH
Packungsgröße 30 ml
Packungsnorm N1
Produktname Ferro sanol 30mg/ml
Darreichungsform Tropfen zum Einnehmen
Monopräparat ja
Wirksubstanz Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex
Apothekenpflichtig ja

  • Das Arzneimittel ist ein orales Eisenpräparat gegen Eisenmangel.
  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Eisenmangel und Eisenmangelanämie angewendet.

  • Die Tropfen können direkt vor Einnahme in Wasser bzw. Fruchtsaft verdünnt oder in Fruchtkompott eingerührt werden.
  • Das Arzneimittel kann auf einem Teelöffel - ggf. mit Wasser verdünnt - eingenommen werden. Die Einnahme sollte entweder morgens nüchtern (ca. 1 Stunde vor dem Frühstück) oder in ausreichendem Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen.
  • Um mögliche Zahnverfärbungen durch Eisenniederschlag zu verhindern, empfiehlt es sich, das Arzneimittel in Flüssigkeit verdünnt einzunehmen (z.B. in Orangensaft oder Trinkwasser, jedoch nicht in Milch, Kaffee, Tee oder Mineralwasser).

  • Nehmen Sie die Tropfen immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • bei Erwachsenen: Zu Beginn der Behandlung 4- bis 6-mal täglich 35 Tropfen 1 bis 2 Wochen lang, danach 1- bis 2-mal täglich 35 Tropfen.
    • bei Säuglingen und Kleinkindern (mit mindestens 2 kg Körpergewicht): Die Tropfen werden nach Körpergewicht dosiert. Die niedrige Dosis in den einzelnen Gewichtsklassen wird für die Nüchterneinnahme empfohlen. Die hohe Dosis sollte bei einer Nicht-Nüchterneinnahme eingehalten werden.
      • bei 2 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 2 Tropfen
      • bei 3 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 3 Tropfen
      • bei 4 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 4 Tropfen
      • bei 5 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 5 Tropfen
      • bei 10 kg und höherem Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 10 Tropfen
  • Ältere Patienten
    • Es liegen keine klinischen Daten, dass bei älteren Patienten eine Dosisanpassung erforderlich ist, vor.
  • Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • Es liegen keine klinischen Daten, dass bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen eine Dosisanpassung erforderlich ist, vor.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Tropfen dürfen bei Säuglingen und Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 2 kg nicht angewendet werden

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Eisen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist im Körper an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Wichtig ist Eisen zum Beispiel für die Bildung roter Blutkörperchen.

Zusammensetzung bezogen auf 1 Milliliter

170 mg Eisen (II) glycin sulfat Komplex

30 mg Eisen (II) Ion

Orangen Aroma (natürlich) 9/81140, Dragoco

+ Saccharin, Natriumsalz

+ Schwefelsäure

+ Sorbitol Lösung 70%, kristallisierend

+ Wasser, gereinigt

 

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • wenn Sie unter einer erblichen Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) leiden.
    • wenn Sie unter Eisenüberladung (chronische Hämolysen, Thalassämie, andere Hämoglobinopathien) leiden.
    • wenn Sie unter Eisenverwertungsstörungen (z. B. sideroachrestische Anämie, Bleianämie) leiden.
    • wenn Sie wiederholt oder chronisch Bluttransfusionen erhalten.
    • von Säuglingen und Kindern mit einem Körpergewicht unter 2 kg.

  • Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10000
    • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
    • Häufig:
      • Magen-Darm-Beschwerden
      • Durchfall
      • Verstopfung
      • Sodbrennen
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Die Häufigkeit nimmt mit steigender Dosis zu.
      • Eine im Verlauf der Behandlung auftretende dunkle Verfärbung des Stuhls kann auf den Eisengehalt zurückzuführen sein und ist unbedenklich.
    • Selten:
      • Reversible Verfärbung des Zahnbereiches
    • Nicht bekannt:
      • Bauchschmerzen
      • Oberbauchschmerzen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Selten:
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hauterscheinungen, Exanthem, Hautausschlag und Nesselsucht)
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
  • Verstärkung der Wirkung und mögliche Verstärkung von Nebenwirkungen
    • Schmerz- und Rheumamittel (z. B. Salicylate und Phenylbutazon): können eine schleimhautreizende Wirkung im Magen-Darm-Trakt des Arzneimittels verstärken.
    • Intravenöse Formulierungen von Eisen: Die gleichzeitige Verabreichung von intravenösen Formulierungen von Eisen zusammen mit oralen Darreichungsformen von Eisen kann einen Abfall des Blutdrucks (Hypotonie) oder auch einen Kollaps auf Grund der zu schnellen Eisen-Freisetzung und Sättigung des Transferrins hervorrufen. Die Kombination wird nicht empfohlen.
  • Abschwächung der Wirkung
    • Tetracycline (bestimmte Antibiotika, z. B. Doxycyclin) oder Bisphosphonate (Arzneimittel zur Behandlung der Osteoporose): sowohl die Resorption von Eisen als auch die der Tetracycline bzw. Bisphosphonate wird vermindert.
    • Colestyramin oder Ca2+-, Mg2+-, Al3+-haltige Arzneimittel (z. B. Antazida, Calcium- und Magnesiumsalze zur Substitution): hemmen die Eisenresorption.
    • Penicillamin, orale Goldverbindungen, L-Methyldopa, Levodopa und L-Thyroxin: werden bei gleichzeitiger Verabreichung von Eisen schlechter resorbiert.
    • Bestimmte Antibiotika (Fluorchinolone wie z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Gatifloxacin und Ofloxacin): Eisen vermindert die Resorption dieser Arzneimittel stark.
    • Zwischen der Einnahme des Arzneimittels und den oben genannten Arzneimitteln sollte ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
  • Sonstige mögliche Wechselwirkungen
    • Es kann zu einer Dunkelverfärbung des Stuhls kommen, der keine Magen-Darm-Blutung zugrunde liegt.
    • Die heute üblichen Tests auf Blutspuren im Stuhl können falsch positiv ausfallen.

 

  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • In pflanzlichen Nahrungsmitteln (z. B. Getreideprodukten und Gemüse) enthaltene Substanzen, die mit Eisen Komplexe bilden (z. B. Phytate, Oxalate und Phosphate), sowie Bestandteile von Kaffee, Tee, Milch und Colagetränken hemmen die Aufnahme von Eisen ins Blut.

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie das Arzneimittel nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme der Tropfen ist erforderlich,
    • wenn Sie an bestehenden Erkrankungen des Verdauungstraktes wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Darmverengungen, Ausstülpungen des Darmes (Divertikeln), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magen- und Darmgeschwüren leiden.
    • wenn Sie an chronischer Nierenerkrankung leiden und Erythropoetin benötigen, dann sollte Ihnen Eisen intravenös verabreicht werden, da oral verabreichtes Eisen bei urämischen Individuen schlecht aufgenommen wird.
    • bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Blutarmut. Hier muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden.
    • bei Kindern, da eine Überdosierung zu einer Vergiftung führen kann.
  • Hinweis
    • Verfärbungen der Zähne können bei einer Behandlung den Tropfen auftreten. Gemäß der wissenschaftlichen Literatur können sich diese Zahnverfärbungen spontan nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden oder müssen durch Verwendung einer schleifenden Zahnpasta oder durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden.

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