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Kosmetik unter der Lupe

So natürlich wie möglich – dieser Grundsatz sollte auch bei Kosmetikprodukten gelten. Momentan geht der Trend schon massiv in Richtung Naturkosmetik. Das machen sich zunehmend auch die großen konventionellen Kosmetikhersteller zunutze. Ein blumiger Name und Wildkräuter auf der Verpackung treffen jedoch keine verbindlichen Aussagen. In der EU werden in Kosmetika über 8000 Stoffe verarbeitet. Viele sind auf ihr allergisches Potential oder auf krebserregende Wirkungen hin noch gar nicht untersucht. Alleine in einer Duftnote stecken bis zu 200, im Chemielabor synthetisierte, Substanzen. Synthetische Duft-, Farb-, und Konservierungsstoffe in konventionellen Produkten bereiten dabei die größten Schwierigkeiten. Naturkosmetikhersteller haben sich auf Richtlinien geeinigt, die zumindest das Risiko allergischer Reaktionen minimieren.

Auf was Sie achten sollten:

  1. Weitestgehend keine Mineralöl-, und Erdölprodukte (Paraffine) als Zusätze. Ein gewisser Fettanteil in einer Creme muss aber sein. Ist er zu gering, verdunstet das Wasser und nimmt Feuchtigkeit aus der Haut mit, sie trocknet aus. Die konventionellen Kosmetikprodukte enthalten billige Paraffine. Sie sind extrem reaktionsträge, reagieren also auf der Haut nicht. Zudem sind sie sehr gute Wirkstoffträger. Das macht sie in der Pharmazie zu guten Salbengrundlagen. Der entscheidende Nachteil: Das Paraffin dichtet die Poren ab. Das wiederum verhindert zwar das Austrocknen der Haut, hat aber zur Folge, dass die Haut ihre Entgiftungsfunktion nicht wahrnehmen kann. Naturkosmetik verwendet pflanzliche Fette, zum Beispiel aus der Mandel- oder Jojoba-Pflanze.
  2. Keine synthetischen Duft- und Farbstoffe (manche könnten krebserregend sein), keine ethoxylierten Rohstoffe (können die Haut durchlässiger und offener für Schadstoffe machen), keine Silikone oder genmanipulierte Zutaten. Naturkosmetik verwendet ätherische Öle (Duft), natürliche Emulgatoren (etwa Sojalecithin), Vitamin E (Konservierung).
  3. Rohstoffe mehrheitlich aus kontrolliert biologischem Anbau sowie aus zertifizierten Wildkräutersammlungen.
  4. Keine Tierversuche.
  5. Ständige Qualitätskontrolle der Rohstoffe und Fertigprodukte auf Keimfreiheit und hohe Standards.
  6. Zusätzliche Rückstandskontrollen.

Dies alles sichert ein absolutes Qualitätsprodukt.

Mittlerweile gibt es auch einige Siegel, die auf die Qualität der Produkte hinweisen. Hier die meist verwendeten Kennzeichnungen im Überblick:

BDIH – Kontrollierte Naturkosmetik. Dies ist das bekannteste Öko-Siegel für „Echte Naturkosmetik“. Bei Produkten, die diese Kennzeichnung haben, können Sie sich sicher sein, dass es sich um reine Naturkosmetik handelt. Die Rohstoffe sind dann „so weit möglich“ aus biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung. Zudem sind keine synthetischen Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte, enthalten. Außerdem wurde das Produkt ohne Tierversuche hergestellt. Auch die Verwendung von toten Wirbeltieren ist nicht gestattet. Erlaubt sind hingegen naturidentische Stoffe, welche zum Zweck der Konservierung verwendet werden.

EcoCert – hinter diesem Siegel steckt Europas größter Kontroll- und Zertifizierungsverband im Bereich Umwelt. Der Verband arbeitet in 80 verschiedenen Ländern und vergibt zwei Öko-Siegel. Damit ein Produkt das Siegel „ökologische und biologische Produkte“ erhält, müssen mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe natürlichen Urpsrung haben. 95 Prozent der Pflanzenstoffe müssen aus dem biologischen Anbau sein. Um die Kennzeichnung „ökologisches Garantiezeichen“ tragen zu dürfen, muss das Produkt 95 Prozent natürliche Inhaltsstoffe enthalten, davon müssen jedoch nur 50 Prozent aus biologischem Anbau stammen.

NaTrue – Auch die führenden deutschen Naturkosmetikunternehmen, dazu zählen Laverana/Lavera, Logocos/Logona, Primavera, Santaverde, WALA/Dr. Hauschka und Weleda, möchten in Sachen Naturkosmetik aufklären. Deshalb hat die Interessensgemeinschaft NaTrue im Mai 2008 einen Anforderungskatalog an Natur- und Biokosmetika veröffentlicht. Sie bietet drei Qualitätsstufen, die exakt geregelt sind. Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Biokosmetik heißen die drei Stufen.

Naturkosmetik: Hier ist definiert, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und wie sie verarbeitet werden dürfen. Diese Stufe bildet die Grundlage. D.h. Produkte, die in die anderen Kategorien fallen, müssen diese Anforderungen ebenfalls erfüllen. Je nach Produktgruppe gibt es eine Untergrenze für natürliche und eine Obergrenze für naturnahe Inhaltsstoffe.

Naturkosmetik mit Bio-Anteil: Um in diese Kategorie eingeordnet zu werden, müssen alle oben genannten Bedingungen erfüllt sein, aber mindestens 70 % der natürlichen Inhaltsstoffe müssen aus kontrolliert biologischem Anbau und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen. Verglichen mit Stufe 1 werden hier höhere Untergrenzen und niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe vorausgesetzt.

Biokosmetik: Auch hier müssen alle oben genannten Bedingungen erfüllt werden. Wichtig ist es jedoch, dass mindestens 95 % der natürlichen Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen. Verglichen mit der zweiten Stufe werden hier nochmals höhere Untergrenzen für natürliche und noch niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe gefordert.